EHC Königsbrunn vs EHC Klostersee

Die „richtige“ Reaktion auf die unglückliche Heimniederlage im Derby gegen die Erding Gladiators (1:2) zeigte der EHC Klostersee zwei Tage darauf beim Aufsteiger-Duell in Königsbrunn. Die Grafinger demontierten in der Verzahnungsrunde Bayernliga / Oberliga Süd die gastgebenden Pinguine glatt mit 10:0. Der höchste Sieg in der laufenden Saison, die Bayernliga-Hauptrunde mit eingeschlossen, und zugleich der erste zweistellige für die Rot-Weißen deutete sich im eher ausgeglichenen Startdrittel nicht an. Da standen beide Teams defensiv sehr geordnet, nach vorne gab es jeweils ein gutes halbes Dutzend Torschüsse. Die Truppe von Dominik Quinlan fand einmal die Lücke, ging mit einer knappen 1:0-Führung in die Pause.
Was folgte, war zunehmend einseitig und eine Demonstration der Stärke des Teams um Kapitän Bernd Rische, das bis auf den weiterhin verletzten Verteidiger Nicolai Quinlan komplett besetzt war. In der Defensive weiterhin bombensicher stehend, waren die Klosterseer im Angriff stets variabel, kombinationssicher und torgefährlich. Nach vier weiteren Volltreffern hatte Pinguins-Torfrau Jennifer Harß genug und räumte ihren Platz nach Ende des zweiten Durchgangs für Donatas Zukovas. Der Litauer hätte bei seinem Dienstantritt wohl kaum gedacht, dass er den Puck in den noch verbleibenden 20 Spielminuten auch fünf Mal aus dem Tornetz hinter sich fischen muss. Am Ende freute man sich im EHC-Lager über den „Zehnerpack“ ebenso wie über den zweiten shut-out von Dominik Gräubig in der Verzahnungsrunde.

EHC Königsbrunn Pinguine: Jennifer Harß (ab Min. 40:00 Donatas Zukovas); Dominic Auger, Marc Streicher, Nicolas Neuber, Matthias Forster, Alexander Strehler, Luka Gottwald; Patrick Zimmermann, Lukas Fettinger, Hayden Trupp, Jeffrey Szwez, Ralf Rinke, Maximilian Hermann, Pascal Rentel, Hans-Jörg Traxinger, Henning Schütz, Paul Siegler, Sven Rampf.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Lisa Hemmerle); Bernd Rische, Felix Kaller, Marinus Kritzenberger, Maximilian Merz, Sebastian Sterr, Stefan Krumbiegel, Maximilian Pröls, Louis Bölingen; Raphael Kaefer, Philipp Quinlan, Gennaro Hördt, Andreas Persson, Bob Wren, Matthias Baumhackl, Jens Glombitza, Thomas Hummer, Vitus Gleixner, Veit Wieczorek,

Torfolge: 0:1 (13:53) Andreas Persson (Bob Wren, Marinus Kritzenberger); 0:2 (22:45) Philipp Quinlan; 0:3 (25:02) Felix Kaller; 0:4 (37:08) Bernd Rische (Philipp Quinlan, Gennaro Hördt – 5:4); 0:5 (37:54) Andreas Persson (Matthias Baumhackl); 0:6 (44:58) Gennaro Hördt (Philipp Quinlan – 4:5); 0:7 (47:51) Matthias Baumhackl (Andreas Persson); 0:8 (51:40) Philipp Quinlan (Raphael Kaefer, Gennaro Hördt – 5:4); 0:9 (55:13) Andreas Persson (Bob Wren, Matthias Baumhackl – 5:4); 0:10(59:31) Bob Wren.

Strafminuten: EHC Königsbrunn Pinguine 16; EHC Klostersee 6.

Hauptschiedsrichter: Tobias Wurm.
Zuschauer: 309.

EHC Königsbrunn vs EHC Klostersee

Nach der „Pflichtnummer“ auf eigenem Eis gegen die Pegnitz Ice Dogs (6:0) hat der EHC Klostersee am Sonntagabend auch eine souveräne Kür hingelegt. Auswärts bei den Königsbrunner Pinguinen, die als aktuell Bayernliga-Dritter von allen Aufsteigern als Bester dastehen, gewannen die Rot-Weißen nach einer rundum souveränen und beeindruckenden Vorstellung klar mit 5:1. Defensiv stabil stehen, mit viel Speed über die Außen nach vorne in die Angriffszone spielen und vor allem von der Strafbank fernbleiben, hatte Trainer Dominik Quinlan die Vorgaben für seine Mannschaft umrissen. Die Truppe um Kapitän Bernd Rische hat all dies erneut sehr gut umgesetzt und im bayerischen Schwabenland eben gegen einen nicht zu verachtenden Gegner, der nach dem Gastspiel-Erfolg zwei Tage davor in Passau mit ebenso breiter Brust daher gekommen war.
Die Grafinger ließen freilich vom ersten Bully weg keinen Zweifel daran, dass bei den Gastgebern für einen Dreier an diesem Abend wirklich alles hätte passen müssen. Kaum einmal war in der eigenen Zone wirklich eine Lücke auf, die den Pinguinen eine zwingende Tormöglichkeit eröffnet hätte. Die 1:0-Führung zur ersten Pause war jedenfalls mehr als verdient und es wurde im zweiten Abschnitt vielleicht sogar noch einen Tick perfekter weitergemacht. Nach dem nächsten erfolgreichen Penalty-Killing führte ein perfekt vorgetragener Angriff zum 2:0 (26.). Die Vorentscheidung dann in der Schlussphase des Mitteldrittels. Da wurde der Sack in weniger als zwei Minuten mit jeweils einem Treffer in Unter- und Überzahl zugemacht. Nach dem Ehrentreffer für die Pinguine hatten die Klosterseer mit dem 5:1 in der 56. Minute auch das letzte Wort.

EHC Königsbrunn Pinguine: Jennifer Harß (Markus Matula); Dominic Auger, Marc Streicher, Nicolas Neuber, Lukas Hruzik, Luka Gottwald; Patrick Zimmermann, Lukas Fettinger, Hayden Trupp, Fabio Carciola, Maximilian Hermann, Dominik Schönwetter, Pascal Rentel, Alexander Engel, Henning Schütz, Paul Siegler.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Lisa Hemmerle); Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Marinus Kritzenberger, Maximilian Merz, Felix Kaller, Stefan Krumbiegel, Maximilian Pröls, Louis Bölingen; Raphael Kaefer, Philipp Quinlan, Gennaro Hördt, Andreas Persson, Bob Wren, Matthias Baumhackl, Veit Wieczorek, Thomas Hummer, Jens Glombitza.

Torfolge: 0:1 (13:53) Thomas Hummer (Matthias Baumhackl); 0:2 (25:35) Gennaro Hördt (Philipp Quinlan, Raphael Kaefer); 0:3 (37:55) Felix Kaller (Gennaro Hördt – 4:5); 0:4 (39:25) Andreas Persson (Bob Wren – 5:4); 1:4 (50:20) Dominic Auger (Maximilian Hermann); 1:5 (55:10) Bob Wren (Nicolai Quinlan – 5:4).

Strafminuten: EHC Königsbrunn Pinguine 10 plus Disziplinarstrafe (Fabio Carciola) und Spieldauerdisziplinarstrafe (Fabio Carciola); EHC Klostersee 12.

Hauptschiedsrichter: Fischer.
Zuschauer: 373.