Dritter Drei-Punkte-Sieg für den EHC Klostersee innerhalb von sechs Tagen. Nach den zwei Gastspiel-Erfolgen in Schweinfurt und Pfaffenhofen schossen die Grafinger die Pinguine vom EHC Königsbrunn mit einem deutlichen 9:1 aus der heimischen Scheune. Satte und fast unglaubliche 25 (!) Tore haben die Rot-Weißen in den drei Pflichtspielen seit Dienstag damit erzielt. Das Trumpfass des Teams von Dominik Quinlan ist dabei die Ausgeglichenheit. Die erfolgreichen Einschüsse ins gegnerische Gehäuse teilten sich erneut alle drei Blöcke.
Gegen die Gäste aus dem bayerischen Schwabenland war mit drei Treffern im ersten Abschnitt, in dem es mit kurzer Unterbrechung bei zwei vollen Minuten doppelter Unterzahl auf dem Eis praktisch ausschließlich in eine Richtung ging, der Spielausgang mehr oder weniger schon vorgegeben. Im eher zerfahren verlaufenen Mitteldrittel trafen die Pinguine in zweifacher Überzahl, die Truppe um Kapitän Bernd Rische quasi im Gegenzug innerhalb von 26 Sekunden per Doppel-Shorthander (beim zweiten Break war die Strafzeit gerade abgelaufen)zum vorentscheidenden 5:1-Zwischenstand.
Gestillt war der Torhunger der EHCler damit noch längst nicht. Durch den Viererpack in den verbleibenden 20 Spielminuten schrammten die Königsbrunner, die nach dem fünften Gegentor ihren Torhüter wechselten, gerademal so an einer zweistelligen Abfuhr vorbei.
Weiter geht´s für die Klosterseer bereits am Dienstagabend (20 Uhr) im Nachhol-Heimderby gegen die Waldkraiburger Löwen.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Florian Engel, Philipp Quinlan, Gennaro Hördt, Vitus Gleixner, Bob Wren, Simon Roeder, Felix Kaller.

EHC Königsbrunn Pinguine: Markus Kring (ab Min. 29:49 Donatas Zukovas); Luca Szegedin, Alexander Strehler, Michael Rudolph, Max Petzold, David Farny, Philipp Sander, Joshua Tsui, Ron Bullnheimer; Maximilian Arnawa, Maximilian Merkel, Linus Voit, Marc Barchmann, Julian Becher, Hayden Trupp, Nicolas Baur, Tim Bullnheimer, Jakub Bitomsky, Marvin Sorkale, Anton Rauh.

Torfolge: 1:0 (1:57) Bob Wren (Simon Roeder); 2:0 (10:59) Bernd Rische (Raphael Kaefer, Simon Roeder); 3:0 (14:35) Vitus Gleixner (Gennaro Hördt, Yannick Kischer); 3:1 (28:25) Julian Becher (Maximilian Arnawa, Hayden Trupp – 5:3); 4:1 (29:23) Lynnden Pastachak (Florian Gaschke – 4:5); 5:1 (29:49) Lynnden Pastachak (Raphael Kaefer, Johannes Kroner); 6:1 (45:43) Raphael Kaefer (Nicolai Quinlan, Lynnden Pastachak); 7:1 (52:27) Bob Wren (Nicolai Quinlan, Raphael Kaefer – 5:4); 8:1 (55:23) Felix Kaller; 9:1 (56:48) Raphael Kaefer.

Strafminuten: EHC Klostersee 16; EHC Königsbrunn Pinguine 14.

Hauptschiedsrichter: Philipp Sintenis.

Zuschauer: 272.

Ungefährdeter Drei-Punkte-Erfolg für den EHC Klostersee. Sozusagen inmitten der zwei „Englischen Wochen“ mit zwei der insgesamt drei Nachholpartien setzten sich die Grafinger am Freitagabend drei Tage nach dem Kantersieg bei den Schweinfurt Mighty Dogs (11:1) auswärts bei den Eishogs des EC Pfaffenhofen klar mit 5:0 durch. Den Rot-Weißen genügte gegen die personell angeschlagenen und dadurch mit einem sehr überschaubaren Kader angetretenen Gastgeber eine solide Vorstellung, um als verdienter Sieger vom Eis zu gehen.
Konzentriert und fokussiert ging die Truppe um Kapitän Bernd Rische das Gastspiel in der Hallertau an. Die Führung im ersten Drittel fiel mit nur einem Treffer eher knapp aus. Zum einen blieben zwei, drei erstklassige Einschussmöglichkeiten ungenutzt, dazu war Dominik Gräubig im EHC-Kasten bei ein paar nicht ungefährlichen Vorstößen der Eishogs durchaus gefordert. Headcoach Dominik Quinlan wies beim Pausentee auf die Freiheiten der gegnerischen Angreifer hin, die diesen durch zu große Abstände gewährt worden war.
Im zweiten Abschnitt wurde nicht mehr so passiv verteidigt, Pfaffenhofens Offensivkräfte vor dem eigenen Gehäuse zumeist frühzeitig in ungefährliche Bereiche abgedrängt. Und auch nach vorne ging´s weitaus konzentrierter; das letzte, entscheidende Zuspiel kam öfter punktgenau und so konnte der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut werden. Mit dem 5:0 zu Beginn der letzten 20 Spielminuten war der Dreier bereits im Gepäck, weshalb die Klosterseer auch mit Blick auf das noch folgend stramme Programm – Sonntag Heimpartie gegen Königsbrunn, Dienstag Nachholspiel gegen Waldkraiburg, nächsten Freitag die Ulm Devils zu Gast in der Scheune und schließlich Sonntag in einer Woche Derby bei den Erding Gladiators – das Spieltempo merklich drosselten. Und sich vorrangig auf die Absicherung des „shut-outs“ für Keeper Gräubig konzentrierten.
EC Pfaffenhofen Eishogs: Thomas Hingel (ab Min. 40:00 Franziska Albl); Liam Hätinen, Julian Dost, Kareem Hätinen, Elias Maier; Nick Endress, Daniel Hanlon, Jakub Felsöci, Robert Neubauer, David Felsöci, Moritz Neureuther, Dominik Thebing.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Philipp Hähl); Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Florian Engel, Philipp Quinlan, Gennaro Hördt, Vitus Gleixner, Bob Wren, Felix Kaller.

Torfolge: 0:1 (4:39) Yannick Kischer (Florian Engel); 0:2 (28:58) Vitus Gleixner (Bob Wren, Sebastian Sterr); 0:3 (32:59) Philipp Quinlan (Gennaro Hördt, Yannick Kischer – 5:4); 0:4 (37:01) Yannick Kischer (Raphael Kaefer, Lynnden Pastachak); 0:5 (39:38) Florian Gaschke.

Strafminuten: EC Pfaffenhofen Eishogs 4; EHC Klostersee 4.

Hauptschiedsrichter: Michael Fischer.

Zuschauer: 95.

Mit Beginn der Transferperiode in der Bayernliga konnte der EHC Klostersee seinen Kader noch einmal hochwertig aufstocken. Mit Verteidiger Christian Hummer ist ein echtes Eigengewächs der Grafinger Rot-Weißen zurück in der Mannschaft von Trainer Dominik Quinlan. Der 28 Jahre junge Verteidiger hat seine Nachwuchszeit im Talentschuppen des EHC verbracht und für seinen Heimatverein bis 2015 auch in der Oberliga Süd gespielt. Dann entschied sich der Abwehrspieler für eine Profi-Karriere und wechselte zum SC Riessersee. Vor zweieinhalb Jahren beendete er dort seine Eishockey-Laufbahn zugunsten der Ausbildung im Polizeidienst.
„Chris ist ein Ur-EHCler, der hier in Grafing das Schlittschuhlaufen gelernt und alle Nachwuchsmannschaften durchlaufen hat. Das ist genau unsere Vereinsphilosophie und so einer ist natürlich immer ein Thema, wenn sich das ergibt“, betonte Präsident Sascha Kaefer. Zumal sich Christian Hummer noch „im besten Sportleralter“ befinde.
Headcoach Quinlan freut sich über die Verstärkung der Hintermannschaft, die das Team noch einmal aufwerte: „Wie schon unser Klubchef gesagt hat, ist einer aus unserer Mitte immer willkommen. Chris hat bei den Eiszeiten mit den Alten Herren hier gemerkt, dass er noch richtig Lust hat und er ist körperlich und konditionell nach wie vor absolut topfit. Da wäre es schon fahrlässig, das auszuschlagen und ihn nicht zu nehmen.“
An die 250 Pflichtspieleinsätze in der Oberliga Süd für die Klosterseer und Garmisch sowie mehr als 150 Zweitligaeinsätze in Reihen der Riesserseer bringt er an Erfahrung mit ein. Nach Beendigung der (kasernierten) Polizei-Ausbildung studiert Christian Hummer aktuell an der Bayerischen Beamtenfachholschule Fürstenfeldbruck (Fachbereich Polizei) mit dem Ziel der Kommissars-Laufbahn. Der damit „geregelte“ Tagesablauf ohne Schichtdienst ermöglicht dem inzwischen verheirateten Familienvater einer einjährigen Tochter, der schon seit zwei Jahren wieder in der Bärenstadt wohnt und lebt, eine regelmäßige Teilnahme am Trainings- und Spielbetrieb der Rot-Weißen.

Das erste von insgesamt drei Nachholspielen, die der EHC Klostersee nach der mehrwöchigen Corona-Zwangspause bis Ende des Kalenderjahres „nacharbeiten“ muss, wurde sehr erfolgreich gestaltet. Bei den Schweinfurt Mighty Dogs setzten sich die Grafinger an diesem Dienstagabend klar und deutlich mit 11:1 durch. Trainer Dominik Quinlan hatte nach dem Teilerfolg zwei Tage davor bei den Amberg Wild Lions (2:3 nach Verlängerung) an sein Team appelliert, neben der auch da gezeigten kompakten Defensive beim Gastspiel in Unterfranken möglichst auch das die Abschlussquote zu verbessern, insbesondere um mehr Ruhe in das eigene Spiel zu bekommen.
Gesagt, getan könnte man meinen, denn die Rot-Weißen kontrollierten die Partie in Schweinfurt vom ersten Bully weg. Hinten konnte man sich auf Puckfänger Philipp Hähl verlassen, der in den ersten Minuten drei, vier Mal gefordert war und sich mit sicheren Paraden früh die notwendige Sicherheit holen konnte. Dazu wurde in der Offensive schnell für klare Verhältnisse gesorgt. Nach dem frühen 1:0 durch Yannick Kischer, der seine starke Form aus den ersten Saisonwochen über die „spielfreie Zeit“ in den ersten November-Wochen mitnehmen konnte, gab ein Doppelschlag der EHCler in der 11. Minute innerhalb von 41 Sekunden bereits die Richtung vor.
Die Mighty Dogs hatten dem Kombinationsspiel der Klosterseer an diesem Abend kaum etwas entgegenzusetzen. Kontinuierlich baute die Truppe um Kapitän Bernd Rische, die mit drei Powerplay-Toren in drei Überzahlspielen eine nicht alltägliche 100-Prozent-Quote hinlegen konnte, den Vorsprung aus. Bei den Grafingern, bei denen mit Florian Engel der letzte „Corona-Patient“ erstmals wieder an Bord war, klappte fast alles, was auch an dem zweistelligen Endresultat abzulesen ist.
ERV Schweinfurt Mighty Dogs: Benedict Roßberg (ab Min. 35:40 Anton Hesselbach); Esbjörn Hofverberg, Lucas Kleider, Pascal Kröber, Kevin Marquardt, Leonardo Ewald, Dennis Ostertag; Nils Melchior, Dylan Hood, Christian Masel, Kevin Heckenberger, Semjon Bär, Alexander Asmus, Moritz Schlick, Jonas Manger, Joshua Bourne, Jamie Akers, Joey Akers.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Florian Engel, Philipp Quinlan, Vitus Gleixner, Jens Haller, Bob Wren, Felix Kaller.

Torfolge: 0:1 (3:54) Yannick Kischer (Philipp Quinlan, Florian Engel); 0:2 (10:01) Bob Wren (Quirin Bacher, Philipp Hähl); 0:3 (10:42) Philipp Quinlan (Florian Engel); 0:4 (17:20) Vitus Gleixner (Philipp Quinlan, Bob Wren – 5:4); 0:5 (24:13) Bernd Rische (Philipp Quinlan, Lynnden Pastachak); 0:6 (25:13) Florian Gaschke (Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer); 0:7 (30:12) Florian Gaschke (Bernd Rische, Lynnden Pastachak – 5:4); 1:7 (33:34) Christian Masel; 1:8 (35:14) Bernd Rische (Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer – 5:4); 1:9 (37:31) Raphael Kaefer (Nicolai Quinlan, Yannick Kischer); 1:10 (40:31) Raphael Kaefer (Nicolai Quinlan, Yannick Kischer); 1:11 (48:59) Quirin Bacher (Bob Wren).

Strafminuten: ERV Schweinfurt Mighty Dogs 6; EHC Klostersee 6.

Hauptschiedsrichter: Markus Sperl.

Zuschauer: 204.

Verlängerung und Penaltyschießen sind in der laufenden Bayernliga-Hauptrunde noch nicht das Ding des EHC Klostersee. Am Sonntagabend unterlagen die Grafinger bei den Wild Lions des ERSC Amberg in der Overtime mit 2:3. Beim entscheidenden Treffer zugunsten der Gastgeber nach nur 18 Sekunden der Zusatzspielzeit haderte das Team um Kapitän Bernd Rische mit der Entscheidung beziehungsweise dem „Nicht-Eingreifen“ der Unparteiischen in der Entstehung. Da wurde der Verteidiger der EHCler im Aufbau von den Beinen geholt, was den Ambergern eine „Drei-auf-Null-Situation“ vor dem machtlosen Keeper Philipp Hähl bescherte. Vorwerfen mussten sich die Rot-Weißen, von den zahlreichen klaren Einschussmöglichkeiten in den Abschnitten zwei und drei nur ganze zwei genutzt zu haben.
Im Startdrittel lief zunächst alles nach Plan für die Mannschaft von Dominik Quinlan. Gleich im ersten Powerplay zappelte der Puck im gegnerischen Gehäuse, nachdem ein Distanzschuss unmittelbar vor dem ERSC-Torhüter noch abgefälscht wurde. Die EHCler waren tonangebend, doch eine kurze Phase der Unordnung in der eigenen Zone nutzten die Wild Lions zum Ausgleich. Amberg nahm den Schwung des Tores mit in den nächsten Durchgang, ohne jedoch wirklich torgefährlich zu sein. In der 28. Minute lagen die Klosterseer wieder vorne. Ein Schlenzer von der blauen Linie wurde kurz vor Timon Bätge erfolgreich abgefälscht.
Der Goalie der Wild Lions bewahrte sein Team mehrmals vor einem höheren Rückstand und hatte beim Pfostenschuss durch Nicolai Quinlan auch das Glück auf seiner Seite. Die Grafinger versäumten auch nach dem zweiten Pausentee einen weiteren Treffer. Nachdem sich die Hausherren etwas glücklich das 2:2 erarbeitet hatten, musste der EHC in der Schlussphase in Unterzahl das Remis verteidigen.
In der „Bonus-Time“ stand Fortuna weiterhin auf Seiten der Wild Lions. Die gute Nachricht für die Klosterseer: Der gutgeschriebene Punkt reichte, um sich die Tabellenführung im Bayerischen Oberhaus zurückzuholen.
Am eigentlich freien Montag bittet Headcoach Quinlan seine Jungs zur lockeren Trainingseinheit, denn bereits am Dienstagabend (20 Uhr) geht es zum Nachholspiel nach Schweinfurt zu den Mighty Dogs.
ERSC Amberg Wild Lions: Timon Bätge (Carsten Metz); Kevin Schmitt, Marc Roth, Andreas Pielmeier, Lukas Salinger, Richard Stütz, Leon Koppitz; Shawn Campbell, Brett Mennear, Ryan Murphy, Felix Köbele, Michael Kirchberger, Marco Pronath, Florian Bocu, Daniel Krieger, Leon Hartl, Daniel Troglauer, Kevin Meier.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Vitus Gleixner, Jens Haller, Bob Wren, Simon Roeder, Cedric Eibl.

Torfolge: 0:1 (8:50) Vitus Gleixner (Yannick Kischer, Gennaro Hördt – 5:4); 1:1 (17:05) Marc Roth (Shawn Campbell, Kevin Schmitt); 1:2 (27:34) Kevin Pastachak (Bernd Rische); 2.2 (49:50) Leon Hartl (Daniel Krieger); 3:2 (60:18) Kevin Schmitt (Brett Mennear).

Strafminuten: ERSC Amberg Wild Lions 12; EHC Klostersee 12.

Hauptschiedsrichter: Markus Sperl.

Zuschauer: 202.

Der EHC Klostersee ist zurück in der Erfolgsspur. Zwar war man im Heim-Derby gegen die Eispiraten Dorfen noch um Einiges entfernt von der spieltechnischen Leichtigkeit aus den Wochen bevor die Corona-Welle fast die gesamte Mannschaft von Dominik Quinlan niedergestreckt hatte. Einsatz und Kampf und auch die Moral sind absolut intakt im Team um Kapitän Bernd Rische, das gegen den Rivalen aus dem nördlichen Nachbarlandkreis einen 0:4-Rückstand nicht nur egalisierte, sondern sich am Ende mit 5:4 sogar noch einen Dreier sicherte. Nach vor allem einem Startdrittel „zum Vergessen“ ein letztlich nicht unverdienter Spielausgang zugunsten der Rot-Weißen, die sich in die Partie zurückbissen und auch unglückliche Entscheidungen wegsteckten.
Nach zu großen Abständen in der Mittel- und vor allem auch der Abwehrzone und dem folgerichtigen 0:3-Rückstand gegen defensiv sehr diszipliniert und offensiv äußerst effektiv auftretende Gäste wechselte Headcoach Quinlan schon früh den Torhüter. Dominik Gräubig, der bei den Gegentoren keine allzu glückliche Figur hinterließ, räumte den Platz zwischen den Pfosten bereits nach knapp 17 Minuten für Philipp Hähl.
Schon der zweite Abschnitt stand ganz im Zeichen der Grafinger, die allerdings mit Schiedsrichterentscheidungen haderten. Fünf Mal (!) traf in diesem Drittel der Kanadier Lynnden Pastachak, doch zwei Treffer fanden – zu unrecht wie die Wiederholungen auf Sprade-TV ganz klar bewiesen – keine Anerkennung. Nachdem die einzig nennenswerte Möglichkeit der Eispiraten zum 0:4 geführt hatte, machten sich die Klosterseer an die Aufholjagd. Nach den drei erfolgeichen (und gegebenen) Einschüssen von Pastachak stellte Florian Gaschke zu Beginn des Schlussdrittels auf 4:4. Profitiert haben die EHCler dabei von einem Handgemenge ausgelöst durch einen überharten Check eines Dorfener Verteidigers, der eine Matchstrafe zur Folge hatte.
In den letzten 20 Spielminuten konnten die schon mit kleinem Kader angetretenen und weiter dezimierten ESCler kaum mehr für Entlastung sorgen. Gut drei Minuten vor dem Ende führte eine der zahlreichen klaren Chancen der Klosterseer zum 5:4-Siegtor.
EHC Klostersee: Dominik Gräubig (ab Min. 16:52 Philipp Hähl); Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Felix Kaller, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Vitus Gleixner, Matthias Baumhackl, Jens Haller, Simon Roeder, Bob Wren.

ESC Eispiraten Dorfen: Luca Endres; Gaspr Susanj, Florian Fischer, Simon Franz, Erik Walter, Benedikt Dietrich; Tomas Vrba, David Hrazdira, Maximilian Steiner, Sandro Schroepfer, Christoph Obermaier, Christoph Lönnig, Florian Hartl, Josef Folger, Philipp Schumann.

Torfolge: 0:1 (3:38) Benedikt Dietrich (David Hrazdira); 0:2 (4:24) Maximilian Steiner (David Hrazdira, Gaspr Susanj); 0:3 (16:52) Florian Fischer (Tomas Vrba, Gaspr Susanj – 5:4); 0:4 (27:53) David Hrazdira (Tomas Vrba); 1:4 (30:49) Lynnden Pastachak (Nicolai Quinlan – 5:4); 2:4 (37:16) Lynnden Pastachak (Nicolai Quinlan); 3:4 (39:10) Lynnden Pastachak (Nicolai Quinlan, Florian Gaschke – 5:4); 4:4 (41:01) Florian Gaschke (Raphael Kaefer, Nicolai Quinlan – 5:4); 5:4 (56:47) Lynnden Pastachak (Florian Gaschke).

Strafminuten: EHC Klostersee 11 plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Matthias Baumhackl); ESC Eispiraten Dorfen 24 plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Philipp Schumann) und Matchstrafe (Benedikt Dietrich).

Hauptschiedsrichter: Rupert Stenzel.

Zuschauer: 263.

Auch im zweiten Bayernliga-Spitzenspiel zwischen dem EHC Klostersee und den Miners vom TSV Peißenberg reichte die reguläre Spielzeit nicht aus. Diesmal hängten der aktuell Erst- und Drittplatzierte an die 60 Minuten und die fünfminütige Overtime sogar noch ein nervenaufreibendes Penaltyschießen dran, das die gastgebenden Peißenberger mit einem Treffer bei ansonsten vergebenen Versuchen (offenbar waren die angetretenen Schützen mit ihrer Kraft und damit der nötigen Konzentration zum erfolgreichen Abschluss nach einem intensiv geführten Fight am Ende) für sich entscheiden konnten. Ein 4:5 stand aus Sicht der Grafinger Rot-Weißen letztlich auf der Anzeigetafel, wofür sich die nach der Partie kräftemäßig nur wenige Tage nach der Rückkehr ins Training völlig ausgelaugte Truppe von Dominik Quinlan hochverdient einen Zähler gutschreiben lassen durften.
„Auch wenn sich das vielleicht komisch anhört, angesichts der aktuellen Situation bin ich zufrieden. Die Jungs haben alles gegeben und reingehauen. Zum Schluss waren wir mit den Kräften einfach am Ende“, war Headcoach Quinlan mit sich und der Vorstellung seiner Mannschaft im Reinen. Zwei Spielabschnitte hatten die Klosterseer das Geschehen in der Peißenberger Eishalle diktiert und dominiert. Der knappe Vorsprung zum ersten Pausentee war verdient und hätte angesichts weiterer erstklassiger Chancen sogar höher als 2:1 ausfallen können. Einzig die Torausbeute war es auch, die – wenn überhaupt – im zweiten Durchgang zu bekritteln gewesen ist. Ein Törchen war ob der offensiven Überlegenheit und sehr stabiler Defensive, die nur einen einzigen gefährlichen Konter zuließ, eigentlich zu wenig.
Die Folgen bekamen die EHCler in den verbleibenden 20 Spielminuten zu spüren, als der Tank zunehmend leer wurde und man den zwei schnell vorgetragenen Angriffen der Miners gleich in der Anfangsphase nichts entgegenzusetzen hatte. Dank einer Riesenmoral wurde der 3:4-Rückstand fast postwendend mit dem erneuten Ausgleich gekontert. In der Schlussphase parierte Philipp Hähl einen umstrittenen (von einem Linesman dem Hauptschiedsrichter „geflüsterten“) Penalty, bevor es nach torloser Overtime ins Penaltyschießen ging – mit bereits geschildertem Ausgang.

TSV Peißenberg Miners: Korbinian Sertl (Jonathan Kornreder); Martin Lidl, Maximilian Malzatzki, Andreas Kreutterer, Tobias Maier, Maximilian Brauer, Lukas Bucher; Athanasios Fissekis, Tomas Rousek, Dominik Krabbat, Sinan Ondörtoglu, Martin Andrä, Dominik Ebentheuer, Matthäus Lidl, Markus Andrä, Max Willberger, Tim Vogl, Markus Wohlgemuth, Nikolai Petz.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Sebastian Sterr, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Quirin Bacher, Jan Fiedler; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Matthias Baumhackl, Simon Roeder, Vitus Gleixner, Cedric Eibl.

Torfolge: 0:1 (6:54) Philipp Quinlan (Florian Gaschke); 1:1 (9:58) Tomas Rousek (Maximilian Malzatzki, Dominik Krabbat – 5:4); 1:2 (17:26) Yannick Kischer (Lynnden Pastachak, Sebastian Sterr); 1:3 (21:07) Yannick Kischer (Philipp Quinlan, Johannes Kroner); 2:3 (41:37) Sinan Ondörtoglu (Max Willberger, Martin Andrä); 3:3 (42:22) Athanasios Fissekis (Tomas Rousek, Dominik Krabbat); 4:3 (53:13) Dominik Krabbat (Maximilian Malzatzki, Athanasios Fissekis); 4:4 (54:16) Lynnden Pastachak (Gennaro Hördt); 5:4 (65:00) Tomas Rousek (Penalty).

Strafminuten: TSV Peißenberg Miners 10; EHC Klostersee 9.

Hauptschiedsrichter: Dominik Merath.

Zuschauer: 402.

Nach genau 19 Tagen Spielpause aufgrund vieler Corona-Fälle in der Mannschaft holte sich der EHC Klostersee beim Wiedereinstieg in die Bayernliga-Punkterunde am Freitagabend seine erste Saisonniederlage ab. Der Heimauftritt gegen die defensiv extrem kompakten Peißenberg Miners mit Teufelskerl Korbinian Sertl zwischen den Pfosten ging mit 0:1 nach Verlängerung verloren – womit sich die Rot-Weißen die erste nicht mit drei Pluspunkten gekrönte Vorstellung im Bayerischen Oberhaus mit zumindst noch einem Zähler versüßen konnten.
Große Vorwürfe konnte man den Grafingern, die die Begegnung trotz des Fehlens einiger wichtiger Stammkräfte beherrschten und sich eine Vielzahl an guten Tormöglichkeiten erspielten, nicht machen. Entweder ein Lattenpendler oder ein Pfostenknaller oder eben der überragende Gäste-Schlussmann verhinderten nicht nur einen erfolgreichen Einschuss. Schon im ersten Abschnitt biss sich die Mannschaft von Dominik Quinlan die Zähne an der dicht gestaffelten Deckung der Gäste aus, die in den letzten Minuten des Startdrittels ihre beste Phase hatten. Da aber bewahrte der erstmals nach langer Verletzungspause eingesetzte Dominik Gräubig zwischen den Pfosten mit zwei, drei „Super-Saves“ die EHCler vor einem möglichen Rückstand.
Die weiteren zwei Spieldrittel gestalteten die Klostersee mit vielen Offensivaktionen (Torschuss-Verhältnis allein im zweiten Durchgang 20:5), dazu wurde hinten kaum etwas zugelassen. Trotzdem stand beiderseits weiterhin die Null auf der Anzeigetafel. Allerdings brachte man gegen die „Betonmischer“ aus Peißenberg immer weniger Zwingendes zustande. Entschieden hat die Partie nach nur 17 Sekunden in der Verlängerung schließlich ein eher harmloser, von der rechten Außenbahn abgegebener Schlenzer, der irgendwie durchrutschte und in den Maschen landete.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Philipp Hähl); Sebastian Sterr, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Quirin Bacher, Jan Fiedler, Felix Kaller; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Vitus Gleixner, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Matthias Baumhackl, Jens Haller, Simon Roeder, Cedric Eibl.
TSV Peißenberg Miners: Korbinian Sertl (Jonathan Kornreder); Martin Lidl, Maximilian Malzatzki, Dominik Ebentheuer, Maximilian Brauer, Lukas Bucher, Andreas Kreutterer, Tobias Maier; Sinan Ondörtoglu, Athanasios Fissekis, Tomas Rousek, Martin Andrä, Tim Vogl, Bernhard Schmid, Matthäus Lidl, Max Willberger, Nikolai Petz.

Torfolge: 0:1 (60:17) Tomas Rousek (Martin Lidl).

Strafminuten: EHC Klostersee 14; TSV Peißenberg Miners 16.

Hauptschiedsrichter: Robert Heinze.

Zuschauer: 320.

Beim zehnten Streich des EHC Klostersee in Folge gab es zunächst Süßes für die Kids auf dem Weg vom Kabinentrakt auf die Eisfläche und dort dann Saures für die Sharks vom ESC Kempten. Mit 5:2 holten sich die Grafinger am Halloween-Abend den – unglaublich, aber wahr – zehnten Dreier nacheinander, womit die Tabellenführung in der Bayernliga natürlich weiter gefestigt werden konnte.
Voll fokussiert starteten die Rot-Weißen vom ersten Anspiel weg in Richtung Gäste-Gehäuse. Die Allgäuer standen im ersten Abschnitt überwiegend mächtig unter Druck. Der einzige Vorwurf an die Truppe um Kapitän Bernd Rische konnte das Auslassen einiger hochkarätiger Einschussmöglichkeiten sein; die 2:0-Führung fiel für die Sharks sehr freundlich aus. Im zweiten Durchgang legte die Mannschaft von Dominik Quinlan den dritten Treffer nach, bevor Kempten stärker wurde und die Partie zunehmend ausgeglichen gestalten konnte. Den Anschlusstreffer der Gäste konterten die EHCler knapp zwei Minuten vor dem nächsten Pausengang mit dem 4:1.
Ein sehr wichtiges Tor zum genau richtigen Zeitpunkt, denn die kampf- und laufstarken Sharks gaben sich noch längst nicht geschlagen. Nach deren Powerplay-Einschuss gleich zu Beginn der verbleibenden 20 Spielminuten wurde es noch einmal sehr spannend mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. Richtig durch waren die Klosterseer erst mit dem Empty-net-Goal eineinhalb Minuten vor dem Ende durch den direkt von der Strafbank kommend durchstartenden Lynnden Pastachak.
EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Florian Engel, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Matthias Baumhackl, Bob Wren, Vitus Gleixner, Simon Roeder.

ESC Kempten Sharks: Darian Sommerfeld (Jennifer Harß); Daniel Rau, Stefan Rott, Noah Keller, Eugen Scheffer, Mauro Seider; Joonas Houvinen, Robert Lepine, Nikolas Oppenberger, Lars Grötzinger, Maximilian Schäffler, Anton Zimmer, Timo Schirrmacher, Maximilian Herrmann, Felix Bernau, Alexander von Sigriz, Dennis Paster.

Torfolge: 1:0 (3:12) Florian Engel (Philipp Quinlan, Johannes Kroner); 2:0 (11:39) Yannick Kischer (Florian Engel, Florian Gaschke); 3:0 (24:00) Yannick Kischer (Florian Engel, Florian Gaschke – 5:4); 3:1 (26:05) Robert Lepine; 4:1 (38:10) Lynnden Pastachak (Raphael Kaefer); 4:2 (41:19) Eugen Scheffer (Nikolas Oppenberger, Lars Grötzinger – 5:4); 5:2 (58:36) Lynnden Pastachak (Yannick Kischer, Gennaro Hördt – ENG).

Strafminuten: EHC Klostersee 12; ESC Kempten Sharks 14.

Hauptschiedsrichter: Florian Meineke und Robert Paule.

Zuschauer: 503.

Nicht ein, sondern das erwartet harte Stück Arbeit hatte der EHC Klostersee an diesem Freitagabend beim Gastspiel in Buchloe gegen die Pirates zu bewältigen, bevor man sich durch ein erkämpftes 6:4 den nun bereits neunten Dreier in Serie gutschreiben lassen durfte. Die Tabellenführung konnten die Grafinger damit natürlich weiter festigen und den Vorsprung sogar ausbauen, wobei die Reihung durch die unterschiedliche Anzahl an absolvierten Pflichtspielen kein klares Bild mehr abgibt.
Im Allgäu war die Partie erst wenige Minuten alt, da lagen die Rot-Weißen bereits mit 0:2 im Hintertreffen. Man konnte es misslungenen Kaltstart nennen oder aber auch: Einmal in einen Konter der Gastgeber gelaufen und einen Treffer in eigener Unterzahl kassiert. Wichtig war Trainer Dominik Quinlan, wie seine Truppe mit dieser ungewohnten Situation umgegangen ist. „Die Jungs haben den Rückstand gut und schnell weggesteckt und wieder einen unbändigen Willen gezeigt, das Spiel gewinnen zu wollen.“
Gedreht wurde das Match noch im ersten Abschnitt durch drei Tore innerhalb von sieben Minuten, darunter zwei Einschüsse in Überzahl. Bei am Ende beiderseits einer stattlichen Anzahl an Strafzeiten spielte das Powerplay im gesamten Spielverlauf eine wichtige Rolle. Beide Mannschaften erzielten jeweils drei Buden während gegnerischer Hinausstellungen. Nach dem 3:2 zur ersten Pause ließen sich die Klosterseer die Sache freilich nicht mehr aus der Hand nehmen. Zwar kamen die Gastgeber noch zwei Mal zum Gleichstand, aber das Team um Kapitän Bernd Rische (der höchstselbst das wichtige 4:3 22 Sekunden vor Ende des zweiten Abschnitts einschob) hatte immer die passende Antwort parat.
Frühzeitig locker lassen konnten die EHCler jedoch nicht. Die in der Defensive sehr gut organisierten und insgesamt sehr laufstarken Pirates, die mit einer beachtlichen Leistung ihren Mittelfeldplatz in der Tabelle bestätigten, blieben bis zum Schluss dran und gaben sich erst mit dem Empty-net-Treffer drei Sekunden vor der Sirene geschlagen.
ESV Buchloe Pirates: Johannes Wiedemann (Alexander Reichelmeir); Andreas Schorer, David Strodel, Simon Beslic, Lucas Ruf, Nicolas Neuber, Moritz Simon, Xaver Knittel, Nico Nieberle; Alexander Krafczyk, Michal Petrak, Marco Göttle, Maximilian Schorer, Robert Wittmann, Markus Vaitl, Philip Wolf, John Boger, Timo Hauck, Fabian Held, Felix Knopf.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Florian Engel, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Matthias Baumhackl, Bob Wren, Vitus Gleixner, Simon Roeder.

Torfolge: 1:0 (3:53) Robert Wittmann (Markus Vaitl); 2:0 (5:54) Lucas Ruf (Markus Vaitl, Maximilian Schorer – 5:4); 2:1 (9:21) Florian Gaschke (Florian Engel, Johannes Kroner); 2:2 (12:49) Nicolai Quinlan (5:4); 2:3 (16:42) Lynnden Pastachak (5:4); 3:3 (33:06) Alexander Krafczyk (Michal Petrak – 5:3); 3:4 (39:38) Bernd Rische (Nicolai Quinlan); 4:4 (42:40) Michal Petrak (Alexander Krafczyk, Simon Beslic – 5:4); 4:5 (46:42) Nicolai Quinlan (Yannick Kischer – 5:4); 4:6 (59:57) Lynnden Pastachak (Florian Engel – ENG).

Strafminuten: ESV Buchloe Pirates 20; EHC Klostersee 23.

Hauptschiedsrichter: Florian Fröhlich.

Zuschauer: 271.

Der EHC Klostersee meisterte auch das Bayernliga-Spitzenspiel gegen die Erding Gladiators. In einer hochklassigen Partie, die neben den fast 800 Zuschauern auf den Rängen des Grafinger Eisstadions auch eine beachtliche Anzahl an Streamern auf Sprade-TV begeisterte, setzten sich die Rot-Weißen in einer durchgehend engen Kiste mit 4:2 durch. Aufgrund der größeren Anzahl hochkarätiger Chancen, die zumeist vom ausgezeichneten Gäste-Goalie Christoph Schedlbauer pariert wurden, wohl am Ende auch verdient, wenngleich die endgültige Entscheidung erst in der Schlussminute per Empty-net-Treffer fiel.
Nach ausgeglichener Anfangsphase übernahm die Truppe um Kapitän Bernd Rische nach dem 1:0 in Überzahl immer mehr die Initiative (7.). Trotz sehenswerter Kombinationen und viel Druck gelang es bis zur Pause nicht, den Vorsprung auszubauen. Erding stand auch das notwendige Glück zur Seite – etwa bei einem Pfostenknaller oder als der Puck kurz vor der Torlinie „verhungerte“. Im zweiten Drittel meldeten sich die Gladiators zurück, vor allem im variabel gestalteten Powerplay der Herzogstädter drohte den EHClern der Ausgleich. Aber der fehlerfreie Philipp Hähl zwischen den Pfosten hielt seinen Kasten sauber. Der Einschuss zum 2:0 gelang schließlich auch ohne viel Ordnung und Überzahl-Aufbau nach einem schnell vorgetragenen Angriff bei Fünf gegen Vier der Klosterseer.
In Unterzahl wählte die Mannschaft von Dominik Quinlan eine sehr offensive und aggressive Verteidigung in der eigenen Zone. Und wurde dafür eineinhalb Minuten vor der Sirene zur zweiten Pause mit dem Anschlusstreffer bestraft. In den letzten 20 Spielminuten gingen beide Teams volles Risiko. Erding wollte den Ausgleich, die Grafinger den Sack zumachen. Nach einem schlechten fliegenden Wechsel stellten die Gladiators auf 2:2. Doch der EHC steckte den Rückschlag schnell weg, erzwang nur 78 Sekunden später die erneute Führung (54.). Hochklassig ging es in die letzten Minuten, in denen sich die Klosterseer den Vorsprung nicht mehr abjagen ließen und mit dem Dreier ihre Tabellenführung ausbauen konnten.
EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Florian Engel, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Matthias Baumhackl, Jens Haller, Simon Roeder, Cedric Eibl.

TSV Erding Gladiators: Christoph Schedlbauer (Thomas Mende); Mark Waldhausen, Lars Bernhardt, Dominik Wagner, Lukas Krämmer, Bastian Cramer, Rudi Lorenz; Daniel Krzizok, Sebastian Busch, Michael Trox, Marko Babic, Philipp Michl, Timo Borrmann, Wassilij Guft-Sokolov, Florian Zimmermann, Erik Modlmayr, Maximilian Knallinger.

Torfolge: 1:0 (6:08) Philipp Quinlan (Gennaro Hördt, Johannes Kroner – 5:4); 2:0 (31:56) Florian Engel (Philipp Quinlan, Yannick Kischer – 5:4); 2:1 (38:21) Daniel Krzizok (Philipp Michl, Sebastian Busch – 5:4); 2:2 (52:41) Florian Zimmermann (Erik Modlmayr, Wassilij Guft-Sokolov); 3:2 (53:59) Philipp Quinlan (Johannes Kroner, Florian Gaschke); 4:2 (59:08) Gennaro Hördt (Florian Gaschke – ENG).

Strafminuten: EHC Klostersee 6; TSV Erding Gladiators 12.

Hauptschiedsrichter: Robert Paule.

Zuschauer: 769.

Das ungleiche Bayernliga-Duell Erster gegen Letzter war ergebnistechnisch letztlich eine klare Angelegenheit für den Tabellenführer. Bei den Devils in Ulm/Neu-Ulm setzte sich der EHC Klostersee am Freitagabend deutlich mit 8:1 durch. Ein zumindest achtbares Resultat verpassten die personell arg dezimierten Gastgeber in der Schlussphase, als die Kräfte schwanden und die Grafinger Rot-Weißen noch drei Stück im Devils-Kasten versteckten.

Mit wieder deutlich stärkerer Aufstellung als zuletzt – nur Bob Wren (Leistenprobleme) und Felix Kaller (Rippenverletzung) fehlten vom Stammpersonal, auf der Spielerbank nahm sogar erstmals der langzeitverletzt gewesene Keeper Dominik Gräubig Platz – tat sich die Mannschaft von Dominik Quinlan in der Anfangsphase gegen bestens organisierte Ulm/Neu-Ulmer schwer, die den Raum schon in der neutralen Zone geschickt zustellten. Dass es zunächst nur sehr zäh voran ging, lag auch an zwei Strafzeiten. Dann allerdings kam die Truppe um Kapitän Bernd Rische immer besser ins Spiel und nutzte auch die individuelle Klasse, um mit einem 2:0 in die erste Pause zu gehen.

Nach dem Wechsel konnten die EHCler bald nachlegen. Das 4:0 in doppelter Unterzahl durch Raphael Kaefer, der sich aus der eigenen Zone durchspielte und vor dem Einschieben auch den guten VfE-Goalie Benedikt Sommer noch ausmanövrierte, war schon die Vorentscheidung. Danach trafen die Gastgeber in (der gleichen) zweifachen Überzahl, bevor sich beiderseits öfter die Strafbank füllte. Mit noch jeweils zwei Toren bei gleicher Spieleranzahl und deren zwei aus dem Powerplay heraus schossen sich die Klosterseer im Schlussabschnitt schon einmal warm für das anstehende Derby am Sonntag gegen die Erding Gladiators (17.30 Uhr, Grafinger Eisstadion), die wohl ebenso bereits sind für einen heißen Fight wie deren 8:5 parallel gegen die Löwen aus Waldkraiburg beweist.

VfE Ulm/Neu-Ulm Devils: Benedikt Sommer (Maximilian Güßbacher); Benedikt Stempfel, Felix Anwander, Robin Maag, Jonathan Schalk, Matthew Ferrari; Dominik Synek, Matteo Miller, Steffen Kirsch, Michael Wirz, Marius Dörner, Jakob Schwarzfischer, Kai Laux, Jon Jäger, Martin Jainz.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Florian Engel, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Jens Haller, Vitus Gleixner, Matthias Baumhackl, Simon Roeder, Cedric Eibl.

Torfolge: 0:1 (13:01) Raphael Kaefer (Nicolai Quinlan); 0:2 (16:57) Lynnden Pastachak (Raphael Kaefer, Matthias Baumhackl – 5:4); 0:3 (25:45) Florian Gaschke (Philipp Quinlan); 0:4 (26:54) Raphael Kaefer (3:5); 1:4 (28:06) Kai Laux (5:3); 1:5 (45:45) Philipp Quinlan (Florian Gaschke, Florian Engel); 1:6 (54:51) Johannes Kroner (Philipp Quinlan – 5:4); 1:7 (57:29) Nicolai Quinlan (Raphael Kaefer, Lynnden Pastachak – 5:4); 1:8 (58:27) Florian Gaschke (Yannick Kischer, Marinus Kritzenberger).

Strafminuten: VfE Ulm/Neu-Ulm Devils 25 plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Michael Wirz); EHC Klostersee 21 plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Vitus Gleixner).

Hauptschiedsrichter: Lars Neelsen.

Zuschauer: 178.