Der EHC Klostersee hatte am dritten Spieltag auswärts bei den Landsberg Riverkings das erste Erfolgserlebnis oder zumindest einen Teilerfolg dicht vor Augen. Unverdient wäre zumindest ein oder zwei Punkte für die Grafinger wohl auch nicht gewesen, die beim 4:5 am Hungerbachdome zwar das erste und letzte Drittel für sich entscheiden konnten, aber eben nicht das Spiel. Das verhinderten zu viele Hinausstellungen im Mittelabschnitt, im dem die Gastgeber die Partie durch eben drei Powerplay-Treffer drehen konnten. „Diesen Schuh müssen wir uns anziehen, für einige dumme Strafen muss ich meinen Jungs auch einen Vorwurf machen. Ansonsten ging unser Matchplan auf, im letzten Drittel haben wir noch mal alles probiert, aber es hat knapp nicht gereicht“, resümierte Trainer Dominik Quinlan, der durch den Ausfall von Lynnden Pastachak (gesperrt) und Simon Roeder (Wadenbeinbruch) den kanadischen Verteidiger Joseph Leonidas für drei trotzdem schlagkräftige Offensivlinien nach vorne beordert hatte.
Der anfängliche Angriffswirbel der Riverkings war schnell verpufft. Mit Philipp Hähl als erneut sicheren Rückhalt übernahmen die Rot-Weißen bald die Spielkontrolle. Bei zwei schnellen Kontervorstößen hatte sich eine mögliche Führung bereits angedeutet, die dann im Powerplay durch einen verdeckten Schuss von der blauen Linie fiel. Es folgten ein Lattenknaller, bei dem die Gastgeber noch Glück hatten, und das 2:0 per Schlenzer aufs kurze Eck. Im zweiten Durchgang gab man die verdiente Führung leichtfertig aus der Hand. Kaum einmal standen die Klosterseer komplett auf dem Eis. Das ermöglichte Landsberg ins Spiel zurückzukommen und die Sache zu drehen. Eher zerfahren ging es zu Beginn der letzten 20 Minuten weiter, bevor die Grafinger trotz personell weiterer Schwächung – Verteidiger Nicolai Quinlan hatte bereits im Startdrittel einen Schuss auf den Arm bekommen und war mit Verdacht auf einen Speichenbruch out – noch einmal zulegen konnten und auf 3:4 verkürzten. Headcoach Quinlan nahm schon knapp vier Minuten vor dem Ende den Torhüter vom Eis und drückte auf den Ausgleich. Doch vor dem vierten Treffer in der Schlussminute hatten die Riverkings per empty-net-goal den Sack zugemacht.
HC Landsberg Riverkings: Michael Güßbacher (Emanuel Geiger); Riley Stadel, Dominic Erdt, Dennis Neal, Markus Jänichen, Florian Reicheneder, Manuel Malzer, Lucas Spindler, Marc Krammer; Jason Lavallee, Nicolas Strodel, Mika Reuter, Florian Stauder, Steven Ipri, Christian Hanke, David Amort, Frantisek Wagner, Patrik Rypar, Christopher Mitchell, Sven Gäbelein, Luis Hegner.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Marinus Schunda); Nicolai Quinlan, Johannes Kroner, Yannick Kischer, Marinus Kritzenberger, Felix Kaller, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Marc Bosecker, Philipp Quinlan, Fabian Zick, Raphael Kaefer, Joseph Leonidas, Florian Gaschke, Julian Dengl, Vitus Gleixner, Matthias Baumhackl, Cedric Eibl.

Torfolge: 0:1 (7:59) Johannes Kroner (Philipp Quinlan, Marc Bosecker – 5:4); 0:2 (14:46) Julian Dengl (Vitus Gleixner); 1:2 (24:36) Florian Stauder (Patrik Rypar, Riley Stadel – 5:4); 2:2 (27:07) Patrik Rypar (Steven Ipri, Riley Stadel – 5.4); 3:2 (32:22) Dennis Neal (Markus Jänichen); 4:2 (35:07) Florian Stauder (Jason Lavallee, Riley Stadel – 5:3); 4:3 (54:26) Joseph Leonidas; 5:3 (58:08) Jason Lavallee (Nicolas Strodel – ENG); 5:4 (59:06) Marc Bosecker (Yannick Kischer, Marinus Kritzenberger).

Strafminuten: HC Landsberg Riverkings 8; EHC Klostersee 21.

Hauptschiedsrichter: Thomas Wegner und Vladislav Gossmann.

Zuschauer: 554.

Die Heim-Premiere des EHC Klostersee in die Oberliga-Saison 2022/23 ist gründlich daneben gegangen. Den Lindau Islanders unterlagen die Grafinger an diesem Sonntagabend deutlich mit 1:7. Klar an die Gäste ging freilich nur der letzte Spielabschnitt, in dem die Rot-Weißen etwas zu naiv und mit oft entblösster Deckung versuchten, den bis dahin knappen Ein-Tore-Rückstand wettzumachen. Trotz erneut widriger personeller Voraussetzungen – in der Offensivabteilung fehlten Lynnden Pastachak (gesperrt) und Raphael Kaefer, der es nach überstandener Grippeerkrankung versucht hatte, aber nach dem Warmup abbrechen musste. Nicolai Quinlan hielt im Defensivverbund durch, so wie auch Yannick Kischer nach dreiwöchiger Zwangspause. „Ich bin dankbar, dass sich beide zur Verfügung gestellt haben, wenngleich durch den Trainingsrückstand und fehlende Kraft natürlich nicht mehr zu erwarten gewesen ist“, kommentierte Trainer Dominik Quinlan, der wie schon zwei Tage davor in Weiden kräftig improvisieren musste, um überhaupt drei Blöcke aufbieten zu können.
Und die Probleme verdichteten sich rasch: Schon nach wenigen Minuten war die Partie für den schnellen Außenstürmer Simon Roeder zu Ende, der ohne Fremdeinwirkung verkantete und vom Eis musste. Die wenig erfreuliche Diagnose traf kurz nach Spielende aus der Kreisklinik Ebersberg ein, wohin der junge Angreifer zur Untersuchung gebracht worden war. Mit Wadenbeinbruch wird Roeder den Klosterseern um die zwei Monate fehlen.
Dessen Ausscheiden hinterließ definitiv Spuren, denn nach solidem Beginn gerieten die EHCler mehr unter Druck. Die knappe Führung für die Gäste zur ersten Pause ging damit in Ordnung. Doch die Klosterseer bissen sich zurück, waren im zweiten Durchgang absolut auf Augenhöhe und wurden im dem Ausgleich belohnt, nachdem man zu Drittelbeginn eine doppelte Unterzahl überstanden hatte. Aus dem Powerplay heraus legten die Islanders noch vor dem zweiten Pausengang erneut vor. In den letzten 20 Spielminuten wollten die Grafinger unbedingt den Ausgleich, vernachlässigten dabei mehr und mehr die defensive Disziplin. Nach dem dritten Gegentor waren zwei schwache Minuten dafür verantwortlich, dass die Begegnung zwar verdient, aber ein paar Tore zu hoch an die Gäste aus Lindau ging.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Joseph Leonidas, Yannick Kischer, Nicolai Quinlan, Marinus Kritzenberger, Johannes Kroner, Sebastian Sterr, Jan Fiedler, Quirin Bacher; Florian Gaschke, Vitus Gleixner, Marc Bosecker, Fabian Zick, Philipp Quinlan, Simon Roeder, Felix Kaller, Julian Dengl, Matthias Baumhackl.
EV Lindau Islanders: Matthias Nemec (Timo Polzer); Skylar Pacheco, Raphael Grünholz, Alexander Biberger, Daniel Stiefenhofer, Eric Bergen, Patrick Raaf-Effertz, Fabian Birner; Martin Mairitsch, Arturs Sevcenko, Florian Lüsch, Marc Hofmann, Vincenz Mayer, Alexander Dosch, Corvin Wucher, Nico Kolb, Marvin Wucher, Cedric Riedl, Ludwig Danzer, Simon Klatte.

Torfolge: 0:1 (10:31) Martin Mairitsch (Arturs Sevcenko); 1:1 (31:11) Julian Dengl (Yannick Kischer, Joseph Leonidas – Strafe angezeigt); 1:2 (36:24) Nico Kolb (Skylar Pacheco, Vincenz Mayer – 5:4); 1:3 (43:56) Florian Lüsch (Skylar Pacheco, Vincenz Mayer); 1:4 (50:11) Arturs Sevcenko (Daniel Stiefenhofer, Alexander Biberger – 5:4); 1:5 (52:08) Nico Kolb (Skylar Pacheco, Raphael Grünholz); 1:6 (52:58) Arturs Sevcenko (Marvin Wucher, Corvin Wucher); 1:7 (59:08) Florian Lüsch (Arturs Sevcenko, Daniel Stiefenhofer – 5:4).

Strafminuten: EHC Klostersee 16; EV Lindau Islanders 6.

Hauptschiedsrichter: Chris van Grinsven und Thomas Haas.

Zuschauer: 616.

Der EHC Klostersee hat den Einstieg in die Punkterunde 2022/23 in der Oberliga Süd hinter sich. Am Freitagabend unterlagen die Rot-Weißen bei den übermächtigen Blue Devils in Weiden mit 0:5. Dem Top-Favoriten auf die Meistertitel und möglicherweise sogar den Aufstieg in die DEL2 unterlagen die ersatzgeschwächten Grafinger – mit Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Nicolai Quinlan und Yannick Kischer fehlten vier wichtige Stammkräfte der ersten beiden Blöcke – im Aufeinandertreffen David gegen Goliath trotz engagierter Vorstellung mit 0:5. „Wir hätten durchaus auch ein, zwei Tore schießen, aber natürlich auch mehr kassieren können“, analysierte Trainer Dominik Quinlan, dessen Team wie erwartet vom ersten Bully weg defensiv Schwerstarbeit zu verrichten hatte und in Torhüter Philipp Hähl einen überragenden Puckfänger stellte.
Die anfängliche Nervosität legten die EHCler Mitte des ersten Abschnitts mehr und mehr ab, als man sich nach dem 0:1 trotz weiterer guter Chancen der Gastgeber stabilisierte und auch nach vorne mutiger wurde. Anstatt des bei zwei, drei durchdachten Kontern möglichen, wenn auch glücklich gewesenen Ausgleichs fing man sich kurz vor der Pausensirene den zweiten Gegentreffer ein. Und zwei weitere in der Anfangsphase des zweiten Drittels nach schlechtem fliegenden Wechsel und missglückter Befreiung aus der eigenen Zone. Es folgte die beste Phase der Mannschaft um Philipp Quinlan, der für den fehlenden Raphael Kaefer das „C“ auf der Brust trug. Weder ein Alleingang, noch zwei Direktabnahmen in aussichtsrichter Position führten zum Erfolg, ein Blueliner landete am Torpfosten von Weidens Gehäuse. Der fünfte Streich gelang den Blue Devils schließlich aus dem Powerplay heraus (54.).
Blue Devils Weiden: Jaroslav Hübl (Timon Bätge); Dominik Müller, Elia Ostwald, Adam Schusser, Ralf Herbst, Kurt Davis, Moritz Schug, Mirko Schreyer, Alessandr Schmidbauer; Martin Heinisch, Tomas Rubes, Philipp Siller, Neal Samanski, Edgars Homjakovs, Dennis Thielsch, Luca Gläser, Chad Bassen, Joey Luknowsky, Marius Schmidt, Fabian Voit, Robert Hechtl.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Marinus Schunda); Marinus Kritzenberger, Joseph Leonidas, Johannes Kroner, Felix Kaller, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Marc Bosecker, Fabian Zick, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Simon Roeder, Julian Dengl, Matthias Baumhackl.
Torfolge: 1:0 (4:53) Luca Gläser (Moritz Schug, Joey Luknowsky); 2:0 (19:30) Dennis Thielsch (Edgars Homjakovs, Ralf Herbst); 3:0 (22:56) Dennis Thielsch (Edgars Homjakovs, Neal Samanski); 4:0 (24:55) Tomas Rubes (Luca Gläser, Moritz Schug); 5:0 (53:53) Adam Schusser (Martin Heinisch, Tomas Rubes – 5:4).

Strafminuten: Blue Devils Weiden 4; EHC Klostersee 8.

Hauptschiedsrichter: Thorsten Lajoie und Daniel Harrer.

Zuschauer: 1.184.

Gründlich daneben ging die Generalprobe für die anstehende Punkterunde in der Oberliga Süd für den EHC Klostersee. Bei den Erding Gladiators gelang den Grafingern am Sonntagabend einfach gar nichts, weshalb man in ein auch in dieser Deutlichkeit „verdientes“ 2:8 rutschte. „Eine von hinten bis vorne ganz, ganz schlechte Leistung. Wir waren heute nicht bereit, körperlich und mental nicht. Keiner bei uns konnte auch nur annähernd die Normalform abrufen“, analysierte Trainer Dominik Quinlan nüchtern. Dafür könne man sich bei den mitgereisten Fans und denen daheim vor dem Livestream nur entschuldigen. „So etwas darf eigentlich nicht passieren, aber solche Tage gibt´s im Sport.“
Vom ersten Bully weg waren die Rot-Weißen zumeist einen Tick oder Schritt zu spät, die eigenen Zuspiele kamen weder scharf, noch genau und mit der Raumaufteilung in der eigenen Abwehrzone war es nicht weit her. Das genaue Gegenteil lieferte der kompakt und stark aufzeigende Bayernligist ab, weshalb es schnell 0:4 hieß aus Sicht der EHCler. Der junge Marinus Schunda zwischen den Pfosten war nicht zu beneiden, die oft fehlende Unterstützung seiner Vorderleute gab nicht gerade Sicherheit. Der ganz leichte Trend nach oben gegen Drittelende war zu Beginn des zweiten Abschnitts schon wieder verpufft. Nach nur 49 Sekunden kassierte man – vorausgegangen war ein leichtfertiger Puckverlust im Aufbau in der neutralen Zone – schon den nächsten Gegentreffer und schon fand man sich im Sog des ersten Drittels wieder. Relativ gute zehn Minuten im letzten Durchgang konnten nicht über eine insgesamt enttäuschende Leistung hinwegtäuschen.

TSV Erding Gladiators: Patrick Mayer (ab Min. 31:16 Thomas Hingel); Simon Franz, Lukas Krämmer, Roni Rukajärvi, Rudi Lorenz, Mark Waldhausen, Dominik Wagner; Leon Abstreiter, Florian Zimmermann, Ryan Murphy, Philipp Michl, Sebastian Busch, Erik Modlmayr, Elias Maier, Bastian Cramer, Mario Strobel, Marc Barchmann, Christoph Furtner, Marius von Friderici-Steinmann.
EHC Klostersee: Marinus Schunda (Philipp Hähl); Nicolai Quinlan, Felix Kaller, Marinus Kritzenberger, Joseph Leonidas, Johannes Kroner, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Marc Bosecker, Fabian Zick, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Simon Roeder, Julian Dengl, Matthias Baumhackl, Cedric Eibl.

Torfolge: 1:0 (4:17) Leon Abstreiter (Rudi Lorenz, Florian Zimmermann); 2:0 (7:20) Mark Waldhausen (Philipp Michl, Marc Barchmann – 5:4); 3:0 (11:39) Mark Waldhausen (Mario Strobel); 4:0 (12:48) Florian Zimmermann (Rudi Lorenz, Ryan Murphy); 4:1 (17:55) Marc Bosecker (Felix Kaller); 5:1 (20:49) Leon Abstreiter (Ryan Murphy); 6:1 (31:16) Florian Busch (Erik Modlmayr, Philipp Michl); 6:2 (40:17) Florian Gaschke (Lynnden Pastachak); 7:2 (51:40) Ryan Murphy (Florian Zimmermann); 8:2 (54:40) Mark Waldhausen (Roni Rukajärvi, Florian Busch – 5:4).
Strafminuten: TSV Erding Gladiators 2; EHC Klostersee 12 plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Lynnden Pastachak).

Hauptschiedsrichter: Christoph Ober und Stefan Huber.

Zuschauer: 303.

Trotz eines 2:4, das im Testspiel am Freitagabend beim EC Peiting am Ende auf der Anzeigetafel stand, machte man sich beim EHC Klostersee mit einem positiven Feeling auf den Heimweg. „Ich denke, wir haben ein ganz starkes erstes Drittel abgeliefert und waren auch in den letzten zehn Minuten obenauf. Leider haben wir in den Phasen dazwischen zu viele Strafzeiten gezogen, was bei nur 15 Spielern natürlich enorm Kraft kostete“, brachte es Dominik Quinlan am Ende auf den Punkt. Entsprechend war der Headcoach der Rot-Weißen mit der Vorstellung seiner Mannschaft auch weitgehend zufrieden.
Gleich die erste Hinausstellung gegen die Gastgeber konnten die EHCler nutzen. Danach kamen die Peitinger besser in die Partie, hatten auch Vorteile in Sachen Puckbesitz und Anzahl der Torschüsse. Die qualitativ besseren Abschlussmöglichkeiten freilich erspielte sich das Team um Kapitän Raphael Kaefer, das aus mehreren „Überzahlsituationen“ Drei-gegen-Zwei und Zwei-gegen-Eins aber kein Kapital schlagen konnte. Als sich im zweiten Abschnitt die Hinausstellungen häuften, geriet der EHC mehr unter Druck und der ECP konnte die Sache durch zwei Treffer drehen. Mit dem dritten Tor waren die Hausherren noch nicht durch. Die Grafinger kamen noch einmal stark auf und auf 2:3 heran. Eben in dieser Druckphase leistete man sich einen ärgerlichen Wechselfehler, den Peiting im Powerplay prompt zum Endstand nutzte.

EC Peiting: Florian Hechenrieder (ab Min. 29:17 Konrad Fiedler); Sean Morgan, Alexander Winkler, Andreas Feuerecker, Fabian Weyrich, Tobias Beck, Tim Mühlegger, Kilian Raubal; Lukas Gohlke, Felix Beauchemin-Brassard, Thomas Heger, Samuel Payeur, David Miller, Marc Besl, David Diebolder, Louis Postel, Quirin Spieß, Markus Czogallik, Dennis Krutsch, Niklas Greil.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Marinus Schunda); Nicolai Quinlan, Felix Kaller, Marinus Kritzenberger, Joseph Leonidas, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Marc Bosecker, Fabian Zick, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Simon Roeder, Vitus Gleixner, Matthias Baumhackl.

Torfolge: 0:1 (5:17) Marinus Kritzenberger (Philipp Quinlan, Florian Gaschke – 5:4; 1:1 (34:25) Felix Beauchemin-Brassard (Lukas Gohlke, Thomas Heger); 2:1 (36:16) David Miller (Andreas Feuerecker, Louis Postel – 5:4); 3:1 (42:18) Thomas Heger (Tobias Beck, Felix Beauchemin-Brassard – 4:4); 3:2 (52:04) Joseph Leonidas (Philipp Quinlan – 5:4); 4:2 (58:23) Lukas Gohlke (Sean Morgan, Thomas Heger – 5:4).

Strafminuten: EC Peiting 15; EHC Klostersee 25.

Hauptschiedsrichter: Zeljko Rajic und Thomas Weger.

Zuschauer: 149.

Erfolgreich gestatete der EHC Klostersee seinen Testspiel-Auftritt an diesem Freitagabend bei den Pinguinen vom EHC Königsbrunn. Der 5:2-Erfolg der Grafinger war insgesamt ungefährdet und souverän herausgespielt. Schon früh im zweiten Abschnitt hatten sich die Rot-Weißen mit einem Fünferpack ergebnistechnisch abgesetzt, womit die Luft frühzeitig raus war. Trainer Dominik Quinlan, der in der Hintermannschaft weiterhin auf die zwei Stammkräfte Yannick Kischer und Marinus Kritzenberger verzichten musste, zeigte sich entsprechend zufrieden: „Das war die ersten 30 Minuten richtig stark, in der Offensive variabel und geradlinig zum gegnerischen Gehäuse und defensiv mit Übersicht und guter Raumaufteilung in der eigenen Zone.“ Danach sei durch viele Unterbrechungen und Strafzeiten der Rhythmus zunehmend verloren gegangen und auch das Spieltempo habe nachgelassen.
In dieser Phase konnten die Gastgeber, die nach einigen namhaften Verpflichtungen zum engeren Favoritenkreis in der Bayernliga zu zählen sind und zwei tschechische Importspieler vorspielen ließen, das Ergebnis durch zwei Treffer einigermaßen erträglicher gestalten. Das Endresultat stand bereits nach knapp 36 Minuten auf der Anzeigetafel. Das Schlussdrittel verlief torlos.

EHC Königsbrunn Pinguine: Stefan Vajs (Timo Weiß); Lukas Häckelsmiller, Michael Rudolph, Simon Beslic, Gustav Veisert, David Farny, Alexander Strehler, Luca Szegedin; Michal Telesz, Marco Sternheimer, Nicolas Baur, Vojtech Dobias, Max Lukes, Dennis Tausend, Jeff Szwez, Hayden Trupp, Julian Becher.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Nicolai Quinlan, Felix Kaller, Johannes Kroner, Joseph Leonidas, Sebastian Sterr, Jan Fiedler, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Marc Bosecker, Fabian Zick, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Simon Roeder, Vitus Gleixner, Matthias Baumhackl, Julian Dengl, Cedric Eibl.

Torfolge: 0:1 (6:12) Marc Bosecker (Raphael Kaefer); 0:2 (10:12) Lynnden Pastachak; 0:3 (13:45) Fabian Zick (Jan Fiedler); 0:4 (22:35) Lynnden Pastachak (Felix Kaller – 5:4); 0:5 (26:20) Lynnden Pastachak (Raphael Kaefer – 5:4); 1:5 (29:46) Vojtech Dobias (Dennis Tausend, David Farny); 2:5 (35:46) Julian Becher (Jeff Szwez, Hayden Trupp – 5:4).

Strafminuten: EHC Königsbrunn Pinguine 26; EHC Klostersee 26.

Zuschauer: 181.

Erste Niederlage für den EHC Klostersee in der laufenden Vorbereitung. Beim 3:5 gegen die Landsberg Riverkings gab´s für die Grafinger einen „echten“ Vorgeschmack auf die Punkterunde in der Oberliga Süd. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie gab die Effektivität den Ausschlag für den positiven Spielausgang zugunsten der Gäste.
Bei den Rot-Weißen wiesen die Reihen schon vor dem ersten Bully einige Lücken auf. Mit Marinus Kritzenberger und Yannick Kischer in der Defensive sowie Florian Gaschke und Matthias Baumhackl fehlten vier Stammkräfte. Schon nach wenigen Minuten musste Trainer Dominik Quinlan seine Angriffslinien radikal umbauen, weil auch noch Lynnden Pastachak vom Eis musste, nachdem er einen Schlagschuss auf die Hand abbekommen hatte.
Der 0:2-Rückstand aus dem ersten Abschnitt resultierte aus zwei fast identischen Situationen. Gerade hatten die EHCler eine Strafzeit überstanden, die Ordnung im Fünferblock aber noch nicht wieder hergestellt, als es jeweils von der rechten Landsberger Angriffsseite in den kurzen Winkel „klingelte“. Im zweiten Abschnitt arbeitete die Truppe um Kapitän Raphael Kaefer hart für den Anschlusstreffer (35.). Nach diesem 1:2 nahm man zunächst den Schwung mit, bevor ein Abwehrfehler zum alten Abstand führte.
Auch nach dem 1:4 zu Beginn des letzten Durchgangs gab sich der Klosterseer Minikader nicht auf. Zwei Mal trafen Mannschaft von Dominik Quinlan bei einem weiteren Gegentor noch.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Marinus Schunda); Nicolai Quinlan, Jan Fiedler, Johannes Kroner, Joseph Leonidas, Felix Kaller, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Raphael Kaefer, Lynnden Pastachak, Marc Bosecker, Fabian Zick, Philipp Quinlan, Simon Roeder, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Julian Dengl, Cedric Eibl.
HC Landsberg Riverkings: Michael Güßbacher (Emanuel Geiger); Riley Stadel, Dominic Erdt, Dennis Neal, Markus Jänichen, Florian Reicheneder, Manuel Malzer; Jason Lavallee, Nicolas Strodel, Adriano Carciola, Florian Stauder, Steven Ipri, Mika Reuter, Christopher Mitchell, Sven Gäbelein, Luis Hegner, Patrik Rypar, Frantisek Wagner, Marc Krammer.

Torfolge: 0:1 (5:20) Mika Reuter (Steven Ipri); 0:2 (15:35) Jason Lavallee (Manuel Malzer, Dominic Erdt); 1:2 (34:29) Fabian Zick (Felix Kaller, Simon Roeder – 5:4); 1:3 (36:39) Jason Lavallee (Nicolas Strodel, Manuel Malzer); 1:4 (43:04) Jason Lavallee (Adriano Carciola); 2:4 (49:06) Raphael Kaefer (Jan Fiedler, Marc Bosecker); 2:5 (51:14) Nicolas Strodel (Manuel Malzer – 4:4); 3:5 (52:32) Joseph Leonidas (Fabian Zick).
Strafminuten: EHC Klostersee 12; HC Landsberg Riverkings 18.
Hauptschiedsrichter: Markus Wohlgemuth, Marian Rohatsch.
Zuschauer: 411.

Den „ersten Part“ des Wochenend-Trips nach Südtirol hat der EHC Klostersee am Freitagabend erfolgreich hinter sich gebracht (der zweite umfasst umfangreiches „Teambuilding“ an den nächsten zwei Tagen). Bei den Hockey Unterland Cavaliers setzten sich die Grafinger mit 2:1 nach Penaltyschießen durch. Im bislang besten und intensivsten Vorbereitungsmatch gegen starke und kompakte Gastgeber aus Neumarkt-Auer mit dem nötigen Quentchen Glück durch. Headcoach Dominik Quinlan war rundum zufrieden mit der Vorstellung seiner Rot-Weißen und „dem nächsten Schritt nach vorne“.
Der gastgebende italienische Double-Sieger und Aufsteiger in die Alps Hockey League (AHL) gab mit vier Blöcken gleich das Tempo vor und Philipp Hähl war bei seiner Saison-Premiere im EHC-Kasten gleich einige Male gefordert; vor allem bei zwei frühen Unterzahl-Situationen. Nach einigen Minuten war die Truppe von Dominik Quinlan auf Betriebstemperatur und hielt auf Augenhöhe dagegen. Der 0:1-Rückstand nach knapp 14 Minuten wäre vermeidbar gewesen, resultierte er doch aus einem schlampigen Aufbau, den der HC Unterland durchkreuzte. Keine zwei Minuten später aber bereits der Ausgleich durch einen platzierten Schlenzer in den kurzen oberen Winkel.
Dabei blieb es trotz einiger Hochkaräter beiderseits bis zur ersten Sirene und auch den gesamten zweiten Abschnitt über. Der verlief dennoch genauso intensiv, temporeich und kampfbetont wie das Startdrittel. Die etwa 50 Schlachtenbummler aus Grafing bekamen jedenfalls trotz der „Torarmut“ etwas geboten. Dies galt nach dem erneut torlosen dritten Durchgang insbesondere für die fünfminütige Overtime, in der die bereits am Ende ihrer Vorbereitung stehenden Cavaliers dem Siegtreffer näher waren, und das folgende Penaltyschießen. Da waren auf beiden Seiten jeweils zehn Versuche nötig, bis die Klosterseer das glücklichere Ende für sich hatten.
Hockey Unterland Cavaliers: Kilian Pallabazzer (Simone Peiti); Hannes Oberrauch, Manuel Santer, Erwin De Nardin, Luka Nyman, Lukas Goldner, Alex Curti, Tobias Brighenti, Ruben Zerbetto; Thomas Pisetta, Gabriel Zerbetto, Maximilian Sölva, Florian Wieser, Moritz Selva, Miro Markkula, Filip Kokoska, Santeri Haarala, Nicolo Remolato, Alex Egger, Tobia Pisetta, Davide Girardi.
EHC Klostersee: Philipp Hähl (Marinus Schunda); Nicolai Quinlan, Johannes Kroner, Yannick Kischer, Joseph Leonidas, Felix Kaller, Sebastian Sterr, Jan Fiedler, Quirin Bacher; Raphael Kaefer, Lynnden Pastachak, Florian Gaschke, Fabian Zick, Philipp Quinlan, Marc Bosecker, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Simon Roeder, Cedric Eibl.

Torfolge: 1:0 (13:54) Santeri Haarala (Nicolo Remolato); 1:1 (15:44) Marc Bosecker; 2:1 (65:00) Vitus Gleixner (Penalty).

Strafminuten: Hockey Unterland Cavaliers 12; EHC Klostersee 14.Hi

Der EHC Klostersee konnte auch seine zweite Vorbereitungspartie positiv gestalten. Gegen die Erding Gladiators setzten sich die Grafinger bei der Heim-Premiere zur Saison 2022/23 klar mit 6:2 durch. Eher locker und leicht mutete der Auftritt der Mannschaft von Dominik Quinlan an, der freilich nicht die Intensität und das Spieltempo der Begegnung zwei Tage davor in Miesbach hatte. Was wohl auch der körperlichen Verfassung der Gäste aus der Herzogstadt geschuldet war, die ein dreitägiges Trainingslager in den Beinen hatten.
„Sehr zufrieden“ mit den ersten beiden Auftritten gab sich der Headcoach der Rot-Weißen am Sonntagabend, vor allem was die Spielkondition und die fortgeschrittene Integration der Neuzugänge angeht. Die Truppe um Kapitän Raphael Kaefer, für den das Derby nach dem ersten Drittel bereits gelaufen war – eine Vorsichtsmaßnahme wegen einer OP-Narbe am Fuß -, beherrschte das Geschehen auf dem Eis von der ersten Minute an. Beim zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich durch einen Gästekonter zeigte sich, dass an der Abstimmung und Zuordnung noch etwas zu feilen ist.
Es war eine der wenigen Offensivaktionen der Gladiators, die bei der erneuten Führung der Klosterseer defensiv ebenso nicht auf der Höhe des Geschehens waren und sich im zweiten Abschnitt einfach zu viele Hinausstellungen genehmigten. Mit zwei weiteren Toren war der EHC durch. Weiters zu erwähnen: Zwischen den Pfosten lieferte diesmal Dominik Gräubig eine tadellose Vorstellung ab, der wenig gefordert, aber immer hellwach und auf dem Posten war. Nach Offensivverteidiger Joe Leonidas zwei Tage davor trafen diesmal mit Fabian Zick und Marc Bosecker die zwei weiteren Neuzugänge.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Philipp Hähl); Nicolai Quinlan, Joseph Leonidas, Marinus Kritzenberger, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Felix Kaller, Jan Fiedler, Quirin Bacher; Florian Gaschke, Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Fabian Zick, Philipp Quinlan, Marc Bosecker, Simon Roeder, Vitus Gleixner, Matthias Baumhackl, Julian Dengl, Cedric Eibl.
TSV Erding Gladiators: Patrick Mayer (Niklas Schlammer); Mark Waldhausen, Lukas Krämmer, Roni Rukajärvi, Bastian Cramer, Rudolf Lorenz, Dominik Wagner, Paul Wallek, Matthias Hanika; Philipp Michl, Sebastian Busch, Leon Abstreiter, Florian Zimmermann, Daniel Krzizok, Ryan Murphy, Elias Maier, Wassilij Guft-Sokolov, Marc Barchmann, Lukas Walter, Lukas Eder, Marius von Friderici-Steinmann.

Torfolge: 1:0 (1:32) Fabian Zick (Marc Bosecker, Philipp Quinlan); 1:1 (14:05) Daniel Krzizok (Florian Zimmermann, Ryan Murphy); 2:1 (15:45) Simon Roeder (Philipp Quinlan, Fabian Zick); 3:1 (25:10) Johannes Kroner (Felix Kaller, Vitus Gleixner); 4:1 (34:44) Lynnden Pastachak (Joseph Leonidas, Julian Dengl – 5:4); 5:1 (50:48) Marc Bosecker (Marinus Kritzenberger – 5:4); 6:1 (58:09) Vitus Gleixner (Lynnden Pastachak); 6:2 (59:46) Ryan Murphy (Leon Abstreiter – 5:4).

Strafminuten: EHC Klostersee 8; TSV Erding Gladiators 12.

Hauptschiedsrichter: Andreas Flad, Markus Wohlgemuth.

Zuschauer: 438.
Foto: Rossmann

Gelungener Auftakt für den EHC Klostersee in die Vorbereitung auf die Saison 2022/23 in der Oberliga Süd. Nach nur einer Handvoll Trainingseinheiten auf dem Eis setzten sich die Grafinger in der Neuauflage des fünf Monate zurückliegenden Playoff-Finales um die Bayernliga-Krone beim TEV Miesbach mit 2:1 nach Penaltyschießen durch.
Beide Mannschaften legten ein anständiges Tempo vor und schenkten sich nichts. Nach einem durchdachten Spielzug legten die Gastgeber schon nach 72 Sekunden vor. Für die Rot-Weißen glich nach knapp fünf Minuten Verteidiger-Neuzugang Joe Leonidas aus, der sich insgesamt sehr offensivstark präsentierte.
Bei den zwei Toren blieb es trotz einiger Großchancen auf beiden Seiten bis zur Schlusssirene. Das lag in großen Teilen auch an zwei starken und schon formstarken Torhütern – Timon Ewert auf Miesbacher Seite und dem jungen Marinus Schunda, der die Klosterseer in der regulären Spielzeit einige Male vor einem Rückstand bewahrte und im Penaltyvergleich – sofort nach den 60 Minuten, auf eine Verlängerung verzichteten beide Teams nach Absprache – zwei TEV-Versuche abwehrte.
Trainer Dominik Quinlan war sehr zufrieden mit dem ersten Auftritt seines Teams und insbesondere auch mit den weiteren Zugängen Fabian Zick und Marc Bosecker, die an der Seite von Philipp Quinlan stürmten, sowie auch Nachwuchsangreifer Julian Dengl. Für die EHCler trafen im Penaltyschießen zunächst Lynnden Pastachak und entscheidend Phil Quinlan.

Torfolge: 1:0 (1:12) Bohumil Slavicek (Alexander Kirsch, Felix Feuerreiter); 1:1 (4:53) Joseph Leonidas (Simon Roeder); 1:2 (60:00) Philipp Quinlan (Penalty).
Strafminuten: TEV Miesbach 4; EHC Klostersee 6.

Der EHC Klostersee ist Bayerischer Eishockey-Meister 2021/22! Platz eins in der Hauptrunde, Platz eins in der oberen Zwischenrunde und jetzt die Krönung in einer unglaublichen Endspiel-Serie „best of three“ gegen den TEV Miesbach. Klar war eigentlich schon vor Beginn der Playoffs und umso mehr nach den beiden ersten Duellen, dass die zwei mit Abstand besten Mannschaften im Finale stehen. Die Kulisse in der „Scheune“ war mit fast 1.600 Zuschauern angemessen, dazu kamen fast 600 Buchungen auf Sprade-TV.

Nach der „unplugged“ gespielten Bayernhyme durch die Stadtkapelle Grafing lieferten die beiden Teams. Die Miesbacher schafften den besseren Einstieg in die Partie, die Rot-Weißen wirkten nicht nur wegen einer schnellen Strafzeit und sofort gegnerischem Druck etwas nervös. Nach knapp sieben Minuten flatterte ein verdeckter Distanzschuss hinter Philipp Hähl in den Maschen. Es sollte der einzige Treffer sein, den der überragende Bayernliga-Keeper dieser Saison in einem unglaublichen Spiel schluckte. Der knappe Vorsprung der Gäste hatte bis zur Pause und auch Mitte des zweiten Abschnitts Bestand.
Dann belohnte sich die Truppe um Kapitän Bernd Rische, das davor schon eine knappe Handvoll erstklassiger Chancen liegengelassen hatte, endlich mit dem Ausgleich (31.). Mit dem 1:1 ging es in die letzten 20 Saison-Spielminuten (außer, es hätte eine Verlängerung gegeben). Da hatte das Team von Dominik Quinlan mehr Reserven im Tank. Wohl auch, weil Miesbach davor und auch im Schlussdrittel ein paar Strafzeiten zuviel genommen hatte. Mit dem 2:1 in der 48. Minute war der Bann gebrochen. Zumal der TEV kurz darauf eine Spieldauerstrafe gegen Sebastian Deml und damit fünf Minumten Unterzahl hinnehmen musste, der Philipp Quinlan mit der Schulter (nicht absichtlich) ausknockte. Der EHC-Stürmer musste anschließend benommen in die Kabine geführt werden. Das Powerplay nutzten die Klosterseer zum 3:1 (53.). Damit war die Tür zur Meisterschaft weit offen – und bald nicht mehr zu schließen. Florian Engel, der davor schon einen Hattrick hingelegt hatte, besorgte auch den Schlusspunkt per empty-net-goal.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Nicolai Quinlan, Christian Hummer, Yannick Kischer, Marinus Kritzenberger, Bernd Rische, Felix Kaller, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Lynnden Pastachak, Bob Wren, Florian Engel, Florian Gaschke, Philipp Quinlan, Gennaro Hördt, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Simon Roeder, Cedric Eibl, Jens Haller, Quirin Bacher.

TEV Miesbach: Anian Geratsdorfer (Timon Ewert); Johannes Bacher, Matthias Bergmann, Sebastian Deml, Andreas Nowak, Stefan Mechel, Alexander Kirsch; Patrick Asselin, Bohumil Slavicek, Felix Feuerreiter, Franz Mangold, Christoph Fischhaber, Stefano Rizzo, Michael Grabmaier, Florian Feuerreiter, Stephan Stiebinger, Maximilian Meineke, Benedikt Pölt, Alexander Thyroff.

Torfolge: 0:1 (6:51) Andreas Nowak (Felix Feuerreiter); 1:1 (30:27) Florian Engel (Bob Wren, Bernd Rische); 2:1 (47:48) Florian Engel (Philipp Quinlan, Lynnden Pastachak); 3:1 (52:27) Florian Engel (Bob Wren, Lynnden Pastachak – 5:4); 4:1 (59:56) Florian Engel (Lynnden Pastachak – ENG).

Strafminuten: EHC Klostersee 8; TEV Miesbach 23 plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Sebastian Deml).

Hauptschiedsrichter: Robert Paule und Christoph Ober.

Zuschauer: 1.520.

Was für ein Comeback! Der EHC Klostersee stand nach dem 1:3 zwei Tage davor zum Auftakt der auf drei Begegnungen kurzen Final-Serie in den Bayernliga-Playoffs mächtig unter Druck und quasi mit dem Rücken zur Wand. Beim Gastspiel am Sonntag im Oberland vor ausverkauftem Haus belehrten die Grafinger allen, die sie schon abgeschrieben hatten, eines Besseren. Dank einer beeindruckenden Vorstellung, die auf einer kompakten Defensive und einem überragend haltenden Philipp Hähl fusste, setzten sich die Rot-Weißen in Spiel zwei mit 6:2 durch. Damit trifft man sich am Dienstagabend (20 Uhr) auf Grafinger Eis zum endgültigen Showdown.

Mit einer Umstellung aller drei Verteidiger-Paare und dem Tausch der Mittelstürmer von Linie eins und zwei versuchte Trainer Dominik Quinlan frischen Wind in die eigenen Reihen zu bekommen. Mit Erfolg: Die Truppe um Kapitän Bernd Rische zeigte eine ganz andere Körpersprache als beim eher nervösen Beginn im ersten Endspiel-Vergleich und erarbeitete sich einige aussichtsreiche Möglichkeiten. Der Erfolg blieb allerdings aus und es folgte eine kalte Dusche. Einer der bis dahin wenigen Angriffe der Miesbacher führte zum 0:1 (11.). Danach brauchten die EHCler ein paar Minuten, um sich neu auszurichten. Noch vor Drittelende der Ausgleich nach einem Distanzschuss durch Yannick Kischer, der von Simon Roeder unhaltbar abgefälscht wurde (19.).

Die im Nachhinein gesehen vorentscheidende Phase spielte sich zu Beginn des zweiten Abschnitts ab. Da waren die Klosterseer innerhalb von 63 Sekunden zwei Mal erfolgreich. Der nach überstandener Magen-Darm-Infektion wieder mitmischende Lynnden Pastachak traf einmal und bereitete das nächste Ding durch Nicolai Quinlan in Überzahl vor. Die neuformierte Offensivformation mit Pastachak, Florian Engel und Bob Wren, die insgesamt vier Treffer kreierte, war an diesem Abend von den Gastgebern nicht zu halten. Noch vor Beginn der letzten 20 Spielminuten hatten die Grafinger mit dem 4:1 weiter Druck vom Kessel genommen.

Mit viel Übersicht in der eigenen Zone ließ man die TEV-Versuche anschließend immer wieder ins Leere laufen – oder Puckfänger Hähl war zur Stelle. So lief die Zeit für den EHC Klostersee, der mit dem 5:1 in der 54. Minute endgültig durch war. Daran änderte auch ein weiteres Miesbacher Tor und deren Herausnahme des Keepers nichts mehr. Nicolai Quinlan versenkte einen Befreiungsschlag – wenn´s läuft, dann klappt eben alles – ins verlassene gegnerische Gehäuse.

Auf ein spannendes und erneut hochklassiges „finales Finale“ am Dienstag in Grafing!

TEV Miesbach: Anian Geratsdorfer (Timon Ewert); Sebastian Deml, Andreas Nowak, Johannes Bacher, Matthias Bergmann, Stefan Mechel, Alexander Kirsch, Florian Heiß; Michael Grabmaier, Bohumil Slavicek, Felix Feuerreiter, Christoph Fischhaber, Patrick Asselin, Stefano Rizzo, Franz Mangold, Florian Feuerreiter, Stephan Stiebinger, Maximilian Meineke, Benedikt Pölt, Alexander Thyroff.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Nicolai Quinlan, Christian Hummer, Yannick Kischer, Marinus Kritzenberger, Bernd Rische, Sebastian Sterr, Jan Fiedler, Maximilian Pröls; Lynnden Pastachak, Bob Wren, Florian Engel, Florian Gaschke, Philipp Quinlan, Gennaro Hördt, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Simon Roeder, Cedric Eibl, Jens Haller, Quirin Bacher.

Torfolge: 1:0 (10:22) Stefano Rizzo (Patrick Asselin, Matthias Bergmann); 1:1 (18:24) Simon Roeder (Yannick Kischer, Vitus Gleixner); 1:2 (20:36) Lynnden Pastachak (Florian Engel, Bob Wren); 1:3 (21:39) Nicolai Quinlan (Lynnden Pastachak, Bob Wren – 5:4); 1:4 (38:09) Florian Engel (Bob Wren, Lynnden Pastachak); 1:5 (53:39) Florian Engel (Nicolai Quinlan, Lynnden Pastachak); 2:5 (55:10) Christoph Fischhaber (Matthias Bergmann); 2:6 (57:49) Nicolai Quinlan (Christian Hummer – ENG).

Strafminuten: TEV Miesbach 14; EHC Klostersee 10.

Hauptschiedsrichter: Robert Paule und Markus Sperl.

Zuschauer: 1.050 (ausverkauft).