Von wegen es geht um Nichts mehr. Was die Platzierungen in der Abschlusstabelle der Bayernliga betraf, war das zwar richtig. Der EHC Klostersee war schon vor dem abschließenden Gipfeltreffen im Bayerischen Oberhaus mit dem TEV Miesbach sicher Erster, die Gäste ungefährdeter Zweiter. Dennoch lieferten die beiden Mannschaften ein absolutes Top-Spiel ab, das trotz einiger fehlender Stammkräfte beiderseits kaum Wünsche offen ließ.

In einer bis wirklich zur letzten Sekunden abwechslungsreichen und an Spannung schwer zu überbietenden Partie behielten die Grafinger, bei denen nach dem Fehlen der drei Torhüter Philipp Hähl (Magen-Darm), Dominik Gräubig (noch verletzt) und Rudi Schmidt (noch nicht fit) mit Carsten Aurich und Maximilian Stinauer die zwei U20-Keeper zum Einsatz kamen, schließlich mit 5:4 die Oberhand. Den Schlagabtausch mit beiderseits offenen Visier nach zwei Blitzstarts im ersten und zweiten Abschnitt immer in Führung kontrollierend, kamen die Rot-Weißen nach zehntägiger Zwangspause und nur zwei Trainingseinheiten vor dem Wochenende in den letzten 20 Spielminuten noch gut unter Druck.
Nach dem 4:4-Ausgleich war freilich wieder alles offen, die Mannschaft von Dominik Quinlan hatte unter dem Strich die besseren Abschlussmöglichkeiten. Als man sich auf beiden Seiten wohl bereits auf eine Verlängerung eingestellt hatte, gelang den nicht aufsteckenden EHClern 34 Sekunden vor der Sirene noch der Siegtreffer in der regulären Spielzeit.
Die Hauptrunden-Serie beendete der EHC Klostersee damit nicht nur als Erster, sondern ohne Niederlage in 60 Spielminuten. Nur fünf Mal ging man als Verlierer vom Eis, da aber in der Overtime oder nach Penaltyschießen.

EHC Klostersee: Carsten Aurich (ab Min. 40:00 Maximilian Stinauer); Nicolai Quinlan, Christian Hummer, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Gennaro Hördt, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Philipp Quinlan, Bob Wren, Florian Engel, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Simon Roeder, Felix Kaller.

TEV Miesbach: Anian Geratsdorfer (Timon Ewert); Matthias Bergmann, Sebastian Deml, Nikolaus Meier, Johannes Bacher, Stefan Mechel, Andreas Nowak; Michael Grabmaier, Franz Mangold, Felix Feuerreiter, Dusan Frosch, Benedikt Pölt, Stefano Rizzo, Florian Heiß, Florian Feuerreiter, Maximilian Meineke, Alexander Kirsch, Sebastian Witt, Stefan Kuhn.

Torfolge: 1:0 (0:33) Gennaro Hördt (Florian Gaschke, Raphael Kaefer); 2:0 (11:15) Felix Kaller (Gennaro Hördt, Nicolai Quinlan); 2:1 (12:01) Felix Feuerreiter (Matthias Bergmann); 3:1 (20:47) Philipp Quinlan (Bob Wren, Yannick Kischer – 5:4); 4:1 (21:45) Florian Gaschke (Raphael Kaefer, Sebastian Sterr); 4:2 (29:08) Franz Mangold (Michael Grabmaier, Felix Feuerreiter); 4:3 (40:46) Franz Mangold (Dusan Frosch – 5:4); 4:4 (47:33) Franz Mangold (Felix Feuerreiter); 5:4 (59:26) Florian Engel (Philipp Quinlan, Bob Wren).

Strafminuten: EHC Klostersee 4; TEV Miesbach 10.

Hauptschiedsrichter: Robert Paule.

Zuschauer: 365.

Fast zwei Wochen nach dem letzten Pflichtspiel-Einsatz meldete sich der EHC Klostersee am Freitagabend mit einem 9:2-Erfolg bei den Geretsried River Rats eindrucksvoll zurück. Zu erwarten war das nicht gewesen nach der zweiten Corona-Zwangspause in der laufenden Bayernliga-Saison und den zehn Tagen kompletter „Eis-Abstinenz“ sowie nur zwei kurzen Trainingseinheiten vor der Partie. Der Grafinger Trainer Dominik Quinlan hatte keinen hohen Maßstab angelegt („Laufen, schwitzen und einfach wieder in den Rhythmus kommen“) und war anschließend entsprechend voll des Lobes ob der tadellosen Vorstellung seiner Mannschaft.

Die Rot-Weißen dominierten die Begegnung vom ersten Bully weg und gingen bereits nach 88 Sekunden in Führung. Aus einer kompakten Defensive heraus hatte die Truppe um Kapitän Bernd Rische, der nach Rückenproblemen vorzeitig vom Eis ging, die Sache jederzeit im Griff. Nach dem 4:1-Zwischenstand zur zweiten Pause durfte U20-Keeper Carsten Aurich anstelle von Philipp Hähl zwischen die Pfosten einrücken, der einen guten Eindruck hinterließ und beim Gegentor machtlos war. Offensiv zeigten die Klosterseer im Schlussdrittel ihre Klasse, so dass es am Ende noch richtig deutlich wurde.

ESC Geretsried River Rats: Maximilian Freytag (Johanna May); Dominic Fuchs, Bernhard Jorde, Stephan Englbrecht, Marek Haloda, Paul Gania; Jakob Heigl, Martin Köhler, Florian Strobl, Klaus Berger, Matthias Hölzl, Benedikt May, Xaver Hochstraßer, Luis Huber, Daniel Merl, Daniel Bursch.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (ab Min. 40:00 Carsten Aurich); Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Christian Hummer, Sebastian Sterr; Florian Gaschke, Raphael Kaefer, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Bob Wren, Florian Engel, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Simon Roeder, Felix Kaller.

Torfolge: 0:1 (1:28) Bob Wren (Yannick Kischer); 0:2 (8:05) Vitus Gleixner (Yannick Kischer); 1:2 (17:12) Klaus Berger (Marek Haloda, Daniel Bursch); 1:3 (17:50) Felix Kaller (Nicolai Quinlan, Gennaro Hördt); 1:4 (32:37) Florian Engel (4:5); 1:5 (41:11) Florian Engel (Bob Wren, Florian Gaschke – 5:4); 2:5 (43:57) Benedikt May (Luis Huber); 2:6 (49:13) Gennaro Hördt (Raphael Kaefer); 2:7 (50:59) Felix Kaller; 2:8 (54:24) Philipp Quinlan (Florian Engel, Vitus Gleixner); 2:9 (56:12) Raphael Kaefer (Florian Gaschke).

Strafminuten: ESC Geretsried River Rats 6; EHC Klostersee 12.

Hauptschiedsrichter: Rupert Stenzel.

Zuschauer: 224.

Eine erwartet schwere Aufgabe hatte der EHC Klostersee zum Auftakt des Neuen Kalenderjahres vor sich. Gegen die Buchloe Pirates, die man auch in der folgenden Spielrunde der besten acht Bayernligisten wiederteffen wird, setzten sich die Grafinger auf eigenem Eis in einer lange Zeit offenen Partie am Ende knapp mit 2:1 durch. Ohne eine knappe Handvoll Stammkräfte nutzte Trainer Dominik Quinlan den Auftritt, um in den drei Reihen einige bislang nicht ausprobierte personelle Varianten zu testen.
Im ersten Abschnitt versäumten es die Rot-Weißen, in Vorlage zu gehen. Vor allem in zwei Powerplays hatten sich einige Möglichkeiten ergeben, um in Führung zu gehen. Besser machte das der Gast aus dem Allgäu im zweiten Durchgang. Da zappelte der Puck nach einem wahren Sonntagsschuss im Winkel des EHC-Kastens. Die Truppe um Kapitän Bernd Rische blieb dran und schaffte ein paar Minuten später den verdienten Ausgleich.
Mit dem nicht unverdienten Zwischenstand ging es in die restlichen 20 Spielminuten. Da machten die Klosterseer mächtig Druck, aber auch die Pirates hatten per Konter ihre Chancen. Der Siegtreffer fiel spät. Nach Zuckerpass von Yannick Kischer umkurvte Raphael Kaefer blitzschnell das Buchloer Gehäuse und war schließlich per Bauerntrick erfolgreich.
EHC Klostersee: Philipp Hähl (Rudi Schmidt); Bernd Rische, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Christian Hummer, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Gennaro Hördt, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Philipp Quinlan, Bob Wren, Florian Engel, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Simon Roeder, Jens Haller.

ESV Buchloe Pirates: Johannes Wiedemann (Alexander Reichelmeir); Andreas Schorer, Nico Nieberle, David Strodel, Moritz Simon, Lucas Ruf, John Boger; Alexander Krafczyk, Michal Petrak, Markus Vaitl, Maximilian Schorer, Robert Wittmann, Peter Brückner, Lukas Brückner, Christian Wittmann, Timo Hauck, Marco Göttle.

Torfolge: 0:1 (23:52) Robert Wittmann (Michal Petrak, Lukas Brückner – 5:4); 1:1 (28:14) Bob Wren (Johannes Kroner, Florian Engel); 2:1 (57:31) Raphael Kaefer (Yannick Kischer).

Strafminuten: EHC Klostersee 8; ESV Buchloe Pirates 8.

Hauptschiedsrichter: Florian Meineke und Stefan Velkoski.

Zuschauer: 384.

Im einzigen Einsatz des Weihnachtswochenendes setzte sich der EHC Klostersee am zweiten Feiertag bei den Kempten Sharks mit 4:1 durch. In einem wahren Spitzenspiel, das vor allem für Taktikliebhaber ein echter Leckerbissen war, dominierten am Ende verdient die Grafinger als Bayernliga-Spitzenreiter bei den gastgebenden Allgäuern, die davor das Eis zehn Mal in Folge als Sieger verlassen hatten.
Mit Blick auf diese Vorzeichen hatte der Spieltag-Planer gewissermaßen schon vorausschauend ein glückliches Händchen für das am Weihnachtsfeiertag für die Fans und Zuschauer immer sehr besondere Spektakel bewiesen. In der Mannschaft von Dominik Quinlan fehlten einige Stammkräfte (unter anderem mit Kapitän Bernd Rische und Marinus Kritzenberger zwei Abwehrstützen und mit dem Kanadier Lynnden Pastachak im Offensivverbund der „frisch verlängerte“ Topskorer), einige andere gingen gehandicapt beziehungsweise angeschlagen in die Partie. Um nicht in Konter zu laufen und dem Gegner in den gefährlichen Bereichen nicht zuviel Raum anzubieten, hatte der EHC-Headcoach seinem Team ein „engmaschiges Auffangnetz“ in der neutralen Zone verordnet. Zuviel Risiko wagten auch die Sharks nicht, weshalb es folgerichtig torlos in die erste Pause ging.
Mit gleicher Einstellung und Spielweise ging´s in den zweiten Abschnitt, in der die beiden Treffer – jeweils einer hüben wie drüben – nach gleichem Strickmuster fielen. Ein verdeckter und damit für den Goalie nicht zu sehender Schuss vom Verteidiger wurde abgefälscht verwertet beziehungsweise als eroberter Rebound in die Maschen gesetzt. Ein leichtes Übergewicht an Chancen hatten die Klosterseer bereits in diesem Mitteldrittel, in dem Kempten unter anderem zwei Mal der Pfosten und gleich doppelt auch ihre Puckfängerin bei Alleingängen vor einem Rückstand bewahrte. Beschäftigungslos war freilich auch Philipp Hähl im EHC-Kasten nicht, der vor allem bei Unterzahl seiner Vorderleute höchstkonzentriert gefordert war.
In den restlichen 20 Spielminuten hatten die EHCler einfach den Tick mehr Körner im Köcher. Beim 2:1, das wie schon der Ausgleich auf das Konto von „Oldie but Goodie“ Bob Wren ging, war erneut ein Verteidiger-Schlagschuss der Türöffner und das beherzte Nachsetzen um den Abpraller der entscheidende Faktor. Der unbedingte Wille von Raphael Kaefer, der zunächst mit einem verzinkten Schlenzer und einem Nachschuss scheiterte, bevor er den zweiten Rebound zum vorentscheidenden 3:1 versenkte. Zwei Minuten vor der Sirene riskierten die Sharks alles und griffen ohne Torhüter an. Doch auch zu Sechst gab es kein Durchkommen gegen die defensiv perfekt stehenden Grafinger, die schließlich noch ein empty-net-goal erzielten.

ESC Kempten Sharks: Jennifer Harß (Darian Sommerfeld); Dominik Ochmann, Noah Keller, Daniel Rau, Stefan Rott, Eugen Scheffer, Lucas Wayne, Alexander von Sigriz; Nikolas Oppenberger, Maximilian Schäffler, Mauro Seider, Anton Zimmer, Robert Lepine, Felix Bernau, Maximilian Herrmann, Lars Grötzinger, Tim Mühlegger, Fabian Gmeinder, Philipp Zeiske, Dennis Paster.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Rudi Schmidt); Christian Hummer, Nicolai Quinlan, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Matthias Baumhackl, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Florian Engel, Vitus Gleixner, Bob Wren, Simon Roeder, Cedric Eibl.

Torfolge: 1:0 (23:59) Nikolas Oppenberger (Maximilian Schäffler, Dominik Ochmann); 1:1 (32:54) Bob Wren (Sebastian Sterr); 1:2 (42:17) Bob Wren (Jan Fiedler, Simon Roeder); 1:3 (49:43) Raphael Kaefer (Florian Gaschke, Johannes Kroner); 1:4 (59:23) Gennaro Hördt (Florian Engel – ENG).

Strafminuten: EA Kempten Sharks 4; EHC Klostersee 8.

Hauptschiedsrichter: Lars Neelsen.

Zuschauer: 518.

Zwei Tatsachen in Bezug auf den EHC Klostersee haben auch nach dem Derby der Grafinger am Sonntagabend bei den Waldkraiburger Löwen Bestand: Zum einen sind die Rot-Weißen nach regulärer Spielzeit weiterhin ungeschlagen, daneben wartet die Mannschaft von Dominik Quinlan in der Overtime weiterhin auf ihren ersten Zusatzpunkt. Gegen Waldkraiburg lautete das Endresultat wie schon vor eineinhalb Wochen beim Hinspiel 2:3 nach Verlängerung aus Sicht der Klosterseer.
In den ersten beiden Abschnitten hatte die Truppe um Kapitän Bernd Rische, in der nach dem „intensiven“ Heimspiel gegen Schweinfurt eine knappe Handvoll Stammkräfte aus unterschiedlichen Gründen fehlte, mehr vom Spiel, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Zwei Mal gelang dem Spitzenreiter zwar die Führung, doch den Löwen gelang jeweils der Ausgleich. Wie schon im ersten Treffen stand einem durchaus möglichen höheren Vorsprung in erster Linie der gegnerische Schlussmann im Weg. Philipp Hähl war zwei Drittel lang wenig gefordert, war bei einigen gefährlichen Kontern auf der Hut und bei den beiden Gegentoren doch machtlos.
Einen „Nichtangriffspakt“ hatten beide Seiten für die letzten 20 Spielminuten nicht geschlossen, aber das Risiko in der Offensive wurde doch merklich reduziert. Schließlich wollen sich beide Mannschaften nicht leichtfertig ein möglicherweise entscheidendes Ding einfangen. Folgerichtig musste die Entscheidung trotz weiteren Chancen beiderseits jenseits der regulären Spielzeit fallen. Da hatten erneut die Löwen das nötige Glück auf ihrer Seite – zunächst mit einer „Kann-Strafzeit“ gegen die Grafinger und in dieser Überzahl mit einem verdeckten Schlenzer in die Maschen.
EHC „Die Löwen“ Waldkraiburg: Christoph Lode (Kevin Yeingst); Thomas Rott, Philipp Seifert, Felix Lode, Jan Loboda, Daniel Schmidt, Alexander Kanzelsberger; Christian Neuert, Michal Popelka, Sebastian Stanik, Florian Brenninger, Leon Decker, Philipp Lode, Johannes Hipetinger, Patrick Zimmermann, Tim Ludwig.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Rudi Schmidt); Christian Hummer, Bernd Rische, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Bob Wren, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Florian Engel, Matthias Baumhackl, Vitus Gleixner, Simon Roeder, Jens Haller, Cedric Eibl.

Torfolge: 0:1 (2:59) Christian Hummer (Florian Gaschke, Lynnden Pastachak); 1:1 (18:25) Michal Popelka (Christian Neuert); 1:2 (21:50) Philipp Quinlan (Gennaro Hördt, Yannick Kischer); 2:2 (26:48) Michal Popelka (Christian Neuert, Daniel Schmidt); 3:2 (63:13) Jan Loboda (Christian Neuert, Leon Decker – 4:3).

Strafminuten: EHC „Die Löwen“ Waldkraiburg 6; EHC Klostersee 10.

Hauptschiedsrichter: Alexander Karl und Robert Paule.

Zuschauer: 363.

Nächster Dreier für den EHC Klostersee. Sportlich war die Partie der Grafinger auf eigenem Eis gegen die Schweinfurt Mighty Dogs nicht nur wegen des 7:2 eine letztlich klare und auch in dieser Höhe verdiente Angelegenheit. Ungewöhnlich daher die Flut an Strafzeiten, die sich beide Mannschaften einfingen. Wobei die unnötige Härte nach dem 4:1-Zwischenstand in erster Linie von den Gästen aus Unterfranken ausging, die mit zunächst Raphael Kaefer (Knie-Check gegen den Oberschenkel) im zweiten Abschnitt und im letzten Durchgang auch noch den bereits angeschlagen in die Partie gegangenen Kanadier Lynnden Pastachak (Ellbogencheck abseits des Spielgeschehens) ihre beiden besten Punktesammler vorzeitig vom Eis nehmen mussten. Bei den Mighty Dogs war die zunächst fair, dann aber ohne sichtbaren Grund aus dem Ruder gelaufene Begegnung für Kapitän Semjon Bär in den letzten 20 Spielminuten vorzeitig zu Ende.
Mit dem 1:0 nach nur zehn Sekunden legten die Rot-Weißen nach gewonnenem Startbully einen Blitzstart hin. Zum schnellen Ausbau der Führung fehlte der Truppe um Capitano Bernd Rische – zumeinst wegen eines nicht präzise genug gespielten letzten Passes – der letzte Tick. Schweinfurt machte es beim 1:1 vor, spielte einen schön vorgetragenen Angriff zu Ende und verwertete cool. Allerdings benötigte das Team von Dominik Quinlan nur kurz, um sich zu schütteln und wieder in die eigenen (Offensiv-)Spur zu finden. Noch vor dem ersten Pausentee erarbeitete man sich die erneute Führung.
Im Mitteldrittel war die Sache dann schnell durch: Doppelschlag, Powerplay-Treffer und Shorthander = 6:1-Vorsprung. Mit dem halben Dutzend erfolgreicher Einschüsse im Rücken ließen es die Klosterseer fortan etwas lockerer angehen, schließlich steht in bereits zwei Tagen das bestimmt „heiße“ Derby bei den Waldkraiburger Löwen ins Haus. Noch einmal konnte der EHC-Anhang auf den Rängen jubeln, bevor der Schlusspunkt 16 Sekunden vor der Sirene den Gästen vorbehalten war.
EHC Klostersee: Philipp Hähl (Rudi Schmidt); Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Christian Hummer, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Florian Engel, Vitus Gleixner, Bob Wren, Simon Roeder, Felix Kaller, Jens Haller, Matthias Baumhackl.

ERV Schweinfurt Mighty Dogs: Benedict Roßberg (Anton Hesselbach); Esbjörn Hofverberg, Lucas Kleider, Pascal Kröber, Kevin Marquardt, Dennis Ostertag; Nils Melchior, Dylan Hood, Christian Masel, Kevin Heckenberger, Semjon Bär, Alexander Asmus, Marcel Grüner, Jonas Manger, Joshua Bourne, Jamie Akers.

Torfolge: 1:0 (0:10) Raphael Kaefer (Lynnden Pastachak, Bernd Rische); 1:1 (8:15) Joshua Bourne (Jonas Manger, Marcel Grüner); 2:1 (16:35) Philipp Quinlan (Bob Wren, Gennaro Hördt); 3:1 (23:37) Vitus Gleixner (Simon Roeder, Bob Wren); 4:1 (25:12) Florian Gaschke (Lynnden Pastachak); 5:1 (30:50) Philipp Quinlan (Florian Engel, Johannes Kroner – 5:3); 6:1 (38:05) Florian Engel (Johannes Kroner – 4:5); 7:1 (42:44) Felix Kaller (Christian Hummer); 7:2 (59:44) Nils Melchior (Dennis Ostertag).

Strafminuten: EHC Klostersee 20 plus Spieldauerdisziplinarstrafen (Felix Kaller und Nicolai Quinlan); ERV Schweinfurt Mighty Dogs 25 plus Spieldauerdisziplinarstrafen (Pascal Kröber und Dylan Hood) und Matchstrafe (Dylan Hood).

Hauptschiedsrichter: Stefan Velkoski.

Zuschauer: 295.

Trotz beiderseits fehlender Stammkräfte lieferten sich der EHC Klostersee und die Löwen aus Waldkraiburg am Dienstagabend im Grafinger Eisstadion ein hochklassiges Bayernliga-Duell. Das „Corona-Nachholspiel“ zwischen dem Ersten und dem Vierten des Bayerischen Oberhauses hielt definitiv, was es versprach. Die Rot-Weißen mussten sich beim 2:3 in der Overtime vielleicht vorwerfen, in der regulären Spielzeit den Sack nicht schon zugemacht zu haben. Zwar waren die Gäste auch da sehr präsent und offensiv auch jederzeit gefährlich, doch die größere Anzahl an qualitativ hochwertigen Einschussmöglichkeiten hatte sich die Mannschaft um Kapitän Bernd Rische erspielt.
Es dauerte in der Anfangsphase etwas, bis das Team von Dominik Quinlan den raschen Rückstand aus der vierten Minuten verdaute. Der Ausgleich zur Drittelmitte war dann bestimmt verdient. In den zweiten Abschnitt erwischten die EHCler den besseren Start. Nach nur 23 Sekunden zappelte der Puck im Löwen-Gehäuse. Und die Klosterseer setzten nach, doch es blieb beim engen 2:1. Im Schlussdrittel profitierte Waldkraiburg vom knappen Spielstand, zog in doppelter Überzahl gleich (53.). Spannend und mit Chancen beiderseits ging es in die letzten Minuten, wobei die Grafinger noch zwei Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit zwei erstklassige Möglichkeiten vorfanden.
Die Verlängerung verlief aus Sicht des EHC unglücklich. Eine „provozierte“ Strafzeit sorgte für Ärger auf der Klosterseer Bank – und eine zweifache Unterzahl. Die war gerade überstanden, als man nach einem Offensiv-Bully in den Konter lief und den entscheidenden Treffer kassierte.
EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Rudi Schmidt); Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Vitus Gleixner, Simon Roeder, Bob Wren, Felix Kaller, Cedric Eibl.

EHC „Die Löwen“ Waldkraiburg: Christoph Lode (Kevin Yeingst); Philipp Seifert, Tobias Beck, Jan Loboda, Fabian Kanzelsberger, Daniel Schmidt, Alexander Kanzelsberger; Christian Neuert, Michal Popelka, Thomas Rott, Felix Lode, Patrick Zimmermann, Leon Decker, Philipp Lode, Johannes Hipetinger, Kevin Schneider.

Torfolge: 0:1 (3:06) Philipp Lode; 1:1 (8:27) Simon Roeder (Johannes Kroner); 2:1 (20:23) Raphael Kaefer (Lynnden Pastachak, Bernd Rische); 2:2 (52:03) Michal Popelka (Philipp Seifert – 5:3); 2:3 (63:05) Leon Decker (4:4).

Strafminuten: EHC Klostersee 14; EHC „Die Löwen“ Waldkraiburg 14.

Hauptschiedsrichter: Alexander Karl.

Zuschauer: 291.

Dritter Drei-Punkte-Sieg für den EHC Klostersee innerhalb von sechs Tagen. Nach den zwei Gastspiel-Erfolgen in Schweinfurt und Pfaffenhofen schossen die Grafinger die Pinguine vom EHC Königsbrunn mit einem deutlichen 9:1 aus der heimischen Scheune. Satte und fast unglaubliche 25 (!) Tore haben die Rot-Weißen in den drei Pflichtspielen seit Dienstag damit erzielt. Das Trumpfass des Teams von Dominik Quinlan ist dabei die Ausgeglichenheit. Die erfolgreichen Einschüsse ins gegnerische Gehäuse teilten sich erneut alle drei Blöcke.
Gegen die Gäste aus dem bayerischen Schwabenland war mit drei Treffern im ersten Abschnitt, in dem es mit kurzer Unterbrechung bei zwei vollen Minuten doppelter Unterzahl auf dem Eis praktisch ausschließlich in eine Richtung ging, der Spielausgang mehr oder weniger schon vorgegeben. Im eher zerfahren verlaufenen Mitteldrittel trafen die Pinguine in zweifacher Überzahl, die Truppe um Kapitän Bernd Rische quasi im Gegenzug innerhalb von 26 Sekunden per Doppel-Shorthander (beim zweiten Break war die Strafzeit gerade abgelaufen)zum vorentscheidenden 5:1-Zwischenstand.
Gestillt war der Torhunger der EHCler damit noch längst nicht. Durch den Viererpack in den verbleibenden 20 Spielminuten schrammten die Königsbrunner, die nach dem fünften Gegentor ihren Torhüter wechselten, gerademal so an einer zweistelligen Abfuhr vorbei.
Weiter geht´s für die Klosterseer bereits am Dienstagabend (20 Uhr) im Nachhol-Heimderby gegen die Waldkraiburger Löwen.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Florian Engel, Philipp Quinlan, Gennaro Hördt, Vitus Gleixner, Bob Wren, Simon Roeder, Felix Kaller.

EHC Königsbrunn Pinguine: Markus Kring (ab Min. 29:49 Donatas Zukovas); Luca Szegedin, Alexander Strehler, Michael Rudolph, Max Petzold, David Farny, Philipp Sander, Joshua Tsui, Ron Bullnheimer; Maximilian Arnawa, Maximilian Merkel, Linus Voit, Marc Barchmann, Julian Becher, Hayden Trupp, Nicolas Baur, Tim Bullnheimer, Jakub Bitomsky, Marvin Sorkale, Anton Rauh.

Torfolge: 1:0 (1:57) Bob Wren (Simon Roeder); 2:0 (10:59) Bernd Rische (Raphael Kaefer, Simon Roeder); 3:0 (14:35) Vitus Gleixner (Gennaro Hördt, Yannick Kischer); 3:1 (28:25) Julian Becher (Maximilian Arnawa, Hayden Trupp – 5:3); 4:1 (29:23) Lynnden Pastachak (Florian Gaschke – 4:5); 5:1 (29:49) Lynnden Pastachak (Raphael Kaefer, Johannes Kroner); 6:1 (45:43) Raphael Kaefer (Nicolai Quinlan, Lynnden Pastachak); 7:1 (52:27) Bob Wren (Nicolai Quinlan, Raphael Kaefer – 5:4); 8:1 (55:23) Felix Kaller; 9:1 (56:48) Raphael Kaefer.

Strafminuten: EHC Klostersee 16; EHC Königsbrunn Pinguine 14.

Hauptschiedsrichter: Philipp Sintenis.

Zuschauer: 272.

Ungefährdeter Drei-Punkte-Erfolg für den EHC Klostersee. Sozusagen inmitten der zwei „Englischen Wochen“ mit zwei der insgesamt drei Nachholpartien setzten sich die Grafinger am Freitagabend drei Tage nach dem Kantersieg bei den Schweinfurt Mighty Dogs (11:1) auswärts bei den Eishogs des EC Pfaffenhofen klar mit 5:0 durch. Den Rot-Weißen genügte gegen die personell angeschlagenen und dadurch mit einem sehr überschaubaren Kader angetretenen Gastgeber eine solide Vorstellung, um als verdienter Sieger vom Eis zu gehen.
Konzentriert und fokussiert ging die Truppe um Kapitän Bernd Rische das Gastspiel in der Hallertau an. Die Führung im ersten Drittel fiel mit nur einem Treffer eher knapp aus. Zum einen blieben zwei, drei erstklassige Einschussmöglichkeiten ungenutzt, dazu war Dominik Gräubig im EHC-Kasten bei ein paar nicht ungefährlichen Vorstößen der Eishogs durchaus gefordert. Headcoach Dominik Quinlan wies beim Pausentee auf die Freiheiten der gegnerischen Angreifer hin, die diesen durch zu große Abstände gewährt worden war.
Im zweiten Abschnitt wurde nicht mehr so passiv verteidigt, Pfaffenhofens Offensivkräfte vor dem eigenen Gehäuse zumeist frühzeitig in ungefährliche Bereiche abgedrängt. Und auch nach vorne ging´s weitaus konzentrierter; das letzte, entscheidende Zuspiel kam öfter punktgenau und so konnte der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut werden. Mit dem 5:0 zu Beginn der letzten 20 Spielminuten war der Dreier bereits im Gepäck, weshalb die Klosterseer auch mit Blick auf das noch folgend stramme Programm – Sonntag Heimpartie gegen Königsbrunn, Dienstag Nachholspiel gegen Waldkraiburg, nächsten Freitag die Ulm Devils zu Gast in der Scheune und schließlich Sonntag in einer Woche Derby bei den Erding Gladiators – das Spieltempo merklich drosselten. Und sich vorrangig auf die Absicherung des „shut-outs“ für Keeper Gräubig konzentrierten.
EC Pfaffenhofen Eishogs: Thomas Hingel (ab Min. 40:00 Franziska Albl); Liam Hätinen, Julian Dost, Kareem Hätinen, Elias Maier; Nick Endress, Daniel Hanlon, Jakub Felsöci, Robert Neubauer, David Felsöci, Moritz Neureuther, Dominik Thebing.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Philipp Hähl); Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Florian Engel, Philipp Quinlan, Gennaro Hördt, Vitus Gleixner, Bob Wren, Felix Kaller.

Torfolge: 0:1 (4:39) Yannick Kischer (Florian Engel); 0:2 (28:58) Vitus Gleixner (Bob Wren, Sebastian Sterr); 0:3 (32:59) Philipp Quinlan (Gennaro Hördt, Yannick Kischer – 5:4); 0:4 (37:01) Yannick Kischer (Raphael Kaefer, Lynnden Pastachak); 0:5 (39:38) Florian Gaschke.

Strafminuten: EC Pfaffenhofen Eishogs 4; EHC Klostersee 4.

Hauptschiedsrichter: Michael Fischer.

Zuschauer: 95.

Mit Beginn der Transferperiode in der Bayernliga konnte der EHC Klostersee seinen Kader noch einmal hochwertig aufstocken. Mit Verteidiger Christian Hummer ist ein echtes Eigengewächs der Grafinger Rot-Weißen zurück in der Mannschaft von Trainer Dominik Quinlan. Der 28 Jahre junge Verteidiger hat seine Nachwuchszeit im Talentschuppen des EHC verbracht und für seinen Heimatverein bis 2015 auch in der Oberliga Süd gespielt. Dann entschied sich der Abwehrspieler für eine Profi-Karriere und wechselte zum SC Riessersee. Vor zweieinhalb Jahren beendete er dort seine Eishockey-Laufbahn zugunsten der Ausbildung im Polizeidienst.
„Chris ist ein Ur-EHCler, der hier in Grafing das Schlittschuhlaufen gelernt und alle Nachwuchsmannschaften durchlaufen hat. Das ist genau unsere Vereinsphilosophie und so einer ist natürlich immer ein Thema, wenn sich das ergibt“, betonte Präsident Sascha Kaefer. Zumal sich Christian Hummer noch „im besten Sportleralter“ befinde.
Headcoach Quinlan freut sich über die Verstärkung der Hintermannschaft, die das Team noch einmal aufwerte: „Wie schon unser Klubchef gesagt hat, ist einer aus unserer Mitte immer willkommen. Chris hat bei den Eiszeiten mit den Alten Herren hier gemerkt, dass er noch richtig Lust hat und er ist körperlich und konditionell nach wie vor absolut topfit. Da wäre es schon fahrlässig, das auszuschlagen und ihn nicht zu nehmen.“
An die 250 Pflichtspieleinsätze in der Oberliga Süd für die Klosterseer und Garmisch sowie mehr als 150 Zweitligaeinsätze in Reihen der Riesserseer bringt er an Erfahrung mit ein. Nach Beendigung der (kasernierten) Polizei-Ausbildung studiert Christian Hummer aktuell an der Bayerischen Beamtenfachholschule Fürstenfeldbruck (Fachbereich Polizei) mit dem Ziel der Kommissars-Laufbahn. Der damit „geregelte“ Tagesablauf ohne Schichtdienst ermöglicht dem inzwischen verheirateten Familienvater einer einjährigen Tochter, der schon seit zwei Jahren wieder in der Bärenstadt wohnt und lebt, eine regelmäßige Teilnahme am Trainings- und Spielbetrieb der Rot-Weißen.

Das erste von insgesamt drei Nachholspielen, die der EHC Klostersee nach der mehrwöchigen Corona-Zwangspause bis Ende des Kalenderjahres „nacharbeiten“ muss, wurde sehr erfolgreich gestaltet. Bei den Schweinfurt Mighty Dogs setzten sich die Grafinger an diesem Dienstagabend klar und deutlich mit 11:1 durch. Trainer Dominik Quinlan hatte nach dem Teilerfolg zwei Tage davor bei den Amberg Wild Lions (2:3 nach Verlängerung) an sein Team appelliert, neben der auch da gezeigten kompakten Defensive beim Gastspiel in Unterfranken möglichst auch das die Abschlussquote zu verbessern, insbesondere um mehr Ruhe in das eigene Spiel zu bekommen.
Gesagt, getan könnte man meinen, denn die Rot-Weißen kontrollierten die Partie in Schweinfurt vom ersten Bully weg. Hinten konnte man sich auf Puckfänger Philipp Hähl verlassen, der in den ersten Minuten drei, vier Mal gefordert war und sich mit sicheren Paraden früh die notwendige Sicherheit holen konnte. Dazu wurde in der Offensive schnell für klare Verhältnisse gesorgt. Nach dem frühen 1:0 durch Yannick Kischer, der seine starke Form aus den ersten Saisonwochen über die „spielfreie Zeit“ in den ersten November-Wochen mitnehmen konnte, gab ein Doppelschlag der EHCler in der 11. Minute innerhalb von 41 Sekunden bereits die Richtung vor.
Die Mighty Dogs hatten dem Kombinationsspiel der Klosterseer an diesem Abend kaum etwas entgegenzusetzen. Kontinuierlich baute die Truppe um Kapitän Bernd Rische, die mit drei Powerplay-Toren in drei Überzahlspielen eine nicht alltägliche 100-Prozent-Quote hinlegen konnte, den Vorsprung aus. Bei den Grafingern, bei denen mit Florian Engel der letzte „Corona-Patient“ erstmals wieder an Bord war, klappte fast alles, was auch an dem zweistelligen Endresultat abzulesen ist.
ERV Schweinfurt Mighty Dogs: Benedict Roßberg (ab Min. 35:40 Anton Hesselbach); Esbjörn Hofverberg, Lucas Kleider, Pascal Kröber, Kevin Marquardt, Leonardo Ewald, Dennis Ostertag; Nils Melchior, Dylan Hood, Christian Masel, Kevin Heckenberger, Semjon Bär, Alexander Asmus, Moritz Schlick, Jonas Manger, Joshua Bourne, Jamie Akers, Joey Akers.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Florian Engel, Philipp Quinlan, Vitus Gleixner, Jens Haller, Bob Wren, Felix Kaller.

Torfolge: 0:1 (3:54) Yannick Kischer (Philipp Quinlan, Florian Engel); 0:2 (10:01) Bob Wren (Quirin Bacher, Philipp Hähl); 0:3 (10:42) Philipp Quinlan (Florian Engel); 0:4 (17:20) Vitus Gleixner (Philipp Quinlan, Bob Wren – 5:4); 0:5 (24:13) Bernd Rische (Philipp Quinlan, Lynnden Pastachak); 0:6 (25:13) Florian Gaschke (Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer); 0:7 (30:12) Florian Gaschke (Bernd Rische, Lynnden Pastachak – 5:4); 1:7 (33:34) Christian Masel; 1:8 (35:14) Bernd Rische (Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer – 5:4); 1:9 (37:31) Raphael Kaefer (Nicolai Quinlan, Yannick Kischer); 1:10 (40:31) Raphael Kaefer (Nicolai Quinlan, Yannick Kischer); 1:11 (48:59) Quirin Bacher (Bob Wren).

Strafminuten: ERV Schweinfurt Mighty Dogs 6; EHC Klostersee 6.

Hauptschiedsrichter: Markus Sperl.

Zuschauer: 204.

Verlängerung und Penaltyschießen sind in der laufenden Bayernliga-Hauptrunde noch nicht das Ding des EHC Klostersee. Am Sonntagabend unterlagen die Grafinger bei den Wild Lions des ERSC Amberg in der Overtime mit 2:3. Beim entscheidenden Treffer zugunsten der Gastgeber nach nur 18 Sekunden der Zusatzspielzeit haderte das Team um Kapitän Bernd Rische mit der Entscheidung beziehungsweise dem „Nicht-Eingreifen“ der Unparteiischen in der Entstehung. Da wurde der Verteidiger der EHCler im Aufbau von den Beinen geholt, was den Ambergern eine „Drei-auf-Null-Situation“ vor dem machtlosen Keeper Philipp Hähl bescherte. Vorwerfen mussten sich die Rot-Weißen, von den zahlreichen klaren Einschussmöglichkeiten in den Abschnitten zwei und drei nur ganze zwei genutzt zu haben.
Im Startdrittel lief zunächst alles nach Plan für die Mannschaft von Dominik Quinlan. Gleich im ersten Powerplay zappelte der Puck im gegnerischen Gehäuse, nachdem ein Distanzschuss unmittelbar vor dem ERSC-Torhüter noch abgefälscht wurde. Die EHCler waren tonangebend, doch eine kurze Phase der Unordnung in der eigenen Zone nutzten die Wild Lions zum Ausgleich. Amberg nahm den Schwung des Tores mit in den nächsten Durchgang, ohne jedoch wirklich torgefährlich zu sein. In der 28. Minute lagen die Klosterseer wieder vorne. Ein Schlenzer von der blauen Linie wurde kurz vor Timon Bätge erfolgreich abgefälscht.
Der Goalie der Wild Lions bewahrte sein Team mehrmals vor einem höheren Rückstand und hatte beim Pfostenschuss durch Nicolai Quinlan auch das Glück auf seiner Seite. Die Grafinger versäumten auch nach dem zweiten Pausentee einen weiteren Treffer. Nachdem sich die Hausherren etwas glücklich das 2:2 erarbeitet hatten, musste der EHC in der Schlussphase in Unterzahl das Remis verteidigen.
In der „Bonus-Time“ stand Fortuna weiterhin auf Seiten der Wild Lions. Die gute Nachricht für die Klosterseer: Der gutgeschriebene Punkt reichte, um sich die Tabellenführung im Bayerischen Oberhaus zurückzuholen.
Am eigentlich freien Montag bittet Headcoach Quinlan seine Jungs zur lockeren Trainingseinheit, denn bereits am Dienstagabend (20 Uhr) geht es zum Nachholspiel nach Schweinfurt zu den Mighty Dogs.
ERSC Amberg Wild Lions: Timon Bätge (Carsten Metz); Kevin Schmitt, Marc Roth, Andreas Pielmeier, Lukas Salinger, Richard Stütz, Leon Koppitz; Shawn Campbell, Brett Mennear, Ryan Murphy, Felix Köbele, Michael Kirchberger, Marco Pronath, Florian Bocu, Daniel Krieger, Leon Hartl, Daniel Troglauer, Kevin Meier.

EHC Klostersee: Philipp Hähl (Dominik Gräubig); Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Yannick Kischer, Johannes Kroner, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Jan Fiedler; Lynnden Pastachak, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Vitus Gleixner, Jens Haller, Bob Wren, Simon Roeder, Cedric Eibl.

Torfolge: 0:1 (8:50) Vitus Gleixner (Yannick Kischer, Gennaro Hördt – 5:4); 1:1 (17:05) Marc Roth (Shawn Campbell, Kevin Schmitt); 1:2 (27:34) Kevin Pastachak (Bernd Rische); 2.2 (49:50) Leon Hartl (Daniel Krieger); 3:2 (60:18) Kevin Schmitt (Brett Mennear).

Strafminuten: ERSC Amberg Wild Lions 12; EHC Klostersee 12.

Hauptschiedsrichter: Markus Sperl.

Zuschauer: 202.