Der EHC Klostersee trauert um Alexander Kaefer

Der EHC Klostersee ist in tiefer Trauer um Alexander Kaefer, dem (Mit-) Gründer des EHC Klostersee. Alexander Kaefer, den alle nur Sascha nannten, wurde am 11. Januar 1937 in Crailsheim geboren. Er erlernte den Eishockey-Sport in Garmisch-Partenkirchen, wohin die Familie 1939 wegen drohender Kriegsgefahren in München in weiser Voraussicht zog. Alexander Kaefer und sein jüngerer Bruder Jochen begannen auf einem Weiher unterhalb des Rießersees mit „ihrem“ Sport, dem Eishockey. In den ersten Nachkriegsjahren konnten sie, zu Beginn noch unter der Besatzung der amerikanischen Armee, beim Traditionsverein SC Rießersee und auch in der Schulmannschaft dem Puck nachjagen. Im Jahr 1950 übersiedelte Familie Kaefer nach Grafing, wo der Vater des Verstorbenen, Dr. Boris Kaefer, ein Haus in Nettelkofen gebaut hatte. Alexander Kaefer und sein Bruder wollten selbstverständlich auch in Grafing ihrem Sport treu bleiben und spielten fortan an verschieden Orten wie dem naheliegenden Seeschneider Weiher, dem Klostersee in Ebersberg, der Wiese gegenüber der alten Post und auch in der Stahhuber-Kiesgrube. Im Juli 1957 gründet er mit Mitspielern und mit großer Unterstützung seines Vaters den Verein EHC Klostersee, in dessen erster Vorstandschaft Alexander Kaefer dann auch vertreten war. In den folgenden Jahren war Kaefer treibende Kraft und maßgeblich verantwortlich für den Bau des Kunsteisstadions im Jahr 1972 und auch dessen Überdachung über ein Jahrzehnt später in 1983, in dem bald auch die Sparten Eiskunstlauf und Eisschnelllauf dazu kamen. Anfang der 1970-Jahre etablierte Kaefer mit dem vereinseigenen Lokal „Aquarium“ auch eines der ersten italienischen Restaurants im Landkreis, welches im Übrigen bis heute unter dem gleichen Namen besteht. Im Rahmen seines Engagements als Nachwuchstrainer und -leiter begeisterte Kaefer sehr viele Kinder für seinen geliebten Sport Eishockey – beispielsweise lud er talentierte Eislauf-Kinder während des öffentlichen Laufs ein doch mal bei einem Eishockeytraining teilzunehmen. Soziale Herkunft oder finanzielle Möglichkeiten des Elternhauses durften ein Kind nicht daran hindern in Grafing Eishockey zu spielen.

Bis zu seinem Tode unterstützte Kaefer den Verein sowohl in sportlichen Belangen als auch durch seine wirtschaftliche Kompetenz und Möglichkeiten. Bis vor kurzem war er noch regelmäßig nicht nur bei den Spielen der 1. Mannschaft sowie bei Nachwuchspartien in „seinem“ Eisstadion, sondern war auch ganz eng zum Fachsimpeln und Meinungsaustausch bei der Mannschaft, in der sein Enkelsohn Raphael zu den Teamleadern gehört. Daneben, oder vielmehr auch insbesondere, waren Alexander Kaefer aber andere Dinge wie als sportlicher Ehrgeiz sehr wichtig. Bis ins hohe Alter lernte er zum Beispiel mit Nachwuchsspielern für die Schule oder lud die Mannschaften regelmäßig zum gemeinsamen Essen ein.

„Für unsere Familie war er stets ein treuer und verläßlicher Freund mit dem vor allem auch meine Eltern viele schöne Stunden verbringen durften,“ betont Max Kreitmaier, langjähriger Spieler und Kapitän bei den Rot-Weißen und nun in der Klubführung engagiert. Auch EHC-Vorstand Michael Schunda verneigt sich vor dessen Lebenswerk: „Sascha Kaefer sen. war der maßgebliche Gestalter des EHC Klostersee. Der gesamte Verein verdankt ihm unendlich viel. Sein vielfältiges Engagement, seine wirtschaftliche und persönliche Unterstützung haben unseren Verein über Jahrzehnte geprägt. Seine beeindruckende Persönlichkeit hat unseren Verein sehr bereichert.“

Bereits im Jahre 1978 verstärkte Kaefer als Mitglied der Vorstandschaft die Grafinger Mannschaft erstmals mit Import-Spielern aus Kanada. „Als ich 1982 als junger Bursche nach Grafing kam, war Sascha Kaefer sen. einfach in jeder Situation, ganz egal ob es sportliche Dinge oder privaten sowie berufliche Belange betraf, für uns da. Wir haben mit Sascha sen. einen sehr guten und verlässlichen Freund verloren“, sagte James „Jimmy“ Quinlan, einer der „Kontis“ der ersten Stunde und dann langjähriger Spieler und Trainer beim EHC Klostersee, der sich bis zuletzt regelmäßig mit ihm austauschte und dazu auch einen „Ministammtisch“ mit dem Verstorbenen betrieb. Alexander Kaefer verstarb am 6. Dezember 2019 im Kreise seiner Familie, er wurde 82 Jahre alt. Er hinterlässt seine Frau Irmi, seinen Sohn Sascha, seine Schwiegertochter Ulla und seine Enkel Raphael, Valentina und Michi. Die Gedanken der gesamten EHC-Familie sind bei seiner Familie, der wir viel Kraft in diesen schweren Stunden wünschen.

Der EHC Klostersee wird als Zeichen der tiefen Trauer um Alexander „Sascha“ Kaefer mit einer Schweigeminute im nächsten Heimspiel gedenken. Das Team von Coach Dominik Quinlan wird mit
Trauerflor antreten.

Vielen Dank für Alles – Ruhe in Frieden