Coach vom EHC Klostersee erhält als sechste*r Trainer*in die Auszeichnung des „Förderverein Deutscher Eishockey Nachwuchs“ / 5.000€ Materialunterstützung von Bauer Hockey Deutschland / Offizielle Ehrung im Rahmen des DEL FUTURE CAMPS 2022 in Ingolstadt

Martin Sauter ist Nachwuchstrainer des Jahres 2022: Der Trainer vom EHC Klostersee wurde von einer Jury unter allen Vorschlägen, die die PENNY DEL via Instagram, Facebook und E-Mail erreichten ausgewählt. Das Gremium war mit PENNY DEL Nachwuchskoordinator Uli Liebsch, Karl Schwarzenbrunner (DEB Trainerausbildung), Markus Riedel (Vereinsbetreuer DEL2) und Ernst Höfner (Vereinsbetreuer DEB) hochkarätig besetzt.

Martin Sauter, der beim EHC Klostersee nebenberuflich die U11 sowie die U15 betreut und für die sportliche Ausrichtung des Nachwuchses zuständig ist, tritt bei der Auszeichnung durch den „Förderverein Deutscher Eishockey Nachwuchs“ die Nachfolge von Anja Strohmenger (Düsseldorfer EG / 2020) an, nachdem im Jahr 2021 pandemiebedingt keine Wahl stattfand.

Der 48 Jahre alte Diplom Sportlehrer ist beim EHC Klostersee eine treibende Kraft was die Ausbildung und die Umsetzung des 5-Sterne-Programms betrifft. Die Auszeichnung soll auch stellvertretend für die Arbeit des gesamten Vereins stehen. Klostersee nahm als Bayernligist freiwillig am 5-Sterne-Programm teil und ist für die vergangene Saison mit 3 Sternen ausgezeichnet worden. Der Club bildet seit Jahren gute Nachwuchsspieler aus, die dann oft zu höherklassigen Vereinen wechseln und dort eine tragende Rolle spielen.

„Ich konnte es im ersten Moment nicht glauben, als ich erfuhr, dass ich zum Nachwuchstrainer des Jahres 2022 gewählt wurde. Es gibt viele gute Trainer in Deutschland. Ich sehe die Ehrung als Auszeichnung für die vielen „kleinen“ Vereine in Deutschland“, sagte Martin Sauter über den Award. Der Übungsleiter weiter: „Clubs wie unserer bringen Eishockey in die Breite und machen viel Basisarbeit. Dazu gehören viele engagierte Menschen, die ihre Zeit in unseren Sport investieren. Hier beim EHC Klostersee haben wir es damit geschafft, zahlreiche gute Spieler auszubilden. Ich bedanke mich im Namen unseres Vereins für die Aufmerksamkeit und den Ausrüstungszuschuss von Bauer Hockey Deutschland werden wir mit Sicherheit sehr gut verwenden können.“

„Martin steht stellvertretend für die vielen Trainer*innen, die neben Ihrem Beruf, mit Herzblut und Leidenschaft, an der Basis- und Grundlagenausbildung unserer Spieler*innen arbeiten“, erklärte PENNY DEL Nachwuchskoordinator Uli Liebsch und fügte an: „Es soll auch eine Auszeichnung für den EHC Klostersee sein, der als relativ „kleiner Standort“ mit seinem gesamten Trainerteam immer wieder sehr gut ausgebildete Spieler*innen hervorbringt.“

Marc Meier, geschäftsführender Gesellschafter der Schanner Eishockeyartikel GmbH + Co. KG, Vertrieb Bauer Hockey Deutschland, sagte: „Wir gratulieren Martin Sauter sehr herzlich zur Auszeichnung zum Nachwuchstrainer des Jahres und freuen uns, dass wir den Nachwuchs mit unserem Preis unterstützen können. Für uns von Schanner sind nicht nur die Profis wichtig, sondern auch die Ausbildung der kommenden Generationen. Daher gilt unser Dank Martin, aber auch allen anderen, die ihre Zeit und Erfahrung einbringen, um den Nachwuchs besser zu machen.“

Die bisherigen Gewinner bei der Wahl zum Nachwuchstrainer des Jahres im Überblick:

2016 Dominik Döge (HSV Eishockey)
2017 Ivo Flöter (Dresdner Eislöwen)
2018 Robin Beckers (Krefelder EV 1981 e.V.)
2019 Oliver Häusler (Starbulls Rosenheim)
2020 Anja Strohmenger (Düsseldorfer EG)
2021 –
2022 Martin Sauter (EHC Klostersee)

 

(Quelle: https://www.penny-del.org/news/martin-sauter-ist-nachwuchstrainer-des-jahres-2022/14614)

Am Dienstag den 19.07.2022 findet die jährliche ordentliche Mitgliederversammlung des Eishockeyclubs Klostersee e.V. statt.

Die Versammlung startet um 19:30 Uhr im Eisstadion (Am Stadion 9, 85567 Grafing).

Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Bericht des 1. Vorsitzenden
  3. Bericht zur 1. Mannschaft
  4. Bericht des Vorstandes
  5. Bericht des Schatzmeisters
  6. Bericht der Kassenprüfer
  7. Bericht des Hauptausschusses
    • Eishockey-Nachwuchs
    • Eisschnelllauf/Shortrack
    • Eiskunstlauf
  8. Verschiedenes

Anträge müssen dem Vorstand spätestens bis zum 11.07.2022 schriftlich vorliegen.

Es wird wieder im Stadion gegrillt und auch für Getränke wird gesorgt.

Dem EHC Klostersee ist ein dicker Fisch ins Netz gegangen. Der amtierende Bayernliga-Meister und Aufsteiger in die Oberliga Süd ist auf der Suche nach einer Verstärkung, die sportlich weiterhilft und ins Konzept passt, wie erhofft in der Region fündig geworden. Die Offensivabteilung der Grafinger Rot-Weißen wird künftig Stürmer-Routinier Fabian Zick verstärken. Der 31-jährige Angreifer verbrachte die vergangene Saison nach dem Abschied vom Profi-Eishockey – auch aber nicht nur coronabedingtund vorrangige Konzentration auf die berufliche Zukunft beim österreichischen Drittligisten HC Kufstein. Und damit zwar hinter der Landesgrenze, aber eben auch nicht weit von seinem Wohnsitz entfernt. Davor kam Zick auf jeweils fast 300 DEL2- und Oberliga-Einsätze, überwiegend für seinen Stammverein Starbulls Rosenheim und eine Spielrunde lang für die Löwen Waldkraiburg (2016/17).

Nach Rosenheim war der gebürtige Augsburger bereits als 15 Jahre junger Jugendlicher zur Nachwuchszeit gewechselt – zusammen übrigens mit dem gleichaltrigen Johannes Kroner. Der Verteidiger kam im vergangenen Jahr zum EHC und war am Einfädeln der Verpflichtung wie auch weitere ehemalige Nachwuchs-Weggefährten aus den Reihen der Grafinger (Marinus Kritzenberger, Philipp Quinlan) maßgeblich beteiligt. Trainer Dominik Quinlan ist happy, einen „Topmann“ dazu gewonnen zu haben: „Mit Fabian kommt ein sehr erfahrener Offensivspieler zu uns, der natürlich für eine Führungsrolle eingeplant ist. Ich bin mir sicher, dass er uns im gewünschten Maß weiterhilft.“

Bei seinem Antrittsbesuch zu einer Sommertrainingseinheit sagte Zick, der das Oberliga-Geschehen im Süden in den letzten beiden Jahren seit seiner Demission weiterverfolgt hatte und wie alle beim EHC weiter Vollzeit in seinem Job als Controller in einer Reha-Klinik arbeiten wird: „Die Qualität der Spieler insgesamt in der Liga hat meiner Meinung nach weiter zugenommen. Wir müssen uns aber sicher nicht verstecken und haben auch einige richtig gute Jungs hier im Team. Oberste Priorität als Neuling und Aufsteiger hat für uns der Klassenerhalt. Aber natürlich wollen wir als Sportler alle das Optimale herausholen, also den einen oder anderen Großen ärgern und vielleicht sogar die Pre-Playoffs nicht aus den Augen verlieren.“

Beim EHC Klostersee heißt es weiterhin: Quinlan´sim Dreierpack (wobei es sich zusammen mit Papa Jimmy, dem nach wie vor im Grafinger Nachwuchs tätigen und einem der renommiertesten Skills-Trainer hierzulande eigentlich um ein Quartett handelt). An der Bande hat weiterhin Dominik als Cheftrainer das Sagen, der bei seinem Heimat- und Herzensverein schon kurz nach dem Bayerischen Meistertitel verlängert hatte und seither auch ganz eng in die Personalplanungen mit eingebunden ist. Wie erwartet nachgezogen haben nun dessen beide Brüder, womit sowohl in Abwehr wie auch im Angriff die nächsten Kader-Planstellen mit bewährten Leistungsträgern besetzt sind.

Rechtsschütze Philipp Quinlan gehört mit seinen inzwischen 32 Jahren bereits zu den älteren Puckjägern im Team, was freilich auch mit jeder Menge Erfahrung verbunden ist. Nach den ersten Jahren im Talentschuppen der Rot-Weißen zog es ihn noch im Nachwuchs nach Rosenheim und von dort als frisch gebackener U20-Nationalspieler und 18-jähriger Jungspund zurück in die Oberliga-Mannschaft des EHC. Über die Stationen EHC München, Hannover Braves und Hannover Indians landete Phil Quinlan bei den Bietigheim Steelers, mit denen er den Deutschen Zweitliga-Meistertitel, den Gewinn des DEB-Pokals und eine Zweitliga-Vizemeisterschaft feierte, bevor es zurück nach Hause ging. Philipp ist ein sehr cleverer Stürmerund dazu sein sehr starker Bully-Spieler, kann außerdem auch auf dem Flügel eingesetzt werden. Es ist aber auch sehr schön zu sehen, dass er den Nachwuchs mitzieht“, urteilte sein älterer Bruder und zugleich Head-Coach.

Daneben ist auch der dritte und jüngste Quinlan-Bruder Nicolai weiterhin eine tragende Säule in der Hintermannschaft der Klosterseer. In gewisser Weise führt er Verteidiger das Erbe seines Vaters auf dem Eis fort, wegen der Rückennummer „7“ auf dem Trikot und dessen unvergleichlich perfekten Schlittschuhtechnik. Abgesehen von einem Kurzgastspiel in Rosenheim verbrachte der ehemalige Juniorennationalspieler die gesamte Nachwuchszeit bei den Grafingern. Seit bereits zehn Jahren gehört der 28-jährige Offensiv-Verteidiger zum Stammpersonal beim EHC und zu den gesetzten Kräften auch in Über- und Unterzahl. Dominik Quinlan ist froh, ihn weiter an Bord zu wissen: „Nicolai ist ein starker und vor allem auch aggressiver Verteidiger, der jeden Check zu Ende fährt und auch torgefährlich ist. Dazu ist er ein begnadeter Schlittschuhläufer.“

Nach dem Bayernliga-Meistertitel und erfolgtem Aufstieg in die Oberliga Süd wurde beim EHC Klostersee klargestellt, dass man auch eine Ligastufe höher weitgehend dem gleichen Kader vertrauen und somit vorrangig auf das Verlängern mit den eigenen Spielern setzen werde. Eben an dieser Front haben die Grafinger auch die beiden nächsten Personalien eingetütet und Johannes Kroner sowie Felix Kallerweiter gebunden.

„Es war ein sehr guter Schachzug, Johannes vor einem Jahr zu uns zu holen. Wir waren schon länger in Kontakt gewesen und vor der letzten Saison hat es dann endlich geklappt. Er ist ein sehr guter Defender,der in der eigenen Zone jederzeit den Überblick behält und kaum Fehler macht. Dazu passt er auch noch menschlich gut zu unserer Truppe“, sagt Cheftrainer Dominik Quinlan über den 31-jährigen Augsburger, der im Nachwuchs für seine Geburtsstadt, die Starbulls Rosenheim und den TEV Miesbach aktiv war. Über das Team des Final-Gegners 2021/22 und die Eispiraten Dorfen ist der in der Region als Grund- und Mittelschullehrer tätige Abwehrspieler zu den Grafingern gestoßen. Kroner werde mit seinem reichen Erfahrungsschatz, den er in den vergangenen Jahren sammeln konnte, mit Sicherheit auch in der kommenden Oberliga-Saison eine „tragende Rolle spielen“, ist sich Quinlan sicher.Die finalen Saisonwochen in diesem Frühjahr hatte der Verteidiger nach einem Kahnbeinbruch verletzt auf der Tribüne verbringen müssen.

Daneben haben die Klosterseer mit einem weiteren echten Eigengewächs verlängert. Felix Kaller schnürt von Kindesbeinen an die Schlittschuhe für den EHC und war seinem Heimatverein durchgehend treu. Schon im Nachwuchs schätzten die Trainer seine Flexibilität bei den eingesetzten Positionen. Diese Vielseitigkeit mache den 26 Jahre alten Allrounder besonders wertvoll“, so Headcoach Quinlan. „Das ist ein absolutes Plus für jede Mannschaft. Felix kann immer dort eingesetzt werden, wo gerade Not am Mann ist. Durch seine Größe hat er eine riesige Reichweite und ist dadurch auch extrem schwer von der Scheibe zu trennen.“ Mit beachtlichen 14 Toren gehörte Kaller in der zurückliegenden Spielrunde zu den treffsichersten Schützen der Grafinger.

Trotz Pfingstwoche und Urlaubszeit gehen die Personalplanungen beim EHC Klostersee für die Saison 2022/23 in der Oberliga Süd unbeirrt weiter. Mit Raphael Kaefer und Matthias Baumhackl haben dieser Tage zwei langjährige Stammkräfte aus der Offensiv-Abteilung verlängert. Während der älteste Präsidenten-Filius und ehemalige Nachwuchs-Nationalspieler auch im Talentschuppen ausschließlich für die Rot-Weißen auflief und den sogenannten „goldenen Jahrgängen“ der Grafinger angehört, schnürt Baumhackl seit sechs Jahren die Schlittschuhe für den EHC und entstammt ursprünglich dem benachbarten EHC München.
„Baumi spielt extrem hart, aber immer fair. Er ist sich für nichts zu schade und wirft, wenn es sein muss, auch mal die Handschuhe weg“, schätzt Cheftrainer Dominik Quinlan den seit etwa zwei Wochen 29-jährigen unermüdlichen Kämpfer und „Eishockey-Arbeiter“. Über die Nachwuchsabteilungen der Landsberg Riverkings und des ERSC Ottobrunn kam er nach dem freiwilligen Rückzug in die Bezirksliga zu den Klosterseern, machte damit alle drei Aufstiege in sechs Jahren mit und ist aus der Mannschaft nicht wegzudenken.
Ebenso wenig wie Raphael Kaefer, der als 16-jähriger vor über zwölf Jahren in der damaligen Oberliga-Truppe der Klosterseer debütierte und in dieser Zeit zur absoluten Team-Säule gereift ist. In der „Ewigenbestenliste“ aller seit der Vereinsgründung 1957 eingesetzten Spieler stehen aktuell 406 Pflichtspiele mit 471 Skorerpunkten zu Buche – nur noch vier Ehemalige (Florian Saller, Martin Sauter, Jimmy Quinlan und Petr Zajonc) stehen damit vor dem in der vergangenen Saison arg verletzungsgebeutelten Stürmer (Mittelfußbruch, Schulter, Gebiss). Mit 30 Partien kam er auf nur zwei Drittel des Pflichtprogramms, sammelte mit 20 Toren und 23 Assists dennoch 43 Skorerpunkte.
Unvergessen bleibt Kaefers genialer Unterzahl-Streich mit anschließendem Treffer gegen die Erding Gladiators in der Oberliga Süd im Jahr 2015, der unter anderem auf Youtube durch die Decke ging und innerhalb kurzer Zeit fast 100.000-mal angeschaut wurde. „Raphi spielt nun schon seit zwölf Jahren in unserer ersten Mannschaft. Er identifiziert sich zu hundert Prozent mit unserem Verein und ist darüber hinaus für das Team ein ganz, ganz wichtiger Führungsspieler“, betonte Headcoach Quinlan. Er sei sehr froh, zum Saisonstart wieder mit ihm rechnen zu können. Gleich nach Ende der meisterlichen Bayernliga-Spielrunde, dessen finale Wochen der Angreifer verletzt verpasst hatte, hatte er sich zwei Operationen unterzogen.

Nachdem der EHC Klostersee zuletzt bereits die Vertragsverlängerungen mit einigen Teamstützen bekanntgeben konnte, ist auch die erste Neuverpflichtung in trockenen Tüchern. Mit Marc Bosecker schließt sich den Grafinger Rot-Weißen ein 19 Jahre junges Stürmer-Talent an, das dem Talentschuppen der benachbarten Starbulls Rosenheim entstammt und während der vergangenen Saison zu den Jungeisbären Regensburg gewechselt war.
In Reihen der Rosenheimer U20 (Deutsche Nachwuchsliga – Division II) skorte Bosecker in der Saison 2021/22 in 25 Pflichtspielen 40-mal (23 Tore und 17 Assists) für die Regensburger (DNL – Division I) kamen in sechs Partien sechs Treffer und zwei Vorlagen zusammen. Für die Oberliga Süd hätte er bei den EVR-Eisbären einen gültigen Vertrag in der Tasche gehabt; nach deren Aufstieg in die DEL2 sah der junge Angreifer, der sich in der Region auch gerade nach einem Ausbildungsplatz umschaut, die bessere Perspektive für seine sportliche Weiterentwicklung und entsprechend Eiszeit bei den Klosterseern.
„Marc gehört zu den auffälligsten Offensivspielern seines Jahrgangs, ist durchtrainiert und passt gut zu uns“, freut sich Trainer Dominik Quinlan auf dynamischen Zuwachs in der Abteilung Attacke.

Während im Sommertraining unter den Fittichen von Head-Coach Dominik Quinlan und Athletik-Trainer bereits kräftig geschwitzt wird, hat sich beim EHC Klostersee auch in Sachen Kader etwas getan. Vier Abgänge aus der Meister-Mannschaft haben die Grafinger zu vermelden und einen Aufrücker aus dem eigenen Talentschuppen.

Der 18 Jahre junge Stürmer Julian Dengl, in der zurückliegenden Saison fester Bestandteil und einer der Leistungsträger in der U20 der Rot-Weißen gewesen, wird fest in das Team aufrücken, in das er zuletzt bereits hineingeschnuppert hat. „Julian ist ein sehr talentierter, groß gewachsener Offensivspieler, der sich diese Chance erarbeitet und verdient hat“, begrüßt Cheftrainer Quinlan den jungen Angreifer.

Neben dem nach oben gezogenen Eigengewächs wird es aufgrund von Abgängen definitiv weitere neue Gesichter in der Truppe geben. Sozusagen in den Eishockey-Ruhestand verabschiedet haben sich mit Verteidiger Maximilian Pröls und Stürmer Jens Haller zwei altgediente EHC-Recken, die beide nach ihrer Nachwuchszeit bei den Klosterseern den Sprung in „die Erste“ geschafft hatten und lange Zeit dabei waren. Pröls kam in acht Jahren auf 127 Pflichtspieleinsätze; Haller – dessen „17“ bis zur Saison 2020/21 den Namenszug Glombitza zierte – war seit 2013 in 252 Pflichtpartien (jeweils 34 Tore und Assists) fester Bestandteil der Abteilung Attacke.

Definitiv schwer wiegt der Abgang von Allrounder Florian Engel, nicht nur in den Augen von Quinlan „kaum ersetzbar“ für den EHC. „Für mich war Angie einer der besten und vor allem komplettersten Spieler in der zurückliegenden Bayernliga-Saison. Dass er auch in der Oberliga Süd ein Leistungsträger wäre, hat er bereits hinlänglich bewiesen“, bedauert der Trainer dessen Entscheidung, die freilich zu respektieren und nachzuvollziehen sei. „Allein der zeitliche Aufwand neben einem Vollzeitberuf ist enorm und geht voll zu Lasten der Familie“, erklärte Engel diesen Schritt, den er zusammen mit seiner Frau („Die hat im letzten Jahr so viel auf sich und mir damit abgenommen, das geht nicht mehr“) unabhängig von der Liga bereits frühzeitig und lange vor den Playoffs entschieden habe. Vor sieben Jahren war der nun 32-jährige Realschullehrer und Vater zweier Kinder nach Grafing gekommen und bei zwei Pausen als Aktiver auch als Nachwuchstrainer tätig gewesen. „Dass es so endet, ist ein absoluter Traum“, denkt er an viele unvergessene Momente auf dem Weg zur Bayernliga-Meisterschaft und dem Aufstieg in die Oberliga Süd zurück. Und natürlich vor allem auch an seinen Vierer-Torpack beim 4:1 im entscheidenden dritten Finalspiel gegen den TEV Miesbach. Womit „Angie“ für den EHC insgesamt 99 Pflichtspiele bestritten hat und dabei 51 Tore erzielt und 56 weitere vorbereitet hat.

Und noch einer verabschiedet sich – vielleicht ja nicht für immer: Das Klosterseer Abwehr-Eigengewächs Korbinian Eberwein (23), der an der Fachhochschule Rosenheim ein Studium aufgenommen und auch seinen Wohnsitz dorthin verlegt hat, wird sich fest dem EHC AibDogs Bad Aibling anschließen. Nach einer Handvoll Einsätze zu Saisonbeginn verbrachte er im Rahmen der Kooperation bereits die überwiegende letzte Spielrunde beim Landesligisten.

Bei den Abgängen bedankt sich der EHC herzlich für ihren Einsatz und ihr Engagement und wünscht das Allerbeste für die Zukunft.

Der EHC Klostersee kann zwei weitere Vertragsverlängerungen vermelden. Sowohl Verteidiger Marinus Kritzenberger wie auch Stürmer Florian Gaschke werden nach dem Aufstieg der Rot-Weißen in die Oberliga Süd auch in der kommenden Saison für die Grafinger die Schlittschuhe schnüren und auf dem Eis stehen.
Beide entstammen ursprünglich der Nachwuchsabteilung der Starbulls Rosenheim und schafften noch dort auch den Sprung aus dem Talentschuppen zu den Senioren. Defender Kritzenberger, 31 Jahre alt und in Bad Aibling geboren, stieß in der bislang letzten Oberliga-Saison des EHC (2015/16) zum Team. Umso größer ist nun seine Freude darüber, mit der Mannschaft wieder in die dritthöchste Spielklasse einzuziehen.
Zweifellos ist er allein schon aufgrund seiner Erfahrung nicht nur auf dem Eis von großer Bedeutung, sondern wie Headcoach Dominik Quinlan anmerkte, auch maßgeblich mit für gute Laune in der Kabine verantwortlich. „Beim Kritzi weiß man eindeutig was man hat. Er hat eine gute letzte Saison gespielt und insbesondere in den letzten Wochen, als die Hintermannschaft aufgrund von Verletzungen zunehmend ausgedünnt war, viel Eiszeit abgespult. Der Wiederaufstieg hat ihm noch einmal einen Motivationsschub gegeben, er hat eindeutig Lunte gerochen.“
Daneben bleibt mit Angreifer Gaschke auch eine wichtige Offensivkraft bei den Klosterseern an Bord. Der 27-jährige Center, der aber sehr variabel und auch auf dem Flügel einsetzbar ist, debütierte nach seiner Nachwuchszeit noch in Rosenheim in der DEL2, war dazu auch für die Erding Gladiators in der Oberliga Süd und den TEV Miesbach in der Bayernliga aktiv, bevor er sich den Grafingern anschloss. Mit 52 Skorerpunkten (21 Tore und 31 Assists) war er in der Meister-Saison 2021/22 einer der besten Punktesammler im rot-weißen EHC-Trikot.
„Sich vor drei Jahren um Gaschi zu bemühen und ihn für den EHC ins Boot zu holen, war eine goldrichtige Entscheidung. Er hat einen super Schuss und ist in nur kurzer Zeit zu einem sehr wichtigen Teil unserer Abteilung Attacke geworden“, betonte Cheftrainer Quinlan.

Die packende Endspiel-Serie um den Bayernliga-Titel liegt erst gut eineinhalb Monate zurück, doch ab sofort ist beim EHC Klostersee nach der Entscheidung, den sportlichen Aufstieg anzunehmen und in die Oberliga Süd zurückzukehren, alles bereits auf die Saison 2022/23 ausgerichtet. An diesem Dienstag sind die Rot-Weißen in die gemeinsame Sommervorbereitung eingestiegen. „So früh wie nie, aber wir wollen eben auch bestens vorbereitet und gerüstet sein“, betonte Trainer Dominik Quinlan, der für das Trockentraining professionelle Unterstützung an seiner Seite hat.
Die Übungseinheiten der Grafinger leiten wird Eckhart Acker leiten, ein staatlich geprüfter Sportlehrer und diplomierter Sport- und Fitnesstrainer. Der 36 Jahre alte jüngere Bruder des früheren EHC-Kapitäns Gert Acker stand einst selbst für den Klosterseer Talentschuppen und auch als Verteidiger für die Oberliga-Truppe auf dem Eis. Zuletzt war „Ecki“ Acker von 2014 bis 2020 sechs Jahre lang als Athletikcoach bei den Nürnberg Ice Tigers für die Fitness der DEL-Profis verantwortlich. „Ein ausgewiesener Fachmann und absoluter Profi seines Fachs“, freut sich Headcoach Quinlan über die kompetente Unterstützung im Trainerteam.
„Wir wollen zusammen die Voraussetzungen für eine möglichst verletzungsfreie und erfolgreiche Saison schaffen“, erklärte Acker, der für die Spieler neben den zwei Mal wöchentlich gemeinsamen Übungseinheiten auch noch individuelle Trainingspläne für zu Hause ausarbeiten wird.

Der EHC Klostersee kann auch in der kommenden Saison 2022/23 in der Oberliga Süd auf seinen Stammtorhüter bauen: Für die Rot-Weißen wird weiterhin Philipp Hähl die Pucks abfangen, die auf seinen Kasten zufliegen. Der Goalie, der auf dem Weg zur Bayernliga-Meisterschaft sowohl in der regulären Spielrunde wie auch den Playoffs einen „Eins-Komma-Gegentorschnitt“ hingelegt hatte, hat bei den Grafingern fest zugesagt.
Mit dem 28-Jährigen Hähl können die Klosterseer nach dem Aufstieg weiterhin auf einen erfahrenen Puckfänger setzen. Sein Debut bei den Senioren gab der Ingolstädter zuhause beim heimischen ERC, nachdem er die Nachwuchsabteilung durchlaufen und dort auch in der U-16, U-18 und U-20 gespielt hat. Weiter ging´s für Hähl, zunächst DEL-Backup bei den Panthern gewesen, dann über den EV Regensburg, ein Kurz-Intermezzo bei den Heilbronner Falken (mit Förderlizenz beim TSV Trostberg) zum EC-Pfaffenhofen. Nach fünf Jahren bei den Eishogs landete er schließlich zur Saison 2021/22 beim EHC.
„Mit Philipp Hähl haben wir in der zurückliegenden Saison ganz klar den besten Torhüter in der Bayernliga gestellt. Nun gehen wir in die Oberliga und werden mit ihm auch dort einen sehr stabilen Rückhalt haben,“ ist sich EHC-Headcoach Dominik Quinlan sicher.
Weiter betonte der Grafinger Cheftrainer, wie glücklich er sei, diesen wichtigen Baustein für die Mannschaft weiter an Bord zu haben.