Der EHC Klostersee sammelt in der Fremde weiter fleißig Punkte. Am Freitagabend holten sich die Grafinger in einer hart umkämpften Partie bei den Buchloe Pirates mit 4:3 den nächsten Dreier. Nach Rückständen im zweiten und letzten Drittel war es für die Rot-Weißen mit ausgedünntem Kader und einem weiteren personellen Rückschlag gleich beim ersten Einsatz nach dem Startbully ein Sieg des unbedingten Willens.

Mit Kapitän Bernd Rische, Christian Hummer, Johannes Kroner und Quirin Bacher fehlte die Hälfte der Hintermannschaft; durch die Ausfälle von Florian Engel und Jens Haller war man auch in der Offensive auf Kante genäht. Und schon nach sechs Sekunden musste Trainer Dominik Quinlan mit noch 14 Feldspieler kräftig improvisieren. Raphael Kaefer bekam den Puck im Gesicht ab und war längst umgezogen (und dann auf dem Weg in die Zahnklinik in München), als die EHCler das 1:0 erzielten (18.).

Im zweiten Abschnitt wurde es zunehmend härter. Die Klosterseer kassierten nach gerade überstandener doppelter Unterzahl den Ausgleich und nach zu halbherzigem Klärungsversuch das 1:2. Nur 28 Sekunden später war man mit dem 2:2 wieder gleichauf. Der kleine Kader musste nach einigen Strafzeiten an die Kraftreserven gehen. Moral, Wille, Einsatz und die Bereitschaft, noch einmal alles zu riskieren, waren nach dem erneuten Rückstand entscheidend, dass das umkämpfte Match in den letzten fünf Minuten noch gedreht wurde.

ESV Buchloe Pirates: Johannes Wiedemann (Alexander Reichelmeir); Andreas Schorer, Maximilian Schorer, Lucas Ruf, Nico Nieberle, David Strodel, Moritz Simon, John Boger, Nicolas Neuber; Alexander Krafczyk, Michal Petrak, Markus Vaitl, Christian Wittmann, Robert Wittmann, Timo Hauck, Lukas Brückner, Marco Göttle, Philip Wolf.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Rudi Schmidt); Nicolai Quinlan, Marinus Kritzenberger, Yannick Kischer, Felix Kaller, Jan Fiedler, Sebastian Sterr; Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Lynnden Pastachak, Philipp Quinlan, Bob Wren, Gennaro Hördt, Vitus Gleixner, Matthias Baumhackl, Simon Roeder.

Torfolge: 0:1 (17:08) Matthias Baumhackl (Bob Wren – 5:4); 1:1 (27:41) Robert Wittmann (Michal Petrak); 2:1 (33:06) Michal Petrak (Alexander Krafczyk, Markus Vaitl); 2:2 (33:34) Felix Kaller (Bob Wren); 3:2 (45:23) Christian Wittmann (5:4); 3:3 (55:05) Florian Gaschke (Gennaro Hördt); 3:4 (58:44) Lynnden Pastachak.

Strafminuten: ESV Buchloe Pirates 14; EHC Klostersee 22.

Hauptschiedsrichter: Michael Fischer und Michael Kees

Zuschauer: 198.

Erste Saisonniederlage für den EHC Klostersee in der laufenden Saison in regulärer Spielzeit. Am Sonntagabend unterlagen die Grafinger dem TEV Miesbach in einem ebenso abwechslungsreichen wie ausgeglichenen Spitzenspiel, das diesem Anspruch auch voll gerecht geworden ist, am Ende etwas unglücklich mit 1:2.
Zu Beginn hatten die Miesbacher mehr vom Spiel, das Team von Dominik Quinlan geriet nach einer Strafzeit schon in der Anfangsphase erst einmal mächtig unter Druck. Dem hielten die Rot-Weißen stand, um sich ab der zehnten Minute selbst einige Top-Chancen zu erspielen. Der überragende TEV-Goalie Anian Geratsdorfer stand EHC-Puckfänger Philipp Hähl in nichts nach, womit man folgerichtig torlos die Seiten tauschte.
Mit hoher Intensität ging es im zweiten Abschnitt weiter. Ausgerechnet in eigener Überzahl ermöglichte ein schlampiger Spielaufbau dem Gast eine Kontermöglichkeit, die prompt in den Maschen landete (28.). Die Klosterseer rannten sich in der Folgezeit immer wieder an der engmaschig stehenden und diszipliert agierenden Miesbacher Deckung fest. Nach dem nächsten Wechsel schnürte der EHC den Gast in deren Zone ein, schon bevor im Powerplay der absolut verdiente Ausgleich gelang (48.). Eineinhalb Minuten später die Entscheidung nach einem schnell vorgetragenen Konter. Die Grafinger haderten mit dem in der Entstehung nicht gegebenen Foul und hatten auch in der Folgezeit nicht mehr das notwendige Glück, noch einmal zu treffen.
EHC Klostersee: Philipp Hähl (Rudi Schmidt); Nicolai Quinlan, Christian Hummer, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Gennaro Hördt, Raphael Kaefer, Lynnden Pastachak, Florian Engel, Philipp Quinlan, Felix Kaller, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Jens Haller, Julian Dengl.

TEV Miesbach: Anian Geratsdorfer (Timon Ewert); Johannes Bacher, Sebastian Deml, Andreas Nowak, Alexander Kirsch, Stefan Mechel; Michael Grabmaier, Bohumil Slavicek, Felix Feuerreiter, Christoph Fischhaber, Patrick Asselin, Stefano Rizzo, Maximilian Meineke, Stephan Stiebinger, Florian Heiß, Sebastian Witt.

Torfolge: 0:1 (27:17) Bohumil Slavicek (Felix Feuerreiter – 4:5); 1:1 (47:26) Lynnden Pastachak (Nicolai Quinlan, Raphael Kaefer – 5:4); 1:2 (48:52) Patrick Asselin.

Strafminuten: EHC Klostersee 10; TEV Miesbach 10.

Hauptschiedsrichter: Markus Sperl und Christoph Ober.

Zuschauer: 454.

Im dritten Auswärtsauftritt der Bayernliga-Aufstiegsrunde machte der EHC Klostersee den dritten Dreier perfekt – und wie! Bei den Schongau Mammuts, in der Hauptrunde als Abschluss-Vierter das Überraschungsteam im Bayerischen Oberhaus gewesen, setzten sich die Grafinger zweistellig mit 10:1 durch. Während die Rot-Weißen das Fehlen einiger Stammkräfte – mit den „gesetzten“ Bob Wren, Florian Gaschke, Gennaro Hördt und Simon Roeder betraf das insbesondere die Offensivreihen, die dadurch auf drei komplette Linien mit den Defendern Marinus Kritzenberger und Felix Kaller aufgefüllt werden mussten – gut kompensieren konnten, suchten die Gastgeber nach einer zweiwöchigen Zwangspause ihre Normalform.
Schon in den ersten 20 Spielminuten bestimmte die Mannschaft von Dominik Quinlan das Geschehen und stellte mit drei Toren bereits da die Weichen für den später so eindeutigen Spielausgang. Mit einem halben Dutzend erfolgreicher Abschlüsse wurde der Vorsprung im zweiten Abschnitt kontinuierlich ausgebaut. Für Philipp Hähl, der bei den wenigen gefährlichen Vorstößen der Mammuts ein gewohnt sicherer Rückhalt war, rückte im Schlussdrittel Backup-Goalie Rudi Schmidt zwischen die Pfosten ein. Der hielt seinen Kasten sauber, während vorne das „zweistellig“ bejubelt werden konnte.
EA Schongau Mammuts: Daniel Blankenburg (ab Min. 23:02 Philipp Wieland); Leonhard Zink, Mathias Schuster, Daniel Holzmann, Philipp Keil, Stefan Saal, Milos Vavrusa; Kevin Steiner, Matthias Müller, Roman Tomanek, Florian Höfler, Florian Seelmann, Simon Maucher, Friedrich Weinfurtner, Willy Knebel, Tobias Findl.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (ab Min. 40:00 Rudi Schmidt); Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Christian Hummer, Sebastian Sterr; Matthias Baumhackl, Raphael Kaefer, Lynnden Pastachak, Florian Engel, Philipp Quinlan, Felix Kaller, Vitus Gleixner, Jens Glombitza, Marinus Kritzenberger.

Torfolge: 0:1 (5:57) Nicolai Quinlan (Lynnden Pastachak, Marinus Kritzenberger – 5:4); 0:2 (9:16) Raphael Kaefer (Nicolai Quinlan); 0:3 (18:25) Florian Engel (Philipp Quinlan, Yannick Kischer); 0:4 (21:57) Marinus Kritzenberger; 1:4 (22:33) Matthias Müller (Simon Maucher, Leonhard Zink); 1:5 (23:02) Matthias Baumhackl (Bernd Rische, Raphael Kaefer); 1:6 (25:01) Florian Engel; 1:7 (31:41) Lynnden Pastachak (Raphael Kaefer, Matthias Baumhackl); 1:8 (38:22) Vitus Gleixner (Christian Hummer, Marinus Kritzenberger); 1:9 (39:13) Felix Kaller (Philipp Quinlan, Yannick Kischer); 1:10 (52:24) Florian Engel (Felix Kaller, Philipp Quinlan).
Strafminuten: EA Schongau Mammuts 8; EHC Klostersee 6.

Hauptschiedsrichter: Christoph Ober und Alexander Karl.

Zuschauer: 143.

Auf eigenem Eis konnte der EHC Klostersee nach der coronabedingt kurzfristigen Absage des Heimspiels gegen den TEV Miesbach, die nach nur einem bestätigten Positiv-Fall teils als „übertrieben“ angesehen wurde, sich nach dem in den Tagen danach weiter ausbreitenden Infektionsgeschehen beim Gegner aber als voll gerechtfertigt herausstellte, in der Bayernliga-Aufstiegsrunde noch nicht ins Geschehen eingreifen. In der Fremde holten sich die Grafinger an diesem Freitagabend den zweiten Dreier. Im Auswärts-Derby bei den Waldkraiburger Löwen setzten sich die Rot-Weißen mit 2:1 durch, mit Blick auf den späten Siegtreffer in der Schlussminute vielleicht ein wenig glücklich, dem Spielverlauf und auch dem Torschuss-Verhältnis (50:26) nach freilich absolut verdient.
Schon im ersten Abschnitt zwang die Truppe um Kapitän Bernd Rische, der in der Raiffeisen-Arena sein 700. (!) Pflichtspiel für seinen Heimatverein absolvierte, den Gastgebern ihren Spielplan auf. Die Löwen kamen, schon früh und zumeist erfolgreich gestört, im Angriff kaum zur Geltung. Der einzige Makel angesichts der Dominanz und einiger erstklassiger Torchancen war die Ausbeute. Mit der knappen 1:0-Führung für die Mannschaft von Dominik Quinlan kamen die Gastgeber gut weg.
An der Spielrichtung änderte sich auch im zweiten Durchgang kaum etwas. Doch die Grafinger bissen sich immer wieder am bestens aufgelegten gegnerischen Schlussmann fest. Knapp zwei Minuten vor Drittelende kam Waldkraiburg aus dem Powerplay heraus zum äußerst schmeichelhaften Ausgleich. Das 1:1 veränderte die Statik in der Partie für die verbleibenden 20 Spielminuten. Nun mischten auch die Hausherren stärker mit. Nur eine Glanztat von Philipp Hähl, der einen Direktschuss nach einem Löwen-Konter Zwei auf Eins entschärfte, verhinderte den auch möglichen Rückstand (45.). Mehr und auch klare Abschlussmöglichkeiten erspielten sich aber auch weiterhin die Klosterseer. 54 Sekunden vor der Sirene, die wie schon in den beiden Hauptrunden-Duellen erneut eine Zusatzschicht bedeutete hätte (die beide male an Waldkraiburg gegangen war), belohnte man sich nach erfolgreichem Offensiv-Pressing und Direktabnahme aus kurzer Distanz.

EHC „Die Löwen“ Waldkraiburg: Christoph Lode (Kevin Yeingst); Thomas Rott, Philipp Seifert, Jan Loboba, Tobias Beck, Fabian Kanzelsberger, Alexander Kanzelsberger, Felix Lode; Christian Neuert, Michal Popelka, Christof Hradek, Leon Decker, Nico Vogl, Florian Brenninger, Tim Ludwig, Patrick Zimmermann, Philipp Lode.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Rudi Schmidt); Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Christian Hummer, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr; Gennaro Hördt, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Philipp Quinlan, Bob Wren, Florian Engel, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Simon Roeder, Felix Kaller.

Torfolge: 0:1 (17:11) Vitus Gleixner (Simon Roeder, Matthias Baumhackl); 1:1 (38:11) Nico Vogl (Leon Decker, Jan Loboda – 5:4); 1:2 (59:06) Raphael Kaefer (Florian Gaschke).

Strafminuten: EHC „Die Löwen“ Waldkraiburg 10; EHC Klostersee 12.

Hauptschiedsrichter: Robert Paule und Florian Meineke.

Zuschauer: 436.

Erfolgreicher Einstieg für den EHC Klostersee in die Bayernliga-Aufstiegsrunde. Auswärts bei den Kempten Sharks setzten sich die Grafinger in einer abwechslungsreichen Partie mit 5:3 durch. Trainer Dominik Quinlan war sowhol mit der offensiven Ausbeute wie auch der defensiven Disziplin hochzufrieden, haderte aber mit einer insbesondere im Schlussdrittel nicht sehr ausgewogenen Schiedsrichterleistung und der folglich enormen Schieflage bei der Verteilung der Strafzeiten in einem insgesamt zwar zweikampfintensiven, aber keineswegs unfairen Schlagabtausch.
Der erste Abschnitt gehörte klar den Rot-Weißen, die sich relativ bald zwei Tore nach vorne gearbeitet hatten und eigentlich noch höher hätten führen können, bevor die Gastgeber kurz vor Drittelende nach einem Bully zum Anschlusstreffer kamen. Zu Beginn des zweiten Durchgangs zogen die EHCler ein paar unnötige Strafen und kamen unter Druck. Der überragende Philipp Hähl im Klosterseer Kasten behielt die Ruhe und den knappen Vorsprung auch in doppelter Unterzahl fest. Durch einen Shorthander und einen klug vorgetragenen Angriff wurde die Führung noch vor dem zweiten Pausentee auf 4:1 ausgebaut.
Nach Wiederbeginn wurde der Drei-Tore-Vorsprung wichtig, das Team um Kapitän Bernd Rische konnte bei reichlich Strafbankaufenthalt und minutenlanger zweifacher Überzahl der Allgäuer davon zehren. Bei nur einem Gegentreffer hielt Hähl (fast) alles, seine Vorderleute räumten trotz schwindender Kräfte durch die Hinausstellungen und einem geschrumpften Kader durch das frühzeitige Ausscheiden von Nicolai Quinlan (im ersten Drittel) und Florian Engel (im zweiten) mit enormen Einsatz und taktischer Disziplin in der Abwehrzone bestens auf. Einer der wenigen Vorstöße in den letzten 20 Spielminuten brachte das befreiende 5:2 (57.). Zwar nahmen die Sharks nach ihrem dritten Tor noch die Torhüterin vom Eis, doch die Klosterseer spielten ihren Part in der restlichen Zeit souverän herunter.
ESC Kempten Sharks: Jennifer Harß (Darian Sommerfeld); Dominik Ochmann, Mauro Seider, Stefan Rott, Eugen Scheffer, Tim Mühlegger, Maximilian Herrmann; Nikolas Oppenberger, Maximilian Schäffler, Lars Grözinger, Anton Zimmer, Robert Lepine, Dennis Paster, Felix Bernau, Philipp Zeiske, Fabian Gmeinder, Alexander von Sigriz.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Rudi Schmidt); Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Christian Hummer, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr; Gennaro Hördt, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Philipp Quinlan, Bob Wren, Florian Engel, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Simon Roeder, Felix Kaller.

Torfolge: 0:1 (2:14) Simon Roeder (Vitus Gleixner, Matthias Baumhackl); 0:2 (6:38) Bob Wren (Florian Engel); 1:2 (19:28) Dominik Ochmann (Mauro Seider, Nikolas Oppenberger); 1:3 (33:11) Gennaro Hördt (Raphael Kaefer – 4:5); 1:4 (38:10) Bob Wren (Philipp Quinlan); 2:4 (45:41) Nikolas Oppenberger (Robert Lepine, Dominik Ochmann – 5:3); 2:5 (56:52) Florian Gaschke (Christian Hummer, Bernd Rische); 3:5 (58:12) Maximilian Schäffler (Mauro Seider, Lars Grözinger).

Strafminuten: EA Kempten Sharks 4; EHC Klostersee 22.

Hauptschiedsrichter: Dominik Merath und Florian Meineke.

Zuschauer: 334.

Von wegen es geht um Nichts mehr. Was die Platzierungen in der Abschlusstabelle der Bayernliga betraf, war das zwar richtig. Der EHC Klostersee war schon vor dem abschließenden Gipfeltreffen im Bayerischen Oberhaus mit dem TEV Miesbach sicher Erster, die Gäste ungefährdeter Zweiter. Dennoch lieferten die beiden Mannschaften ein absolutes Top-Spiel ab, das trotz einiger fehlender Stammkräfte beiderseits kaum Wünsche offen ließ.

In einer bis wirklich zur letzten Sekunden abwechslungsreichen und an Spannung schwer zu überbietenden Partie behielten die Grafinger, bei denen nach dem Fehlen der drei Torhüter Philipp Hähl (Magen-Darm), Dominik Gräubig (noch verletzt) und Rudi Schmidt (noch nicht fit) mit Carsten Aurich und Maximilian Stinauer die zwei U20-Keeper zum Einsatz kamen, schließlich mit 5:4 die Oberhand. Den Schlagabtausch mit beiderseits offenen Visier nach zwei Blitzstarts im ersten und zweiten Abschnitt immer in Führung kontrollierend, kamen die Rot-Weißen nach zehntägiger Zwangspause und nur zwei Trainingseinheiten vor dem Wochenende in den letzten 20 Spielminuten noch gut unter Druck.
Nach dem 4:4-Ausgleich war freilich wieder alles offen, die Mannschaft von Dominik Quinlan hatte unter dem Strich die besseren Abschlussmöglichkeiten. Als man sich auf beiden Seiten wohl bereits auf eine Verlängerung eingestellt hatte, gelang den nicht aufsteckenden EHClern 34 Sekunden vor der Sirene noch der Siegtreffer in der regulären Spielzeit.
Die Hauptrunden-Serie beendete der EHC Klostersee damit nicht nur als Erster, sondern ohne Niederlage in 60 Spielminuten. Nur fünf Mal ging man als Verlierer vom Eis, da aber in der Overtime oder nach Penaltyschießen.

EHC Klostersee: Carsten Aurich (ab Min. 40:00 Maximilian Stinauer); Nicolai Quinlan, Christian Hummer, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Gennaro Hördt, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Philipp Quinlan, Bob Wren, Florian Engel, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Simon Roeder, Felix Kaller.

TEV Miesbach: Anian Geratsdorfer (Timon Ewert); Matthias Bergmann, Sebastian Deml, Nikolaus Meier, Johannes Bacher, Stefan Mechel, Andreas Nowak; Michael Grabmaier, Franz Mangold, Felix Feuerreiter, Dusan Frosch, Benedikt Pölt, Stefano Rizzo, Florian Heiß, Florian Feuerreiter, Maximilian Meineke, Alexander Kirsch, Sebastian Witt, Stefan Kuhn.

Torfolge: 1:0 (0:33) Gennaro Hördt (Florian Gaschke, Raphael Kaefer); 2:0 (11:15) Felix Kaller (Gennaro Hördt, Nicolai Quinlan); 2:1 (12:01) Felix Feuerreiter (Matthias Bergmann); 3:1 (20:47) Philipp Quinlan (Bob Wren, Yannick Kischer – 5:4); 4:1 (21:45) Florian Gaschke (Raphael Kaefer, Sebastian Sterr); 4:2 (29:08) Franz Mangold (Michael Grabmaier, Felix Feuerreiter); 4:3 (40:46) Franz Mangold (Dusan Frosch – 5:4); 4:4 (47:33) Franz Mangold (Felix Feuerreiter); 5:4 (59:26) Florian Engel (Philipp Quinlan, Bob Wren).

Strafminuten: EHC Klostersee 4; TEV Miesbach 10.

Hauptschiedsrichter: Robert Paule.

Zuschauer: 365.

Fast zwei Wochen nach dem letzten Pflichtspiel-Einsatz meldete sich der EHC Klostersee am Freitagabend mit einem 9:2-Erfolg bei den Geretsried River Rats eindrucksvoll zurück. Zu erwarten war das nicht gewesen nach der zweiten Corona-Zwangspause in der laufenden Bayernliga-Saison und den zehn Tagen kompletter „Eis-Abstinenz“ sowie nur zwei kurzen Trainingseinheiten vor der Partie. Der Grafinger Trainer Dominik Quinlan hatte keinen hohen Maßstab angelegt („Laufen, schwitzen und einfach wieder in den Rhythmus kommen“) und war anschließend entsprechend voll des Lobes ob der tadellosen Vorstellung seiner Mannschaft.

Die Rot-Weißen dominierten die Begegnung vom ersten Bully weg und gingen bereits nach 88 Sekunden in Führung. Aus einer kompakten Defensive heraus hatte die Truppe um Kapitän Bernd Rische, der nach Rückenproblemen vorzeitig vom Eis ging, die Sache jederzeit im Griff. Nach dem 4:1-Zwischenstand zur zweiten Pause durfte U20-Keeper Carsten Aurich anstelle von Philipp Hähl zwischen die Pfosten einrücken, der einen guten Eindruck hinterließ und beim Gegentor machtlos war. Offensiv zeigten die Klosterseer im Schlussdrittel ihre Klasse, so dass es am Ende noch richtig deutlich wurde.

ESC Geretsried River Rats: Maximilian Freytag (Johanna May); Dominic Fuchs, Bernhard Jorde, Stephan Englbrecht, Marek Haloda, Paul Gania; Jakob Heigl, Martin Köhler, Florian Strobl, Klaus Berger, Matthias Hölzl, Benedikt May, Xaver Hochstraßer, Luis Huber, Daniel Merl, Daniel Bursch.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (ab Min. 40:00 Carsten Aurich); Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Christian Hummer, Sebastian Sterr; Florian Gaschke, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Bob Wren, Florian Engel, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Simon Roeder, Felix Kaller.

Torfolge: 0:1 (1:28) Bob Wren (Yannick Kischer); 0:2 (8:05) Vitus Gleixner (Yannick Kischer); 1:2 (17:12) Klaus Berger (Marek Haloda, Daniel Bursch); 1:3 (17:50) Felix Kaller (Nicolai Quinlan, Gennaro Hördt); 1:4 (32:37) Florian Engel (4:5); 1:5 (41:11) Florian Engel (Bob Wren, Florian Gaschke – 5:4); 2:5 (43:57) Benedikt May (Luis Huber); 2:6 (49:13) Gennaro Hördt (Raphael Kaefer); 2:7 (50:59) Felix Kaller; 2:8 (54:24) Philipp Quinlan (Florian Engel, Vitus Gleixner); 2:9 (56:12) Raphael Kaefer (Florian Gaschke).

Strafminuten: ESC Geretsried River Rats 6; EHC Klostersee 12.

Hauptschiedsrichter: Rupert Stenzel.

Zuschauer: 224.

Eine erwartet schwere Aufgabe hatte der EHC Klostersee zum Auftakt des Neuen Kalenderjahres vor sich. Gegen die Buchloe Pirates, die man auch in der folgenden Spielrunde der besten acht Bayernligisten wiederteffen wird, setzten sich die Grafinger auf eigenem Eis in einer lange Zeit offenen Partie am Ende knapp mit 2:1 durch. Ohne eine knappe Handvoll Stammkräfte nutzte Trainer Dominik Quinlan den Auftritt, um in den drei Reihen einige bislang nicht ausprobierte personelle Varianten zu testen.
Im ersten Abschnitt versäumten es die Rot-Weißen, in Vorlage zu gehen. Vor allem in zwei Powerplays hatten sich einige Möglichkeiten ergeben, um in Führung zu gehen. Besser machte das der Gast aus dem Allgäu im zweiten Durchgang. Da zappelte der Puck nach einem wahren Sonntagsschuss im Winkel des EHC-Kastens. Die Truppe um Kapitän Bernd Rische blieb dran und schaffte ein paar Minuten später den verdienten Ausgleich.
Mit dem nicht unverdienten Zwischenstand ging es in die restlichen 20 Spielminuten. Da machten die Klosterseer mächtig Druck, aber auch die Pirates hatten per Konter ihre Chancen. Der Siegtreffer fiel spät. Nach Zuckerpass von Yannick Kischer umkurvte Raphael Kaefer blitzschnell das Buchloer Gehäuse und war schließlich per Bauerntrick erfolgreich.
EHC Klostersee: Philipp Hähl (Rudi Schmidt); Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Christian Hummer, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Gennaro Hördt, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Philipp Quinlan, Bob Wren, Florian Engel, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Simon Roeder, Jens Haller.

ESV Buchloe Pirates: Johannes Wiedemann (Alexander Reichelmeir); Andreas Schorer, Nico Nieberle, David Strodel, Moritz Simon, Lucas Ruf, John Boger; Alexander Krafczyk, Michal Petrak, Markus Vaitl, Maximilian Schorer, Robert Wittmann, Peter Brückner, Lukas Brückner, Christian Wittmann, Timo Hauck, Marco Göttle.

Torfolge: 0:1 (23:52) Robert Wittmann (Michal Petrak, Lukas Brückner – 5:4); 1:1 (28:14) Bob Wren (Johannes Kroner, Florian Engel); 2:1 (57:31) Raphael Kaefer (Yannick Kischer).

Strafminuten: EHC Klostersee 8; ESV Buchloe Pirates 8.

Hauptschiedsrichter: Florian Meineke und Stefan Velkoski.

Zuschauer: 384.

Im einzigen Einsatz des Weihnachtswochenendes setzte sich der EHC Klostersee am zweiten Feiertag bei den Kempten Sharks mit 4:1 durch. In einem wahren Spitzenspiel, das vor allem für Taktikliebhaber ein echter Leckerbissen war, dominierten am Ende verdient die Grafinger als Bayernliga-Spitzenreiter bei den gastgebenden Allgäuern, die davor das Eis zehn Mal in Folge als Sieger verlassen hatten.
Mit Blick auf diese Vorzeichen hatte der Spieltag-Planer gewissermaßen schon vorausschauend ein glückliches Händchen für das am Weihnachtsfeiertag für die Fans und Zuschauer immer sehr besondere Spektakel bewiesen. In der Mannschaft von Dominik Quinlan fehlten einige Stammkräfte (unter anderem mit Kapitän Bernd Rische und Marinus Kritzenberger zwei Abwehrstützen und mit dem Kanadier Lynnden Pastachak im Offensivverbund der „frisch verlängerte“ Topskorer), einige andere gingen gehandicapt beziehungsweise angeschlagen in die Partie. Um nicht in Konter zu laufen und dem Gegner in den gefährlichen Bereichen nicht zuviel Raum anzubieten, hatte der EHC-Headcoach seinem Team ein „engmaschiges Auffangnetz“ in der neutralen Zone verordnet. Zuviel Risiko wagten auch die Sharks nicht, weshalb es folgerichtig torlos in die erste Pause ging.
Mit gleicher Einstellung und Spielweise ging´s in den zweiten Abschnitt, in der die beiden Treffer – jeweils einer hüben wie drüben – nach gleichem Strickmuster fielen. Ein verdeckter und damit für den Goalie nicht zu sehender Schuss vom Verteidiger wurde abgefälscht verwertet beziehungsweise als eroberter Rebound in die Maschen gesetzt. Ein leichtes Übergewicht an Chancen hatten die Klosterseer bereits in diesem Mitteldrittel, in dem Kempten unter anderem zwei Mal der Pfosten und gleich doppelt auch ihre Puckfängerin bei Alleingängen vor einem Rückstand bewahrte. Beschäftigungslos war freilich auch Philipp Hähl im EHC-Kasten nicht, der vor allem bei Unterzahl seiner Vorderleute höchstkonzentriert gefordert war.
In den restlichen 20 Spielminuten hatten die EHCler einfach den Tick mehr Körner im Köcher. Beim 2:1, das wie schon der Ausgleich auf das Konto von „Oldie but Goodie“ Bob Wren ging, war erneut ein Verteidiger-Schlagschuss der Türöffner und das beherzte Nachsetzen um den Abpraller der entscheidende Faktor. Der unbedingte Wille von Raphael Kaefer, der zunächst mit einem verzinkten Schlenzer und einem Nachschuss scheiterte, bevor er den zweiten Rebound zum vorentscheidenden 3:1 versenkte. Zwei Minuten vor der Sirene riskierten die Sharks alles und griffen ohne Torhüter an. Doch auch zu Sechst gab es kein Durchkommen gegen die defensiv perfekt stehenden Grafinger, die schließlich noch ein empty-net-goal erzielten.

ESC Kempten Sharks: Jennifer Harß (Darian Sommerfeld); Dominik Ochmann, Noah Keller, Daniel Rau, Stefan Rott, Eugen Scheffer, Lucas Wayne, Alexander von Sigriz; Nikolas Oppenberger, Maximilian Schäffler, Mauro Seider, Anton Zimmer, Robert Lepine, Felix Bernau, Maximilian Herrmann, Lars Grötzinger, Tim Mühlegger, Fabian Gmeinder, Philipp Zeiske, Dennis Paster.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Rudi Schmidt); Christian Hummer, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Matthias Baumhackl, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Florian Engel, Vitus Gleixner, Bob Wren, Simon Roeder, Cedric Eibl.

Torfolge: 1:0 (23:59) Nikolas Oppenberger (Maximilian Schäffler, Dominik Ochmann); 1:1 (32:54) Bob Wren (Sebastian Sterr); 1:2 (42:17) Bob Wren (Jan Fiedler, Simon Roeder); 1:3 (49:43) Raphael Kaefer (Florian Gaschke, Johannes Kroner); 1:4 (59:23) Gennaro Hördt (Florian Engel – ENG).

Strafminuten: EA Kempten Sharks 4; EHC Klostersee 8.

Hauptschiedsrichter: Lars Neelsen.

Zuschauer: 518.

Zwei Tatsachen in Bezug auf den EHC Klostersee haben auch nach dem Derby der Grafinger am Sonntagabend bei den Waldkraiburger Löwen Bestand: Zum einen sind die Rot-Weißen nach regulärer Spielzeit weiterhin ungeschlagen, daneben wartet die Mannschaft von Dominik Quinlan in der Overtime weiterhin auf ihren ersten Zusatzpunkt. Gegen Waldkraiburg lautete das Endresultat wie schon vor eineinhalb Wochen beim Hinspiel 2:3 nach Verlängerung aus Sicht der Klosterseer.
In den ersten beiden Abschnitten hatte die Truppe um Kapitän Bernd Rische, in der nach dem „intensiven“ Heimspiel gegen Schweinfurt eine knappe Handvoll Stammkräfte aus unterschiedlichen Gründen fehlte, mehr vom Spiel, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Zwei Mal gelang dem Spitzenreiter zwar die Führung, doch den Löwen gelang jeweils der Ausgleich. Wie schon im ersten Treffen stand einem durchaus möglichen höheren Vorsprung in erster Linie der gegnerische Schlussmann im Weg. Philipp Hähl war zwei Drittel lang wenig gefordert, war bei einigen gefährlichen Kontern auf der Hut und bei den beiden Gegentoren doch machtlos.
Einen „Nichtangriffspakt“ hatten beide Seiten für die letzten 20 Spielminuten nicht geschlossen, aber das Risiko in der Offensive wurde doch merklich reduziert. Schließlich wollen sich beide Mannschaften nicht leichtfertig ein möglicherweise entscheidendes Ding einfangen. Folgerichtig musste die Entscheidung trotz weiteren Chancen beiderseits jenseits der regulären Spielzeit fallen. Da hatten erneut die Löwen das nötige Glück auf ihrer Seite – zunächst mit einer „Kann-Strafzeit“ gegen die Grafinger und in dieser Überzahl mit einem verdeckten Schlenzer in die Maschen.
EHC „Die Löwen“ Waldkraiburg: Christoph Lode (Kevin Yeingst); Thomas Rott, Philipp Seifert, Felix Lode, Jan Loboda, Daniel Schmidt, Alexander Kanzelsberger; Christian Neuert, Michal Popelka, Sebastian Stanik, Florian Brenninger, Leon Decker, Philipp Lode, Johannes Hipetinger, Patrick Zimmermann, Tim Ludwig.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Rudi Schmidt); Christian Hummer, Bernd Rische, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Bob Wren, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Florian Engel, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Simon Roeder, Jens Haller, Cedric Eibl.

Torfolge: 0:1 (2:59) Christian Hummer (Florian Gaschke, Lynnden Pastachak); 1:1 (18:25) Michal Popelka (Christian Neuert); 1:2 (21:50) Philipp Quinlan (Gennaro Hördt, Yannick Kischer); 2:2 (26:48) Michal Popelka (Christian Neuert, Daniel Schmidt); 3:2 (63:13) Jan Loboda (Christian Neuert, Leon Decker – 4:3).

Strafminuten: EHC „Die Löwen“ Waldkraiburg 6; EHC Klostersee 10.

Hauptschiedsrichter: Alexander Karl und Robert Paule.

Zuschauer: 363.

Nächster Dreier für den EHC Klostersee. Sportlich war die Partie der Grafinger auf eigenem Eis gegen die Schweinfurt Mighty Dogs nicht nur wegen des 7:2 eine letztlich klare und auch in dieser Höhe verdiente Angelegenheit. Ungewöhnlich daher die Flut an Strafzeiten, die sich beide Mannschaften einfingen. Wobei die unnötige Härte nach dem 4:1-Zwischenstand in erster Linie von den Gästen aus Unterfranken ausging, die mit zunächst Raphael Kaefer (Knie-Check gegen den Oberschenkel) im zweiten Abschnitt und im letzten Durchgang auch noch den bereits angeschlagen in die Partie gegangenen Kanadier Lynnden Pastachak (Ellbogencheck abseits des Spielgeschehens) ihre beiden besten Punktesammler vorzeitig vom Eis nehmen mussten. Bei den Mighty Dogs war die zunächst fair, dann aber ohne sichtbaren Grund aus dem Ruder gelaufene Begegnung für Kapitän Semjon Bär in den letzten 20 Spielminuten vorzeitig zu Ende.
Mit dem 1:0 nach nur zehn Sekunden legten die Rot-Weißen nach gewonnenem Startbully einen Blitzstart hin. Zum schnellen Ausbau der Führung fehlte der Truppe um Capitano Bernd Rische – zumeinst wegen eines nicht präzise genug gespielten letzten Passes – der letzte Tick. Schweinfurt machte es beim 1:1 vor, spielte einen schön vorgetragenen Angriff zu Ende und verwertete cool. Allerdings benötigte das Team von Dominik Quinlan nur kurz, um sich zu schütteln und wieder in die eigenen (Offensiv-)Spur zu finden. Noch vor dem ersten Pausentee erarbeitete man sich die erneute Führung.
Im Mitteldrittel war die Sache dann schnell durch: Doppelschlag, Powerplay-Treffer und Shorthander = 6:1-Vorsprung. Mit dem halben Dutzend erfolgreicher Einschüsse im Rücken ließen es die Klosterseer fortan etwas lockerer angehen, schließlich steht in bereits zwei Tagen das bestimmt „heiße“ Derby bei den Waldkraiburger Löwen ins Haus. Noch einmal konnte der EHC-Anhang auf den Rängen jubeln, bevor der Schlusspunkt 16 Sekunden vor der Sirene den Gästen vorbehalten war.
EHC Klostersee: Philipp Hähl (Rudi Schmidt); Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Christian Hummer, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Florian Engel, Vitus Gleixner, Bob Wren, Simon Roeder, Felix Kaller, Jens Haller, Matthias Baumhackl.

ERV Schweinfurt Mighty Dogs: Benedict Roßberg (Anton Hesselbach); Esbjörn Hofverberg, Lucas Kleider, Pascal Kröber, Kevin Marquardt, Dennis Ostertag; Nils Melchior, Dylan Hood, Christian Masel, Kevin Heckenberger, Semjon Bär, Alexander Asmus, Marcel Grüner, Jonas Manger, Joshua Bourne, Jamie Akers.

Torfolge: 1:0 (0:10) Raphael Kaefer (Lynnden Pastachak, Bernd Rische); 1:1 (8:15) Joshua Bourne (Jonas Manger, Marcel Grüner); 2:1 (16:35) Philipp Quinlan (Bob Wren, Gennaro Hördt); 3:1 (23:37) Vitus Gleixner (Simon Roeder, Bob Wren); 4:1 (25:12) Florian Gaschke (Lynnden Pastachak); 5:1 (30:50) Philipp Quinlan (Florian Engel, Johannes Kroner – 5:3); 6:1 (38:05) Florian Engel (Johannes Kroner – 4:5); 7:1 (42:44) Felix Kaller (Christian Hummer); 7:2 (59:44) Nils Melchior (Dennis Ostertag).

Strafminuten: EHC Klostersee 20 plus Spieldauerdisziplinarstrafen (Felix Kaller und Nicolai Quinlan); ERV Schweinfurt Mighty Dogs 25 plus Spieldauerdisziplinarstrafen (Pascal Kröber und Dylan Hood) und Matchstrafe (Dylan Hood).

Hauptschiedsrichter: Stefan Velkoski.

Zuschauer: 295.

Trotz beiderseits fehlender Stammkräfte lieferten sich der EHC Klostersee und die Löwen aus Waldkraiburg am Dienstagabend im Grafinger Eisstadion ein hochklassiges Bayernliga-Duell. Das „Corona-Nachholspiel“ zwischen dem Ersten und dem Vierten des Bayerischen Oberhauses hielt definitiv, was es versprach. Die Rot-Weißen mussten sich beim 2:3 in der Overtime vielleicht vorwerfen, in der regulären Spielzeit den Sack nicht schon zugemacht zu haben. Zwar waren die Gäste auch da sehr präsent und offensiv auch jederzeit gefährlich, doch die größere Anzahl an qualitativ hochwertigen Einschussmöglichkeiten hatte sich die Mannschaft um Kapitän Bernd Rische erspielt.
Es dauerte in der Anfangsphase etwas, bis das Team von Dominik Quinlan den raschen Rückstand aus der vierten Minuten verdaute. Der Ausgleich zur Drittelmitte war dann bestimmt verdient. In den zweiten Abschnitt erwischten die EHCler den besseren Start. Nach nur 23 Sekunden zappelte der Puck im Löwen-Gehäuse. Und die Klosterseer setzten nach, doch es blieb beim engen 2:1. Im Schlussdrittel profitierte Waldkraiburg vom knappen Spielstand, zog in doppelter Überzahl gleich (53.). Spannend und mit Chancen beiderseits ging es in die letzten Minuten, wobei die Grafinger noch zwei Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit zwei erstklassige Möglichkeiten vorfanden.
Die Verlängerung verlief aus Sicht des EHC unglücklich. Eine „provozierte“ Strafzeit sorgte für Ärger auf der Klosterseer Bank – und eine zweifache Unterzahl. Die war gerade überstanden, als man nach einem Offensiv-Bully in den Konter lief und den entscheidenden Treffer kassierte.
EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Rudi Schmidt); Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Vitus Gleixner, Simon Roeder, Bob Wren, Felix Kaller, Cedric Eibl.

EHC „Die Löwen“ Waldkraiburg: Christoph Lode (Kevin Yeingst); Philipp Seifert, Tobias Beck, Jan Loboda, Fabian Kanzelsberger, Daniel Schmidt, Alexander Kanzelsberger; Christian Neuert, Michal Popelka, Thomas Rott, Felix Lode, Patrick Zimmermann, Leon Decker, Philipp Lode, Johannes Hipetinger, Kevin Schneider.

Torfolge: 0:1 (3:06) Philipp Lode; 1:1 (8:27) Simon Roeder (Johannes Kroner); 2:1 (20:23) Raphael Kaefer (Lynnden Pastachak, Bernd Rische); 2:2 (52:03) Michal Popelka (Philipp Seifert – 5:3); 2:3 (63:05) Leon Decker (4:4).

Strafminuten: EHC Klostersee 14; EHC „Die Löwen“ Waldkraiburg 14.

Hauptschiedsrichter: Alexander Karl.

Zuschauer: 291.