Verlängerung und Penaltyschießen sind in der laufenden Bayernliga-Hauptrunde noch nicht das Ding des EHC Klostersee. Am Sonntagabend unterlagen die Grafinger bei den Wild Lions des ERSC Amberg in der Overtime mit 2:3. Beim entscheidenden Treffer zugunsten der Gastgeber nach nur 18 Sekunden der Zusatzspielzeit haderte das Team um Kapitän Bernd Rische mit der Entscheidung beziehungsweise dem „Nicht-Eingreifen“ der Unparteiischen in der Entstehung. Da wurde der Verteidiger der EHCler im Aufbau von den Beinen geholt, was den Ambergern eine „Drei-auf-Null-Situation“ vor dem machtlosen Keeper Philipp Hähl bescherte. Vorwerfen mussten sich die Rot-Weißen, von den zahlreichen klaren Einschussmöglichkeiten in den Abschnitten zwei und drei nur ganze zwei genutzt zu haben.
Im Startdrittel lief zunächst alles nach Plan für die Mannschaft von Dominik Quinlan. Gleich im ersten Powerplay zappelte der Puck im gegnerischen Gehäuse, nachdem ein Distanzschuss unmittelbar vor dem ERSC-Torhüter noch abgefälscht wurde. Die EHCler waren tonangebend, doch eine kurze Phase der Unordnung in der eigenen Zone nutzten die Wild Lions zum Ausgleich. Amberg nahm den Schwung des Tores mit in den nächsten Durchgang, ohne jedoch wirklich torgefährlich zu sein. In der 28. Minute lagen die Klosterseer wieder vorne. Ein Schlenzer von der blauen Linie wurde kurz vor Timon Bätge erfolgreich abgefälscht.
Der Goalie der Wild Lions bewahrte sein Team mehrmals vor einem höheren Rückstand und hatte beim Pfostenschuss durch Nicolai Quinlan auch das Glück auf seiner Seite. Die Grafinger versäumten auch nach dem zweiten Pausentee einen weiteren Treffer. Nachdem sich die Hausherren etwas glücklich das 2:2 erarbeitet hatten, musste der EHC in der Schlussphase in Unterzahl das Remis verteidigen.
In der „Bonus-Time“ stand Fortuna weiterhin auf Seiten der Wild Lions. Die gute Nachricht für die Klosterseer: Der gutgeschriebene Punkt reichte, um sich die Tabellenführung im Bayerischen Oberhaus zurückzuholen.
Am eigentlich freien Montag bittet Headcoach Quinlan seine Jungs zur lockeren Trainingseinheit, denn bereits am Dienstagabend (20 Uhr) geht es zum Nachholspiel nach Schweinfurt zu den Mighty Dogs.
ERSC Amberg Wild Lions: Timon Bätge (Carsten Metz); Kevin Schmitt, Marc Roth, Andreas Pielmeier, Lukas Salinger, Richard Stütz, Leon Koppitz; Shawn Campbell, Brett Mennear, Ryan Murphy, Felix Köbele, Michael Kirchberger, Marco Pronath, Florian Bocu, Daniel Krieger, Leon Hartl, Daniel Troglauer, Kevin Meier.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Vitus Gleixner, Jens Haller, Bob Wren, Simon Roeder, Cedric Eibl.

Torfolge: 0:1 (8:50) Vitus Gleixner (Yannick Kischer, Gennaro Hördt – 5:4); 1:1 (17:05) Marc Roth (Shawn Campbell, Kevin Schmitt); 1:2 (27:34) Kevin Pastachak (Bernd Rische); 2.2 (49:50) Leon Hartl (Daniel Krieger); 3:2 (60:18) Kevin Schmitt (Brett Mennear).

Strafminuten: ERSC Amberg Wild Lions 12; EHC Klostersee 12.

Hauptschiedsrichter: Markus Sperl.

Zuschauer: 202.

Der EHC Klostersee ist zurück in der Erfolgsspur. Zwar war man im Heim-Derby gegen die Eispiraten Dorfen noch um Einiges entfernt von der spieltechnischen Leichtigkeit aus den Wochen bevor die Corona-Welle fast die gesamte Mannschaft von Dominik Quinlan niedergestreckt hatte. Einsatz und Kampf und auch die Moral sind absolut intakt im Team um Kapitän Bernd Rische, das gegen den Rivalen aus dem nördlichen Nachbarlandkreis einen 0:4-Rückstand nicht nur egalisierte, sondern sich am Ende mit 5:4 sogar noch einen Dreier sicherte. Nach vor allem einem Startdrittel „zum Vergessen“ ein letztlich nicht unverdienter Spielausgang zugunsten der Rot-Weißen, die sich in die Partie zurückbissen und auch unglückliche Entscheidungen wegsteckten.
Nach zu großen Abständen in der Mittel- und vor allem auch der Abwehrzone und dem folgerichtigen 0:3-Rückstand gegen defensiv sehr diszipliniert und offensiv äußerst effektiv auftretende Gäste wechselte Headcoach Quinlan schon früh den Torhüter. Dominik Gräubig, der bei den Gegentoren keine allzu glückliche Figur hinterließ, räumte den Platz zwischen den Pfosten bereits nach knapp 17 Minuten für Philipp Hähl.
Schon der zweite Abschnitt stand ganz im Zeichen der Grafinger, die allerdings mit Schiedsrichterentscheidungen haderten. Fünf Mal (!) traf in diesem Drittel der Kanadier Lynnden Pastachak, doch zwei Treffer fanden – zu unrecht wie die Wiederholungen auf Sprade-TV ganz klar bewiesen – keine Anerkennung. Nachdem die einzig nennenswerte Möglichkeit der Eispiraten zum 0:4 geführt hatte, machten sich die Klosterseer an die Aufholjagd. Nach den drei erfolgeichen (und gegebenen) Einschüssen von Pastachak stellte Florian Gaschke zu Beginn des Schlussdrittels auf 4:4. Profitiert haben die EHCler dabei von einem Handgemenge ausgelöst durch einen überharten Check eines Dorfener Verteidigers, der eine Matchstrafe zur Folge hatte.
In den letzten 20 Spielminuten konnten die schon mit kleinem Kader angetretenen und weiter dezimierten ESCler kaum mehr für Entlastung sorgen. Gut drei Minuten vor dem Ende führte eine der zahlreichen klaren Chancen der Klosterseer zum 5:4-Siegtor.
EHC Klostersee: Dominik Gräubig (ab Min. 16:52 Philipp Hähl); Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Felix Kaller, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Vitus Gleixner, Matthias Baumhackl, Jens Haller, Simon Roeder, Bob Wren.

ESC Eispiraten Dorfen: Luca Endres; Gaspr Susanj, Florian Fischer, Simon Franz, Erik Walter, Benedikt Dietrich; Tomas Vrba, David Hrazdira, Maximilian Steiner, Sandro Schroepfer, Christoph Obermaier, Christoph Lönnig, Florian Hartl, Josef Folger, Philipp Schumann.

Torfolge: 0:1 (3:38) Benedikt Dietrich (David Hrazdira); 0:2 (4:24) Maximilian Steiner (David Hrazdira, Gaspr Susanj); 0:3 (16:52) Florian Fischer (Tomas Vrba, Gaspr Susanj – 5:4); 0:4 (27:53) David Hrazdira (Tomas Vrba); 1:4 (30:49) Lynnden Pastachak (Nicolai Quinlan – 5:4); 2:4 (37:16) Lynnden Pastachak (Nicolai Quinlan); 3:4 (39:10) Lynnden Pastachak (Nicolai Quinlan, Florian Gaschke – 5:4); 4:4 (41:01) Florian Gaschke (Raphael Kaefer, Nicolai Quinlan – 5:4); 5:4 (56:47) Lynnden Pastachak (Florian Gaschke).

Strafminuten: EHC Klostersee 11 plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Matthias Baumhackl); ESC Eispiraten Dorfen 24 plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Philipp Schumann) und Matchstrafe (Benedikt Dietrich).

Hauptschiedsrichter: Rupert Stenzel.

Zuschauer: 263.

Auch im zweiten Bayernliga-Spitzenspiel zwischen dem EHC Klostersee und den Miners vom TSV Peißenberg reichte die reguläre Spielzeit nicht aus. Diesmal hängten der aktuell Erst- und Drittplatzierte an die 60 Minuten und die fünfminütige Overtime sogar noch ein nervenaufreibendes Penaltyschießen dran, das die gastgebenden Peißenberger mit einem Treffer bei ansonsten vergebenen Versuchen (offenbar waren die angetretenen Schützen mit ihrer Kraft und damit der nötigen Konzentration zum erfolgreichen Abschluss nach einem intensiv geführten Fight am Ende) für sich entscheiden konnten. Ein 4:5 stand aus Sicht der Grafinger Rot-Weißen letztlich auf der Anzeigetafel, wofür sich die nach der Partie kräftemäßig nur wenige Tage nach der Rückkehr ins Training völlig ausgelaugte Truppe von Dominik Quinlan hochverdient einen Zähler gutschreiben lassen durften.
„Auch wenn sich das vielleicht komisch anhört, angesichts der aktuellen Situation bin ich zufrieden. Die Jungs haben alles gegeben und reingehauen. Zum Schluss waren wir mit den Kräften einfach am Ende“, war Headcoach Quinlan mit sich und der Vorstellung seiner Mannschaft im Reinen. Zwei Spielabschnitte hatten die Klosterseer das Geschehen in der Peißenberger Eishalle diktiert und dominiert. Der knappe Vorsprung zum ersten Pausentee war verdient und hätte angesichts weiterer erstklassiger Chancen sogar höher als 2:1 ausfallen können. Einzig die Torausbeute war es auch, die – wenn überhaupt – im zweiten Durchgang zu bekritteln gewesen ist. Ein Törchen war ob der offensiven Überlegenheit und sehr stabiler Defensive, die nur einen einzigen gefährlichen Konter zuließ, eigentlich zu wenig.
Die Folgen bekamen die EHCler in den verbleibenden 20 Spielminuten zu spüren, als der Tank zunehmend leer wurde und man den zwei schnell vorgetragenen Angriffen der Miners gleich in der Anfangsphase nichts entgegenzusetzen hatte. Dank einer Riesenmoral wurde der 3:4-Rückstand fast postwendend mit dem erneuten Ausgleich gekontert. In der Schlussphase parierte Philipp Hähl einen umstrittenen (von einem Linesman dem Hauptschiedsrichter „geflüsterten“) Penalty, bevor es nach torloser Overtime ins Penaltyschießen ging – mit bereits geschildertem Ausgang.

TSV Peißenberg Miners: Korbinian Sertl (Jonathan Kornreder); Martin Lidl, Maximilian Malzatzki, Andreas Kreutterer, Tobias Maier, Maximilian Brauer, Lukas Bucher; Athanasios Fissekis, Tomas Rousek, Dominik Krabbat, Sinan Ondörtoglu, Martin Andrä, Dominik Ebentheuer, Matthäus Lidl, Markus Andrä, Max Willberger, Tim Vogl, Markus Wohlgemuth, Nikolai Petz.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Sebastian Sterr, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Quirin Bacher, Jan Fiedler; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Matthias Baumhackl, Simon Roeder, Vitus Gleixner, Cedric Eibl.

Torfolge: 0:1 (6:54) Philipp Quinlan (Florian Gaschke); 1:1 (9:58) Tomas Rousek (Maximilian Malzatzki, Dominik Krabbat – 5:4); 1:2 (17:26) Yannick Kischer (Lynnden Pastachak, Sebastian Sterr); 1:3 (21:07) Yannick Kischer (Philipp Quinlan, Johannes Kroner); 2:3 (41:37) Sinan Ondörtoglu (Max Willberger, Martin Andrä); 3:3 (42:22) Athanasios Fissekis (Tomas Rousek, Dominik Krabbat); 4:3 (53:13) Dominik Krabbat (Maximilian Malzatzki, Athanasios Fissekis); 4:4 (54:16) Lynnden Pastachak (Gennaro Hördt); 5:4 (65:00) Tomas Rousek (Penalty).

Strafminuten: TSV Peißenberg Miners 10; EHC Klostersee 9.

Hauptschiedsrichter: Dominik Merath.

Zuschauer: 402.

Nach genau 19 Tagen Spielpause aufgrund vieler Corona-Fälle in der Mannschaft holte sich der EHC Klostersee beim Wiedereinstieg in die Bayernliga-Punkterunde am Freitagabend seine erste Saisonniederlage ab. Der Heimauftritt gegen die defensiv extrem kompakten Peißenberg Miners mit Teufelskerl Korbinian Sertl zwischen den Pfosten ging mit 0:1 nach Verlängerung verloren – womit sich die Rot-Weißen die erste nicht mit drei Pluspunkten gekrönte Vorstellung im Bayerischen Oberhaus mit zumindst noch einem Zähler versüßen konnten.
Große Vorwürfe konnte man den Grafingern, die die Begegnung trotz des Fehlens einiger wichtiger Stammkräfte beherrschten und sich eine Vielzahl an guten Tormöglichkeiten erspielten, nicht machen. Entweder ein Lattenpendler oder ein Pfostenknaller oder eben der überragende Gäste-Schlussmann verhinderten nicht nur einen erfolgreichen Einschuss. Schon im ersten Abschnitt biss sich die Mannschaft von Dominik Quinlan die Zähne an der dicht gestaffelten Deckung der Gäste aus, die in den letzten Minuten des Startdrittels ihre beste Phase hatten. Da aber bewahrte der erstmals nach langer Verletzungspause eingesetzte Dominik Gräubig zwischen den Pfosten mit zwei, drei „Super-Saves“ die EHCler vor einem möglichen Rückstand.
Die weiteren zwei Spieldrittel gestalteten die Klostersee mit vielen Offensivaktionen (Torschuss-Verhältnis allein im zweiten Durchgang 20:5), dazu wurde hinten kaum etwas zugelassen. Trotzdem stand beiderseits weiterhin die Null auf der Anzeigetafel. Allerdings brachte man gegen die „Betonmischer“ aus Peißenberg immer weniger Zwingendes zustande. Entschieden hat die Partie nach nur 17 Sekunden in der Verlängerung schließlich ein eher harmloser, von der rechten Außenbahn abgegebener Schlenzer, der irgendwie durchrutschte und in den Maschen landete.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Philipp Hähl); Sebastian Sterr, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Quirin Bacher, Jan Fiedler, Felix Kaller; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Vitus Gleixner, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Matthias Baumhackl, Jens Haller, Simon Roeder, Cedric Eibl.
TSV Peißenberg Miners: Korbinian Sertl (Jonathan Kornreder); Martin Lidl, Maximilian Malzatzki, Dominik Ebentheuer, Maximilian Brauer, Lukas Bucher, Andreas Kreutterer, Tobias Maier; Sinan Ondörtoglu, Athanasios Fissekis, Tomas Rousek, Martin Andrä, Tim Vogl, Bernhard Schmid, Matthäus Lidl, Max Willberger, Nikolai Petz.

Torfolge: 0:1 (60:17) Tomas Rousek (Martin Lidl).

Strafminuten: EHC Klostersee 14; TSV Peißenberg Miners 16.

Hauptschiedsrichter: Robert Heinze.

Zuschauer: 320.

Beim zehnten Streich des EHC Klostersee in Folge gab es zunächst Süßes für die Kids auf dem Weg vom Kabinentrakt auf die Eisfläche und dort dann Saures für die Sharks vom ESC Kempten. Mit 5:2 holten sich die Grafinger am Halloween-Abend den – unglaublich, aber wahr – zehnten Dreier nacheinander, womit die Tabellenführung in der Bayernliga natürlich weiter gefestigt werden konnte.
Voll fokussiert starteten die Rot-Weißen vom ersten Anspiel weg in Richtung Gäste-Gehäuse. Die Allgäuer standen im ersten Abschnitt überwiegend mächtig unter Druck. Der einzige Vorwurf an die Truppe um Kapitän Bernd Rische konnte das Auslassen einiger hochkarätiger Einschussmöglichkeiten sein; die 2:0-Führung fiel für die Sharks sehr freundlich aus. Im zweiten Durchgang legte die Mannschaft von Dominik Quinlan den dritten Treffer nach, bevor Kempten stärker wurde und die Partie zunehmend ausgeglichen gestalten konnte. Den Anschlusstreffer der Gäste konterten die EHCler knapp zwei Minuten vor dem nächsten Pausengang mit dem 4:1.
Ein sehr wichtiges Tor zum genau richtigen Zeitpunkt, denn die kampf- und laufstarken Sharks gaben sich noch längst nicht geschlagen. Nach deren Powerplay-Einschuss gleich zu Beginn der verbleibenden 20 Spielminuten wurde es noch einmal sehr spannend mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. Richtig durch waren die Klosterseer erst mit dem Empty-net-Goal eineinhalb Minuten vor dem Ende durch den direkt von der Strafbank kommend durchstartenden Lynnden Pastachak.
EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Florian Engel, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Matthias Baumhackl, Bob Wren, Vitus Gleixner, Simon Roeder.

ESC Kempten Sharks: Darian Sommerfeld (Jennifer Harß); Daniel Rau, Stefan Rott, Noah Keller, Eugen Scheffer, Mauro Seider; Joonas Houvinen, Robert Lepine, Nikolas Oppenberger, Lars Grötzinger, Maximilian Schäffler, Anton Zimmer, Timo Schirrmacher, Maximilian Herrmann, Felix Bernau, Alexander von Sigriz, Dennis Paster.

Torfolge: 1:0 (3:12) Florian Engel (Philipp Quinlan, Johannes Kroner); 2:0 (11:39) Yannick Kischer (Florian Engel, Florian Gaschke); 3:0 (24:00) Yannick Kischer (Florian Engel, Florian Gaschke – 5:4); 3:1 (26:05) Robert Lepine; 4:1 (38:10) Lynnden Pastachak (Raphael Kaefer); 4:2 (41:19) Eugen Scheffer (Nikolas Oppenberger, Lars Grötzinger – 5:4); 5:2 (58:36) Lynnden Pastachak (Yannick Kischer, Gennaro Hördt – ENG).

Strafminuten: EHC Klostersee 12; ESC Kempten Sharks 14.

Hauptschiedsrichter: Florian Meineke und Robert Paule.

Zuschauer: 503.

Nicht ein, sondern das erwartet harte Stück Arbeit hatte der EHC Klostersee an diesem Freitagabend beim Gastspiel in Buchloe gegen die Pirates zu bewältigen, bevor man sich durch ein erkämpftes 6:4 den nun bereits neunten Dreier in Serie gutschreiben lassen durfte. Die Tabellenführung konnten die Grafinger damit natürlich weiter festigen und den Vorsprung sogar ausbauen, wobei die Reihung durch die unterschiedliche Anzahl an absolvierten Pflichtspielen kein klares Bild mehr abgibt.
Im Allgäu war die Partie erst wenige Minuten alt, da lagen die Rot-Weißen bereits mit 0:2 im Hintertreffen. Man konnte es misslungenen Kaltstart nennen oder aber auch: Einmal in einen Konter der Gastgeber gelaufen und einen Treffer in eigener Unterzahl kassiert. Wichtig war Trainer Dominik Quinlan, wie seine Truppe mit dieser ungewohnten Situation umgegangen ist. „Die Jungs haben den Rückstand gut und schnell weggesteckt und wieder einen unbändigen Willen gezeigt, das Spiel gewinnen zu wollen.“
Gedreht wurde das Match noch im ersten Abschnitt durch drei Tore innerhalb von sieben Minuten, darunter zwei Einschüsse in Überzahl. Bei am Ende beiderseits einer stattlichen Anzahl an Strafzeiten spielte das Powerplay im gesamten Spielverlauf eine wichtige Rolle. Beide Mannschaften erzielten jeweils drei Buden während gegnerischer Hinausstellungen. Nach dem 3:2 zur ersten Pause ließen sich die Klosterseer die Sache freilich nicht mehr aus der Hand nehmen. Zwar kamen die Gastgeber noch zwei Mal zum Gleichstand, aber das Team um Kapitän Bernd Rische (der höchstselbst das wichtige 4:3 22 Sekunden vor Ende des zweiten Abschnitts einschob) hatte immer die passende Antwort parat.
Frühzeitig locker lassen konnten die EHCler jedoch nicht. Die in der Defensive sehr gut organisierten und insgesamt sehr laufstarken Pirates, die mit einer beachtlichen Leistung ihren Mittelfeldplatz in der Tabelle bestätigten, blieben bis zum Schluss dran und gaben sich erst mit dem Empty-net-Treffer drei Sekunden vor der Sirene geschlagen.
ESV Buchloe Pirates: Johannes Wiedemann (Alexander Reichelmeir); Andreas Schorer, David Strodel, Simon Beslic, Lucas Ruf, Nicolas Neuber, Moritz Simon, Xaver Knittel, Nico Nieberle; Alexander Krafczyk, Michal Petrak, Marco Göttle, Maximilian Schorer, Robert Wittmann, Markus Vaitl, Philip Wolf, John Boger, Timo Hauck, Fabian Held, Felix Knopf.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Florian Engel, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Matthias Baumhackl, Bob Wren, Vitus Gleixner, Simon Roeder.

Torfolge: 1:0 (3:53) Robert Wittmann (Markus Vaitl); 2:0 (5:54) Lucas Ruf (Markus Vaitl, Maximilian Schorer – 5:4); 2:1 (9:21) Florian Gaschke (Florian Engel, Johannes Kroner); 2:2 (12:49) Nicolai Quinlan (5:4); 2:3 (16:42) Lynnden Pastachak (5:4); 3:3 (33:06) Alexander Krafczyk (Michal Petrak – 5:3); 3:4 (39:38) Bernd Rische (Nicolai Quinlan); 4:4 (42:40) Michal Petrak (Alexander Krafczyk, Simon Beslic – 5:4); 4:5 (46:42) Nicolai Quinlan (Yannick Kischer – 5:4); 4:6 (59:57) Lynnden Pastachak (Florian Engel – ENG).

Strafminuten: ESV Buchloe Pirates 20; EHC Klostersee 23.

Hauptschiedsrichter: Florian Fröhlich.

Zuschauer: 271.

Der EHC Klostersee meisterte auch das Bayernliga-Spitzenspiel gegen die Erding Gladiators. In einer hochklassigen Partie, die neben den fast 800 Zuschauern auf den Rängen des Grafinger Eisstadions auch eine beachtliche Anzahl an Streamern auf Sprade-TV begeisterte, setzten sich die Rot-Weißen in einer durchgehend engen Kiste mit 4:2 durch. Aufgrund der größeren Anzahl hochkarätiger Chancen, die zumeist vom ausgezeichneten Gäste-Goalie Christoph Schedlbauer pariert wurden, wohl am Ende auch verdient, wenngleich die endgültige Entscheidung erst in der Schlussminute per Empty-net-Treffer fiel.
Nach ausgeglichener Anfangsphase übernahm die Truppe um Kapitän Bernd Rische nach dem 1:0 in Überzahl immer mehr die Initiative (7.). Trotz sehenswerter Kombinationen und viel Druck gelang es bis zur Pause nicht, den Vorsprung auszubauen. Erding stand auch das notwendige Glück zur Seite – etwa bei einem Pfostenknaller oder als der Puck kurz vor der Torlinie „verhungerte“. Im zweiten Drittel meldeten sich die Gladiators zurück, vor allem im variabel gestalteten Powerplay der Herzogstädter drohte den EHClern der Ausgleich. Aber der fehlerfreie Philipp Hähl zwischen den Pfosten hielt seinen Kasten sauber. Der Einschuss zum 2:0 gelang schließlich auch ohne viel Ordnung und Überzahl-Aufbau nach einem schnell vorgetragenen Angriff bei Fünf gegen Vier der Klosterseer.
In Unterzahl wählte die Mannschaft von Dominik Quinlan eine sehr offensive und aggressive Verteidigung in der eigenen Zone. Und wurde dafür eineinhalb Minuten vor der Sirene zur zweiten Pause mit dem Anschlusstreffer bestraft. In den letzten 20 Spielminuten gingen beide Teams volles Risiko. Erding wollte den Ausgleich, die Grafinger den Sack zumachen. Nach einem schlechten fliegenden Wechsel stellten die Gladiators auf 2:2. Doch der EHC steckte den Rückschlag schnell weg, erzwang nur 78 Sekunden später die erneute Führung (54.). Hochklassig ging es in die letzten Minuten, in denen sich die Klosterseer den Vorsprung nicht mehr abjagen ließen und mit dem Dreier ihre Tabellenführung ausbauen konnten.
EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Florian Engel, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Matthias Baumhackl, Jens Haller, Simon Roeder, Cedric Eibl.

TSV Erding Gladiators: Christoph Schedlbauer (Thomas Mende); Mark Waldhausen, Lars Bernhardt, Dominik Wagner, Lukas Krämmer, Bastian Cramer, Rudi Lorenz; Daniel Krzizok, Sebastian Busch, Michael Trox, Marko Babic, Philipp Michl, Timo Borrmann, Wassilij Guft-Sokolov, Florian Zimmermann, Erik Modlmayr, Maximilian Knallinger.

Torfolge: 1:0 (6:08) Philipp Quinlan (Gennaro Hördt, Johannes Kroner – 5:4); 2:0 (31:56) Florian Engel (Philipp Quinlan, Yannick Kischer – 5:4); 2:1 (38:21) Daniel Krzizok (Philipp Michl, Sebastian Busch – 5:4); 2:2 (52:41) Florian Zimmermann (Erik Modlmayr, Wassilij Guft-Sokolov); 3:2 (53:59) Philipp Quinlan (Johannes Kroner, Florian Gaschke); 4:2 (59:08) Gennaro Hördt (Florian Gaschke – ENG).

Strafminuten: EHC Klostersee 6; TSV Erding Gladiators 12.

Hauptschiedsrichter: Robert Paule.

Zuschauer: 769.

Das ungleiche Bayernliga-Duell Erster gegen Letzter war ergebnistechnisch letztlich eine klare Angelegenheit für den Tabellenführer. Bei den Devils in Ulm/Neu-Ulm setzte sich der EHC Klostersee am Freitagabend deutlich mit 8:1 durch. Ein zumindest achtbares Resultat verpassten die personell arg dezimierten Gastgeber in der Schlussphase, als die Kräfte schwanden und die Grafinger Rot-Weißen noch drei Stück im Devils-Kasten versteckten.

Mit wieder deutlich stärkerer Aufstellung als zuletzt – nur Bob Wren (Leistenprobleme) und Felix Kaller (Rippenverletzung) fehlten vom Stammpersonal, auf der Spielerbank nahm sogar erstmals der langzeitverletzt gewesene Keeper Dominik Gräubig Platz – tat sich die Mannschaft von Dominik Quinlan in der Anfangsphase gegen bestens organisierte Ulm/Neu-Ulmer schwer, die den Raum schon in der neutralen Zone geschickt zustellten. Dass es zunächst nur sehr zäh voran ging, lag auch an zwei Strafzeiten. Dann allerdings kam die Truppe um Kapitän Bernd Rische immer besser ins Spiel und nutzte auch die individuelle Klasse, um mit einem 2:0 in die erste Pause zu gehen.

Nach dem Wechsel konnten die EHCler bald nachlegen. Das 4:0 in doppelter Unterzahl durch Raphael Kaefer, der sich aus der eigenen Zone durchspielte und vor dem Einschieben auch den guten VfE-Goalie Benedikt Sommer noch ausmanövrierte, war schon die Vorentscheidung. Danach trafen die Gastgeber in (der gleichen) zweifachen Überzahl, bevor sich beiderseits öfter die Strafbank füllte. Mit noch jeweils zwei Toren bei gleicher Spieleranzahl und deren zwei aus dem Powerplay heraus schossen sich die Klosterseer im Schlussabschnitt schon einmal warm für das anstehende Derby am Sonntag gegen die Erding Gladiators (17.30 Uhr, Grafinger Eisstadion), die wohl ebenso bereits sind für einen heißen Fight wie deren 8:5 parallel gegen die Löwen aus Waldkraiburg beweist.

VfE Ulm/Neu-Ulm Devils: Benedikt Sommer (Maximilian Güßbacher); Benedikt Stempfel, Felix Anwander, Robin Maag, Jonathan Schalk, Matthew Ferrari; Dominik Synek, Matteo Miller, Steffen Kirsch, Michael Wirz, Marius Dörner, Jakob Schwarzfischer, Kai Laux, Jon Jäger, Martin Jainz.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Florian Engel, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Jens Haller, Vitus Gleixner, Matthias Baumhackl, Simon Roeder, Cedric Eibl.

Torfolge: 0:1 (13:01) Raphael Kaefer (Nicolai Quinlan); 0:2 (16:57) Lynnden Pastachak (Raphael Kaefer, Matthias Baumhackl – 5:4); 0:3 (25:45) Florian Gaschke (Philipp Quinlan); 0:4 (26:54) Raphael Kaefer (3:5); 1:4 (28:06) Kai Laux (5:3); 1:5 (45:45) Philipp Quinlan (Florian Gaschke, Florian Engel); 1:6 (54:51) Johannes Kroner (Philipp Quinlan – 5:4); 1:7 (57:29) Nicolai Quinlan (Raphael Kaefer, Lynnden Pastachak – 5:4); 1:8 (58:27) Florian Gaschke (Yannick Kischer, Marinus Kritzenberger).

Strafminuten: VfE Ulm/Neu-Ulm Devils 25 plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Michael Wirz); EHC Klostersee 21 plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Vitus Gleixner).

Hauptschiedsrichter: Lars Neelsen.

Zuschauer: 178.

Der EHC Klostersee eilt weiter von Sieg zu Sieg und ließ sich am Sonntagabend auch vom Top-Favoriten der Bayernliga nicht stoppen. Beim TEV Miesbach gewannen die Grafinger trotz beachtlicher personeller Probleme – sechs Stammkräfte fehlten, darunter in den ersten zwei Blöcken gesetzten Spielmacher Bob Wren und Raphael Kaefer – am Ende verdient mit 6:2.
„Eine extrem starke Vorstellung meiner Jungs, die in der gegnerischen Druckphase überragend verteidigt und dann die Chancen vorne genutzt haben“, lobte Trainer Dominik Quinlan. Anders als in den vorangegangenen Partien war diesmal zunächst viel Einsatz und Kampf der Rot-Weißen gefragt, als die Miesbacher vor allem in den ersten zehn Minuten offensiv drängten und auch einige Möglichkeiten kreierten, die aber eine sichere Beute des ausgezeichneten Philipp Hähl zwischen den EHC-Pfosten waren. Die TEV-Führung wurde nur 33 Sekunden später schon wieder egalisiert.
Mit zunehmender Dauer bekam die Truppe um Kapitän Bernd Rische mehr Ruhe ins Spiel. Auch im zweiten Abschnitt konnte der gegnerische Treffer aus dem Powerplay heraus ausgeglichen werden. Als sich in den letzten 20 Spielminuten die Chance bot, die Sache in die Hand zu nehmen und auch im Angriff kreativ zu werden, schlugen die Klosterseer eiskalt zu. Einmal vorgelegt ließ man sich den Vorsprung nicht mehr abjagen. Souverän wurde die Partie zu Ende gespielt und die Führung kontiniuerlich ausgebaut.
TEV Miesbach: Anian Geratsdorfer (Timon Ewert); Matthias Bergmann, Nikolaus Meier, Josef Frank, Stephan Stiebinger, Stefan Mechel, Andreas Nowak; Patrick Asselin, Sebastian Deml, Christoph Fischhaber, Michael Grabmaier, Bohumil Slavicek, Felix Feuerreiter, Franz Mangold, Florian Feuerreiter, Benedikt Pölt, Florian Heiß, Alexander Kirsch.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Rudi Schmidt); Yannick Kischer, Johannes Kroner, Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Quirin Bacher, Jan Fiedler, Korbinian Eberwein; Lynnden Pastachak, Philipp Quinlan, Florian Engel, Florian Gaschke, Vitus Gleixner, Gennaro Hördt, Matthias Baumhackl, Jens Haller, Cedric Eibl.

Torfolge: 1:0 (7:20) Matthias Bergmann (Christoph Fischhaber, Patrick Asselin); 1:1 (7:53) Florian Engel (Lynnden Pastachak); 2:1 (29:47) Christoph Fischhaber (Bohumil Slavicek, Felix Feuerreiter – 5:4); 2:2 (35:45) Gennaro Hördt (Florian Gaschke); 2:3 (45:55) Florian Gaschke (Vitus Gleixner, Gennaro Hördt); 2:4 (53:53) Florian Engel (Philipp Quinlan, Lynnden Pastachak); 2:5 (57:09) Lynnden Pastachak; 2:6 (59:57) Florian Gaschke (Vitus Gleixner, Gennaro Hördt – ENG).

Strafminuten: TEV Miesbach 10; EHC Klostersee 10.

Hauptschiedsrichter: Robert Paule und Stefan Velkoski.

Zuschauer: 367.

Der EHC Klostersee blieb auch im fünften Pflichtspiel der Bayernliga-Spielrunde in der Erfolgsspur. Auf eigenem Eis fertigten die Grafinger die River Rats vom ESC Geretsried mit 6:2 ab. Den Rot-Weißen genügte dabei ein bärenstarkes erstes Drittel, in dem mit einem 4:0 die drei Punkte eigentlich bereits eingefahren waren. Ein gutes halbes Dutzend klarer Einschussmöglichkeiten ließ die Mannschaft von Dominik Quinlan dabei noch ungenutzt. Gästekeeper Martin Morczinietz, bis dahin trotz des Viererpacks bester Gästespieler, verließ anschließend entnervt seinen Kasten.
Mit dem klaren Vorsprung im Rücken ging das Team um Kapitän Bernd Rische die Sache schon im zweiten Abschnitt erheblich ruhiger an. Mit dem damit fehlenden Spieltempo verloren die EHCler auch zunehmend den Faden. Trotzdem reichte es noch für zwei Tore, womit erneut das halbe Dutzend voll war. Die River Rats ließen sich trotz des hohen Rückstands nicht hängen und arbeiteten für eine Resultatsverbesserung, die den Gästen schließlich durch zwei Treffer auch gelang.
Durch diesen fünften Dreier in Serie reisen die Klosterseer am Sonntag als Tabellenführer zum Spitzenspiel im Bayerischen Oberhaus nach Miesbach (Spielbeginn 18 Uhr). Unabhängig vom Spielausgang dort wird die Quinlan-Truppe den Platz an der Sonne auch nach diesem Top-Match noch innehaben, weil der TEV mit derzeit fünf Punkten Rückstand (bei einer Partie weniger gespielt) nicht vorbeiziehen kann.
EHC Klostersee: Philipp Hähl (Rudi Schmidt); Yannick Kischer, Johannes Kroner, Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Quirin Bacher, Jan Fiedler, Maximilian Pröls; Lynnden Pastachak, Bob Wren, Florian Engel, Florian Gaschke, Philipp Quinlan, Gennaro Hördt, Matthias Baumhackl, Jens Haller, Vitus Gleixner, Cedric Eibl.

ESC Geretsried River Rats: Martin Morczinietz (ab Min. 20:00 Maximilian Freytag); Dominic Fuchs, Bernhard Jorde, Marco Scheffler, Martin Sanner, Marek Haloda, Paul Gania; Klaus Berger, Benedikt May, Jakob Heigl, Michael Harrer, Josef Reiter, Daniel Merl, Stephan Englbrecht, Daniel Bursch, Xaver Hochstraßer.

Torfolge: 1:0 (5:29) Lynnden Pastachak (Johannes Kroner, Bob Wren – 5:4); 2:0 (7:18) Florian Engel (Yannick Kischer); 3:0 (15:53) Lynnden Pastachak; 4:0 (18:15) Lynnden Pastachak (Florian Engel, Yannick Kischer); 5:0 (22:53) Lynnden Pastachak (Bob Wren); 5:1 (25:41) Klaus Berger (Jakob Heigl); 6:1 (38:36) Philipp Quinlan (Nicolai Quinlan); 6:2 (41:46) Daniel Merl (Klaus Berger, Daniel Bursch).

Strafminuten: EHC Klostersee 14; ESC Geretsried River Rats 8.

Hauptschiedsrichter: Florian Fröhlich.

Zuschauer: 437.

Der EHC Klostersee bleibt in der Eishockey-Bayernliga in der Erfolgsspur. Gegen die Wild Lions vom ERSC Amberg feierten die Grafinger am Sonntagabend auf eigenem Eis nach starker Vorstellung einen 6:3-Sieg – der vierte Dreier im vierten Pflichtspiel. Wehrmutstropfen in der Schlussphase: Stürmer Raphael Kaefer, bis dahin an vier Treffer der Rot-Weißen beteiligt, musste nach einem Foul an ihm vorzeitig vom Eis (53.).
Den Gästen eilte der Heimsieg zwei Tage davor gegen Mitfavorit Waldkraiburg voraus – das war wohl Warnung genug, um die Partie voll konzentriert und fokussiert anzugehen. Nach nur 16 Sekunden zappelte der Puck erstmals im Kasten der Wild Lions. Die Mannschaft von Dominik Quinlan setzte nach, belohnte sich aber nicht. Stattdessen gelang den Ambergern durch die erste wirklich gefährliche Offensivaktion der Ausgleich (5.). Im Powerplay rückte das Team um Kapitän Bernd Rische die Sache wieder zurecht – 2:1 (16.).
Eine kritische Phase gab´s anschließend noch zu überstehen, gleich in der Anfangsphase des Mittelabschnitts bei eigener Unterzahl. Gerade wieder komplett legten die EHCler doppelt nach. Innerhalb von 32 Sekunden zogen die Klosterseer auf 4:1 davon. Danach wurde es zunehmend einseitiger, die Gäste aus der Oberpfalz waren überwiegend in der eigenen Abwehrzone mit Defensivarbeit gebunden. Spätenstens mit den zwei weiteren Toren vor dem nächsten Wechsel war man durch. Den Wild Lions ist zugute zu halten, dass sie sich nicht aufgaben und noch für eine Resultatsverbesserung (die mit zwei Treffer auch gelang) arbeiteten – und ihrem Trainer Dan Heilman dessen 46. Geburtstag (herzlichen Glückwunsch auch von dieser Stelle) nicht komplett verdarben.
EHC Klostersee: Philipp Hähl (Rudi Schmidt); Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Sebastian Sterr, Quirin Bacher, Korbinian Eberwein, Jan Fiedler; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Florian Gaschke, Bob Wren, Florian Engel, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Simon Roeder.

ERSC Amberg Wild Lions: Timon Bätge (Carsten Metz); Kevin Schmitt, Lukas Salinger, Richard Stütz, Leon Koppitz, Marc Roth, Noel-Esteban Fabig; Shawn Campbell, Brett Mennear, Felix Köbele, Ryan Murphy, Michael Kirchberger, Marco Pronath, Mario Strobel, Florian Bocu, Leon Hartl, Daniel Troglauer, Oliver Arlt, Kevin Meier.

Torfolge: 1:0 (0:16) Lynnden Pastachak (Raphael Kaefer, Nicolai Quinlan); 1:1 (4:51) Ryan Murphy (Marco Pronath); 2:1 (15:37) Raphael Kaefer (Lynnden Pastachak, Gennaro Hördt – 5:4); 3:1 (22:58) Lynnden Pastachak (Raphael Kaefer, Gennaro Hördt); 4:1 (23:30) Florian Gaschke (Bob Wren, Florian Engel); 5:1 (29:41) Florian Engel (Bob Wren); 6:1 (37:49) Lynnden Pastachak (Bernd Rische, Raphael Kaefer); 6:2 (46:36) Michael Kirchberger (Kevin Schmitt, Ryan Murphy); 6:3 (58:11) Marco Pronath (Michael Kirchberger, Ryan Murphy).

Strafminuten: EHC Klostersee 4; ERSC Amberg Wild Lions 15 plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Lukas Salinger).

Hauptschiedsrichter: Markus Sperl.

Zuschauer: 424.

Rundum perfektes Auftakt-Wochenende für den EHC Klostersee in der Bayernliga. Nach dem Auswärts-Erfolg in Königsbrunn (4:1) holten sich die Grafinger auch zur Heimspiel-Premiere im Bayerischen Oberhaus einen Dreier. Gegen den EC Pfaffenhofen Eishogs setzten sich die Rot-Weißen am Ende deutlich mit 6:2 durch. In der insgesamt von der Truppe um Kapitän Bernd Rische dominierten Partie wurde es im zweiten Abschnitt nur einmal kurz eng, als die Gäste per Doppelschlag in zweifacher und einfacher Überzahl auf 2:2 stellen konnten.
Bis dahin hatte es die Mannschaft von Dominik Quinlan versäumt gehabt, sich deutlicher als mit zwei Toren abzusetzen. Möglich wär´s mit einem guten halben Dutzend bester Einschussmöglichkeiten, davon drei vergebenen beziehungsweise vom vorzüglichen ECP-Torsteher Thomas Hingel entschärften Alleingängen. Nur kurz zeigten sich die EHCler nach dem Gleichstand freilich beeindruckt. Nur acht Sekunden benötigte man, um den alten Abstand wieder herzustellen. Mit dem 5:2 noch vor dem zweiten Pausentee waren die Klosterseer schon fast durch.
Nach vorne wurden die Akzente in den verbleibenden 20 Spielminuten weniger, aber hinten standen die Grafinger sehr stabil. In der Schlussphase hatten die Eishogs, im Gefühl nichts mehr verlieren zu haben, schon früh ihren Torhüter vom Eis beordert. Der empty-net-Schlusspunkt gelang Verteidiger Marinus Kritzenberger, der aus der eigenen Zone aus der Drehung schlenzte (und dafür auch beim Eiskunstlauf wohl eine gute A- und B-Note erhalten hätte :)), knapp zwei Minuten vor Spielende. Den Puck hatte ihm EHC-Keeper Philipp Hähl zugeschoben, der sich damit gegen seinen Ex-Verein einen Skorerpunkt gutschreiben lassen durfte.
EHC Klostersee: Philipp Hähl (Rudi Schmidt); Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Marinus Kritzenberger, Johannes Kroner, Sebastian Sterr, Quirin Bacher, Korbinian Eberwein; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Florian Gaschke, Bob Wren, Florian Engel, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Simon Roeder.

EC Pfaffenhofen Eishogs: Thomas Hingel (Nicola Henseleit); Friedrich Kolesnikov, Tim Lohrer, Liam Hätinen, Lars Eigner, Kareem Hätinen, Leonardo Uhl, Julian Dost; Nick Endress, Daniel Hanlon, Connor Sanvido, Elias Maier, Robert Neubauer, Robert Gebhardt, Dominik Thebing, Jakub Felsöci, David Felsöci, Moritz Neureuther.

Torfolge: 1:0 (2:22) Matthias Baumhackl (Sebastian Sterr); 2:0 (17:48) Lynnden Pastachak (Raphael Kaefer, Nicolai Quinlan); 2:1 (27:21) Nick Endress (Daniel Hanlon – 5:3); 2:2 (28:18) Nick Endress (Connor Sanvido – 5:4); 3:2 (31:50) Vitus Gleixner (Matthias Baumhackl); 4:2 (31:58) Raphael Kaefer (Gennaro Hördt); 5:2 (36:28) Lynnden Pastachak (Gennaro Hördt – 5:4); 6:2 (58:08) Marinus Kritzenberger (Philipp Hähl – ENG).

Strafminuten: EHC Klostersee 14; EC Pfaffenhofen Eishogs 12.

Hauptschiedsrichter: Markus Sperl.

Zuschauer: 374.