Während im Sommertraining unter den Fittichen von Head-Coach Dominik Quinlan und Athletik-Trainer bereits kräftig geschwitzt wird, hat sich beim EHC Klostersee auch in Sachen Kader etwas getan. Vier Abgänge aus der Meister-Mannschaft haben die Grafinger zu vermelden und einen Aufrücker aus dem eigenen Talentschuppen.

Der 18 Jahre junge Stürmer Julian Dengl, in der zurückliegenden Saison fester Bestandteil und einer der Leistungsträger in der U20 der Rot-Weißen gewesen, wird fest in das Team aufrücken, in das er zuletzt bereits hineingeschnuppert hat. „Julian ist ein sehr talentierter, groß gewachsener Offensivspieler, der sich diese Chance erarbeitet und verdient hat“, begrüßt Cheftrainer Quinlan den jungen Angreifer.

Neben dem nach oben gezogenen Eigengewächs wird es aufgrund von Abgängen definitiv weitere neue Gesichter in der Truppe geben. Sozusagen in den Eishockey-Ruhestand verabschiedet haben sich mit Verteidiger Maximilian Pröls und Stürmer Jens Haller zwei altgediente EHC-Recken, die beide nach ihrer Nachwuchszeit bei den Klosterseern den Sprung in „die Erste“ geschafft hatten und lange Zeit dabei waren. Pröls kam in acht Jahren auf 127 Pflichtspieleinsätze; Haller – dessen „17“ bis zur Saison 2020/21 den Namenszug Glombitza zierte – war seit 2013 in 252 Pflichtpartien (jeweils 34 Tore und Assists) fester Bestandteil der Abteilung Attacke.

Definitiv schwer wiegt der Abgang von Allrounder Florian Engel, nicht nur in den Augen von Quinlan „kaum ersetzbar“ für den EHC. „Für mich war Angie einer der besten und vor allem komplettersten Spieler in der zurückliegenden Bayernliga-Saison. Dass er auch in der Oberliga Süd ein Leistungsträger wäre, hat er bereits hinlänglich bewiesen“, bedauert der Trainer dessen Entscheidung, die freilich zu respektieren und nachzuvollziehen sei. „Allein der zeitliche Aufwand neben einem Vollzeitberuf ist enorm und geht voll zu Lasten der Familie“, erklärte Engel diesen Schritt, den er zusammen mit seiner Frau („Die hat im letzten Jahr so viel auf sich und mir damit abgenommen, das geht nicht mehr“) unabhängig von der Liga bereits frühzeitig und lange vor den Playoffs entschieden habe. Vor sieben Jahren war der nun 32-jährige Realschullehrer und Vater zweier Kinder nach Grafing gekommen und bei zwei Pausen als Aktiver auch als Nachwuchstrainer tätig gewesen. „Dass es so endet, ist ein absoluter Traum“, denkt er an viele unvergessene Momente auf dem Weg zur Bayernliga-Meisterschaft und dem Aufstieg in die Oberliga Süd zurück. Und natürlich vor allem auch an seinen Vierer-Torpack beim 4:1 im entscheidenden dritten Finalspiel gegen den TEV Miesbach. Womit „Angie“ für den EHC insgesamt 99 Pflichtspiele bestritten hat und dabei 51 Tore erzielt und 56 weitere vorbereitet hat.

Und noch einer verabschiedet sich – vielleicht ja nicht für immer: Das Klosterseer Abwehr-Eigengewächs Korbinian Eberwein (23), der an der Fachhochschule Rosenheim ein Studium aufgenommen und auch seinen Wohnsitz dorthin verlegt hat, wird sich fest dem EHC AibDogs Bad Aibling anschließen. Nach einer Handvoll Einsätze zu Saisonbeginn verbrachte er im Rahmen der Kooperation bereits die überwiegende letzte Spielrunde beim Landesligisten.

Bei den Abgängen bedankt sich der EHC herzlich für ihren Einsatz und ihr Engagement und wünscht das Allerbeste für die Zukunft.