EHC Löwen Waldkraiburg – EHC Klostersee 5:3 (4:2, 1:1, 0:0)

Keine Punkte für den EHC Klostersee beim Auswärts-Derby in Waldkraiburg. Am Ende hatten die gastgebenden Löwen in einem immer eng umkämpften Match mit 3:5 aus Sicht der Rot-Weißen die Nase vorne. Nach der „punktemäßigen Nullnummer“ vom Wochenende sind die Pre-Playoffs in der Verzahnungsrunde für die Grafinger wahrscheinlich; zumindest kann die Truppe um Kapitän Bernd Rische den für die direkte Playoff-Qualifikation notwendigen sechsten Platz nun aus eigener Kraft nicht mehr erreichen.
Eine erste schnelle Hinausstellung gegen das Gastgeber-Team schon kurz nach dem Startbully konnten die Schützlinge von Dominik Quinlan nicht nutzen. Im Gegenteil: Man lief in einen Konter und damit schon gleich mal einem Rückstand hinterher. Einsatz und Moral bei den Klosterseern stimmen, wie die folgende Wende im Spiel durch die zwei Treffer in der neunten und 13. Minute zeigten. Allerdings sind neben der Abschlussschwäche eben auch die fehlende Stabilität in der Defensive beziehungsweise die Fehlerquote in der eigenen Zone immer wieder ein Problem oder anders gesagt: Schlüsselmomente für den Gegner, die häufig den Weg weisen.

Schon bald waren die Waldkraiburger nach Toren wieder gleichauf. Letztlich entschied über die Vergabe der drei Punkte bereits die Schlussminute im ersten Spielabschnitt. Da klingelte es im EHC-Kasten innerhalb von 31 Sekunden doppelt. Anstatt mit einem Unentschieden in die Pause und frischem Selbstvertrauen in das zweite Drittel zu gehen, war für den weiterhin sehr überschaubaren Kader erneut eine Energieleistung notwendig, um dranzubleiben. Mit dem Überzahltreffer zum 3:4 schnupperten die Grafinger noch einmal, doch mehr ließen die in der Defensive überwiegend diszipliniert agierenden Löwen an diesem Abend nicht mehr zu.

EHC Waldkraiburg “Die Löwen”: Kevin Yeingst (Christoph Lode); Mathias Jeske, Alexander Kanzelsberger, Felix Lode, Fabian Kanzelsberger, Josef Huber, Thomas Nuss; Tomas Rousek, Jozef Straka, Michael Trox, Lukas Wagner, Nico Vogl, Christof Hradek, Leon Decker, Patrick Zimmermann, Kevin Schneider, Eduard Dmitrik, Dennis Ladigan.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Rudi Schmidt); Bernd Rische, Felix Kaller, Maximilian Merz, Marinus Kritzenberger, Korbinian Eberwein; Raphael Kaefer, Bob Wren, Simon Roeder, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Matthias Baumhackl, Jens Glombitza, Vitus Gleixner.

Torfolge: 1:0 (1:25) Josef Straka (Tomas Rousek – 4:5); 1:1 (8:56) Matthias Baumhackl (Gennaro Hördt, Florian Gaschke); 1:2 (12:26) Philipp Quinlan; 2:2 (13:12) Lukas Wagner (Nico Vogl, Christof Hradek); 3:2 (19:18) Michael Trox (Josef Straka, Tomas Rousek); 4:2 (19:49) Lukas Wagner (Christof Hradek, Nico Vogl); 4:3 (24:23) Philipp Quinlan (Bernd Rische, Felix Kaller – 5:4); 5:3 (30:45) Lukas Wagner (Felix Lode, Nico Vogl).

Strafminuten: EHC Löwen Waldkraiburg 10; EHC Klostersee 12.

Hauptschiedsrichter: Alexander Karl.
Zuschauer: 555.

EHC Klostersee – TEV Miesbach 1:4 (0:1, 0:1, 1:2)

Die Pre-Playoffs in der gemeinsamen Verzahnungsrunde Bayernliga/Oberliga Süd werden für den EHC Klostersee immer wahrscheinlicher. An diesem Freitagabend unterlagen die Grafinger dem TEV Miesbach auf eigenem Eis mit 1:4. Personell in der Offensivabteilung wieder etwas besser bestückt, musste Trainer Dominik Quinlan in der Hintermannschaft bei nur fünf Verteidigern – U20-Defender Korbinian Eberwein schon mit eingeschlossen – weiterhin kräftig improvisieren.

Die größeren Probleme haben die Rot-Weißen derzeit dennoch im Angriffsspiel, dem aktuell einfach die Durchschlagskraft fehlt. Zwei Spielabschnitte stand vorne die Null, wobei es herausgespielte Chancen auch nicht gerade gehagelt hatte. Im Schlussdrittel freilich war bei einem bis dahin überschaubaren Rückstand (0:2) noch alles drin und da war teilweise auch richtig Musik drin in der Offensive. Allerdings blieb es am Ende erneut bei einem einzigen Treffer(chen). Insbesondere im doppelten und einfachen Powerplay belagerte man das Gäste-Gehäuse minutenlang, doch bis auf einen Pfostenkracher, Lattenschuss, das sperrangelweit offene aber verfehlte leere Tor und Schüsse in die Fanghand des TEV-Goalies war nichts zu holen.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Rudi Schmidt); Bernd Rische, Felix Kaller, Maximilian Merz, Marinus Kritzenberger, Korbinian Eberwein; Raphael Kaefer, Bob Wren, Simon Roeder, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Matthias Baumhackl, Jens Glombitza, Vitus Gleixner, Felix Lohmaier, Cedric Eibl.

TEV Miesbach: Anian Geratsdorfer (Timon Ewert); Stefan Mechel, Johannes Bacher, Sebastian Deml, Maximilian Meineke, Christoph Gottwald, Stephan Stiebinger; Felix Feuerreiter, Bohumil Slavicek, Filip Kokoska, Dusan Frosch, Christian Czaika, Maximilian Hüsken, Thomas Schenkel, Michael Grabmaier, Florian Feuerreiter, Sebastian Höck.

Torfolge: 0:1 (8:22) Thomas Schenkel (Filip Kokoska); 0:2 (33:01) Thomas Schenkel (Florian Feuerreiter, Michael Grabmaier); 1:2 (47:21) Florian Gaschke (Matthias Baumhackl, Gennaro Hördt); 1:3 (51:30) Dusan Frosch; 1:4 (58:11) Felix Feuerreiter (Bohumil Slavicek, Filip Kokoska – 5:4).

Strafminuten: EHC Klostersee 12; TEV Miesbach 18.

Hauptschiedsrichter: Dominik Merath.
Zuschauer: 410

EHC Klostersee – TSV Erding Gladiators 2:6 (0:2, 2:3, 0:1)

Der EHC Klostersee konnte den sensationellen Auswärts-Dreier vom Gastspiel in Passau nicht vergolden. Im Heim-Derby gegen die Erding Gladiators unterlagen die Grafinger mit 2:6. Beide Mannschaften gingen personell arg geschwächt in die Partie, was letztlich nicht spielentscheidend war. Die Rot-Weißen erlaubten sich an diesem Sonntagabend einfach eine zu hohe Fehlerqoute in der eigenen Zone und waren zudem insgesamt zu harmlos im Angriff. Genau diese beiden Dinge sprachen für den Gast aus der Herzogstadt. Vorne wurde nicht lange gefackelt, die Abschlussquote passte, und in der Defensive wurde im Verbund überwiegend bestens verteidigt.

Bis zum Doppelschlag der Gladiators in der 18. Minute hatte sich das Team von Dominik Quinlan eine leichte optische Überlegenheit erspielt. Der „Hurra-Stil“ im zweiten Abschnitt ging voll nach hinten los. Zwar hatte man gleich in der Anfangsphase zwei, drei gute Einschussmöglichkeiten (die vergeben wurden), doch die Bemühungen um einen schnellen Ausgleich mündeten in drei weiteren Gegentoren. Ein wenig Hoffnung, das Unmögliche nach dem 0:5 vielleicht doch noch möglich zu machen, gaben die zwei Anschlusstore in der 32. und 35. Minute. Da hatten sich die Erdinger etwas anfällig gezeigt, doch diese Schwächephase der Gäste in der Abwehr war damit schon wieder vorbei.
In den verbleibenden 20 Spielminuten rannten sich die Klosterseer überwiegend fest, die drei, vier nennenswerten Chancen waren eine sichere Beute des Gladiators-Keepers.

EHC Klostersee: Rudi Schmidt (Carsten Aurich); Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Marinus Kritzenberger, Felix Kaller, Quirin Bacher, Korbinian Eberwein; Maximilian Merz, Philipp Quinlan, Simon Roeder, Florian Gaschke, Jens Glombitza, Matthias Baumhackl, Felix Lohmaier, Vitus Gleixner, Cedric Eibl.

TSV Erding Gladiators: Thomas Mende (Andreas Gerlspeck); Mark Waldhausen, Dominik Wagner, Rudi Lorenz, Lars Bernhardt; Lukas Krämmer, Philipp Michl, Marko Babic, Alexander Gantschnig, James Hill, Daniel Krzizok, Sebastian Lachner, Oliver Wawrotzki, Christian Poetzel.

Torfolge: 0:1 (17:25) Mark Waldhausen (Philipp Michl – 5:4); 0:2 (17:59) Christian Poetzel (Sebastian Lachner, Mark Waldhausen); 0:3 (22:30) Mark Waldhausen (Sebastian Lachner – 4:5); 0:4 (29:58) Christian Poetzel (Rudi Lorenz, Sebastian Lachner); 0:5 (31:52) Daniel Krzizok (James Hill, Marko Babic – 5:4); 1:5 (34:13) Matthias Baumhackl (Maximilian Merz); 2:5 (34:46) Philipp Quinlan (Nicolai Quinlan, Simon Roeder); 2:6 (59:47) Daniel Krzizok (Mark Waldhausen, Marko Babic – 5:4).

Strafminuten: EHC Klostersee 16; TSV Erding Gladiators 10.
Hauptschiedsrichter: Michael Fischer.
Zuschauer: 424

EHF Passau Black Hawks – EHC Klostersee 4:5 (2:1, 0:2, 2:2)

Dicke Überraschung oder besser gesagt: Sensationeller Auswärtssieg des EHC Klostersee beim bis dahin verlustpunktfreien Tabellenführer der Verzahnungsrunde. Mit dem 5:4-Erfolg an diesem Freitagabend beschmutzten die Grafinger erstmals die blütenweise Weste der niederbayerischen Gastgeber. Umso höher ist die Leistung der Rot-Weißen zu bewerten, fehlten wegen Verletzung oder krank doch nicht weniger als zehn (richtig: ZEHN) gestandene Kräfte und dazu Headcoach Dominik Quinlan, der sich daheim um seine ebenfalls erkrankte Frau samt zwei Kinder kümmerte und vor dem Laptop auf Sprade-TV mitfieberte. „Absolut super gemacht“, schickte der Cheftrainer nach dem unglaublichen Coup Glückwünsche an seinen Co-Trainer Helmut Gleixner und die mit sechs U20-Spielern (deren zeitgleich angesetzte Partie musste dafür kurzfristig verlegt werden) auf Antrittsstärke aufgepäppelte Mannschaft. „Garant war heute, dass sich alle hundertprozentig an den Spielplan gehalten und das auf kompakte Defensive ausgerichtete System nach dem Rückstand und spätem Ausgleich nicht aus den Augen verloren haben“, fasste der Quinlan-Vertreter an der Bande die außergewöhnliche Vorstellung zusammen.

Das erste Ausrufezeichen setzten die EHCler nach bereits 29 Sekunden. Als die Black Hawks die Sache in der neunten Minute mit zwei Toren innerhalb von 14 Sekunden drehten, schien alles in gewohnte Bahnen zu laufen. Doch die Klosterseer stemmten sich dagegen, standen in der Gefahrenzone vor Torhüter Rudi Schmidt sehr dicht – und setzten im zweiten Abschnitt die nächsten Nadelstiche. Durch die zwei Treffer in der 25. Minute in Überzahl und vier Minuten später lag man zur nächsten Pause wieder in Führung. Mit dem 4:2 in der Anfangsphase des Schlussdrittels setzten die Grafinger noch eins drauf. Auch durch die ein oder andere Strafzeit zuviel schwanden die Kräfte. Trotz allen Einsatzes und Kampfes kamen die Habichte noch einmal auf 4:4 heran (53./55.). Doch die Klosterseer wollten nun mehr als nur ein „ersatzgeschwächt achtbares Resultat“. Die Moral war intakt, der Mut wurde belohnt – mit dem Siegtreffer genau drei Minuten vor der Sirene.
Am Sonntag im bestimmt heiß umkämpften Heim-Derby gegen die Erding Gladiators (Spielbeginn 17.30 Uhr) will das Team um Kapitän Bernd Rische, der in Passau nach fast vier Monaten Verletzungspause sein Comeback gegeben hatte, nun nachlegen. Vor einer hoffentlich würdigen Kulisse, die sich die EHC-Truppe absolut verdient hat.

EHF Passau Black Hawks: Clemens Ritschel (Andreas Resch); Marius Wiederer, Martin Paryzek, Patrick Geiger, Arthur Platanow, Lukas Stettmer, Mathias Pilz, Florian Lehner; Petr Sulcik, Alexander Janzen, Dominik Schindlbeck, Ales Kreuzer, Patrik Dzemla, Tobias Feilmeier, Benedikt Böhm, Florian Fischer, Robin Deuschl, Michael Franz.

EHC Klostersee: Rudi Schmidt (Carsten Aurich); Nicolai Quinlan, Bernd Rische, Marinus Kritzenberger, Felix Kaller, Korbinian Danzer, Korbinian Eberwein; Maximilian Merz, Philipp Quinlan, Simon Roeder, Vitus Gleixner, Jens Glombitza, Felix Lohmaier, Quirin Bacher, Cedric Eibl, David Meyrl.

Torfolge: 0:1 (0:29) Simon Roeder (Bernd Rische); 1:1 (8:18) Florian Fischer (Tobias Feilmeier, Lukas Stettmer); 2:1 (8:32) Dominik Schindlbeck (Martin Paryzek, Petr Sulcik); 2:2 (24:12) Maximilian Merz (Philipp Quinlan, Simon Roeder); 2:3 (28:29) Simon Roeder (Philipp Quinlan, Vitus Gleixner); 2:4 (42:24) Cedric Eibl (Quirin Bacher); 3:4 (52:55) Alexander Janzen (Marius Wiederer, Tobias Feilmeier); 4:4 (54:48) Alexander Janzen (Marius Wiederer, Martin Paryzek); 4:5 (57:00) Felix Kaller (Jens Glombitza).

Strafminuten: EHF Passau Black Hawks 8; EHC Klostersee 18.

Hauptschiedsrichter: Martin Grech.
Zuschauer: 1.019

EHC Klostersee – ERC Bulls Sonthofen 1:4 (1:2, 0:1, 0:1)

Der EHC Klostersee hat sich nach drei deutlichen Schlappen sozusagen an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen. Zwar unterlagen die Grafinger den Bulls aus Sonthofen mit 1:4, aber an Einsatz, Leidenschaft und der ingesamt gezeigten Leistung gab´s kaum etwas auszusetzen. Schon im ersten und zweiten Abschnitt, insbesondere aber im Schlussdrittel setzten die Rot-Weißen, bei denen erstmals nach einem operativen Eingriff und folglich zweiwöchiger Zwnagspause wieder Headcoach Dominik Quinlan an der Bande Regie führte, dem Gast aus dem Allgäu ganz schön zu. Der Süd-Oberligist hatte die entscheidenden Vorteile im Überzahlspiel, traf drei Mal aus dem Powerplay heraus – zwei Stück musste Keeper Rudi Schmidt, der den verletzten Dominik Gräubig hervorragend vertrat, in einfacher Unterzahl der EHCler hinnehmen, einen Gegentreffer in doppelter Minderung.

Die Bulls begannen mit sehr viel Zug zum Tor und extrem strammen Spieltempo, das die Truppe um Kapitän Philipp Quinlan in der Defensivarbeit vor einige Herausforderungen stellte. Dass am Ende bei beiderseits kompletter Spieleranzahl hinten die Null stand, spricht dabei für sich. In der Offensive hatten die Klosterseer durchaus ihre Möglichkeiten, den klassenhöheren Gegner auch nach dem Rückstand noch einmal in arge Bedrängnis zu bringen. Doch vor allem ein hervorragend haltender Gäste-Goalie hielt den Dreier im Schlussdrittel mit vier „big saves“ fest, als Sonthofen die Schlagzahl auf den Schlittschuhen nicht mehr so hoch wie davor halten konnte und der EHC sehr viele Spielanteile in der Angriffszone hatte.

EHC Klostersee: Rudi Schmidt (Carsten Aurich); Nicolai Quinlan, Felix Kaller, Maximilian Merz, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Raphael Kaefer, Bob Wren, Matthias Baumhackl, Florian Gaschke, Philipp Quinlan, Gennaro Hördt, Thomas Hummer, Vitus Gleixner, Jens Glombitza, Veit Wieczorek, Simon Roeder.

ERC Bulls Sonthofen: Christian Schneider; Vladimir Kames, Manuel Malzer, Lukas Slavetinsky, Philipp Sander, Daniel Maly, Tim Marek; Edgars Homjakovs, Marc Sill, Filip Stopinski, Jayden Schubert, Ondrej Havlicek, Santeri Ovaska, Adam Skala, Robert Hechtl, Fabjon Kuqi.

Torfolge: 1:0 (0:27) Nicolai Quinlan (Felix Kaller, Bob Wren); 1:1 (9:23) Edgars Homjakovs (Ondrej Havlicek – 5:4); 1:2 (12:32) Ondrej Havlicek (Lukas Slavetinsky, Edgars Homjakovs – 5:3); 1:3 (26:28) Edgars Homjakovs (Lukas Slavetinsky, Ondrej Havlicek – 5:4); 1:4 (59.59) Edgars Homjakovs (ENG).

Strafminuten: EHC Klostersee 16; ERC Bulls Sonthofen 12.

Hauptschiedsrichter: Florian Gschwendtner.
Zuschauer: 313

EHC Klostersee – HC Landsberg Riverkings 2:8 (0:1, 0:5, 2:2)

Deftige Abreibung auf eigenem Eis. Nach zwei klaren Niederlagen in der Fremde bezog der EHC Klostersee auch auf eigenem Eis eine deutliche Schlappe. Gegen die Landsberg Riverkings stand am Ende ein 2:8 auf der Anzeigetafel. Die Rot-Weißen hatten nach dem 0:1-Zwischenstand aus dem ersten Abschnitt ihre beste Phase und mehrmals die Möglichkeit zum Ausgleich. Der Genickbrecher war ein Powerplay-Doppelschlag der Gäste Mitte des zweiten Drittels innerhalb von 81 Sekunden. Davon erholte sich die wieder von Co-Trainer Helmut Gleixner angewiesene Mannschaft – Headcoach Dominik Quinlan beobachtete aus dem VIP-Raum und will in der bevorstehenden Woche wieder übernehmen – nicht mehr. Während man sogar in doppelter Überzahl ausschließlich Nieten schoß, klappte bei den Lechstädtern alles; quasi jeder Schuss war ein Treffer. Bereits nach dem 0:3 war die Moral irgendwie im Keller und klar, in welche Richtung es gehen würde. Der Gast hatte Lust auf mehr und die EHCler jede Menge damit zu tun, sie daran zu hindern. Die beiden Treffer im Schlussdrittel schönten das Ganze zumindest ein wenig.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (ab Min. 38:31 Rudi Schmidt); Nicolai Quinlan, Maximilian Merz, Marinus Kritzenberger, Florian Engel, Felix Kaller, Sebastian Sterr, Quirin Bacher; Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Matthias Baumhackl, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Thomas Hummer, Vitus Gleixner, Jens Glombitza, Veit Wieczorek, Cedric Eibl.
HC Landsberg Riverkings: David Blaschta (Michael Güßbacher); Maximilian Raß, Tobias Wedl, Marek Charvat, Robin Maag, Sven Gäbelein, Markus Jänichen, Nico Nieberle; Dennis Sturm, Petr Machacek, Marc Krammer, Christopher Mitchell, Daniel Menge, Adriano Carciola, Florian Reicheneder, Marius von Friderici-Steinmann, Jonas Schwarzfischer, Anton Hanke, Maximilian Merkel, Noah Gaisser.

Torfolge: 0:1 (1:51) Adriano Carciola (Robin Maag); 0:2 (30:09) Florian Reicheneder (Adriano Carciola, Sven Gäbelein – 5:4); 0:3 (31:31) Maximilian Raß (Robin Maag, Adriano Carciola – 5:4); 0:4 (33:06) Dennis Sturm (Marc Krammer); 0:5 (36:57) Marek Charvat (Dennis Sturm); 0:6 (38:31) Markus Jänichen (Adriano Carciola); 0:7 (44:44) Adriano Carciola (Robin Maag); 0:8 (51:35) Marc Krammer (Petr Machacek, Dennis Sturm); 1:8 (51:46) Matthias Baumhackl (Florian Gaschke, Maximilian Merz); 2:8 (53:27) Florian Gaschke.

Strafminuten: EHC Klostersee 16; HC Landsberg Riverkings 16.

Hauptschiedsrichter: Rupert Stenzel.
Zuschauer: 370

Höchstadter EC – EHC Klostersee 7:1 (2:0, 4:1, 1:0)

Personell am Stock gehend gab es für den EHC Klostersee an diesem Freitagabend beim Süd-Oberligisten Höchstadter EC nichts zu holen. „Ohne sieben“ unterlagen die Grafinger bei den Alligators mit 1:7. Der Drei-Punkte-Sieg der mittelfränkischen Gastgeber ging absolut in Ordnung, allerdings hätten die wacker kämpfenden Rot-Weißen auch deziminert durchaus ein besseres Resultat erreichen können. Aber wie es eben an manchen Abenden so ist, in denen auf der einen Seite auch mal einer reinfällt, der nicht sein muss, während auf der anderen auch die sicheren nicht drin sind. Lag die erneut von Co-Trainer Helmut Gleixner gecoachte Mannschaft nach zwei Drittel mit 1:6 etwas unter Wert im Hintertreffen, so wurde auch anschließend Ergebniskosmetik versäumt, als die Höchstadter mit der klaren Führung im Rücken auf Verwaltungsmodus geschaltet hatten und einige Hochkaräter herausgespielt wurden.


Schon im ersten Abschnitt legte der Drittligist insbesondere durch seine individuelle Klasse zwei Stück vor. Den entscheidenden Tick beanspruchten die Alligators immer wieder für sich, wenngleich der EHC die taktische Ausrichtung einhielt. Mehr als die Niederlage gegen einen bekannt heimstarken Gegner schmerzt die Klosterseer die Spieldauerstrafe für Bob Wren, der sich beim Bully provozieren und zu einer Unbeherrschtheit hinreißen ließ und damit in der Heimpartie gegen die Landsberg Riverkings (Sonntag, 17.30 Uhr) aussetzen muss.


Höchstadter EC: Benjamin Dirksen (Nico Henseleit); Nick Dolezal, Martin Vojcak, Richard Stütz, Michael Cejka, Daniel Maul, Pascal Kröber, Felix Ribarik, Maximilian Otte; Anton Seewald, Jari Neugebauer, Milan Kostourek, Vitalij Aab, Mikhail Nemirovsky, Juris Upitis, Florian Seelmann, Jiri Mikesz, Thilo Grau, Daniel Tratz, Philipp Seelmann.


EHC Klostersee: Dominik Gräubig (ab Min. 35:19 Rudi Schmidt); Nicolai Quinlan, Sebastian Sterr, Maximilian Merz, Marinus Kritzenberger, Quirin Bacher, Korbinian Danzer; Matthias Baumhackl, Bob Wren, Vitus Gleixner, Thomas Hummer, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Stefan Würmseer, Veit Wieczorek, Felix Lohmaier.


Torfolge: 1:0 (7:35) Juris Upitis (Vitalij Aab, Martin Vojcak); 2:0 (19:41) Martin Vojcak (Milan Kostourek, Jari Neugebauer – 5:4); 3:0 (32:05) Vitalij Aab (Mikhail Nemirovsky, Richard Stütz); 4:0 (33:28) Michael Cejka (Jiri Mikesz, Mikhail Nemirovsky); 5:0 (35:19) Nick Dolezal (Anton Seewald, Jari Neugebauer); 6:0 (38:49) Jiri Mikesz (Mikhail Nemirovsky); 6:1 (39:13) Marinus Kritzenberger (Thomas Hummer); 7:1 (56:40) Milan Kostourek (Jari Neugebauer, Anton Seewald).


Strafminuten: Höchstadter EC 8; EHC Klostersee 15 plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Bob Wren).

Hauptschiedsrichter: Alexander Karl.

Zuschauer: 532

TEV Miesbach – EHC Klostersee 8:1 (2:1, 2:0, 4:0)

Höchste Saisonniederlage für den EHC Klostersee. Beim TEV Miesbach hatten die Grafinger an diesem Sonntagabend nichts zu bestellen, unterlagen am Ende klar mit 1:8. Gegen die nach zwei Niederlagen (gegen die beiden Oberligisten der Verzahnungsrunde) voll fokussierten Gastgeber waren die Rot-Weißen in keiner Phase der Partie in der Lage, auf Augenhöhe dagegenzuhalten. Ohne den hochverdienten Erfolg des Hauptrunden-Ersten der Bayernliga schmälern zu wollen, spielte das Fehlen von fünf Stammkräften – am Spieltag meldete sich auch noch Simon Roeder grippekrank ab – zumindest bei der Deutlichkeit des Resultats eine Rolle. Die erneut von Helmut Gleixner gecoachte Mannschaft hatte zwei Tage davor beim Heim-Dreier gegen Waldkraiburg offenbar auch sehr viel investiert und kräftig Kraft gelassen.
Zumindest ergebnistechnisch durfte man zur ersten Pause noch hoffen, als nach einem 0:2-Rückstand kurz vor der Sirene aus dem Powerplay heraus der Anschlusstreffer geglückt war. Das war´s letztlich freilich schon gewesen mit den offensiven Erfolgsmeldungen, denn fortan schrieben entsprechend einzig noch die Miesbacher an. Kontinuierlich schraubten die torhungringen Hausherren den Vorsprung nach oben.

TEV Miesbach: Anian Geratsdorfer (Timon Ewert); Josef Frank, Johannes Bacher, Sebastian Deml, Stefan Mechel, Christoph Gottwald, Andreas Nowak, Stephan Stiebinger; Felix Feuerreiter, Bohumil Slavicek, Filip Kokoska, Dusan Frosch, Franz Mangold, Thomas Schenkel, Michael Grabmaier, Athanasios Fissekis, Christian Czaika, Florian Feuerreiter, Thomas Amann.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Rudi Schmidt); Nicolai Quinlan, Felix Kaller, Maximilian Merz, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Maximilian Pröls, Quirin Bacher; Matthias Baumhackl, Bob Wren, Veit Wieczorek, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Jens Glombitza, Thomas Hummer, Felix Lohmaier, Cedric Eibl.

Torfolge: 1:0 (4:13) Bohumil Slavicek (Filip Kokoska, Josef Frank); 2:0 (13:11) Bohumil Slavicek (Filip Kokoska, Thomas Schenkel); 2:1 (19:05) Matthias Baumhackl (Bob Wren, Veit Wieczorek – 5:4); 3:1 (22:25) Christoph Gottwald (Filip Kokoska, Dusan Frosch); 4:1 (26:31) Franz Mangold (Michael Grabmaier, Stefan Mechel); 5:1 (41:35) Franz Mangold (Stefan Mechel, Josef Frank); 6:1 (47:51) Felix Feuerreiter (Bohumil Slavicek, Dusan Frosch – 5:4); 7:1 (56:23) Filip Kokoska (Josef Frank, Felix Feuerreiter); 8:1 (58:27) Felix Feuerreiter (Dusan Frosch, Filip Kokoska – 5:4).

Strafminuten: TEV Miesbach 12 plus Disziplinarstrafe (Bohumil Slavicek); EHC Klostersee 12.

Hauptschiedsrichter: Florian Gschwendtner.
Zuschauer: 398

EHC Klostersee – EHC Löwen Waldkraiburg 5:3 (1:1, 2:0, 2:1)

Erster Drei-Punkte-Sieg für den EHC Klostersee in der Verzahnungsrunde. Im Heim-Derby kämpften die Grafinger die Waldkraiburger Löwen mit 5:3 nieder, wobei die Entscheidung erst per empty-net-goal 50 Sekunden vor dem Ende fiel. Bis dahin war die Sache immer eng, wobei man bei den einen Hauch besseren Rot-Weißen den Erfolg am Ende als verdient verbuchen konnte. Vor allem auch mit Blick auf die erneut lange Ausfallliste. Neben „Capitano“ Bernd Rische, der die Tage davor nach drei Monaten Pause erstmals wieder mit Ausrüstung trainiert hat, und Vitus Gleixner fehlten mit Raphael Kaefer und Florian Engel zwei weitere Eckpfeiler des Teams oder auch anders gesagt: Fast der komplette erste Block. Nicht zu vergessen Headcoach Dominik Quinlan wegen gesundheitlicher Probleme. Dessen Part des Coachings übernahm Co-Trainer Helmut Gleixner.

Die EHCler begannen stürmisch und gingen nach kanpp vier Minuten in Führung, als die bereits dritte gute Chance saß. Die neutrale Zone hatte man im gesamten ersten Drittel gut im Griff, mit einer Ausnahme: Da nutzten die Gäste den Raum zum Ausgleich. In der Folgezeit waren die „special teams“ beiderseite der entscheidende Faktor. Die Klosterseer trafen noch drei Mal in Überzahl, die Löwen skorten aus dem Powerplay heraus doppelt. Bis der Puck in der Schlussminute im leeren Gästegehäuse landete. Wobei sich die Bully-Stärke von Comebacker Bob Wren, der bereits davor zwei Mal aufgelegt hatte, auszahlte.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Rudi Schmidt); Nicolai Quinlan, Felix Kaller, Maximilian Merz, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Maximilian Pröls, Quirin Bacher; Matthias Baumhackl, Bob Wren, Simon Roeder, Philipp Quinlan, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Thomas Hummer, Jens Glombitza, Veit Wieczorek, Felix Lohmaier, Cedric Eibl.

EHC Waldkraiburg “Die Löwen”: Kevin Yeingst (Christoph Lode); Mathias Jeske, Thomas Rott, Fabian Kanzelsberger, Philipp Seifert, Alexander Kanzelsberger, Daniel Schmidt, Thomas Nuss, Felix Lode; Tomas Rousek, Jozef Straka, Lukas Wagner, Nico Vogl, Christof Hradek, Michael Trox, Leon Decker, Patrick Zimmermann, Leon Judt, Josef Huber, Eduard Dmitrik, Kevin Schneider.

Torfolge: 1:0 (3:49) Philipp Quinlan (Gennaro Hördt); 1:1 (7:16) Leon Decker (Patrick Zimmermann); 2:1 (29:18) Philipp Quinlan (Gennaro Hördt, Maximilian Merz – 5:4); 3:1 (35:44) Felix Kaller (Bob Wren, Matthias Baumhackl – 5:4); 3:2 (43:01) Mathias Jeske (Jozef Straka, Tomas Rousek – 5:4); 4:2 (53:17) Philipp Quinlan (Bob Wren, Florian Gaschke – 5:3); 4:3 (57:55) Mathias Jeske (Tomas Rousek, Thomas Rott – 5:4); 5:3 (59:10) Felix Kaller (Bob Wren – ENG).

Strafminuten: EHC Klostersee 14; EHC Löwen Waldkraiburg 12.

Hauptschiedsrichter: Michael Fischer.

Zuschauer: 411

EHC Klostersee – EHF Passau Black Hawks 3:5 (1:1, 2:2, 0:2)

Leer ausgegangen ist der EHC Klostersee am Sonntagabend bei der Heim-Premiere in der gemeinsamen Verzahnungsrunde Bayernliga/Oberliga Süd. Wie bislang auch die vorangegangenen Vergleiche mit den Passau Black Hawks war es erneut eine enge Kiste, in der sich die Grafinger am Ende mit 3:5 beugen mussten. Nicht unverdient entführten die Gäste aus Niederbayern den Dreier, vor allem aufgrund einer extrem stabilen Defensivleistung und immer gefährlichen Offensivaktionen.

Schon nach 46 Sekunden sind die Black Hawks optimal in die Partie eingestiegen, mit einem trocken-ansatzlosem und platziertem „Volltreffer“. Kurz darauf klingelte das Gestänge des von Dominik Gräubig gehüteten EHC-Kastens, erst danach bissen sich die Rot-Weißen langsam in das Match zurück. Der 1:1-Ausgleich aus der Distanz in Überzahl war durchaus verdient. Das Mitteldrittel begann hektisch und mit einem zunächst gegebenen und dann wegen eines vorangegangenen Fouls annulierten Gästetores. Schnell korrigierte der Gast die Sache und legte auch noch das 1:3 nach, als der Mannschaft von Dominik Quinlan zum wiederholten Male die Zuordnung in der eigenen Zone abhanden gekommen ist.

Lange sah es nicht danach aus, als ob sich die EHCler noch einmal zurückmelden können. Ein Doppelschlag in der 37. Minute innerhalb von 39 Sekunden machte es möglich. Nach dem 3:3 war alles offen und beide Seiten hätten in der Folgezeit vorlegen können, wenngleich weder hier noch da eine „hundertprozentige“ erspielt werden konnte. Die Entscheidung brachte die Cleverness Passaus in den letzten zehn Minuten beziehungsweise zu stürmisches Zweikampfverhalten der Klosterseer. Die Vorentscheidung gelang dem Gast in Überzahl (52.), das empty-net-goal in der Schlussminute zurrte die Sache fest.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Rudi Schmidt); Nicolai Quinlan, Florian Engel, Maximilian Merz, Marinus Kritzenberger, Sebastian Sterr, Felix Kaller, Maximilian Pröls, Quirin Bacher; Matthias Baumhackl, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Thomas Hummer, Philipp Quinlan, Simon Roeder, Jens Glombitza, Veit Wieczorek.

EHF Passau Black Hawks: Clemens Ritschel (Andreas Resch); Marius Wiederer, Martin Paryzek, Patrick Geiger, Arthur Platanow, Lukas Stettmer, Mathias Pilz, Florian Lehner; Petr Sulcik, Alexander Janzen, Dominik Schindlbeck, Ales Kreuzer, Michael Franz, Benedikt Böhm, Florian Fischer, Patrik Dzemla, Robin Deuschl, Michel Limböck.

Torfolge: 0:1 (0:46) Petr Sulcik; 1:1 (15:41) Maximilian Merz (Gennaro Hördt, Philipp Quinlan – 5:4); 1:2 (23:42) Ales Kreuzer (Petr Sulcik – 4:3); 1:3 (30:04) Michael Franz (Benedikt Böhm, Ales Kreuzer); 2:3 (36:04) Marinus Kritzenberger (Gennaro Hördt, Philipp Quinlan – 5:4); 3:3 (36:43) Florian Gaschke (Nicolai Quinlan); 3:4 (51:29) Florian Fischer (Petr Sulcik, Marius Wiederer – 5:4); 3:5 (59:21) Petr Sulcik (Martin Paryzek – ENG).

Strafminuten: EHC Klostersee 14; EHF Passau Black Hawks 10.

Hauptschiedsrichter: Michael Kees.
Zuschauer: 352

TSV Erding Gladiators – EHC Klostersee 3:2 (2:1, 0:0, 0:1, 1:0) nach Verlängerung

Einen Auswärtspunkt holte sich der EHC Klostersee zum Auftakt der gemeinsamen Verzahnungsrunde Bayernliga/Oberliga Süd im Auswärts-Derby bei den Erding Gladiators. Die Gastgeber waren beim 2:3 nach Verlängerung aus Sicht der Grafinger ein glücklicher Sieger. Die Rot-Weißen hätten mehr mitnehmen können, wäre man in der regulären Spielzeit im Abschluss etwas cooler gewesen. Chancen genug hatten sich die in den Offensivreihen personell ausgedünnten Schützlinge von Dominik Quinlan – mit Bob Wren, Philipp Quinlan und Vitus Gleixner fehlte eine komplette starke Angriffslinie – in der regulären Spielzeit. Was über die kompletten 60 Spielminuten freilich auch für die Gastgeber galt.

Nach dem ersten Drittel könnte man beim EHC freilich festhalten: Wenig aus viel. Trotz extrem starker Anfangsphase und einem halben Dutzend erstklassiger Chancen lag man zur ersten Pause 1:2 zurück. Die Gladiators könnten sich die Hände reiben: Viel aus wenig gemacht! Bei zwei Strafzeiten zu Beginn des Mittelabschnitts musste erst einmal konzentriert verteidigt werden. Dann aber wäre der Ausgleich überfällig gewesen. In der 47. Minute war es endlich so weit: Hochverdient wurde das 2:2 erzielt. Dabei blieb es bis zur Sirene. In der fünfminütigen Zugabe waren die Klosterseer Aktiver. Den Zusatzpunkt sicherten sich die Erdinger – drei Sekunden vor Ende der Overtime.

TSV Erding Gladiators: Christoph Schedlbauer (Andreas Gerlspeck); Rudi Lorenz, Bastian Cramer, Mark Waldhausen, Dominik Wagner, Andreas Schmelcher, Lars Bernhardt; Florian Zimmermann, James Hill, Daniel Krzizok, Martin Dürr, Philipp Michl, Marko Babic, Alexander Gantschnig, Oliver Wawrotzki, Lukas Krämmer.

EHC Klostersee: Dominik Gräubig (Rudi Schmidt); Nicolai Quinlan, Florian Engel, Maximilian Merz, Marinus Kritzenberger, Felix Kaller, Sebastian Sterr, Maximilian Pröls, Quirin Bacher; Matthias Baumhackl, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Thomas Hummer, Simon Roeder, Veit Wieczorek, Jens Glombitza, Cedric Eibl.

Torfolge: 1:0 (4:59) Marko Babic (Martin Dürr, Philipp Michl); 1:1 (6:30) Raphael Kaefer; 2:1 (13:25) Florian Zimmermann (4:5); 2:2 (46:08) Thomas Hummer (Marinus Kritzenberger, Gennaro Hördt); 3:2 (64:57) Alexander Gantschnig (Rudi Lorenz – 3:3).

Strafminuten: TSV Erding Gladiators 8; EHC Klostersee 12.

Hauptschiedsrichter: Martin Grech.
Zuschauer: 944

EHC Klostersee – TEV Miesbach 1:4 (1:3, 0:0, 0:1)

Der EHC Klostersee hat die Bayernliga-Hauptrunde am Sonntagabend mit einem 1:4 gegen den damit als Ersten durchs Ziel gehenden TEV Miesbach abgeschlossen. Am hervorragenden vierten Abschlussplatz der Grafinger, die gegen den Spitzenreiter ohne sechs Stammkräfte nicht über die volle Distanz auf Augenhöhe agieren konnten, ändert das nichts.

Nach einer viertelstündlichen Verzögerung – beim Warmup wurde ein Modul der Plexiglasumrandung zerschossen, das dann auf die Schnelle gewechselt wurde – waren die ersatzgeschwächten Rot-Weißen im ersten Abschnitt überwiegend in der Defensive gebunden. Backup-Goalie Rudi Schmidt klärte ein ums andere Mal in höchster Not. Umso mehr überraschte der sehenswerte Führungstreffer in der 12. Minute aus dem Powerplay heraus. Dieses 1:0 gab die Mannschaft von Dominik Quinlan in den folgenden Minuten freilich eher leichtfertig aus der Hand. Drei „schwache“ Situationen in der eigenen Zone ermöglichten dem Gast bis zur ersten Pausensirene, die Sache mit einem 1:3-Zwischenstand gerade zu rücken.
Im zweiten Durchgang trennte man sich torlos, wobei beiderseits durchaus der eine oder andere Treffer möglich gewesen wäre. In der 28. Minute jubelten die Klosterseer zu früh. Der Schiedsrichter sah den von der Unterkante der Latte zurückprallenden Puck nicht hinter der Torlinie. Mit ebenso offenem Visier standen sich beide Mannschaften in den noch verbleibenden 20 Spielminuten gegenüber. Die EHCler hatten mehrmals die Möglichkeit, das Resultat etwas freundlichener zu gestalten, doch war ihnen ein weiterer Einschuss nicht mehr gegönnt.

EHC Klostersee: Rudi Schmidt (Dominik Gräubig); Nicolai Quinlan, Sebastian Sterr, Maximilian Merz, Marinus Kritzenberger, Maximilian Pröls, Quirin Bacher, Korbinian Eberwein; Matthias Baumhackl, Raphael Kaefer, Florian Gaschke, Gennaro Hördt, Philipp Quinlan, Simon Roeder, Veit Wieczorek, Jens Glombitza, Felix Lohmaier, Stefan Würmseer.

TEV Miesbach: Timon Ewert (Anian Geratsdorfer); Josef Frank, Johannes Bacher, Sebastian Deml, Stefan Mechel, Christoph Gottwald, Andreas Nowak, Stephan Stiebinger; Felix Feuerreiter, Bohumil Slavicek, Dusan Frosch, Michael Grabmaier, Thomas Schenkel, Franz Mangold, Athanasios Fissekis, Filip Kokoska, Florian Feuerreiter, Christian Czaika, Thomas Amann.

Torfolge: 1:0 (11:05) Simon Roeder (Sebastian Sterr, Raphael Kaefer – 5:4); 1:1 (15:28) Filip Kokoska (Athanasios Fissekis); 1:2 (16:08) Athanasios Fissekis (Filip Kokoska); 1:3 (19:38) Franz Mangold (Thomas Schenkel, Michael Grabmaier); 1:4 (42:46) Athanasios Fissekis (Christian Czaika, Filip Kokoska).

Strafminuten: EHC Klostersee 6 plus Disziplinarstrafe (Philipp Quinlan); TEV Miesbach 12.

Hauptschiedsrichter: Sebastian Eisenhut.

Zuschauer: 403