Landestrainer Markus Eberl wird neuer hauptamtlicher Nachwuchstrainer beim EHC Klostersee

Der EHC Klostersee hat die Stelle des hauptamtlichen Nachwuchstrainers ab September 2019 mit Markus Eberl besetzt. Eberl ist 40 Jahre alt, gebürtiger Landshuter, verheiratet und Vater von drei Kindern.

Bis zu einer Augenverletzung war Markus Eberl über viele Jahre Eishockeyprofi. Von 1997 an spielte Eberl in knapp 400 Profi-Einsätzen für den SC Bietigheim-Bissingen, den Heilbronner EC, den EV Landshut und zuletzt beim EHC München. In den Reihen der Münchner erlitt Eberl in der Saison 2005/2006 im Training eine Augenverletzung, die ihn zur Beendigung seiner Karriere zwang. International war Eberl 1999 für die U20-Nationalmannschaft des Deutschen Eishockeybundes (DEB) zur Eishockey-Weltmeisterschaft nominiert.

Eberl hat die sportwissenschaftliche Ausbildung an der renommierten Sporthochschule in Köln absolviert und die A-Trainerlizenz des DEB erworben. Erste Trainerstation war von 2011 bis 2013 der EHC Straubing, wo er als Cheftrainer die Jugendarbeit insgesamt und zusätzlich als Coach die Schülermannschaft verantwortete. Anschließend war er von 2013 bis 2015 Nachwuchstrainer beim EV Landshut. Als Vereinstrainer was er zuletzt als Nachwuchschef beim SC Bietigheim-Bissingen (vier Sterne im DEB Sterne Programm) unter Vertrag. Aufgrund seiner Ausbildung und seines Werdegangs übernahm Markus Eberl 2016 die Stelle des Eishockey-Landestrainers in Baden-Württemberg. Im Rahmen dieser Tätigkeit war Teil des Trainerteams der deutschen Nachwuchsnationalmannschaften.

Neben seinen Aufgaben als hauptamtlicher Cheftrainer für den gesamten Nachwuchsbereich wird Eberl auch eine Mannschaft des EHC-Talentschuppens verantworten. Die genaue Aufgabenzuordnung und Mannschaftsverantwortung wird mit den Beteiligten in den nächsten Tagen geklärt werden. Ein Hauptaugenmerk wird dabei sein, die von Nachwuchsleiter Martin Sauter und seinem Trainerteam erreichte Auszeichnung mit drei von fünf Sternen im DEB-Sterneprogramm weiter zu verfolgen und allen SpielerInnen die bestmögliche und auf dem neuesten Stand stehende Ausbildung am Standort in Grafing zu bieten.

„Wir freuen uns sehr, Markus Eberl für unser Trainer-Team gewonnen zu haben. Markus war erfolgreicher Eishockeyprofi und nach seiner aktiven Laufbahn als verantwortlicher Trainer im Nachwuchsbereich auf hohem Niveau tätig“, betonte Martin Sauter. Somit besteht das Coaching-Team für die Saison 2019/20 beim EHC Klostersee über alle Altersstufen verteilt aus insgesamt 15 Trainern.
Präsident Sascha Kaefer fügte an: „Markus Eberl war absoluter Wunschkandidat für unsere immens wichtige Stelle des hauptamtlichen Nachwuchstrainers. Wir sind der festen Überzeugung, dass er aufgrund seiner sehr fundierten Trainer-Ausbildung, seinen Ideen und Visionen und seiner Erfahrung als Profi die ideale Besetzung ist. Wir haben in einem längeren Prozess intensiv um ihn gerungen, da sowohl Markus Eberl als auch wir Verantwortlichen des EHC Klostersee eine langfristige Zusammenarbeit anstreben.“

„Ich freue mich sehr mein Fachwissen zukünftig für einen so traditionsreichen und insbesondere für die Nachwuchsarbeit bekannten Verein einzubringen. Vor allem auch das bestehende Trainerteam beim EHC Klostersee beeindruckt nicht nur mich. Darin liegt ein Riesenpotential, den Kindern und Jugendlich gemeinsam unseren schönen Sport zu vermitteln. Wichtig sind insbesondere die Basisgrundlagen bei den jüngeren Jahrgängen. Die Ausbildung sollte am Anfang nicht nur am Erfolg ausgerichtet sein, sondern den Kindern vor allem Freude am Eishockey bringen. Sukzessive und altersgemäß wird dann Erfolg im Spiel wichtiger und wichtiger. Das bringt die Kids weiter, als wenn man zu früh den Erfolg in den Vordergrund stellt und entspricht auch den Leitlinien des DEB Sterneprogramms“, betonte Markus Eberl anlässlich eines Treffens an seinem neuen Wirkungsort.

Facts über Markus Eberl:

https://www.eliteprospects.com/player/120186/markus-eberl

Philipp Quinlan komplettiert Offensive

Die Offensivabteilung beim EHC Klostersee für die Bayernliga-Saison 2019/20 ist komplett. Auch Philipp Quinlan, der vor fünf Jahren nach über fünfhundert Profieinsätzen in der DEL, DEL2 und Oberliga für den EHC München, die Starbulls Rosenheim, Hannover Indians und Braves und Bietigheim Steelers zu seinem Ausbildungs- und Heimatverein zurückgekehrt ist und seitdem immer zu den besten Punktsammlern bei den Rot-Weißen zählte, wird weiterhin ins EHC-Trikot schlüpfen.

Insgesamt 21 Tore und 31 Assists standen für den stürmenden Bruder von Trainer Dominik Quinlan (der Dritte im Bunde, Nicolai, ist bekanntlich Verteidiger) in der zurückliegenden Bayernliga-Runde angeschrieben, obwohl er sich bereits angeschlagen durch die letzten Saisonwochen schleppte. Insbesondere Kalkablagerungen im Hüftbereich hatten dem 29-jährigen Offensivspieler zu schaffen gemacht.

Inzwischen wurde Philipp Quinlan erfolgreich operiert, wie Teamarzt und Vorstandsmitglied Dr. Engelbert Remiger mitteilte: „Nach der OP ist er voll genesen und wird wie gehabt als wichtiger Erfolgsfaktor für unser Team wieder topfit aufs Eis gehen können.“
Nach Bobby Wren ist Phil die erfahrenste Offensivkraft beim EHC, sein brüderlicher Headcoach hebt vor allem dessen „individuelle Qualität und den Superschuss“ hervor. Eishockey in der Bayernliga sei mittlerweile sehr anspruchsvoll und mache in einer richtig verschworenen Gemeinschaft einen Riesenspaß, erklärte der DEL2-Champion aus der Saison 2012/13 (mit Bietigheim). „Ziel für uns muss es sein, wieder in die Playoffs in Richtung Oberliga zu kommen beziehungsweise um die Bayernliga-Meisterschaft mitzuspielen.“

Nächste Vertragsverlängerung beim EHC Klostersee

Maximilian Merz, gelernter Stürmer und in der letzten Saison erstmals durchgehend als Verteidiger aufgeboten, bleibt den Grafinger Rot-Weißen treu. Der 25-jährige Allrounder kam vor sieben Jahren aus der Talentschmiede der Starbulls Rosenheim zum EHC und ist seitdem verlässliche Stammkraft im Team, zunächst noch in der Oberliga Süd und nach dem Rückzug aus der Drittklassigkeit umso mehr auch beim Durchmarsch aus der Bezirks- in die Bayernliga.

Die Erfahrung aus fast 200 Oberliga-Einsätzen erleichterte Merz auch das „umswitchen“ vom Angreifer zum Defensivspieler durch Trainer Dominik Quinlan. „Die Flexibilität, sowohl im Angriff wie auch in der Hintermannschaft zu den Leistungsträgern zu gehören, macht Maxi für unsere Mannschaft noch wertvoller“, erklärte der EHC-Headcoach. In seiner „Premiere-Saison“ als Defender brachte er es in 43 Pflichtspielen dennoch auf fünf Tore und zehn Assists. Maximilian Merz („Für mich war es relativ schnell klar, hier zu bleiben“) fühlt sich nach eigenem Bekunden bei den Klosterseern „pudelwohl“, die Mannschaft und das Umfeld seien optimal. Rosenheimer DNL-Talenten könne er den EHC Klostersee als Einstieg in den Seniorenbereich als nächsten Schritt nach dem Nachwuchs nur empfehlen.

Weiterhin geballte Power beim EHC Klostersee

Mit dem Grafinger Eigengewächs Thomas Hummer (28) und dem aus München stammenden Matthias Baumhackl (26) kann der EHC Klostersee zwei weitere Zusagen für die kommende Bayernliga-Saison vermelden. Thomas Hummer gehört sein nunmehr zehn
Jahren dem Kader der Seniorenmannschaft an und verfügt über Erfahrung aus über 240 Oberligaspielen für den EHC Klostersee. Matthias Baumhackl kam 2016 zum EHC Klostersee und hat sich zur festen Größe im Team entwickelt. „Die Zwei sind wichtige Spieler in unserem Kader die mit ihrer körperlichen Präsenz und ihrer Einstellung jeden Gegner beeindrucken. Neben unseren Technikern wie Bobby Wren und Raphael Kaefer brauchen wir diese Power-Spieler um in der Bayernliga bestehen zu können. Ich bin sehr froh, dass beide Jungs weiterhin für den EHC auflaufen werden.“ so EHC-Headcoach Domink Quinlan.

Flügelflitzer Persson pausiert / Stürmer Florian Gaschke neu im Kader

Zwei Personalkarussell sind beim EHC Klostersee in den zurückliegenden Tagen gefallen: Der schwedische Stürmer Andreas Persson, ursprünglich bereits für das Bayernliga-Team 2019/20 vorgesehen gewesen, wird in der nächsten Saison nun doch nicht ins rot-weiße Trikot schlüpfen, sondern aus privaten Gründen vorerst eine Eishockey-Pause einlegen. Verpflichtet hat der EHC mit Florian Gaschke einen Angreifer, der aus der Nachwuchsschmiede der Starbulls Rosenheim stammt und zuletzt für den Ligakonkurrenten TEV Miesbach aktiv war.

„Gut ausgebildet, groß gewachsen, ansehnliche Technik“, umschreibt Trainer Dominik Quinlan den neu in die Mannschaft gekommenen Linksschützen, der am vergangenen Mittwoch seinen 25. Geburtstag gefeiert hat. In der vergangenen Saison brachte es Gaschke für die TEV-Truppe, mit der er im Playoff-Finale um den Oberliga-Aufstieg am EV Füssen (der den EHC im Halbfinale ausgeschaltet hatte) scheiterte, auf insgesamt 25 Skorerpunkte (neun Tore und 16 Assists). „Ich denke, Florian passt vom Typ und Charakter her sehr gut in unser Team. Dazu hat er sich, was das Sportliche betrifft, in der Bayernliga bereits bewiesen“, ergänzte der EHC-Headcoach. Im Starbulls-Nachwuchs stand er unter anderem mit Maximilian Merz auf dem Eis.

Dem Wunsch Perssons, von seiner eigentlich bereits gegebenen Zusage wieder Abstand zu nehmen, ist man bei den Klosterseern ohne Wenn und Aber nachgekommen. Der Hintergrund: Dessen Verlobte wird sich beruflich nach Skandinavien verändern wird und Andreas zwar weiter in München arbeiten, seine zukünftige Ehefrau aber zumindest jedes zweite (verlängerte) Wochenende besuchen. „Es würde keinen Sinn ergeben, dass Andi unregelmäßig spielen und nur jedes dritte oder vierte Spiel mitmachen kann.“ Aktuell schwitzt er bereits mit den Rot-Weißen im Sommertraining und auch auf dem Eis will sich der schwedische Flügelflitzer trotz der Pause im Spielbetrieb regelmäßig fit halten. „Es ist schade, ich würde ihn gerne wieder im Team haben, aber natürlich respektieren wir seine veränderten persönlichen Verhältnisse und unterstützen ihn dabei. Er ist ein Superkerl und war ein echter Glücksgriff für uns. Die Türen stehen für ihn jederzeit offen, sobald sich in seinem Privatleben wieder etwas ändern sollte.“

Top-Techniker Raphael Kaefer bleibt

Nach dem Kanadier Bobby Wren, dessen Fortsetzung seiner aktiven Laufbahn kürzlich publik gemacht wurde, kann der EHC Klostersee auch in der Bayernliga-Saison 2019/20 auf die Dienste eines weiteren Top-Technikers bauen. Offensivkraft Raphael Kaefer wird den Rot-Weißen und damit seinem Ausbildungs- und Stammverein treu bleiben. „Es war für mich selbstverständlich, weiter bei meinem Heimatverein zu spielen. Gerade in der Bayernliga macht mir Eishockey wieder riesig Spaß, zumal wir eine Super-Truppe haben, die sich auch neben der Eisfläche prima versteht“, erklärte der 24-jährige Angreifer anlässlich seiner Vertragsverlängerung.

In der Nachwuchsnationalmannschaft des Deutschen Eishockeybundes (U18) stürmte der Grafinger mit heutigen NHL-Stars wie Leon Draisaitl und Dominik Kahun sowie DEL-Größen wie Dominik Tiffels oder Markus Eisenschmid. Kaefer selbst hatte in den zurückliegenden Jahren ebenfalls regelmäßig Anfragen von höherklassigen Organisationen – blieb aber dem von seinem Großvater mitgegründeten EHC Klostersee bis heute stets treu.

Trotz seines jungen Alters hat der universell einsetzbare Center, der von seinen Trainern im Powerplay wegen seines wuchtig-platzierten Schlagschusses auch gerne mal an der blauen Linie postiert wird, bereits eine Menge Erfahrung gesammelt im EHC-Seniorenkader, dem er seit 2010 angehört. Exakt 337 Pflichtspiele im rot-weißen Trikot hat Kaefer in seiner bisherigen Laufbahn bereits absolviert, dabei 381 Skorerpunkte (177 Tore und 204 Assists) gesammelt. Egal ob Oberliga Süd, unterklassig oder nun Bayernliga: Immer war er beim EHC unter den Topskorern zu finden. In der zurückliegenden Saison waren es in 38 Partien 16 Treffer und 27 Torvorlagen.
„Raphael ist eine absolute Identifikationsfigur im Grafinger Eishockey und genauso eine Bereicherung für unseren Verein. Auch der gesamte Nachwuchs kann sich an ihm orientieren“, kommentierte Vorstandsmitglied Dr. Engelbert Remiger. Für Headcoach Dominik Quinlan ist er sportlich praktisch unverzichtbar: „Raphi ist immens wichtig für unsere Mannschaft und gibt unserem Spiel durch seine Kreativität nochmal deutlich mehr Durchschlagskraft.“

EHC Klostersee integriert weitere Nachwuchstalente

Nach bereits einigen Weiterverpflichtungen stellt der EHC Klostersee seine Bayernliga-Mannschaft auch in der Tiefe besser auf. Die zwei Eigengewächse Simon Roeder und Quirin Bacher aus dem U20-Talentschuppen der Rot-Weißen rücken fest in den Kader von Trainer Dominik Quinlan auf. „Seit vielen Jahren geben wir jungen Spielern Chance und Perspektive und setzen konsequent auf unseren eigenen Nachwuchs. Obwohl die Bayernliga mittlerweile sehr anspruchsvoll ist, sind wir davon überzeugt, dass es beide mit harter Arbeit auch schaffen werden sich im Seniorenbereich zu etablieren“, kommentierte der Grafinger Headcoach die beiden 20-jährigen internen Aufrücker.

Verteidiger Bacher verbuchte in der vergangenen Bayernliga-Saison für die EHC-U20 in 33 Spielen 36 Skorerpunkte (acht Tore und 28 Assists). Angreifer Roeder, der schon in 2018/19 sporadisch auch Seniorenluft schnupperte, war mit 72 Skorerpunkten, aufgeteilt in 40 Treffer und 32 Torvorlagen, bester Punktesammler im Junioren-Team von Gert Acker und Florian Engel. Die beiden Talente sollen nun „step by step“ herangeführt und integriert werden. EHC-Präsident Sascha Kaefer ist überzeugt, dass Bacher und Roeder mittelfristig Stammplätze einnehmen werden: „Ich kenne die beiden schon seit sie mit Eishockey begonnen haben. Sie sind ein sehr positives Beispiel für die gute Eishockeyausbildung hier beim EHC Klostersee und eine weitere Motivation und Beispiel für alle anderen Talente unserer Nachwuchsabteilung, dass man sich in Grafing bestens entwickeln und mit Fleiß und Ausdauer den Sprung in die erste Mannschaft schaffen kann.“

„Bully-König“ Bobby Wren macht weiter

Der EHC Klostersee kann weiter auf einen, wenn nicht DEN Topspieler in der Eishockey-Bayernliga bauen. Der Kanadier Bobby Wren hängt an seine eindrucksvolle Karriere in Nordamerika und Europa zumindest noch eine weitere aktive Saison dran und wird die Offensivabteilung der Rot-Weißen damit auch in der Spielrunde 2019/20 anführen. Neben seinem aktiven Engagement wird der 44-jährige Stürmer, der aufgrund kaum verlorener Anspiele vielerorts als „Bully-König“ bezeichnet wird, zur kommenden Saison auch in das Coaching-Team des Grafinger Talentschuppens integriert werden. Zusammen mit dem bisherigen Bayernliga-Co-Trainer Jimmy Quinlan wird Wren die U15-Mannschaft trainieren und dazu seine Skills an alle NachwuchsspielerInnen der EHC-Organisation weitergeben.
Klostersees Cheftrainer Dominik Quinlan hatte insgeheim mit dessen Vertragsverlängerung gerechnet, zumal für Wren die überaus erfolgreiche letzte Spielrunde wegen einer Verletzung (Radiusfraktur) vorzeitig geendet hatte. Eben das führte Bobby Wren auch als einen der Gründe für die Fortsetzung seiner Laufbahn auch im „reifen Alter“ an: „Ich fühle mich hier sehr wohl und bin froh, weiter in Grafing zu sein. Nach meiner Verletzung zum Ende der vergangenen Saison war ich mir sofort klar, dass meine aktive Karriere so nicht enden darf. Ich will irgendwann, wann auch immer das sein wird, in Grafing aufhören. Noch fühle mich super und bin hoch motiviert.“ Den Worten folgen bereits seit Wochen Taten. In seinem Haus im sonnigen Florida hält er seinen Körper fit und trainiert bereits hart für die nächste „Eiszeit“ – zu verfolgen über die einschlägigen sozialen Medien und dazu auch auf Youtube.
Mit 63 Skorerpunkten, aufgeteilt auf 24 Tore und 39 Assists, war der „Oldie but Goodie“ EHC-intern Topskorer und auch ligaweit im Spitzenfeld der Punktesammler platziert – obwohl er verletzungsbedingt auf nur 37 Pflichtspiele gekommen ist. Damit konnte der Angreifer die Klosterseer in der entscheidenden Phase der Saisonund den Playoffs auch nicht mehr unterstützen. Gerade eben seine präzisen Bullys und seine Übersicht in Unter- und Überzahl machen oft den Unterschied aus.
Für Headcoach Dominik Quinlan ist er weiterhin ein verlängerter Arm auf dem Eis: „Bobby ist mit seiner professionellen Einstellung, seinen ungeheuren Fähigkeiten und nicht zuletzt seiner Fairness Vorbild im gesamten Verein und ich denke auch darüber hinaus. Wie wichtig er für unsere Mannschaft ist, hat sich insbesondere gezeigt als er verletzt war. Es ist absolut großartig einen solchen Spieler coachen zu dürfen.“

Hier noch einige beeindruckende Facts zur beeindruckenden Karriere von Bobby Wren, der es unter anderem auf über 1.000 Spiele in den höchsten Ligen Amerikas (NHL, AHL, OHL), Deutschlands (DEL, DEL2) und Österreichs (EBEL) gebracht hat und dabei mehr als sagenhafte 1.300 Scorerpunkte erzielt. In der DEL erreichte Wren in 241 Spielen für die Augsburg Panthers, die Iserlohn Roosters und den ERC Ingolstadt 243 Scorerpunkte. In Österreich stand Wren für die Vienna Capitals und die Graz 99ers auf dem Eis. In 208 Spielen sorgte der Stürmer für 277 Scorerpunkte und wurde als Center der Vienna Capitals unter anderem österreichischer Meister. In der AHL, dem Talent-Pool der NHL, zählte er immer zu den Kernspielern seiner Mannschaften. In der NHL spielte Wren fünf Spiele bei den Anaheim Mighty Ducks und den Toronto Maple Leafs. Wren war regelmäßig in die All-Star-Teams der AHL berufen worden.

EHC Klostersee erhält drei Sterne für die Nachwuchsarbeit 2018/19

Mehr sei unter den aktuellen Umständen nicht möglich, ohne viel Geld in die Hand zu nehmen, das eben nicht zur Verfügung stehe. Mehr, das würde gemünzt auf die Nachwuchsarbeit beim EHC Klostersee und die Zertifizierung dafür durch den Deutschen Eishockeybund (DEB) heißen: Vier oder sogar das Optimum von fünf Sternen, das – ganz nebenbei gesagt – nur eine Handvoll Klubs bundesweit und nicht einmal alle DEL- geschweige denn DEL2-Standorte erfüllen.

Drei Sterne hat Nachwuchsleiter Martin Sauter mit seinem Team für den Talentschuppen der Grafinger Rot-Weißen für die vergangene Saison angepeilt und sozusagen aus dem Stand auch erreicht. Voller Stolz hob er das Engagement und den unermüdlichen Einsatz aller Coaches, Übungsleiter und weiteren Helfer heraus.

Das offizielle Schreiben von DEB-Cheftrainer Talent- und Vereinsbetreuung, Ernst Höfner, in Händen dankte er allen, die ihren Teil dazu beigetragen haben: „Gewissermaßen aus dem Nichts drei Sterne zu erreichen ist mit unseren Möglichkeiten schon eine tolle Sache. Insbesondere auch der organisatorische Aufwand ist absolut eine Herausforderung, weil wir halt nicht zig Angestellte haben, die regelmäßig Dokumente pflegen und alles dokumentieren.“

Welch „Ausnahmeleistung“ die Nachwuchsabteilung aus der Bärenstadt damit hingelegt hat, dokumentiert unter anderem folgende Tatsache: Die Klosterseer mit eingeschlossen erhielten unterhalb der drei höchsten Spielklassen nur acht Vereine eine Zertifizierung vom DEB im Rahmen des Fünf-Sterne-Programms, also zumindest einen Stern.

Um einen Stern verliehen zu bekommen, mussten in der jeweiligen Kategorie zumindest 80 Prozent des Kriterienkatalogs erfüllt werden. Der EHC Klostersee lag in den Sparten „Start“ (umfasst Rekrutierung, Anfänger U7, U9 und U11) und „Umfeld“ (unter anderem Umfang von Eiszeiten, Kraftraum, Trainer, Leihausrüstungen, Videoschulungen) locker über den Mindestvorgaben und erreichte im „Bereich U13 und U15“ mit 97 Prozent sogar fast die komplette Punkteanzahl. Die Sterne für die beiden weiteren Kategorien „Leistung U17“ und „Bereich U20“ sieht Sauter aktuell, wie bereits eingangs erwähnt, allein wegen dafür fehlender Finanzmittel als nicht machbar an.

Apropos Geld: Einen monitären Vorteil bringen die drei Sterne dem EHC nicht, da er als Bayernligist und somit außerhalb der beteiligten DEB-Ligen (DEL2, Oberligen Süd und Nord) nicht am Geldfluss des früher als Reindl-Pool bekannten Ein- (nach getätigten Transfers) und Auszahlungssystems (nach Sternen) beteiligt ist. Auf diesem Verteilungsschlüssel umgerechnet, würde den Klosterseern eine Summe im Bereich von 30.000 Euro zustehen.

Nur für den Briefbogen betreibt man den Aufwand dennoch nicht. Mit der qualitativ hochwertigen Nachwuchsarbeit will man dauerhaft bessere Voraussetzungen schaffen, um möglichst viele Talente bei der Stange zu halten und ein Abwandern zu anderen Vereinen in diesem Altersbereich auf ein Minimum zu begrenzen. „Letztlich geht es eben darum, regelmäßig möglichst viele Spieler nach oben in die erste Mannschaft zu bringen und nicht überwiegend bessere Hobbyspieler auszubilden“, sagt Sauter, der seit dem letzten Jahr die EHC-Sparte Eishockeynachwuchs leitet.

Längst steckt man beim EHC Klostersee mitten in den Planungen für die nächste Saison. „Ab sofort geht´s wieder bei null los und darum, die Kriterienkataloge auch weiterhin zu erfüllen, damit wir die drei Sterne halten“, betonte Sauter. Die in den letzten Wochen und Monaten geleistete Basisarbeit mit der Ausarbeitung und Dokumentation etwa von detaillierten Trainingsplänen sowie Online-Archivierung mit Zugriffsmöglichkeit zu jeder Zeit sei dabei natürlich ein wertvoller Grundstein. „Es geht personenunabhängig um die Philosophie und Strukturen im Verein. Wenn etwa einer ausscheidet, ist dessen Wissen und Knowhow nicht verloren.“

Viele Dinge habe man bereits um ein Level angehoben, so Sauter. Das zu festigen sei nun angesagt, und dazu wolle man weiter daran arbeiten, „in den Teams die starke Mitte breiter aufzustellen“. Was den Effekt der erstmals erreichten drei Sterne betrifft, denkt der EHC-Nachwuchsleiter zumindest mittelfristig: „Die Auswirkungen der seit der vergangenen Saison angepackten Dinge sind sicher nicht schon jetzt zu spüren oder zu messen. Über etwa drei Jahre gesehen aber wird das dann schon anders aussehen.“ Sehr ehrgeizig und ambitioniert geht´s damit weiter bei der Ausbildung und Förderung der EHC-Talente.

Der Nächste bitte: Abwehrspieler Marinus Kritzenberger bleibt den Rot-Weißen treu

Die nächste Säule in der Hintermannschaft des Bayernliga-Kaders beim EHC Klostersee ist gesetzt. Verteidiger Marinus Kritzenberger wird weiterhin für mithelfen, die nötige Stabilität in der eigenen Zone zu gewährleisten und dazu aufgrund seiner Übersicht und seines Antritts auch ein wichtiger Baustein im Aufbau sowie im Powerplay. Der 28-jährige Abwehrspieler kommt aus dem Nachwuchs der Starbulls Rosenheim und gab im Seniorenbereich bereits in der DEL2, der Oberliga und der Bayernliga Gastspiele an verschiedenen Standorten von Miesbach bis Weiden.

In der letzten Spielrunde der Rot-Weißen in der Oberliga Süd (2015/16) wechselte der Defender nach Grafing und ist seither eine feste und verlässliche Größe im Team von Dominik Quinlan. Der EHC-Trainer freut sich über dessen Bleiben: „Marinus ist in der Defensive ein absoluter Stabilitätsfaktor und auch für die Stimmung in der Mannschaft und in der Kabine sehr wichtig.“ Mit 25 Skorerpunkten, darunter acht Toren, war Kritzenberger in der vergangenen Bayernliga-Saison punktebester Abwehrspieler der Klosterseer. „Ich freue mich, mit dem EHC Klostersee wieder in der Bayerliga anzutreten. Hier habe ich die meisten Spiele meiner bisherigen Laufbahn absolviert. Mein Ziel ist es, die Scoring-Effizienz beizubehalten und gleichzeitig weniger Strafzeiten zu nehmen“, hat sich der Verteidiger vorgenommen.

Happy Birthday, Jimmy! EHC-Legende macht den sechsten Zehner voll

Der EHC Klostersee hat vor zwei Jahren sein 60-jähriges Bestehen gefeiert. Heute nun, am Vatertag, zieht einer gleich, der in den zurückliegenden 38 Jahren (!!!!!!!) für die Rot-Weißen aus Grafing alles gegeben hat und immer noch gibt: James „Jimmy“ Quinlan feierte seines 60. Geburtstag, zumindest direkt am Jubiläum im engsten Familienkreis im gemeinsamen Urlaub mit Ehefrau Evi und den Söhnen samt besserer Hälften und Enkelkindern an der italienischen Adriaküste. In den fast vier Jahrzehnten „für seinen EHC“ kann Jimmy Quinlan auf genau genommen insgesamt drei Spielerkarrieren – eine als blutjunger ausländischer Angreifer, nach 18-monatiger Inaktivität mit deutschem Spielerpass stürmend und schließlich von Kim Collins noch „umfunktioniert“ zum Verteidiger – , viele Jahre als Trainer, noch mehr als Nachwuchscoach und Co-Trainer sowie oben drauf sogar auch drei Jahre als dritter Vorstand zurückblicken.

Eine zweifelsohne beispiellose Laufbahn mit enormer Vereinstreue, die sogar nur die wenigsten Einheimischen – Jimmy geht natürlich längst als bayerisch-kanadischer Einheimischer durch – hinbekommen, hat er damit hingelegt. Schon die Skorerbilanz aus seiner aktiven Zeit, die EHC-intern zweitbeste aller jemals eingesetzten Spieler, ist wahnsinnig beeindruckend: In 393 Pflichtspielen kamen 528 Skorerpunkte zusammen, aufgeteilt in 268 Tore und 260 Assists. Die dazu verbuchten 645 Strafminuten bezeugen, dass er sich trotz der spieltechnischen und skatingmäßigen Eleganz durchaus auch körperlich erwehren konnte.

„Man kann es gar nicht oft genug erwähnen: Jimmy ist ein absoluter Glücksfall für unseren Verein“, adelte ihn Präsident Sascha Kaefer schon wiederholt und auch dieser Tage wieder zum „Sechzger“. Begonnen hatte alles in den frühen 1980er-Jahren. Da kam Jimmy Quinlan als junger, gerade dem College entwachsener, Kanadier aus seiner Heimatstadt Windsor, der südlichsten Stadt Kanadas in der Provinz Ontario, zum EHC Klostersee, um – wie es nach wie vor viele nordamerikanische Puckjäger vorhaben – salopp gesagt ein wenig europäische Luft zu schnappen und etwas Spaß beim Eishockey zu haben, bevor es dann zurück nach Hause in den harten Berufsalltag geht.
Es kam bekanntlich anders: Zum sportliches Glück kam bald vor allem auch das private. Die drei gemeinsamen Söhne sind dem EHC Klostersee ebenso eng verbunden, Dominik (30 Jahre) aktuell als Trainer und Philipp (29) sowie Nicolai (bald 25) als Spieler. Für den „Wohlfühlfaktor“, der das Widerstehen lukrativer finanzieller Angebote der Konkurrenz all die Jahre über sicher leichter machte, sorgte am Anfang der viel zu früh verstorbene damalige EHC-Patron Manfred Rothe, unter anderem beim beruflichen Einstieg am Flughafen München, und bald mit Herbert Eder auch ein weiterer Ex-Präsident und dazu bis heute väterlicher Freund.

Schon seit vielen Jahren ist Jimmy Quinlan ein anerkannter Nachwuchstrainer, dessen Meinung und Wissen weit über die Vereinsgrenzen hinaus auch beim Verband gefragt ist und „durch dessen Hände“ es zahlreiche Talente in die erste Mannschaft geschafft haben.

Happy Birthday, Jimmy!

 

Zwei weitere Zusagen für die Offensivabteilung

Der EHC Klostersee baut weiter am Kader für die Bayernliga-Saison 2019/20. Mit dem Eigengewächs Jens Glombitza (27 Jahre) und dem aus der Rosenheimer Nachwuchsschmiede stammenden Veit Wieczorek (21), beides Offensivkräfte, können die Grafinger Rot-Weißen zwei weitere Zusagen für die kommende Punktejagd in der vierthöchsten Spielklasse vermelden. Jens Glombitza gehört sein nunmehr bereits zehn Jahren dem Kader der Seniorenmannschaft beim EHC an und verfügt unter anderem auch über die Erfahrung aus knapp einhundert Oberligaspielen. Veit Wieczorek kam vor der letzten Saison aus der DNL-Mannschaft der Starbulls Rosenheim zum EHC und hat soeben seine erste komplette Saison „bei den Erwachsenen“ hinter sich. In seinem Premierenjahr sammelte der Außenstürmer in 42 Pflichtspielen insgesamt 19 Skorerpunkte (neun Tore und zehn Assists).
„Die zwei Angreifer sind für uns wichtige Spieler, um dem Kader auch die nötige Breite zu verleihen. Jens ist mit seiner Routine auch ein wertvoller Penaltykiller im Unterzahlspiel und Veit ist sicher noch nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt“, kommentierte EHC-Trainer Domink Quinlan.