Für die mäßige Leistung zwei Tage davor konnte sich der EHC Klostersee beim Heim-Auftritt in der Wildbräu-Arena gegen die Blue Devils Weiden allemal rehabilitieren. Zu Zählbarem reichte es für die Grafinger gegen den souveränen Spitzenreiter, der seine weiße Weste verteidigen konnte, aber nicht. Mit 2:4 unterlagen die Rot-Weißen, bei denen neben den verletzten Simon Roeder und Joseph Leonidas auch Lynnden Pastachak (krank) und Philipp Hähl (verdiente Spielpause) fehlten, dem Gast aus der Oberpfalz nach großem Kampf.
„Wir wollen eine Reaktion zeigen und mit erhobenem Kopf vom Eis gehen“, hatte Trainer Dominik Quinlan gefordert. Genau das konnte die Truppe um Kapitän Raphael Kaefer umsetzen, in der Torhüter Dominik Gräubig sein Saisondebüt gab und eine starke Vorstellung ablieferte. Gleich in der Anfangsphase hielt er für die EHCler bei eigener Unterzahl die Null fest. Nach ausgeglichenem Startdrittel ging es torlos in die erste Pause.
Und mit einem Knaller weiter, denn die Klosterseer nutzten einen klug vorgetragenen Konter zur Führung (22.). Die Blue Devils zogen daraufhin das Spieltempo an und drückten auf den Gleichstand, der fünf Minuten später auf der Anzeigetafel geschafft war. Noch im zweiten Abschnitt legte der Tabellenführer doppelt nach, nachdem die erneut mögliche Grafinger Führung kurz vor der Torlinie geklärt worden war. Durch waren die Gäste damit noch nicht. Nach dem 1:4 im gegnerischen Powerplay verkürzte man noch einmal.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Marinus Schunda); Yannick Kischer, Marinus Kritzenberger, Nicolai Quinlan, Johannes Kroner, Felix Kaller, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Raphael Kaefer, Vili Vesalainen, Florian Gaschke, Fabian Zick, Philipp Quinlan, Julian Dengl, Marc Bosecker, Vitus Gleixner, Matthias Baumhackl.
Blue Devils Weiden: Marco Wölfl (Timon Bätge); Dominik Müller, Elia Ostwald, Adam Schusser, Alessandr Schmidbauer, Kurt Davis, Moritz Schug, Mirko Schreyer; Martin Heinisch, Tomas Rubes, Philipp Siller, Neal Samanski, Edgars Homjakovs, Dennis Thielsch, Marius Schmidt, Fabian Voit, Robert Hechtl, Luca Gläser, Chad Bassen, Joey Luknowsky.

Torfolge: 1:0 (21:02) Fabian Zick (Johannes Kroner, Nicolai Quinlan); 1:1 (26:34) Edgars Homjakovs (Neal Samanski, Dennis Thielsch); 1:2 (35:30) Luca Gläser (Joey Luknowsky, Marius Schmidt); 1:3 (39:56) Fabian Voit (Moritz Schug, Chad Bassen); 1:4 (52:20) Philipp Siller (Adam Schusser, Tomas Rubes – 5:4); 2:4 (52:37) Vili Vesalainen (Raphael Kaefer, Marinus Kritzenberger).
Strafminuten: EHC Klostersee 12; Blue Devils Weiden 10.

Hauptschiedsrichter: Thomas Kalnik, Markus Schütz.

Zuschauer: 529.

Ohne Erfolgserlebnis beendet der EHC Klostersee das erste Viertel der Hauptrunde in der Oberliga Süd. Beim EC Peiting schlitterten die Grafinger an diesem Freitagabend in ein 0:7, nachdem die Partie bis Mitte des zweiten Drittels eher ausgeglichen verlaufen war. Nach dem 0:2 in der 32. Minute waren die Rot-Weißen nicht mehr in der Lage, auf Augenhöhe dagegenzuhalten.

Die erste Torchance kreierte die Mannschaft von Dominik Quinlan, doch der erste Treffer fiel kurz darauf auf der Gegenseite. Mit diesem 0:1 aus Sicht der EHCler ging es in die Pause. Mit Wiederbeginn waren beide Seiten zunächst darauf bedacht, defensiv stabil zu stehen. Anstatt des zwei, drei Mal möglichen Ausgleichs kassierten die Klosterseer ein weiteres vermeidbares Gegentor.

Letztlich die Schlüsselszene der Partie, in der die Gastgeber entscheidend nachsetzten und die Grafinger an diesem Abend, zumeist einen Schritt zu spät und mit verbesserungsfähiger Zweikampf-Quote, keine Antwort mehr parat hatten.

EC Peiting: Florian Hechenrieder (Konrad Fiedler); Andreas Feuerecker, Manuel Bartsch, Sean Morgan, Tobias Beck, Fabian Weyrich, Tim Mühlegger; Samuel Payeur, David Miller, Marc Besl, Thomas Heger, Felix Beauchemin-Brassard, David Diebolder, Louis Postel, Lukas Gohlke, Markus Czogallik, Quirin Spieß, Marco Niewollik, Alexander Winkler.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Marinus Schunda); Yannick Kischer, Marinus Kritzenberger, Nicolai Quinlan, Johannes Kroner, Felix Kaller, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Raphael Kaefer, Vili Vesalainen, Lynnden Pastachak, Fabian Zick, Philipp Quinlan, Julian Dengl, Florian Gaschke, Vitus Gleixner, Marc Bosecker, Matthias Baumhackl.

Torfolge: 1:0 (1:00) Thomas Heger (David Diebolder, Tobias Beck); 2:0 (31:56) David Diebolder (Felix Beauchemin-Brassard, Sean Morgan); 3:0 (35:20) Lukas Gohlke (Andreas Feuerecker, Markus Czogallik); 4:0 (37:55) Felix Beauchemin-Brassard (Thomas Heger, Andreas Feuerecker – 5:3); 5:0 (44:52) Lukas Gohlke (Andreas Feuerecker, Sean Morgan); 6:0 (46:53) Felix Beauchemin-Brassard (Fabian Weyrich, David Diebolder – 4:5); 7:0 (54:03) Samuel Payeur (5:4).

Strafminuten: EC Peiting 12; EHC Klostersee 14.

Hauptschiedsrichter: Zeljko Rajic, Artur Votler.

Zuschauer: 444.

Weiter warten auf den ersten Dreier heißt es beim EHC Klostersee. Gegen den Deggendorfer SC, der trotz großer personeller Probleme seine Serie auf sechs Siege in Folge ausbauen konnte, unterlagen die Grafinger trotz einer Leistung auf Augenhöhe mit 2:4. Spielentscheidend war bereits der erste Spielabschnitt, in dem die Rot-Weißen viel zu naiv und nicht sattelfest verteidigten und sich trotz positven Torschussverhältnis einen Drei-Tore-Rückstand einhandelten.
Der Vergleich der EHCler gegen den letzten Gegner vor dem Rückzug aus der Drittklassigkeit vor sechs Jahren war erst 25 Sekunden alt, dann lag die Mannschaft von Dominik Quinlan bereits zurück. Es folgten ebenso „leichte“ und vermeidbare Gegentore zwei und drei. Die Klosterseer bissen sich auf der Gegenseite immer wieder an der sehr kompakten Defensive der Gäste aus Niederbayern fest.
Zum zweiten Abschnitt gingen die Grafinger die Aufholjagd mit umgestellten Blöcken an. Weiterhin rannte man sich fest oder scheiterte an Gäste-Goalie Timo Pielmeier, der sich in der Schlussminute des Spieldrittels erstmals geschlagen geben musste. Mit diesem 1:3 ging die Truppe um Kapitän Raphael Kaefer hoffnungsvoll in die verbleibenden 20 Spielminuten. Da folgte in eigener Unterzahl ein weiterer und letztlich entscheidender Nackenschlag. Zwar arbeitete man sich schon kurz darauf mit 2:4 noch einmal heran, doch die clever agierenden Deggendorfer um den Ex-Klosterseer Marcel Pfänder brachten den Spielstand routiniert über die Zeit.
EHC Klostersee: Philipp Hähl (Marinus Schunda); Yannick Kischer, Marinus Kritzenberger, Joseph Leonidas, Nicolai Quinlan, Johannes Kroner, Felix Kaller, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Fabian Zick, Vili Vesalainen, Lynnden Pastachak, Marc Bosecker, Philipp Quinlan, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Vitus Gleixner, Matthias Baumhackl, Julian Dengl, Cedric Eibl.

Deggendorfer SC: Timo Pielmeier (Justin Köpf); Silvan Heiß, Leon Zitzer, Ondrej Pozivil, Marcel Pfänder, Paul Pfenninger, Kevin Lengle; Julian-Maximilian Elsberger, Thomas Pielmeier, Petr Stloukal, Johannes Schmid, Thomas Matheson, Yannic Bauer, Alex Grossrubatscher, Jonas Stern, Sascha Maul.

Torfolge: 0:1 (0:25) Petr Stloukal (Thomas Pielmeier, Silvan Heiß); 0:2 (4:55) Alex Grossrubatscher (Marcel Pfänder, Sascha Maul); 0:3 (14:07) Thomas Matheson (Julian-Maximilian Elsberger, Ondrej Pozivil); 1:3 (39:19) Nicolai Quinlan (Vili Vesalainen, Lynnden Pastachak); 1:4 (50:08) Julian-Maximilian Elsberger (Marcel Pfänder, Petr Stloukal – 5:4); 2:4 (51:15) Lynnden Pastachak (Raphael Kaefer – 5:4).

Strafminuten: EHC Klostersee 8; Deggendorfer SC 6.

Hauptschiedsrichter: Stefan Schusser, Andreas Flad.

Zuschauer: 666.

Ganz nah dran war der EHC Klostersee am Freitagabend am ersten Dreier im Gastspiel bei den Memmingen Indians. Am Ende standen die Grafinger nach zwei Gegentoren, darunter einem echten „Last-Minute-Ding“ 49 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit, beim amtierenden Oberliga-Vizemeister mit komplett leeren Händen da. Mit 3:4 mussten sich die Rot-Weißen nach großen Kampf, einer defensiv-taktisch hervorragenden Vorstellung und einigen Chancen zur Vorentscheidung vor dem Ausgleich schließlich geschlagen geben.
Eigentlich hatte die Mannschaft von Dominik Quinlan ein perfektes Auswärtsspiel abgeliefert, aber „in den letzten vier Minuten nicht mehr hart genug verteidigt“, wie der Headcoach anmerkte. Als durchschlagende Kritik war das nicht anzusehen, denn insgesamt bescheinigte Quinlan seinem Team eine hervorragende Leistung. Den besseren Start in die Partie fanden die EHCler, die dem ersten Angriffsschwung der Allgäuer schnell den Wind aus den Segeln nahmen und durchdacht konterten. So führte man nach knapp fünf Minuten und legte auch das 2:0 nach. Kurz vor der Drittelpause vergab man eine hervorragende Doppelchance zum dritten Treffer und kassierte prompt noch den Anschluss. Im zweiten Abschnitt war noch nicht lange gespielt, dann glichen die Gastgeber aus. Aus der Bahn warf das die Klosterseer nicht. Weiterhin wurde hinten konzentriert verteidigt, bevor man sich mit dem 3:2 wieder in Führung arbeitete. In einer fünfminütigen Überzahlphase konnte man nicht nachlegen. Im Schlussdrittel bot sich viel Raum für Konter, nachdem die Indians mit aller Macht auf den erneuten Ausgleich aus waren. Der fiel spät, als Memmingen in Überzahl angriff. Als sich beide Seiten bereits auf eine Overtime eingerichtet hatten, fiel die glückliche Entscheidung zugunsten des hohen Favoriten.
ECDC Memmingen Indians: Marco Eisenhut (Leon Meder); Linus Svedlund, Christopher Kasten, Sven Schirmacher, Daniel Schwaiger, Leon Kittel, Maximilian Menner; Gints Meija, Dominik Meisinger, Petr Pohl, Marcus Marsall, Peter Donat, Matej Pekr, Milan Pfalzer, Maxim Kryvorutskyy, Lion Stange, Tim Gorgenländer, Louis Herbrik.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Marinus Schunda); Yannick Kischer, Marinus Kritzenberger, Joseph Leonidas, Nicolai Quinlan, Johannes Kroner, Felix Kaller, Sebastian Sterr; Fabian Zick, Vili Vesalainen, Lynnden Pastachak, Marc Bosecker, Philipp Quinlan, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Vitus Gleixner, Matthias Baumhackl, Julian Dengl, Cedric Eibl.

Torfolge: 0:1 (4:41) Julian Dengl (Florian Gaschke, Johannes Kroner); 0:2 (14:40) Florian Gaschke (Felix Kaller); 1:2 (18:54) Dominik Meisinger (Gints Meija, Petr Pohl); 2:2 (22:49) Petr Pohl (Christopher Kasten); 2:3 (32:00) Marc Bosecker; 3:3 (55:52) Matej Pekr (Linus Svedlund, Maxim Kryvorutskyy – 5:4); 4:3 (59:11) Linus Svedlund (Maximilian Menner, Leon Kittel).

Strafminuten: ECDC Memmingen Indians 27 plus Matchstrafe (Gints Meija); EHC Klostersee 6.

Hauptschiedsrichter: Thomas Kalnik, Stephan Bauer.

Zuschauer: 1.655.

Zweites „kleines“ Erfolgserlebnis für den EHC Klostersee in der laufenden Punkterunde der Oberliga Süd. Bei den Passau Black Hawks erkämpften sich die Grafinger durch ein 2:3 nach Verlängerung den nächsten Punkt. Absolut verdient nach einer engagierten Vorstellung, in der vielleicht sogar mehr möglich gewesen wäre. Spätestens nach dem Ausgleich der Rot-Weißen im zeiten Abschnitt hatte die Mannschaft von Dominik Quinlan die besseren Einschussmöglichkeiten und in der Schlussphase sogar noch zwei Mal Überzahl. „Das ist das Einzige, was wir uns heute vorwerfen müssen. Um solche Situationen in einer wichtigen Phase zu nutzen fehlt uns einfach noch die Cleverness“, sah auch der EHC-Headcoach mehr als möglich an.
Nach den ersten leichten Annäherungen an das gegnerische Gehäuse schluckten die Klosterseer schnell zwei Strafzeiten. Noch dazu in kurzem Abstand, so dass die niederbayerischen Gastgeber in doppelter Überzahl die Führung herausarbeiten konnten. Zwei, drei Ausgleichschancen vergab die Truppe um Kapitän Raphael Kaefer, dann folgte mit dem 0:2 die nächste kalte Dusche. Zum zweiten Abschnitt wurden „für neue Impulse in der Offensive“ die ersten beiden Angriffsreihen umgestellt. Eine Maßnahme, die Wirkung zeigte. Die Grafinger arbeiteten sich öfter in der gegnerischen Zone fest und belohnten sich schließlich mit zwei Toren zum Gleichstand – einem aus kurzer Distanz noch abgefälschten Schlagschuss im Powerplay und per sogenannten Bauerntrick.
Volles Risiko war im Schlussdrittel beiderseits nicht mehr angesagt, die Priorität lag auf einer gefestigten Defensive. Die besseren Möglichkeiten erspielte sich der EHC, doch ein weiterer Treffer blieb versagt. Nach den – bereits erwähnt – zwei vergebenen Zwei-Minuten-Überzahlsituationen der Grfinger am Ende der regulären Spielzeit holten sich die Black Hawks nach einem überlegt vorgetragenen Angriff per Direktschuss den Zusatzpunkt.
EHF Passau Black Hawks: Raphael Fössinger (Luca Mayer); Daniel Willaschek, Michael Reich, Zachery Dybowski, Raul Jakob, Tim Schlauderer, Thomas Nuss, Florian Lehner; Jakub Bitomsky, Jakub Cizek, Jonas Franz, Brett Schaefer, Carter Popoff, Vincent Jiranek, Sergej Janzen, Daniel Maul, Santeri Ovaska, Niklas Zeilbeck, Elias Rott, Fabian Baßler.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Marinus Schunda); Yannick Kischer, Joseph Leonidas, Nicolai Quinlan, Marinus Kritzenberger, Johannes Kroner, Felix Kaller, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Raphael Kaefer, Vili Vesalainen, Lynnden Pastachak, Marc Bosecker, Philipp Quinlan, Fabian Zick, Florian Gaschke, Vitus Gleixner, Matthias Baumhackl, Julian Dengl, Quirin Bacher.

Torfolge: 1:0 (4:57) Jakub Cizek (Carter Popoff, Zachery Dybowski – 5:3); 2:0 (13:26) Brett Schaefer (Zachery Dybowski, Vincent Jiranek); 2:1 (34:18) Marc Bosecker (Joseph Leonidas, Nicolai Quinlan – 5:4); 2:2 (38:14) Philipp Quinlan (Florian Gaschke, Joseph Leonidas); 3:2 (63:16) Jakub Cizek (Zachery Dybowski, Carter Popoff).

Strafminuten: EHF Passau Black Hawks 12; EHC Klostersee 6.

Hauptschiedsrichter: Markus Wohlgemuth, Andreas Flad.

Zuschauer: 668.

Der EHC Klostersee bleibt in der Warteschleife auf den ersten Dreier und steht nach diesem Freitagabend weiter bei einem Punkt. Dem SC Riessersee, der über die gesamte Distanz wie erwartet die reifere Spielanlage zeigte, unterlagen die Grafinger nach großem Kampf mit 1:4. Beim Debüt des Finnen Vili Vesalainen, der neben Kapitän Raphael Kaefer und dem Kanadier Lynnden Pastachak stürmte, erspielten sich auch die Rot-Weißen eine ganze Reihe guter Einschussmöglichkeiten. Mit am Ende „nur“ einem Einschuss belohnte man sich freilich nicht entsprechend. Dazu haderte man mit einigen Entscheidungen der Unparteiischen, denen die Balance für eine ausgeglichene Spielleitung fehlte.
Im ersten Abschnitt machten die Gäste aus dem Werdenfelser Land mächtig Druck. Die Mannschaft von Dominik Quinlan stand defensiv jedoch sehr stabil, Goalie Philipp Hähl war erneut kaum zu bezwingen. Nur einmal musste er sich geschlagen geben, als Garmisch aus dem Powerplay heraus traf. Drittel zwei begann mit einer Doppel-Chance der EHCler, die auch weitere Einschussmöglichkeiten ungenutzt ließen. Die Schlüsselszene der Partie ereignete sich in der 31. Minute. Ein klares Vergehen des SCR blieb ungeahndet, nur Sekunden später trafen die Gäste zum 0:2. Cool nutzten die Riesserseer ihre Vorteile auch in den letzten 20 Spielminuten mit dem nächsten Überzahltor. Kurzzeitig durften die Grafinger noch einmal hoffen, als der Puck endlich im SCR-Kasten zappelte. Doch der Gast hielt dem Druck stand und machte in der Schlussphase alles klar.
EHC Klostersee: Philipp Hähl (Marinus Schunda); Yannick Kischer, Joseph Leonidas, Nicolai Quinlan, Marinus Kritzenberger, Johannes Kroner, Felix Kaller, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Raphael Kaefer, Vili Vesalainen, Lynnden Pastachak, Marc Bosecker, Philipp Quinlan, Fabian Zick, Florian Gaschke, Vitus Gleixner, Matthias Baumhackl, Julian Dengl, Quirin Bacher.

SC Riessersee: Michael Boehm (Xaver Nagel); Jan Pietsch, Felix Linden, Simon Mayr, Ville Hyvärinen, Ryker Killins, Thomas Schmid, Aziz Ehliz, Luca Allavena; Christopher Chyzowski, Tobias Kircher, Sam Verelst, Lubor Dibelka, Robin Soudek, Kevin Slezak, Alexander Höller, Lukas Koziol, Ulrich Maurer, Sebastian Cimmermann, Marlon Wolf, Anselm Gerg.

Torfolge: 0:1 (9:26) Robin Soudek (Ulrich Maurer – 5:4); 0:2 (30:41) Lubor Dibelka; 0:3 (45:07) Kevin Slezak (Robin Soudek, Lubor Dibelka – 5:4); 1:3 (48:22) Lynnden Pastachak (5:4); 1:4 (57:42) Lukas Koziol (Ulrich Maurer, Jan Pietsch).

Strafminuten: EHC Klostersee 21; SC Riessersee 11.

Hauptschiedsrichter: Patrick Altmann, Benedikt Lender.

Zuschauer: 769.

Erstmals in der noch jungen Saison fast komplett – nur Flügelflitzer Simon Roeder (Wadenbeinbruch) fehlte – lieferte der EHC Klostersee im Auswärts-Derby bei den Starbulls Rosenheim vor über 2.300 Zuschauer, darunter zahlreiche Anhänger der Rot-Weißen, eine bärenstarke Vorstellung ab. Hochkonzentriert und mit defensiver Disziplin machten die Grafinger dem hohen Favoriten das Leben schwer und verkauften sich beim 1:3 teuer. „Meine Jungs standen gut im System, haben alles investiert. Leider haben wir im letzten Drittel zwei aus unserer Sicht eher einfache Gegentore geschluckt“, fasste Trainer Dominik Quinlan das Geschehen nach der leidenschaftlichen und defensiv extrem kompakten Leistung zusammen.
Torhüter Philipp Hähl konnte mit zwei sehenswerten Saves gleich in der Anfangsphase Selbstvertrauen tanken. Dessen Vorderleute schafften es immer wieder, die gegnerischen Angreifer nach außen abzudrängen und so klare Chancen im Slot zu verhindern. Das torlose erste Drittel hatten sich die EHCler trotz optischer Überlegenheit der Starbulls damit absolut verdient. Natürlich waren die Rosenheimer auch im zweiten Durchgang obenauf. Aber nicht so deutlich, wie man das beim Tabellendritten wohl erwartet oder zumindest erhofft hatte. Mehr und mehr hatte auch die Truppe um Kapitän Raphael Kaefer Offensivaktionen, bis genau zwei Minuten vor dem nächsten Wechsel bei angezeigter Strafzeit gegen die Grafinger das 0:1 fiel.
In die letzten 20 Spielminuten startete der EHC mit einem Powerplay – und lief in einen Konter, den die Hausherren eiskalt zum zweiten Treffer nutzten. Mit etwas Glück hätte man den Anschluss schaffen können, bevor die Starbulls den Sack mit dem 0:3 – eine Direktabnahme nach gewonnenem Offensiv-Bully direkt in den Winkel – zumachten. Mehr als verdient hatten sich die Klosterseer das anschließende Tor, das dem erstmals einsatzberechtigten Lynnden Pastachak gelang (57.).

Starbulls Rosenheim: Christopher Kolarz (Andreas Mechel); Maximilian Vollmayer, Dominik Kolb, Aaron Reinig, Florian Krumpe, Steffen Tölzer, Christian Obu; Stefan Reiter, Travis Oleksuk, Manuel Strodel, Marc Schmidpeter, Tyler McNeely, Mike Glemser, Manuel Edfelder, Dominik Daxlberger, Michael Knaub.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Marinus Schunda); Yannick Kischer, Joseph Leonidas, Nicolai Quinlan, Marinus Kritzenberger, Johannes Kroner, Felix Kaller, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Florian Gaschke, Raphael Kaefer, Lynnden Pastachak, Marc Bosecker, Philipp Quinlan, Fabian Zick, Julian Dengl, Vitus Gleixner, Matthias Baumhackl, Cedric Eibl, Quirin Bacher.

Torfolge: 1:0 (38:00) Maximilian Vollmayer (Dominik Daxlberger, Michael Knaub); 2:0 (40:26) Steffen Tölzer (Travis Oleksuk, Tyler McNeely – 4:5); 3:0 (56:11) Stefan Reiter (Travis Oleksuk); 3:1 (56:58) Lynnden Pastachak (Joseph Leonidas).

Strafminuten: Starbulls Rosenheim 6; EHC Klostersee 7.

Hauptschiedsrichter: Dominic Erdle, Thomas Haas.

Zuschauer: 2.311.

Der EHC Klostersee hat erstmals angeschrieben und sich Zählbares gesichert. Im Keller-Derby der Oberliga Süd knöpften die weiterhin ersatzgeschwächten Grafinger dem EV Füssen beim 3:4 nach Penaltyschießen einen Punkt ab. Mehr wäre für die Rot-Weißen wohl auch mit den arg lichten Reihen und gerade wieder einmal drei kompletten Blöcken (wobei zwei, drei Jungs aufliefen, die die zurückliegende Woche über krank das Bett hüten mussten und nicht im Training standen) möglich gewesen, hätte man es im zweiten Durchgang nicht mit der Disziplin so sehr schleifen lassen. Zwar hielt sich die Mannschaft von Dominik Quinlan in Unterzahl durchgehend schadlos, aber die vielen Strafbankaufenthalte kosteten Körner und gingen an die Substanz. Wer weiß, ob eine der drei Top-Chancen in den letzten Minuten der regulären Spielzeit mit noch mehr Kraft und Konzentration versenkt worden wäre.
Schon beim Einstieg in die Partie konnten sich die EHCler mit Defensivarbeit einspielen. Gut überstanden, Mund abgewischt und die Offensive gesucht: In der 7. Minute gelang die aufgrund der Qualität der Einschussmöglichkeiten nicht unverdiente Führung. Doch die Gäste aus dem Allgäu blieben insbesondere mit schnellen Vorstößen gefährlich. Zwei dieser Konter saßen im ersten Drittel, wobei die Klosterseer aus dem Powerplay heraus noch einmal vorgelegt hatten (19.). Laufend in Unterzahl war im Mittelabschnitt nach vorne nicht viel los mit dem EHC. Doch die Abwehr vor dem ausgezeichneten Philipp Hähl hielt dem Powerplay der Allgäuer stand. Den 2:3-Rückstand glich man 54 Sekunden vor dem letzten Wechsel aus.
In den verbleibenden 20 Minuten der regulären Spielzeit hatten vor allem die Grafinger die Entscheidung mehrmals auf dem Schläger, aber nicht das nötige Glück. Ganze drei Sekunden vor dem Ende hätte es ein Dreier sein können, doch der verdeckte Schlagschuss landete am Pfosten des EVF-Kastens. Auch in der Overtime war der EHC dem Siegtreffer einen Tick näher, der dann im Penaltyschießen an den Gast ging.
EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Joseph Leonidas, Yannick Kischer, Marinus Kritzenberger, Nicolai Quinlan, Sebastian Sterr, Quirin Bacher, Jan Fiedler; Florian Gaschke, Raphael Kaefer, Julian Dengl, Marc Bosecker, Philipp Quinlan, Felix Kaller, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Cedric Eibl.

EV Füssen: Moritz Borst (Benedikt Hötzinger); Nicolas Jentsch, Jörg Noack, Florian Simon, Fabian Nifosi, Noah Keller, Niklas Gabriel, David Kaiser; Jere Helenius, Janne Seppänen, Leon Dalldush, Bauer Neudecker, Julian Straub, Carl Zimmermann, Vincent Wiedemann, Leon Sivic, Victor Knaub, Pius Seitz, Ondrej Zelenka, Kevin Steiner.

Torfolge: 1:0 (6:52) Vitus Gleixner (Quirin Bacher, Joseph Leonidas); 1:1 (17:43) Julian Straub (Bauer Neudecker – 4:5); 2:1 (18:12) Florian Gaschke (Raphael Kaefer, Joseph Leonidas – 5:4); 2:2 (19:42) Julian Straub (Bauer Neudecker, Fabian Nifosi); 2:3 (31:22) Jere Helenius (Janne Seppänen, Leon Dalldush); 3:3 (39:06) Julian Dengl (Florian Gaschke, Raphael Kaefer); 3:4 (65:00) Bauer Neudecker (Penalty).

Strafminuten: EHC Klostersee 21; EV Füssen 18.

Hauptschiedsrichter: Daniel Harrer, Stefan Schusser.

Zuschauer: 550.

Beim EHC Klostersee befindet man sich weiterhin in der Warteschleife, was eine Punkte-Gutschrift auf der Habenseite betrifft. Bei den Alligators des Höchstadter EC unterlagen die Grafinger am Sonntagabend mit 2:8. Den Trip nach Mittelfranken zum Tabellenzweiten mussten die Rot-Weißen sozusagen mit dem allerletzten Aufgebot antreten, nachdem die erkrankten Yannick Kischer und Felix Kaller die Ausfallliste weiter verlängerten. „Irgendwann muss damit auch wieder mal Schluss sein“, sehnt Trainer Dominik Quinlan eine (hoffentlich) baldige Entspannung der Personalsituation herbei – und nach der Zusatzschicht Mitte vergangener Woche vorerst mal einen „normalen Rhythmus um rein- und anzukommen“.

Der Einstieg gegen die Alligators verlief alles andere als optimal. Schon nach knapp zwei Minuten zappelte der Puck hinter Marinus Schunda in den Maschen, der für den pausierenden Stammkeeper Philipp Hähl zwischen die Pfosten eingerückt war. Die Gastgeber hatten aus dem Powerplay heraus vorgelegt. Danach fand die Truppe um Kapitän Raphael Kaefer etwas besser Zugriff, die beste Möglichkeit zum Ausgleich von drei, vier aussichtsreichen Versuchen war ein Pfostenknaller durch Marinus Kritzenberger. Kurz vor der Drittelpause standen die EHCler viel zu tief, was dem Gegner das 0:2 erleichterte.
Mit frischem Schwung und neuem Mut ging es aus der Kabine in Richtung Ausgleich. Die Klosterseer hielten forsch dagegen und belohnten sich durch zwei schöne Treffer mit dem 2:2. Zu euphorisch und unkonzentriert agierte man direkt im Anschluss und ehe man sich umsah, hatten die Alligators per Doppelschlag den alten Abstand wieder hergestellt. Die Vorentscheidung fiel noch im zweiten Durchgang, nach einer großen Strafzeit. Einen weiteren Torerfolg konnten die Grafinger nicht mehr bejubeln, obwohl sie im letzten Abschnitt das Schussverhältnis für sich entschieden.

Höchstadt Alligators: Benjamin Dirksen (Philipp Schnierstein); Jake Fardoe, Philipp Stobbe, Martin Vojcak, Martin Kokes, Tom Horschel; Jari Neugebauer, Eetu-Ville Arkiomaa, Dominik Zbaranski, Anton Seewald, Dimitri Litesov, Klavs Planics, David Seidl, Michail Guft-Sokolov, Tim Zimmermann, Leon Hartl, Thilo Grau.

EHC Klostersee: Marinus Schunda (Dominik Gräubig); Johnnes Kroner, Marinus Kritzenberger, Joseph Leonidas, Nicolai Quinlan, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Florian Gaschke, Raphael Kaefer, Marc Bosecker, Julian Dengl, Philipp Quinlan, Fabian Zick, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Cedric Eibl, Quirin Bacher.
Torfolge: 1:0 (1:41) Michail Guft-Sokolov (Jake Fardoe – 5:4); 2:0 (18:13) Jari Neugebauer (Eetu-Ville Arkiomaa); 2:1 (23:28) Fabian Zick (Joseph Leonidas, Philipp Quinlan); 2:2 (27:05) Fabian Zick (Julian Dengl); 3:2 (27:42) Dimitri Litesov (Jake Fardoe, Philipp Stobbe); 4:2 (28:23) Eetu-Ville Arkiomaa (Jari Neugebauer, Philipp Stobbe); 5:2 (31:20) Dimitri Litesov (Anton Seewald, Martin Vojcak – 5:4); 6:2 (36:41) Dimitri Litesov (Anton Seewald, Jake Fardoe); 7:2 (50:42) Michail Guft-Sokolov (Martin Vojcak); 8:2 (55:28) Eetu-Ville Arkiomaa (Klavs Planics, Jari Neugebauer).



Strafminuten: Höchstadt Alligators 2; EHC Klostersee 7 plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Fabian Zick).

Hauptschiedsrichter: Göran Noeller und Achim Moosberger.
Zuschauer: 536.

Der EHC Klostersee ist auch in seinem vierten Meisterschaftsspiel in der Oberliga Süd unterlegen. Den Tölzer Löwen, die in der Vorsaison noch zwei Spielklassen höher in der DEL2 dem Puck nachjagten, unterlagen die Grafinger am Freitagabend mit 1:5. Wobei das Endresultat den wahren Spielverlauf etwas verfälschte und der amtierende Bayernliga-Champion letztlich unter Wert geschlagen wurde. Der Dreier für die Gäste ging aufgrund der reiferen Spielanlage wohl in Ordnung, doch bis in die gut eine Minute vor Spielende hatten die Rot-Weißen bei einem Zwei-Tore-Rückstand noch alle Optionen offen – und auch Chancen, um mit ein klein wenig Glück noch gleichzuziehen. Durch viel Einsatz und Leidenschaft hätte sich die Truppe um Kapitän Raphael Kaefer einen Teilerfolg sogar verdient gehabt.
Nach ein paar Minuten Angriffswirbel durch die Gäste kam die Mannschaft von Dominik Quinlan immer besser ins Spiel. Auch durch den Rückstand in Unterzahl ließ man sich nicht aus der Ruhe bringen. Gut eine Minute hatten die Klosterseer ausgeglichen, ebenfalls aus dem Powerplay heraus (10./11.). Anschließend entwickelte sich ein muteres Auf und Ab mit beiderseits offenem Visier, das bis zur Drittelpause auch ohne weiteren Treffer durchaus sehenswert war und guten Unterhaltungswert bot. Die erste Top-Chance im zweiten Durchgang vergaben die EHCler gleich doppelt. Dann übernahmen die Tölzer das Kommando und gingen bald in Vorlage. Die Spielkontrolle im gesamten zweiten Durchgang ging an die Löwen, die auf 1:3 davonzogen.
Mit umgestellten Angriffsreihen setzten die Gastgeber noch einmal alles auf eine Karte und zwangen den letztjährigen DEL2-Teilnehmer in die Defensive. Ein weiterer Treffer war den Klosterseern trotz einiger aussichtsreicher Einschussmöglichkeiten nicht vergönnt. Bei vollem Risiko – mit einem sechsten Feldspieler anstatt des Torhüters – fing man sich das 1:4 ein und kurz darauf noch ein Gegentor.
EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Yannick Kischer, Joseph Leonidas, Marinus Kritzenberger, Nicolai Quinlan, Johannes Kroner, Felix Kaller, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Florian Gaschke, Raphael Kaefer, Julian Dengl, Marc Bosecker, Philipp Quinlan, Fabian Zick, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Cedric Eibl, Quirin Bacher, Stefan Würmseer.

Tölzer Löwen: Enrico Salvarani (Josef Hölzl); Dillon Eichstadt, Alexander Fichtner, Erik Gollenbeck, Niklas Hörmann, Felix Ribarik, Danyel Waizmann; Johannes Sedlmayr, Maximilian Brandl, Oliver Ott, Tyler McPhee-Ward, Nicklas Huard, Ludwig Nirschl, Anton Engel, Justi Späth Mariscal, Christoph Fischhaber, Timo Sticha, Henry Sihling, Dominik Gißibl.

Torfolge: 0:1 (9:29) Oliver Ott (Christoph Fischhaber, Niklas Hörmann – 5:4); 1:1 (10:31) Nicolai Quinlan (Philipp Quinlan, Marinus Kritzenberger – 5:4); 1:2 (22:32) Maximilian Brandl (Oliver Ott, Johannes Sedlmayr); 1:3 (35:04) Erik Gollenbeck (Niklas Hörmann, Maximilian Brandl); 1:4 (58:45) Ludwig Nirschl (Tyler McPhee-Ward, Nicklas Huard – ENG); 1:5 (59:08) Henry Sihling (Anton Engel).

Strafminuten: EHC Klostersee 4; Tölzer Löwen 6.

Hauptschiedsrichter: Dominic Erdle und Vladislav Gossmann.

Zuschauer: 613.

Der EHC Klostersee hatte am dritten Spieltag auswärts bei den Landsberg Riverkings das erste Erfolgserlebnis oder zumindest einen Teilerfolg dicht vor Augen. Unverdient wäre zumindest ein oder zwei Punkte für die Grafinger wohl auch nicht gewesen, die beim 4:5 am Hungerbachdome zwar das erste und letzte Drittel für sich entscheiden konnten, aber eben nicht das Spiel. Das verhinderten zu viele Hinausstellungen im Mittelabschnitt, im dem die Gastgeber die Partie durch eben drei Powerplay-Treffer drehen konnten. „Diesen Schuh müssen wir uns anziehen, für einige dumme Strafen muss ich meinen Jungs auch einen Vorwurf machen. Ansonsten ging unser Matchplan auf, im letzten Drittel haben wir noch mal alles probiert, aber es hat knapp nicht gereicht“, resümierte Trainer Dominik Quinlan, der durch den Ausfall von Lynnden Pastachak (gesperrt) und Simon Roeder (Wadenbeinbruch) den kanadischen Verteidiger Joseph Leonidas für drei trotzdem schlagkräftige Offensivlinien nach vorne beordert hatte.
Der anfängliche Angriffswirbel der Riverkings war schnell verpufft. Mit Philipp Hähl als erneut sicheren Rückhalt übernahmen die Rot-Weißen bald die Spielkontrolle. Bei zwei schnellen Kontervorstößen hatte sich eine mögliche Führung bereits angedeutet, die dann im Powerplay durch einen verdeckten Schuss von der blauen Linie fiel. Es folgten ein Lattenknaller, bei dem die Gastgeber noch Glück hatten, und das 2:0 per Schlenzer aufs kurze Eck. Im zweiten Durchgang gab man die verdiente Führung leichtfertig aus der Hand. Kaum einmal standen die Klosterseer komplett auf dem Eis. Das ermöglichte Landsberg ins Spiel zurückzukommen und die Sache zu drehen. Eher zerfahren ging es zu Beginn der letzten 20 Minuten weiter, bevor die Grafinger trotz personell weiterer Schwächung – Verteidiger Nicolai Quinlan hatte bereits im Startdrittel einen Schuss auf den Arm bekommen und war mit Verdacht auf einen Speichenbruch out – noch einmal zulegen konnten und auf 3:4 verkürzten. Headcoach Quinlan nahm schon knapp vier Minuten vor dem Ende den Torhüter vom Eis und drückte auf den Ausgleich. Doch vor dem vierten Treffer in der Schlussminute hatten die Riverkings per empty-net-goal den Sack zugemacht.
HC Landsberg Riverkings: Michael Güßbacher (Emanuel Geiger); Riley Stadel, Dominic Erdt, Dennis Neal, Markus Jänichen, Florian Reicheneder, Manuel Malzer, Lucas Spindler, Marc Krammer; Jason Lavallee, Nicolas Strodel, Mika Reuter, Florian Stauder, Steven Ipri, Christian Hanke, David Amort, Frantisek Wagner, Patrik Rypar, Christopher Mitchell, Sven Gäbelein, Luis Hegner.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Marinus Schunda); Nicolai Quinlan, Johannes Kroner, Yannick Kischer, Marinus Kritzenberger, Felix Kaller, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Marc Bosecker, Philipp Quinlan, Fabian Zick, Raphael Kaefer, Joseph Leonidas, Florian Gaschke, Julian Dengl, Vitus Gleixner, Matthias Baumhackl, Cedric Eibl.

Torfolge: 0:1 (7:59) Johannes Kroner (Philipp Quinlan, Marc Bosecker – 5:4); 0:2 (14:46) Julian Dengl (Vitus Gleixner); 1:2 (24:36) Florian Stauder (Patrik Rypar, Riley Stadel – 5:4); 2:2 (27:07) Patrik Rypar (Steven Ipri, Riley Stadel – 5.4); 3:2 (32:22) Dennis Neal (Markus Jänichen); 4:2 (35:07) Florian Stauder (Jason Lavallee, Riley Stadel – 5:3); 4:3 (54:26) Joseph Leonidas; 5:3 (58:08) Jason Lavallee (Nicolas Strodel – ENG); 5:4 (59:06) Marc Bosecker (Yannick Kischer, Marinus Kritzenberger).

Strafminuten: HC Landsberg Riverkings 8; EHC Klostersee 21.

Hauptschiedsrichter: Thomas Wegner und Vladislav Gossmann.

Zuschauer: 554.

Die Heim-Premiere des EHC Klostersee in die Oberliga-Saison 2022/23 ist gründlich daneben gegangen. Den Lindau Islanders unterlagen die Grafinger an diesem Sonntagabend deutlich mit 1:7. Klar an die Gäste ging freilich nur der letzte Spielabschnitt, in dem die Rot-Weißen etwas zu naiv und mit oft entblösster Deckung versuchten, den bis dahin knappen Ein-Tore-Rückstand wettzumachen. Trotz erneut widriger personeller Voraussetzungen – in der Offensivabteilung fehlten Lynnden Pastachak (gesperrt) und Raphael Kaefer, der es nach überstandener Grippeerkrankung versucht hatte, aber nach dem Warmup abbrechen musste. Nicolai Quinlan hielt im Defensivverbund durch, so wie auch Yannick Kischer nach dreiwöchiger Zwangspause. „Ich bin dankbar, dass sich beide zur Verfügung gestellt haben, wenngleich durch den Trainingsrückstand und fehlende Kraft natürlich nicht mehr zu erwarten gewesen ist“, kommentierte Trainer Dominik Quinlan, der wie schon zwei Tage davor in Weiden kräftig improvisieren musste, um überhaupt drei Blöcke aufbieten zu können.
Und die Probleme verdichteten sich rasch: Schon nach wenigen Minuten war die Partie für den schnellen Außenstürmer Simon Roeder zu Ende, der ohne Fremdeinwirkung verkantete und vom Eis musste. Die wenig erfreuliche Diagnose traf kurz nach Spielende aus der Kreisklinik Ebersberg ein, wohin der junge Angreifer zur Untersuchung gebracht worden war. Mit Wadenbeinbruch wird Roeder den Klosterseern um die zwei Monate fehlen.
Dessen Ausscheiden hinterließ definitiv Spuren, denn nach solidem Beginn gerieten die EHCler mehr unter Druck. Die knappe Führung für die Gäste zur ersten Pause ging damit in Ordnung. Doch die Klosterseer bissen sich zurück, waren im zweiten Durchgang absolut auf Augenhöhe und wurden im dem Ausgleich belohnt, nachdem man zu Drittelbeginn eine doppelte Unterzahl überstanden hatte. Aus dem Powerplay heraus legten die Islanders noch vor dem zweiten Pausengang erneut vor. In den letzten 20 Spielminuten wollten die Grafinger unbedingt den Ausgleich, vernachlässigten dabei mehr und mehr die defensive Disziplin. Nach dem dritten Gegentor waren zwei schwache Minuten dafür verantwortlich, dass die Begegnung zwar verdient, aber ein paar Tore zu hoch an die Gäste aus Lindau ging.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Joseph Leonidas, Yannick Kischer, Nicolai Quinlan, Marinus Kritzenberger, Johannes Kroner, Sebastian Sterr, Jan Fiedler, Quirin Bacher; Florian Gaschke, Vitus Gleixner, Marc Bosecker, Fabian Zick, Philipp Quinlan, Simon Roeder, Felix Kaller, Julian Dengl, Matthias Baumhackl.
EV Lindau Islanders: Matthias Nemec (Timo Polzer); Skylar Pacheco, Raphael Grünholz, Alexander Biberger, Daniel Stiefenhofer, Eric Bergen, Patrick Raaf-Effertz, Fabian Birner; Martin Mairitsch, Arturs Sevcenko, Florian Lüsch, Marc Hofmann, Vincenz Mayer, Alexander Dosch, Corvin Wucher, Nico Kolb, Marvin Wucher, Cedric Riedl, Ludwig Danzer, Simon Klatte.

Torfolge: 0:1 (10:31) Martin Mairitsch (Arturs Sevcenko); 1:1 (31:11) Julian Dengl (Yannick Kischer, Joseph Leonidas – Strafe angezeigt); 1:2 (36:24) Nico Kolb (Skylar Pacheco, Vincenz Mayer – 5:4); 1:3 (43:56) Florian Lüsch (Skylar Pacheco, Vincenz Mayer); 1:4 (50:11) Arturs Sevcenko (Daniel Stiefenhofer, Alexander Biberger – 5:4); 1:5 (52:08) Nico Kolb (Skylar Pacheco, Raphael Grünholz); 1:6 (52:58) Arturs Sevcenko (Marvin Wucher, Corvin Wucher); 1:7 (59:08) Florian Lüsch (Arturs Sevcenko, Daniel Stiefenhofer – 5:4).

Strafminuten: EHC Klostersee 16; EV Lindau Islanders 6.

Hauptschiedsrichter: Chris van Grinsven und Thomas Haas.

Zuschauer: 616.