Dem EHC Klostersee ist ein dicker Fisch ins Netz gegangen. Der amtierende Bayernliga-Meister und Aufsteiger in die Oberliga Süd ist auf der Suche nach einer Verstärkung, die sportlich weiterhilft und ins Konzept passt, wie erhofft in der Region fündig geworden. Die Offensivabteilung der Grafinger Rot-Weißen wird künftig Stürmer-Routinier Fabian Zick verstärken. Der 31-jährige Angreifer verbrachte die vergangene Saison nach dem Abschied vom Profi-Eishockey – auch aber nicht nur coronabedingtund vorrangige Konzentration auf die berufliche Zukunft beim österreichischen Drittligisten HC Kufstein. Und damit zwar hinter der Landesgrenze, aber eben auch nicht weit von seinem Wohnsitz entfernt. Davor kam Zick auf jeweils fast 300 DEL2- und Oberliga-Einsätze, überwiegend für seinen Stammverein Starbulls Rosenheim und eine Spielrunde lang für die Löwen Waldkraiburg (2016/17).

Nach Rosenheim war der gebürtige Augsburger bereits als 15 Jahre junger Jugendlicher zur Nachwuchszeit gewechselt – zusammen übrigens mit dem gleichaltrigen Johannes Kroner. Der Verteidiger kam im vergangenen Jahr zum EHC und war am Einfädeln der Verpflichtung wie auch weitere ehemalige Nachwuchs-Weggefährten aus den Reihen der Grafinger (Marinus Kritzenberger, Philipp Quinlan) maßgeblich beteiligt. Trainer Dominik Quinlan ist happy, einen „Topmann“ dazu gewonnen zu haben: „Mit Fabian kommt ein sehr erfahrener Offensivspieler zu uns, der natürlich für eine Führungsrolle eingeplant ist. Ich bin mir sicher, dass er uns im gewünschten Maß weiterhilft.“

Bei seinem Antrittsbesuch zu einer Sommertrainingseinheit sagte Zick, der das Oberliga-Geschehen im Süden in den letzten beiden Jahren seit seiner Demission weiterverfolgt hatte und wie alle beim EHC weiter Vollzeit in seinem Job als Controller in einer Reha-Klinik arbeiten wird: „Die Qualität der Spieler insgesamt in der Liga hat meiner Meinung nach weiter zugenommen. Wir müssen uns aber sicher nicht verstecken und haben auch einige richtig gute Jungs hier im Team. Oberste Priorität als Neuling und Aufsteiger hat für uns der Klassenerhalt. Aber natürlich wollen wir als Sportler alle das Optimale herausholen, also den einen oder anderen Großen ärgern und vielleicht sogar die Pre-Playoffs nicht aus den Augen verlieren.“