EHC Klostersee

Saisonende für den EHC Klostersee. Im zweiten Halbfinal-Match der Serie „best of three“ unterlagen die Grafinger am Sonntagabend dem EV Füssen in einem harten und bis zum Schluss engen Kampf mit 0:3. „Die Jungs haben noch einmal alles gegeben. Gegen das stärkste Team der Liga und den verdienten Aufsteiger den Kürzeren zu ziehen, ist keine Schande“, betonte Trainer Dominik Quinlan unmittelbar nach der Partie.
Nach dem torlosen Startdrittel, in dem sowohl die Rot-Weißen als auch die Gäste aus dem Allgäuer jeweils eine ganz dicke Chance zur Führung hatten, schoss Verteidiger Lubos Velebny den Oberliga-Rückkehrer mit zwei platzierten Schlagschüssen entscheidend nach vorne. Dass die Truppe um Kapitän Bernd Rische im letzten Saison-Auftritt 2018/19 nach „übererfüllten“ Zielen in der Offensive blank gingen, war in erster Linie Benedikt Hötzinger zu verdanken. Der EVF-Goalie entschärfte alles, was auf seinen Kasten kam (und das war auch qualitativ nicht wenig) und bewahrte seine Mannschaft damit vor einem möglichen dritten Aufeinandertreffen, bevor 38 Sekunden vor Spielende der letzte Treffer per empty-net fiel.
Den Saisonausstand bei einer bestimmt wieder krachenden Party zusammen mit den Fans feiert der EHC am Samstag, 6. April. Da werden tagsüber einige Puckjäger beim internationalen Turnier von Bob Wren – die „Wren Classics“ machten im letzten Jahr in Wien Station, diesmal geht´s auf Grafinger Eis um die begehrte Trophäe – auch nochmals aktiv zu sehen sein.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Lisa Hemmerle); Marinus Kritzenberger, Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Maximilian Merz, Felix Kaller, Sebastian Sterr, Stefan Krumbiegel, Maximilian Pröls; Andreas Persson, Philipp Quinlan, Gennaro Hördt, Vitus Gleixner, Thomas Hummer, Matthias Baumhackl, Marvin Kablau, Jens Glombitza, Veit Wieczorek.

EV Füssen: Benedikt Hötzinger (Andreas Jorde); Tyler Wood, Florian Simon, Christian Krötz, Maximilian Dropmann, Lubos Velebny, Stefan Rott; Marius Keller, Samuel Payeur, Eric Nadeau, Vincent Wiedemann, Markus Vaitl, Ron Newhook, Tobias Meier, Marius Klein, Thomas Böck.

Torfolge: 0:1 (21:49) Lubos Velebny (Tobias Meier, Markus Vaitl); 0:2 (33:25) Lubos Velebny (Eric Nadeau, Samuel Payeur); 0:3 (59:22) Ron Newhook (Markus Vaitl – ENG).

Strafminuten: EHC Klostersee 22; EV Füssen 18 plus Disziplinarstrafe (Florian Simon).

Hauptschiedsrichter: Christoph Ober.
Zuschauer: 321.

EV Füssen vs EHC Klostersee

Der EHC Klostersee liegt im Playoff-Halbfinale um die Bayerische Meisterschaft gegen den EV Füssen mit 0:1 nach Siegen hinten. Zum Auftakt der Serie „best of three“ unterlagen die Grafinger im Allgäu dem Bayernliga-Primus und auch besten Viertligisten in der Verzahnungsrunde und damit verdienten Aufsteiger in die Oberliga Süd mit 3:5.
Richtig gut setzte die Mannschaft um Kapitän Bernd Rische das Konzept, basierend auf einer kompakten Defensive mit schnell vorgetragenen Kontern, im ersten Abschnitt um. Das 0:1 im EVF-Powerplay nach gewonnenem Offensivbully und anschließend unhaltbar abgefälschtem Flachschuss war kaum zu verteidigen (15.). Fast ebenso perfekt legten die Gastgeber zu Beginn des zweiten Drittels erneut in Überzahl den zweiten Treffer nach. Als die Rot-Weißen ihre Deckung anschließend etwas lockerten, um in der Offensive mehr Akzente zu setzen, spielte Füssen das in die Karten. Dazu lag beim EHC durch das Fehlen von Bob Wren und Raphael Kaefer die tragende Last im Angriff auf zu wenigen Schultern, was vor allem bei gegnerischen Strafbankaufenthalten nicht zu übersehen war.
Aufgegeben haben sich die Klosterseer auch nach dem aussichtslosen 0:5 nicht. Im Gegenteil: Die drei späten Treffer änderten zwar am Spielausgang nichts mehr, sorgten aber für eine satte Portion Selbstvertrauen im Hinblick auf die nächste Begegnung nicht einmal 48 Stunden nach der Sirene. „Der Schlussspurt in der Partie war sehr wichtig für die Moral. Meine Jungs haben vor dem zweiten Aufeinandertreffen gezeigt, dass sie noch da sind“, stimmte Headcoach Quinlan seine Truppe schon mal auf den Sonntag ein. Da geht´s ab 17.30 Uhr auf Grafinger Eis in die zweite Runde gegen den EV Füssen.

EV Füssen: Andreas Jorde (Benedikt Hötzinger); Tyler Wood, Florian Simon, Christian Krötz, Stefan Rott, Maximilian Dropmann, Louis Landerer; Marc Besl, Samuel Payeur, Vincent Wiedemann, Markus Vaitl, Eric Nadeau, Tobias Meier, Marius Klein, Ron Newhook, Thomas Böck, Ondrej Zelenka, Marius Keller, Julian Straub.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (ab Min. 47:47 Lisa Hemmerle); Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Marinus Kritzenberger, Maximilian Merz, Felix Kaller, Sebastian Sterr, Stefan Krumbiegel, Maximilian Pröls; Andreas Persson, Philipp Quinlan, Gennaro Hördt, Vitus Gleixner, Thomas Hummer, Matthias Baumhackl, Marvin Kablau, Jens Glombitza, Veit Wieczorek, Simon Roeder.

Torfolge: 1:0 (14:24) Samuel Payeur (Tyler Wood, Marc Besl – 5:4); 2:0 (22:03) Maximilian Dropmann (Ron Newhook, Markus Vaitl – 5:4); 3:0 (27:40) Marc Besl (Samuel Payeur, Christian Krötz); 4:0 (46:09) Eric Nadeau (Tobias Meier, Markus Vaitl); 5:0 (47:47) Ondrej Zelenka (Julian Straub, Christian Krötz); 5:1 (54:13) Felix Kaller (4:4); 5:2 (55:45) Marinus Kritzenberger (Nicolai Quinlan – 5:4); 5:3 (57:27) Thomas Hummer (Andreas Persson).

Strafminuten: EV Füssen 12; EHC Klostersee 8.

Hauptschiedsrichter: Florian Fröhlich.
Zuschauer: 832

Vitus Gleixner

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