ESC Geretsried River Rats – EHC Klostersee 5:4 (0:0, 3:2, 1:2, 1:0) nach Verlängerung

Auch nach dem bereits feststehenden Erreichen der Oberen Zwischenrunde und trotz aller personeller Widrigkeiten blieb der EHC Klostersee am vorletzten Spieltag der Bayernliga-Hauptrunde seiner „Serie“ treu: Seit Mitte November gingen die Grafinger in keinem Pflichtspiel leer aus. Sieben Dreier und jetzt drei Overtime-Niederlagen – womit es eben einen Punkt für das Remis nach regulärer Spielzeit gibt – haben die Rot-Weißen seitdem eingespielt, das 4:5 nach Verlängerung an diesem Sonnntagabend in der letzten Partie des Kalenderjahres bei den Geretsried River Rats mit eingeschlossen.
Acht Stammkräfte und damit fast der halbe Kader fehlte in der Mannschaft von Dominik Quinlan, der für komplette drei Reihen die beiden U20-Stürmer Felix Lohmaier und Stefan Würmseer sowie Nachwuchsverteidiger Korbinian Eberwein hochzog. Zwischen den Pfosten bekam Dominik Gräubig in seiner Heimatstadt eine schöpferische Pause, wurde im EHC-Kasten von Rudi Schmidt bestens vertreten. Nach torlosem Startdrittel legten die Gastgeber im zweiten Abschnitt vor. Nach dem 0:1 gelang den EHClern fast im Gegenzug der Ausgleich, nach dem 1:3-Zwischenstand kurz vor der nächsten Pause immerhin noch der direkte Anschluss.

Nachdem die River Rats die noch verbleibenden 20 Spielminuten mit dem Schwung des schnellen vierten Tores angehen konnten, schien die Vorentscheidung gefallen. Doch die Klosterseer ließen nicht locker und kämpften sich noch einmal zurück. Die notwendigen Treffer zum Ausgleich fielen um die 55. Minute innerhalb von 96 Sekunden quasi im Doppelpack. Der kräftezehrenden Aufholjagd zollte man dann in der fünfminütigen Zugabe Tribut. Geretsried holte sich in der 62. Minute den Zusatzpunkt.

ESC Geretsried River Rats: David Albanese (Martin Morczinietz); Dominic Fuchs, Bernhard Jorde, Ondrej Stava, Stephan Englbrecht, Luis Rizzo, Hans Tauber, Maximilian Rieger; Florian Strobl, Martin Köhler, Michael Hölzl, Benedikt May, Klaus Berger, Daniel Merl, Stefano Rizzo, Ondrej Horvath, Daniel Bursch, Jonas Köhler.

EHC Klostersee: Rudi Schmidt (Dominik Gräubig); Nicolai Quinlan, Quirin Bacher, Maximilian Merz, Maximilian Pröls, Sebastian Sterr, Korbinian Eberwein; Matthias Baumhackl, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Simon Roeder, Stefan Würmseer, Jens Glombitza, Felix Lohmaier.

Torfolge: 1:0 (27:52) Daniel Bursch (Stefano Rizzo, Michael Hölzl); 1:1 (28:36) Matthias Baumhackl (Raphael Kaefer, Florian Gaschke); 2:1 (32:57) Ondrej Stava (Ondrej Horvath, Florian Strobl – 5:4); 3:1 (35:25) Daniel Merl (Benedikt May); 3:2 (39:48) Raphael Kaefer (Nicolai Quinlan, Sebastian Sterr); 4:2 (41:40) Daniel Merl (Benedikt May); 4:3 (54:02) Florian Gaschke (Raphael Kaefer); 4:4 (55:38) Jens Glombitza (Nicolai Quinlan); 5:4 (61:47) Florian Strobl (Ondrej Horvath, Ondrej Stava).

Strafminuten: ESC Geretsried River Rats 6; EHC Klostersee 8.

Hauptschiedsrichter: Philipp Sintenis.
Zuschauer: 448.

EHC Klostersee – TSV Peißenberg Eishackler 5:2 (1:2, 2:0, 2:0)

Geschafft! Mit dem 5:2-Heimerfolg über die Peißenberg Eishackler am drittletzten Spieltag der Bayernliga-Hauptrunde ist dem EHC Klostersee die Teilnahme an der oberen Zwischenrunde nicht mehr zu nehmen. Die Grafinger steckten auch diesmal den Ausfall einiger Stammkräfte weg und gegen einen kampfstarken und sehr körperbetont agierenden Gegner auch einen 1:2-Rückstand nach dem ersten Drittel. Der dem Gast freilich schmeichelte, hatten doch die Rot-Weißen schon in den ersten paar Minuten vier, fünf Hochkaräter „versemmelt“. Visier besser einstellen und druckvoll weiterspielen war somit die Devise für den zweiten Abschnitt, in dem es über zehn Minuten dauerte bis die Angriffswelle endlich den gewünschten Erfolg brachte. Die Eishackler pressten früh und liefen die Passwege immer wieder zu, doch als ein langes Zuspiel ankam, zappelte der Puck kurz später in den Maschen. Ein weiteres probates Mittel gegen die stark und dicht verteidigenden Peißenberger waren Direktabnahmen – zu sehen beim 3:2-Treffer zur erstmaligen Führung der Truppe von Dominik Quinlan. Im Schlussdrittel fielen die weiteren zwei Klosterseer Tore zwangsläufig, hatten doch die Gäste dem Offensivdruck immer weniger entgegenzusetzen.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Rudi Schmidt); Nicolai Quinlan, Florian Engel, Maximilian Merz, Felix Kaller, Sebastian Sterr, Maximilian Pröls, Quirin Bacher; Matthias Baumhackl, Bob Wren, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Thomas Hummer, Jens Glombitza, Simon Roeder.

TSV Peißenberg Eishackler: Korbinian Sertl (Andreas Scholz); Dominik Ebentheuer, Martin Lidl, Manuel Singer, Maximilian Brauer, Lukas Bucher; Martin Andrä, Markus Andrä, Moritz Birkner, Florian Höfler, Lukas Novacek, Valentin Hörndl, Michael Glattenbacher, Marco Mooslechner, Shahmir Baloch, Matthias Müller.

Torfolge: 0:1 (13:35) Valentin Hörndl (Lukas Novacek, Manuel Singer – 5:4); 1:1 (15:05) Matthias Baumhackl (Bob Wren, Florian Engel – 5:4); 1:2 (15:39) Matthias Müller (Marco Mooslechner, Michael Glattenbacher); 2:2 (30:10) Gennaro Hördt (Florian Engel, Philipp Quinlan); 3:2 (34:42) Jens Glombitza (Thomas Hummer, Simon Roeder); 4:2 (43:59) Felix Kaller (Philipp Quinlan, Gennaro Hördt – 5:4); 5:2 (56:07) Felix Kaller (Philipp Quinlan – 4:4).

Strafminuten: EHC Klostersee 10; TSV Peißenberg Eishackler 16.

Hauptschiedsrichter: Martin Grech.
Zuschauer: 439.

EHC Klostersee – EA Schongau Mammuts 6:0 (3:0, 2:0, 1:0)

Der EHC Klostersee hat die Tür zur oberen Zwischenrunde ganz weit aufgemacht. Mit dem glatten 6:0 am vierten Adventsonntag auf heimischen Eis festigten die Grafinger ihren vierten Tabellenplatz und hielten den punktemäßigen Vorsprung auf Rang sieben. Nach einer Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen Vereinsmitgründer Alexander Kaefer ließen die Rot-Weißen, die mit Trauerflor aufliefen, zu keiner Sekunde im Spiel Zweifel am Ausgang der weitgehend einseitigen Begegnung.

Schon nach genau einer Minute Spielzeit lag der Puck erstmals im Gästekasten. Fortan spielte sich das Geschehen im ersten Drittel hauptsächlich vor Mammuts-Torsteher Daniel Blankenburg ab, der alle Hände voll zu tun hatte, um seine Mannschaft halbwegs im Rennen zu halten. Mit der Dreier-Pack zur ersten Pause kam der Gast definitiv bestes davon. Was den Offensivschwung betraf mit einem Gang weniger, in der eigenen Zone aber weiterhin hochkonzentriert dominierte das Team von Dominik Quinlan das Geschehen weiterhin fast nach Belieben.

Mit den zwei weiteren Treffern im Mittelabschnitt konnten die Punkte bereits verbucht werden, das halbe Dutzend war Mitte des letzten Durchgangs voll. Danach gab´s zwar noch die eine oder andere weitere klare Einschussmöglichkeit, der Fokus bei den Klosterseern aber lag an der Unterstützung für den ersten „shut-out“ von Dominik Gräubig in der laufenden Punkterunde.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Rudi Schmidt); Nicolai Quinlan, Felix Kaller, Marinus Kritzenberger, Maximilian Merz, Sebastian Sterr, Maximilian Pröls, Quirin Bacher; Matthias Baumhackl, Bob Wren, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Veit Wieczorek, Thomas Hummer, Simon Roeder.

EA Schongau Mammuts: Daniel Blankenburg (Lukas Müller); Daniel Holzmann, Tobias Turner, Tobias Maier, Tobias Zimmert, Tobias Dressel; Jakub Muzik, Milan Kopecky, Steven Wagner, Willy Knebel, Friedrich Weinfurtner, Kevin Steiner, Sebastian Schattmaier, Tobias Findl, Markus Güßbacher.

Torfolge: 1:0 (1:00) Gennaro Hördt (Philipp Quinlan, Maximilian Merz); 2:0 (14:15) Simon Roeder (Maximilian Merz, Nicolai Quinlan); 3:0 (16:44) Bob Wren (Raphael Kaefer, Marinus Kritzenberger – 5:4); 4:0 (25:41) Bob Wren (Felix Kaller, Matthias Baumhackl); 5:0 (36:55) Florian Gaschke (Nicolai Quinlan, Maximilian Merz – 4:5); 6:0 (48:52) Raphael Kaefer (Bob Wren, Felix Kaller).

Strafminuten: EHC Klostersee 4; EA Schongau Mammuts 8.

Hauptschiedsrichter: Rupert Stenzel.
Zuschauer: 402.

EHF Passau Black Hawks – EHC Klostersee 3:2 nach Verlängerung (1:0, 1:1, 0:1, 1:0)

Der EHC Klostersee hammstert weiter fleißig Punkte für eine Platzierung unter den Top Sechs in der Bayernliga-Hauptrunde und damit das Erreichen der oberen Zwischenrunde. Im Duell der Tabellennachbarn entführten die Grafinger, die als Vierter in die Drei-Flüsse-Stadt reisten, bei den Drittplatzierten Passau Black Hawks durch ein 2:3 nach Verlängerung einen Zähler.
Die fünf Pflichtspiele andauernde Sieges-Serie der Rot-Weißen mit jeweils einem Dreier ist damit zu Ende gegangen. Was nicht hätte sein müssen, wie Trainer Dominik Quinlan anschließend zu Protokoll gab und die daheimgebliebenen Fans bei der Live-Übertragung auf sprade.tv verfolgen konnten. Die ersten beiden Spielabschnitte dominierte der EHC, fuhr Angriff auf Angriff und ließ den Gastgebern kaum Luft zum durchatmen. Knapp ein halbes Dutzend bester Einschlussmöglichkeiten fanden freilich den Weg ins Ziel nicht. Der Spielstand zur zweiten Pause – 1:2 aus Sicht der Klosterseer – fühlte sich angesichts der deutlichen Überlegenheit wie ein schlechter Witz an.
Im dann eher ausgeglichenen letzten Durchgang gelang zumindest noch der hochverdiente Ausgleich. Die Overtime verlief ebenfalls auf Augenhöhe – bis sich die Black Hawks bei einer angezeigten Strafzeit gegen die Quinlan-Truppe den entscheidenden Vorteil erspielten konnten und zur Entscheidung um den Zusatzpunkt trafen.

EHF Passau Black Hawks: Clemens Ritschel (Andreas Resch); Marius Wiederer, Sylvester Radlsbeck, Patrick Geiger, Arthur Platanow, Lukas Stettmer, Mathias Pilz, Florian Lehner; Petr Sulcik, Alexander Janzen, Dominik Schindlbeck, Ales Kreuzer, Michael Franz, Jan Sybek, Florian Fischer, Benedikt Böhm, Robin Deuschl, Michel Limböck.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Rudi Schmidt); Nicolai Quinlan, Felix Kaller, Marinus Kritzenberger, Maximilian Merz, Sebastian Sterr, Maximilian Pröls, Quirin Bacher; Vitus Gleixner, Bob Wren, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Matthias Baumhackl, Thomas Hummer, Simon Roeder, Veit Wieczorek.

Torfolge: 1:0 (4:30) Alexander Janzen (Florian Fischer, Benedikt Böhm); 1:1 (22:59) Philipp Quinlan (Florian Gaschke, Gennaro Hördt – 5:4); 2:1 (35:02) Jan Sybek (Ales Kreuzer, Marius Wiederer – 5:4); 2:2 (56:55) Bob Wren (Felix Kaller, Raphael Kaefer – 5:4); 3:2 (63:34) Ales Kreuzer (Patrick Geiger, Petr Sulcik – 4:3).

Strafminuten: EHF Passau Black Hawks 12; EHC Klostersee 16.

Hauptschiedsrichter: Martin Grech.
Zuschauer: 712.

EC Pfaffenhofen Eishogs – EHC Klostersee 3:5 (1:1, 1:2, 1:2)

Der EHC Klostersee bleibt auch nach der Spielpause in der Erfolgsspur. Neun Tage nach dem letzten Pflichtspieleinsatz gewannen die Grafinger am Sonntagabend das Gastspiel bei den heimstarken Pfaffenhofen Eishogs mit 5:3. Mit diesem fünften Drei-Punkte-Sieg nacheinander kletterten die Rot-Weißen in der Reihung auf den vierten Platz nach oben. Ein Dreier, der nach dem Ausfall von Nicolai Quinlan (Fieber, Gliederschmerzen) – womit neben Bernd Rische und Florian Engel der dritte spiel- und aufbaustarke Verteidiger ausfiel, was auch auf das Powerplay und Penaltykilling Auswirkungen hatte – vorrangig über den kämpferischen Einsatz und „Eishockey-Arbeit“ eingefahren werden konnte. Ein halbes Dutzend aus der Mannschaft von Dominik Quinlan stand dazu nach gerade überstandener Krankheit auf dem Eis; noch im Abschlusstraining waren die Reihen beim EHC sehr ausgedünnt, Co-Trainer Helmut Gleixner (auch der Headcoach lag ein paar Tage flach) hatte für seine Moderation nur knapp die Hälfte des Teams zur Verfügung.
Bis weit ins zweite Spieldrittel hinein verlief die Partie eigentlich exakt wie das Hinspiel. Die Gastgeber waren wieder bestens eingestellt, standen in der Defensive dicht gestaffelt und erlaubten sich keinen gravierenden Fehler. Dazu waren die Eishogs im Angriff wieder sehr effektiv. Zwei Mal gerieten die EHCler ins Hintertreffen, in beiden Fällen musste für den Ausgleich auf dem Eis hart gearbeitet werden. Die erstmalige Führung gelang mit 3:2 zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt vier Sekunden vor Ende des zweiten Durchgangs. Allerdings war dieser Vorteil nur 23 Sekunden nach Wiederbeginn erneut dahin. Den nächsten Vorsprung nach diesem Gleichstand ließen sich die Klosterseer nicht mehr abjagen. Vom 4:3 aus der 46. Minute zehrte man bis in die Schlussphase, da landete der Puck 54 Sekunden vor der Sirene im bereits verlassenen ECP-Kasten.

EC Pfaffenhofen Icehogs: Philipp Hähl (Patrick Weiner); Jake Fardoe, Tim Lohrer, Andreas Pielmeier, Friedrich Kolesnikov, Timo Jüngst; Nick Endreß, John Lawrence, Robert Gebhardt, Simon Hintermeier, Jakub Felsöci, Dominik Thebing, Maximilian Scheib, Quirin Oexler.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Rudi Schmidt); Felix Kaller, Sebastian Sterr, Marinus Kritzenberger, Quirin Bacher, Maximilian Merz, Maximilian Pröls; Vitus Gleixner, Bob Wren, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Matthias Baumhackl, Thomas Hummer, Simon Roeder, Veit Wieczorek, Jens Glombitza.

Torfolge: 1:0 (6:59) Maximilian Scheib (Andreas Pielmeier, Simon Hintermeier); 1:1 (15:01) Quirin Bacher (Florian Gaschke); 2:1 (25:33) Nick Endreß (Jake Fardoe, Simon Hintermeier); 2:2 (35:12) Marinus Kritzenberger (Maximilian Merz, Philipp Quinlan); 2:3 (39:56) Vitus Gleixner (Thomas Hummer, Maximilian Merz); 3:3 (40:23) John Lawrence (Nick Endreß, Jake Fardoe); 3:4 (45:13) Gennaro Hördt (Florian Gaschke); 3:5 (59:06) Gennaro Hördt (Philipp Quinlan, Marinus Kritzenberger – ENG).
Strafminuten: EC Pfaffenhofen Eishogs 6; EHC Klostersee 4.
Hauptschiedsrichter: Peter Poschenrieder.
Zuschauer: 123.

Topspiel in Grafing

Obwohl die 1. Mannschaft des EHC Klostersee am Wochenende kein Heimspiel hat, lohnt es sich trotzdem in der „Scheune“ vorbeizuschauen. Am Samstag (14.12.19) wird es zwischen der U20 des EHC und dem aktuell Tabellenersten der Bayernliga, dem VER Selb, heiß hergehen. Ein Aufeinandertreffen gab es in dieser Saison noch nicht, doch der Gegner kommt mit einer sehenswerten Statistik nach Grafing. 10 Siege aus 11 Pflichtspielen und dabei lediglich 14 Gegentore. Doch die heimische U20 muss sich mit 9 Siegen aus 12 Spielen und dem aktuellen dritten Tabellenplatz nicht verstecken. Florian Engel – Co-Trainer neben Gert Acker – sieht dem Spiel zuversichtlich entgegen: „Wir haben sehr gut trainiert und das letzte Spiel in Miesbach perfekt gespielt. Wir werden diese Leistung wieder abrufen und so auch gegen Selb gewinnen.“ Auf jeden Fall wird ein spannendes Spiel zwischen zwei Top-Teams der Liga zu sehen sein. Mit einem Sieg der Grafinger winkt sogar die Tabellenführung und man wäre dem Aufstieg wieder einen Schritt näher. Spielbeginn ist 17Uhr. Der Eintritt ist frei.

EHC-Klostersee U20

Der EHC Klostersee trauert um Alexander Kaefer

Der EHC Klostersee ist in tiefer Trauer um Alexander Kaefer, dem (Mit-) Gründer des EHC Klostersee. Alexander Kaefer, den alle nur Sascha nannten, wurde am 11. Januar 1937 in Crailsheim geboren. Er erlernte den Eishockey-Sport in Garmisch-Partenkirchen, wohin die Familie 1939 wegen drohender Kriegsgefahren in München in weiser Voraussicht zog. Alexander Kaefer und sein jüngerer Bruder Jochen begannen auf einem Weiher unterhalb des Rießersees mit „ihrem“ Sport, dem Eishockey. In den ersten Nachkriegsjahren konnten sie, zu Beginn noch unter der Besatzung der amerikanischen Armee, beim Traditionsverein SC Rießersee und auch in der Schulmannschaft dem Puck nachjagen. Im Jahr 1950 übersiedelte Familie Kaefer nach Grafing, wo der Vater des Verstorbenen, Dr. Boris Kaefer, ein Haus in Nettelkofen gebaut hatte. Alexander Kaefer und sein Bruder wollten selbstverständlich auch in Grafing ihrem Sport treu bleiben und spielten fortan an verschieden Orten wie dem naheliegenden Seeschneider Weiher, dem Klostersee in Ebersberg, der Wiese gegenüber der alten Post und auch in der Stahhuber-Kiesgrube. Im Juli 1957 gründet er mit Mitspielern und mit großer Unterstützung seines Vaters den Verein EHC Klostersee, in dessen erster Vorstandschaft Alexander Kaefer dann auch vertreten war. In den folgenden Jahren war Kaefer treibende Kraft und maßgeblich verantwortlich für den Bau des Kunsteisstadions im Jahr 1972 und auch dessen Überdachung über ein Jahrzehnt später in 1983, in dem bald auch die Sparten Eiskunstlauf und Eisschnelllauf dazu kamen. Anfang der 1970-Jahre etablierte Kaefer mit dem vereinseigenen Lokal „Aquarium“ auch eines der ersten italienischen Restaurants im Landkreis, welches im Übrigen bis heute unter dem gleichen Namen besteht. Im Rahmen seines Engagements als Nachwuchstrainer und -leiter begeisterte Kaefer sehr viele Kinder für seinen geliebten Sport Eishockey – beispielsweise lud er talentierte Eislauf-Kinder während des öffentlichen Laufs ein doch mal bei einem Eishockeytraining teilzunehmen. Soziale Herkunft oder finanzielle Möglichkeiten des Elternhauses durften ein Kind nicht daran hindern in Grafing Eishockey zu spielen.

Bis zu seinem Tode unterstützte Kaefer den Verein sowohl in sportlichen Belangen als auch durch seine wirtschaftliche Kompetenz und Möglichkeiten. Bis vor kurzem war er noch regelmäßig nicht nur bei den Spielen der 1. Mannschaft sowie bei Nachwuchspartien in „seinem“ Eisstadion, sondern war auch ganz eng zum Fachsimpeln und Meinungsaustausch bei der Mannschaft, in der sein Enkelsohn Raphael zu den Teamleadern gehört. Daneben, oder vielmehr auch insbesondere, waren Alexander Kaefer aber andere Dinge wie als sportlicher Ehrgeiz sehr wichtig. Bis ins hohe Alter lernte er zum Beispiel mit Nachwuchsspielern für die Schule oder lud die Mannschaften regelmäßig zum gemeinsamen Essen ein.

„Für unsere Familie war er stets ein treuer und verläßlicher Freund mit dem vor allem auch meine Eltern viele schöne Stunden verbringen durften,“ betont Max Kreitmaier, langjähriger Spieler und Kapitän bei den Rot-Weißen und nun in der Klubführung engagiert. Auch EHC-Vorstand Michael Schunda verneigt sich vor dessen Lebenswerk: „Sascha Kaefer sen. war der maßgebliche Gestalter des EHC Klostersee. Der gesamte Verein verdankt ihm unendlich viel. Sein vielfältiges Engagement, seine wirtschaftliche und persönliche Unterstützung haben unseren Verein über Jahrzehnte geprägt. Seine beeindruckende Persönlichkeit hat unseren Verein sehr bereichert.“

Bereits im Jahre 1978 verstärkte Kaefer als Mitglied der Vorstandschaft die Grafinger Mannschaft erstmals mit Import-Spielern aus Kanada. „Als ich 1982 als junger Bursche nach Grafing kam, war Sascha Kaefer sen. einfach in jeder Situation, ganz egal ob es sportliche Dinge oder privaten sowie berufliche Belange betraf, für uns da. Wir haben mit Sascha sen. einen sehr guten und verlässlichen Freund verloren“, sagte James „Jimmy“ Quinlan, einer der „Kontis“ der ersten Stunde und dann langjähriger Spieler und Trainer beim EHC Klostersee, der sich bis zuletzt regelmäßig mit ihm austauschte und dazu auch einen „Ministammtisch“ mit dem Verstorbenen betrieb. Alexander Kaefer verstarb am 6. Dezember 2019 im Kreise seiner Familie, er wurde 82 Jahre alt. Er hinterlässt seine Frau Irmi, seinen Sohn Sascha, seine Schwiegertochter Ulla und seine Enkel Raphael, Valentina und Michi. Die Gedanken der gesamten EHC-Familie sind bei seiner Familie, der wir viel Kraft in diesen schweren Stunden wünschen.

Der EHC Klostersee wird als Zeichen der tiefen Trauer um Alexander „Sascha“ Kaefer mit einer Schweigeminute im nächsten Heimspiel gedenken. Das Team von Coach Dominik Quinlan wird mit
Trauerflor antreten.

Vielen Dank für Alles – Ruhe in Frieden

ESC Eispiraten Dorfen – EHC Klostersee 2:5 (0:2, 1:3, 1:0)

Vierter Drei-Punkte-Sieg für den EHC Klostersee in Serie. Mit dem 5:2-Erfolg diesen Freitagabend bei den Eispiraten Dorfen festigten die Grafinger vor dem spielfreien Sonntag – das Gastspiel bei den Bad Kissinger Wölfen fällt wegen des Ligaausstiegs der Unterfranken bekanntlich flach – ihren Platz im vorderen Tabellenmittelfeld. Beim Auswärts-Derby gaben sich die Rot-Weißen vom ersten Bully weg keine Blöße. Nach zwei Prüfungen für den Gastgeber-Goalie wurde der erste Ansturm der Eispiraten souverän pariert und per Shorthander sogar die Führung erzielt. Diesen Vorteil gab das Team um Spielführer Philipp Quinlan – der noch verletzte Kapitän Bernd Rische leistete auf der Spielerbank wertvolle Motivationsdienste – nicht mehr aus der Hand. Überwiegend mit der notwendigen Ordnung in der eigenen Zone zeigte man auch in der Offensive die reifere Spielanlage und erspielte sich die zwingenderen Möglichkeiten. In schöner Regelmäßigkeit wurde der Vorsprung ausgebaut. Der Dreier stand letztlich nie in Frage.

ESC Eispiraten Dorfen: Andreas Marek (Simon von Fraunberg); Johannes Kroner, Erik Walter, Florian Mayer, Sebastian Rappolder, Michael Numberger, Alexander Rauscher; Timo Borrmann, Lukas Miculka, Martin Saluga, Mario Sorsak, Andreas Attenberger, Bastian Rosenkranz, Sandro Schröpfer, Christian Göttlicher, Christoph Lönnig, Maximilian Steiner, Josef Folger, Christoph Obermaier.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Rudi Schmidt); Nicolai Quinlan, Felix Kaller, Maximilian Merz, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Vitus Gleixner, Bob Wren, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Matthias Baumhackl, Thomas Hummer, Simon Roeder, Veit Wieczorek, Jens Glombitza.

Torfolge: 0:1 (2:19) Bob Wren (Raphael Kaefer, Maximilian Merz – 4:5); 0:2 (13:14) Vitus Gleixner (Bob Wren, Raphael Kaefer); 0:3 (21:48) Gennaro Hördt (Maximilian Merz, Florian Gaschke); 0:4 (26:06) Bob Wren (Felix Kaller – 5:4); 1:4 (26:33) Andreas Attenberger (Florian Mayer); 1:5 (39:31) Raphael Kaefer (Nicolai Quinlan, Bob Wren); 2:5 (51:29) Sandro Schröpfer (Alexander Rauscher).

Strafminuten: ESC Eispiraten Dorfen 14; EHC Klostersee 16.

Hauptschiedsrichter: Sebastian Eisenhut.
Zuschauer: 280

EHC Klostersee – TSV Erding Gladiators 7:3 (2:1, 1:1, 4:1)

Perfektes Wochenende mit sechs Punkten zum richtigen Zeitpunkt. Nach dem Auswärts-Dreier in Königsbrunn machte der EHC Klostersee an diesem Sonntagabend mit einem 7:3-Derbyerfolg gegen die Erding Gladiators einen Sechs-Punkte-Doppelspieltag klar. Der Erfolg auf Grafinger Eis gegen den Gast aus der Herzogstadt war sicher verdient, auch wenn das Resultat am Ende höher ausfiel als der Spielverlauf davor über weite Strecken versprach.

Die Mannschaft von Dominik Quinlan nahm die Sache vom ersten Bully weg in die Hand und kontrollierte das Geschehen. Die frühe Führung war zudem ein weiterer Sicherheitsfaktor. Bloß blieben die nächsten zwei, drei Möglichkeiten in der Offensive ungenutzt und plötzlich hatten die Gladiators ausgeglichen. Nach einer verirrten Bogenlampe landete der Puck irgendwie hinter Dominik Gräubig in den Maschen. Die Rot-Weißen arbeiteten sich erneut nach vorne, wie auch nach dem nächsten Ausgleich der widerspenstigen Gäste, die optisch nicht sehr viel nach vorne taten, aber sehr produktiv auftraten. Ihre besten Phasen hatten die Erdinger bei zwei Mal doppelter Überzahl im ersten und zweiten Durchgang.

Nach dem 3:3 zu Beginn des Schlussdrittels, als die EHCler in der einen oder anderen Situation die Ordnung in der Defensive verloren hatten, gelang durch Überzahltore endlich einmal die Zwei-Tore-Führung. Dann ging es einige Minuten hin und her, die Klosterseer machten in dieser Phase die neutrale Zone clever dicht. In den letzten Minuten machten Raphael Kaefer mit seinem Hattrick-Treffer des Abends und Florian Engel mit seinem Premiere-Tor im zweiten Pflichteinsatz alles klar.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Rudi Schmidt); Nicolai Quinlan, Florian Engel, Maximilian Merz, Marinus Kritzenberger, Felix Kaller, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Vitus Gleixner, Bob Wren, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Matthias Baumhackl, Thomas Hummer, Veit Wieczorek, Jens Glombitza, Simon Roeder.

TSV Erding Gladiators: Christoph Schedlbauer (Andreas Gerlspeck); Rudi Lorenz, Andreas Schmelcher, Sebastian Schwarz, Dominik Wagner, Lukas Krämmer, Konstantin Mühlbauer, Bastian Cramer; Florian Zimmermann, James Hill, Christian Poetzel, Martin Dürr, Philipp Michl, Daniel Krzizok, Mark Waldhausen, Philipp Spindler, Oliver Wawrotzki.

Torfolge: 1:0 (2:04) Vitus Gleixner (Thomas Hummer, Raphael Kaefer); 1:1 (15:03) Florian Zimmermann (Rudi Lorenz, James Hill); 2:1 (15:46) Raphael Kaefer (Florian Engel, Nicolai Quinlan); 2:2 (37:23) Daniel Krzizok (Philipp Michl, Sebastian Schwarz – 5:4); 3:2 (39:47) Maximilian Merz (Philipp Quinlan, Florian Gaschke – 5:4); 3:3 (41:13) Mark Waldhausen (Oliver Wawrotzki, Rudi Lorenz); 4:3 (44:13) Raphael Kaefer (Bob Wren, Nicolai Quinlan – 5:4); 5:3 (48:48) Florian Gaschke (Philipp Quinlan, Gennaro Hördt – 5:4); 6:3 (57:14) Raphael Kaefer (Bob Wren); 7:3 (59:59) Florian Engel (Florian Gaschke, Philipp Quinlan).

Strafminuten: EHC Klostersee 12; TSV Erding Gladiators 14.

Hauptschiedsrichter: Michael Fischer.
Zuschauer: 526.