Happy Birthday, Jimmy! EHC-Legende macht den sechsten Zehner voll

Der EHC Klostersee hat vor zwei Jahren sein 60-jähriges Bestehen gefeiert. Heute nun, am Vatertag, zieht einer gleich, der in den zurückliegenden 38 Jahren (!!!!!!!) für die Rot-Weißen aus Grafing alles gegeben hat und immer noch gibt: James „Jimmy“ Quinlan feierte seines 60. Geburtstag, zumindest direkt am Jubiläum im engsten Familienkreis im gemeinsamen Urlaub mit Ehefrau Evi und den Söhnen samt besserer Hälften und Enkelkindern an der italienischen Adriaküste. In den fast vier Jahrzehnten „für seinen EHC“ kann Jimmy Quinlan auf genau genommen insgesamt drei Spielerkarrieren – eine als blutjunger ausländischer Angreifer, nach 18-monatiger Inaktivität mit deutschem Spielerpass stürmend und schließlich von Kim Collins noch „umfunktioniert“ zum Verteidiger – , viele Jahre als Trainer, noch mehr als Nachwuchscoach und Co-Trainer sowie oben drauf sogar auch drei Jahre als dritter Vorstand zurückblicken.

Eine zweifelsohne beispiellose Laufbahn mit enormer Vereinstreue, die sogar nur die wenigsten Einheimischen – Jimmy geht natürlich längst als bayerisch-kanadischer Einheimischer durch – hinbekommen, hat er damit hingelegt. Schon die Skorerbilanz aus seiner aktiven Zeit, die EHC-intern zweitbeste aller jemals eingesetzten Spieler, ist wahnsinnig beeindruckend: In 393 Pflichtspielen kamen 528 Skorerpunkte zusammen, aufgeteilt in 268 Tore und 260 Assists. Die dazu verbuchten 645 Strafminuten bezeugen, dass er sich trotz der spieltechnischen und skatingmäßigen Eleganz durchaus auch körperlich erwehren konnte.

„Man kann es gar nicht oft genug erwähnen: Jimmy ist ein absoluter Glücksfall für unseren Verein“, adelte ihn Präsident Sascha Kaefer schon wiederholt und auch dieser Tage wieder zum „Sechzger“. Begonnen hatte alles in den frühen 1980er-Jahren. Da kam Jimmy Quinlan als junger, gerade dem College entwachsener, Kanadier aus seiner Heimatstadt Windsor, der südlichsten Stadt Kanadas in der Provinz Ontario, zum EHC Klostersee, um – wie es nach wie vor viele nordamerikanische Puckjäger vorhaben – salopp gesagt ein wenig europäische Luft zu schnappen und etwas Spaß beim Eishockey zu haben, bevor es dann zurück nach Hause in den harten Berufsalltag geht.
Es kam bekanntlich anders: Zum sportliches Glück kam bald vor allem auch das private. Die drei gemeinsamen Söhne sind dem EHC Klostersee ebenso eng verbunden, Dominik (30 Jahre) aktuell als Trainer und Philipp (29) sowie Nicolai (bald 25) als Spieler. Für den „Wohlfühlfaktor“, der das Widerstehen lukrativer finanzieller Angebote der Konkurrenz all die Jahre über sicher leichter machte, sorgte am Anfang der viel zu früh verstorbene damalige EHC-Patron Manfred Rothe, unter anderem beim beruflichen Einstieg am Flughafen München, und bald mit Herbert Eder auch ein weiterer Ex-Präsident und dazu bis heute väterlicher Freund.

Schon seit vielen Jahren ist Jimmy Quinlan ein anerkannter Nachwuchstrainer, dessen Meinung und Wissen weit über die Vereinsgrenzen hinaus auch beim Verband gefragt ist und „durch dessen Hände“ es zahlreiche Talente in die erste Mannschaft geschafft haben.

Happy Birthday, Jimmy!

 

Zwei weitere Zusagen für die Offensivabteilung

Der EHC Klostersee baut weiter am Kader für die Bayernliga-Saison 2019/20. Mit dem Eigengewächs Jens Glombitza (27 Jahre) und dem aus der Rosenheimer Nachwuchsschmiede stammenden Veit Wieczorek (21), beides Offensivkräfte, können die Grafinger Rot-Weißen zwei weitere Zusagen für die kommende Punktejagd in der vierthöchsten Spielklasse vermelden. Jens Glombitza gehört sein nunmehr bereits zehn Jahren dem Kader der Seniorenmannschaft beim EHC an und verfügt unter anderem auch über die Erfahrung aus knapp einhundert Oberligaspielen. Veit Wieczorek kam vor der letzten Saison aus der DNL-Mannschaft der Starbulls Rosenheim zum EHC und hat soeben seine erste komplette Saison „bei den Erwachsenen“ hinter sich. In seinem Premierenjahr sammelte der Außenstürmer in 42 Pflichtspielen insgesamt 19 Skorerpunkte (neun Tore und zehn Assists).
„Die zwei Angreifer sind für uns wichtige Spieler, um dem Kader auch die nötige Breite zu verleihen. Jens ist mit seiner Routine auch ein wertvoller Penaltykiller im Unterzahlspiel und Veit ist sicher noch nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt“, kommentierte EHC-Trainer Domink Quinlan.

Gennaro Hördt weiterhin beim EHC Klostersee

Der in Bad Aibling geborene Gennaro Hördt (28) wird weiterhin dem Bayernligakader des EHC Klostersee angehören. Mit der Erfahrung aus über 270 Spielen in der Oberliga, Deutschlands dritthöchsten Liga – gehört Gennaro Hördt zu den erfahrenen Spielern der Mannschaft. Hördt ist von seinem Stammverein Starbulls Rosenheim sehr gut ausgebildet worden und hat sich in Grafing zu einem kompletten Eishockeyspieler entwickelt. Nach Rückzug aus der Oberliga ist Hördt dem Verein erhalten geblieben und war beim Durchmarsch in die Bayernliga immer unter den Top-Scorern. In der vergangenen Saison kam er in 44 Einsätzen auf 37 Punkte (20 Tore, 17 Assist).

„Gennaro ist seit Jahren fester und sehr verlässlicher Bestandteil unseres Teams und aus der Offensive nicht wegzudenken. Mit seiner positiven Art wird er auch im nächsten Jahr ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft sein.“ so Trainer Dominik Quinlan.

EHC bindet Eigengewächse für die kommende Bayerliga-Saison

Der EHC Klostersee hat mit Sebstian Sterr, Felix Kaller und Vitus Gleixner drei Eigengewächse für die kommende Bayernliga-Saison wieder unter Vertrag genommen. Alle drei Spieler entspringen aus der Grafinger Nachwuchsschmiede und wurden größtenteils durch Skills-Trainer Jimmy Quinlan ausgebildet und auch gecoacht.

Während Sebastian Sterr (22) als Allrounder mit seinen läuferischen und spielerischen Qualitäten sehr flexibel einsetzbar ist liegt das Einsatzgebiet von Felix Kaller (23) insbesondere aufgrund seiner körperlichen Präsenz im defensiven Bereich. Beide waren auch schon im EHC-Oberligateam und sind dem Verein auch im Neuanfang treu geblieben. Mit 40 Einsätzen in der abgelaufenen Saison konnte sich Vitus Gleixner (20) im Seniorenbereich der Bayerliga etablieren und ist ein gutes Beispiel für die Integration von jungen Spielern in die erste Mannschaft.

„Alle drei Spieler sind mittlerweile wichtige Stützen unserer Mannschaft. An solchen Spielern können sich unsere kommenden Nachwuchstalente gut orientieren. Sie verkörpern den vom EHC eingeschlagenen Kurs und sind auch Sympathieträger außerhalb des Eises.“ so Dominik Quinlan.
„In der laufenden Woche beginnt das Sommertraining. Auch da werden bereits weitere talentierte Nachwuchsspieler an die erste Mannschaft herangeführt, die nach Einschätzung der Verantwortlichen das Rüstzeug dazu haben“, so EHC Vorstand Dr. Engelbert Remiger.

Los geht’s wieder Sebi, Felix und Vitus!

Dominik Gräubig weiterhin „Nummer Eins“ – Lisa Hemmerle verlässt den Verein

In der nächstjährigen Bayernliga-Saison wird Dominik Gräubig weiterhin als „Nummer 1“ das Tor beim EHC Klostersee hüten. Besonderes in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison hat sich Gräubig immer besser in Szene setzen können und wurde mit reichlich Einsatzzeit belohnt. Mit einem Gegentorschnitt von 2,80 über die gesamte Saison inkl. Play-Offs war er unter den Top 5 Goalies der Liga.

„Wir freuen uns sehr, dass Dominik weiterhin unser Tor hüten wird. Er war ein wichtiger Faktor, dass wir letzte Saison die Play Offs erreichen konnten.“ Kommentierte Trainer Domink Quinlan.

Als Backup der Rot-Weißen wird Rudolf Schmidt aus der U20-Mannschaft lizenziert, der bereits in der vergangenen Saison als weiterer Puckfänger im erweiterten EHC-Kader stand. „Nach sehr guten Leistungen im vergangenen Jahr hat sich Rudi diesen nächsten Schritt verdient und wird auch zu Einsätzen im Seniorenbereich kommen. Der Verein braucht solche jungen und ehrgeizigen Spieler um unser Staffing aus den eigen Reihen zu realisieren“, so Vorstand Engelbert Remiger.

Lisa Hemmerle dagegen wird leider nicht mehr im Team des Bayernligisten stehen. Präsident Sascha Kaefer dazu: “Ich persönlich kenne Lisa schon viele viele Jahre und es war für die Verantwortlichen eine sehr schwere Entscheidung, sie nicht mehr in den Kader zu berufen. Gerade im Wiederaufbau von der Bezirksliga hat sie den Verein sehr unterstützt, war DAS weibliche Gesicht unseres Teams und auch medialer Sympathieträger sowie oft in der Kabine ein ausgleichender Faktor. Wir wünschen Lisa privat, sportlich und beruflich nur das Allerbeste.“

Viele Dank Lisa

Eventuell wird der EHC Klostersee noch einen weiteren jungen Torhüter lizenzieren, um wieder ein Dreier-Team gerade auch im Fall von Verletzungen aufbieten zu können.

Neben dem Mannschaftstraining werden die Torhüter wieder durch den DEB-Torwarttrainer Sigi Harrer und den ehemaligen EHC-Goalie Lukas Steinauer (aktuelle Nummer 1 der Starbulls Rosenheim) spezifisch auf ihre Aufgaben vorbereitet.