Auch im zweiten Bayernliga-Spitzenspiel zwischen dem EHC Klostersee und den Miners vom TSV Peißenberg reichte die reguläre Spielzeit nicht aus. Diesmal hängten der aktuell Erst- und Drittplatzierte an die 60 Minuten und die fünfminütige Overtime sogar noch ein nervenaufreibendes Penaltyschießen dran, das die gastgebenden Peißenberger mit einem Treffer bei ansonsten vergebenen Versuchen (offenbar waren die angetretenen Schützen mit ihrer Kraft und damit der nötigen Konzentration zum erfolgreichen Abschluss nach einem intensiv geführten Fight am Ende) für sich entscheiden konnten. Ein 4:5 stand aus Sicht der Grafinger Rot-Weißen letztlich auf der Anzeigetafel, wofür sich die nach der Partie kräftemäßig nur wenige Tage nach der Rückkehr ins Training völlig ausgelaugte Truppe von Dominik Quinlan hochverdient einen Zähler gutschreiben lassen durften.
„Auch wenn sich das vielleicht komisch anhört, angesichts der aktuellen Situation bin ich zufrieden. Die Jungs haben alles gegeben und reingehauen. Zum Schluss waren wir mit den Kräften einfach am Ende“, war Headcoach Quinlan mit sich und der Vorstellung seiner Mannschaft im Reinen. Zwei Spielabschnitte hatten die Klosterseer das Geschehen in der Peißenberger Eishalle diktiert und dominiert. Der knappe Vorsprung zum ersten Pausentee war verdient und hätte angesichts weiterer erstklassiger Chancen sogar höher als 2:1 ausfallen können. Einzig die Torausbeute war es auch, die – wenn überhaupt – im zweiten Durchgang zu bekritteln gewesen ist. Ein Törchen war ob der offensiven Überlegenheit und sehr stabiler Defensive, die nur einen einzigen gefährlichen Konter zuließ, eigentlich zu wenig.
Die Folgen bekamen die EHCler in den verbleibenden 20 Spielminuten zu spüren, als der Tank zunehmend leer wurde und man den zwei schnell vorgetragenen Angriffen der Miners gleich in der Anfangsphase nichts entgegenzusetzen hatte. Dank einer Riesenmoral wurde der 3:4-Rückstand fast postwendend mit dem erneuten Ausgleich gekontert. In der Schlussphase parierte Philipp Hähl einen umstrittenen (von einem Linesman dem Hauptschiedsrichter „geflüsterten“) Penalty, bevor es nach torloser Overtime ins Penaltyschießen ging – mit bereits geschildertem Ausgang.

TSV Peißenberg Miners: Korbinian Sertl (Jonathan Kornreder); Martin Lidl, Maximilian Malzatzki, Andreas Kreutterer, Tobias Maier, Maximilian Brauer, Lukas Bucher; Athanasios Fissekis, Tomas Rousek, Dominik Krabbat, Sinan Ondörtoglu, Martin Andrä, Dominik Ebentheuer, Matthäus Lidl, Markus Andrä, Max Willberger, Tim Vogl, Markus Wohlgemuth, Nikolai Petz.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Sebastian Sterr, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Quirin Bacher, Jan Fiedler; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Matthias Baumhackl, Simon Roeder, Vitus Gleixner, Cedric Eibl.

Torfolge: 0:1 (6:54) Philipp Quinlan (Florian Gaschke); 1:1 (9:58) Tomas Rousek (Maximilian Malzatzki, Dominik Krabbat – 5:4); 1:2 (17:26) Yannick Kischer (Lynnden Pastachak, Sebastian Sterr); 1:3 (21:07) Yannick Kischer (Philipp Quinlan, Johannes Kroner); 2:3 (41:37) Sinan Ondörtoglu (Max Willberger, Martin Andrä); 3:3 (42:22) Athanasios Fissekis (Tomas Rousek, Dominik Krabbat); 4:3 (53:13) Dominik Krabbat (Maximilian Malzatzki, Athanasios Fissekis); 4:4 (54:16) Lynnden Pastachak (Gennaro Hördt); 5:4 (65:00) Tomas Rousek (Penalty).

Strafminuten: TSV Peißenberg Miners 10; EHC Klostersee 9.

Hauptschiedsrichter: Dominik Merath.

Zuschauer: 402.