ERV Schweinfurt Mighty Dogs – EHC Klostersee 2:1 (0:0, 1:0, 1:1)

Der verpatzten Generalprobe folgte keine erfolgreiche Premiere. Im Auftakt-Match am ersten Spieltag der Bayernliga-Punkterunde bei den Schweinfurt Mighty Dogs unterlag der EHC Klostersee mit 1:2. Eine unnötige Niederlage, die sich die Rot-Weißen durch zwei eigentlich komplett „verschenkte“ Spieldrittel ohne das nötige Tempo, zu oft schlampige Pässe und kaum Torgefahr auf die eigene Fahne schreiben müssen. Dass das Gastgeber-Team praktisch ebenso beschwerlich aus den Startlöchern kam, war am Ende nicht entscheidend. Den Unterschied machten der kämpferische Einsatz und das Körperspiel, das die Grafinger eben in den ersten 40 Minuten vermissen ließen. Die ausschließlich spieltechnische Linie, mit der man den Gegner bezwingen wollte, fand man zudem kaum.

Nach torlosem ersten Abschnitt, in dem man optisch vielleicht den etwas besseren Eindruck als der Gegner hinterließ, fing man sich in den ersten Minuten des Mitteldrittels nach einem mehrfach missglückten Aufbau in der eigenen Zone und prompten Puckverlust quasi aus dem Nichts das 0:1 ein. In der Folgezeigt brauchte es dann Glück, dass die Mighty Dogs die Unzulänglichkeiten im Team von Co-Trainer Helmut Gleixner, der für den wegen eines kurzfristig anberaumten Termins verhinderten Headcoach Dominik Quinlan an der Bande stand, nicht zu einem weiteren Treffer nutzten. Der fiel per Konter ausgerechnet, als die Truppe um Kapitän Bernd Rische nach diversen Umstellungen in den drei Blöcken in den noch verbliebenen 20 Spielminuten vehement auf den Ausgleich drängte und vielleicht sogar schon hätte führen müssen. Die Abschlussschwäche war schon in der zurückliegenden Vorbereitung ein großes Problem beim EHC, diesmal unter zunehmendem Zeitdruck war es nicht besser. Dabei wäre bei nun überwiegend Einbahnstraßen-Eishockey in Richtung Schweinfurter Gehäuse durchaus noch die Wende möglich gewesen. Ein gutes halbes Dutzend erstklassiger Möglichkeiten brachte nichts ein, der Anschlusstreffer eineinhalb Minuten vor der Sirene kam zu spät.

ERV Schweinfurt Mighty Dogs: Benedict Roßberg (Kevin Kessler); Romans Nikitins, Lucas Kleider, Leonardo Ewald, Jona Schneider, Pascal Kröber, Andreas Kleider, Pascal Schäfer; Marcel Grüner, Jonas Manger, Moritz Schlick, Semjon Bär, Nickolas Govig, Tobias Schwab, David Adam, Kevin Marquardt, Jamie Akers.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Rudi Schmidt); Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Marinus Kritzenberger, Yannick Kischer, Jesper Pallesen, Felix Kaller, Korbinian Eberwein; Florian Gaschke, Raphael Kaefer, Simon Roeder, Gennaro Hördt, Vitus Gleixner, Philipp Quinlan, Matthias Baumhackl, Bob Wren, Cedric Eibl.

Torfolge: 1:0 (24:29) Nickolas Govig (Semjon Bär, Jonas Manger); 2:0 (47:54) Marcel Grüner (Semjon Bär); 2:1 (58:23) Raphael Kaefer.

Strafminuten: ERV Schweinfurt Mighty Dogs 29 plus Disziplinarstrafe (Leonardo Ewald) und Spieldauerdisziplinarstrafe (Pascal Kröber); EHC Klostersee 25 plus Disziplinarstrafe (Felix Kaller) und Spieldauerdisziplinarstrafe (Philipp Quinlan).

Hauptschiedsrichter: Martin Grech.
Zuschauer: 200.